Maryam Blumenthal und Tobias Schlegl bei "Gute Leude - Das Hamburg Gespräch"
Shownotes
Was bleibt von 2025? In dieser Jahresrückblick-Folge von „Gute Leude – Das Hamburg Gespräch“ spricht Lars Meier mit Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal und dem Autor, Notfallsanitäter und Moderator Tobias Schlegel über ein Jahr voller Umbrüche, Debatten und persönlicher Erfahrungen. Zwischen politischem Alltag, gesellschaftlichen Weichenstellungen und berührenden Momenten geht es um Hoffnung, Verantwortung und den besonderen Zusammenhalt in Hamburg.
Neue Folgen gibt es jeden zweiten Montag um 20 Uhr bei ahoy radio und anschließend überall im Stream.
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00:00:02: Im Dezember, da war es dann wirklich so, dass ich bei einer Veranstaltung war mit über zweihundert Pflegeschülern, also Menschen, die bald einen ganz wichtigen Job übernehmen als Krankenpfleger.
00:00:14: Und da kam jemand auf mich zu, der gesagt hat, Ich wollte nur mal kurz Danke sagen, weil er wurde, ich war ja auch bei der Seenotrettung aktiv, auf der CI und er wurde vor neun Jahren von der CI gerettet und ist in Italien angelandet, hat es jetzt nach Deutschland geschafft, kann auch unsere Sprache und ist im dritten und letzten Ausbildungsjahr zum Krankenpfleger.
00:00:38: Und das hat mich unfassbar weggehauen und berührt und das ging mir total nah.
00:00:43: Das war ein ganz unglaublicher emotionaler Moment.
00:00:48: Was ich vor allem im letzten Jahr gelernt habe ist, was für krass Kluge.
00:00:55: innovative Köpfe wir in unserer Stadt haben und wie viel Mut und Zuversicht von diesen Köpfen eigentlich ausgeht.
00:01:02: Und wenn wir ein bisschen mehr auf diese klugen Köpfe in unserer Stadt hören würden, unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die nämlich sehr faktenbasiert, sehr evidenzbasiert, wenig, einfach nur aus dem Bauch populistisch und ich fühle heute das und deswegen ist das jetzt genau die Wahrheit, die Guteinordnen reflektieren.
00:01:20: Wenn wir ein bisschen mehr auf die hören würden, dann würde alles ein bisschen besser sein, glaube ich.
00:01:27: Stimmt, das war ja auch noch und das war ja auch noch und das war ja auch noch.
00:01:31: Und ich brauche, glaube ich mal so einen Moment und habe den hoffentlich auch in den nächsten Ferien mal, wo ich mich noch mal darauf besinne und mir dieses ganze letzte Jahr noch mal ganz doll durch den Kopf gehen lasse.
00:02:02: Gute Leute, das Hamburg-Gespräch mit Lars Meier jetzt.
00:02:10: Heute sind bei mir zu Gast die Wissenschaftsenatorin Maya Blumenthal und der Autor Notfallsanitäter und Moderator Tobias Schlegel.
00:02:18: Moin moin.
00:02:19: Moin.
00:02:19: Hallo
00:02:20: moin.
00:02:21: Auch zum Start ins neue Jahr habe ich wieder zwei Gäste hier im Studio.
00:02:25: Gemeinsam nehmen wir uns die Stunde Zeit, um zurück zu blicken.
00:02:28: Auf ein Jahr das bewegt, herausgefordert und an vielen Stellen überrascht hat.
00:02:56: Und welche Themen nehmen wir mit ins neue Jahr?
00:02:58: Bevor wir in die Analyse gehen, starten wir mit etwas, das im lauten Rückblick oft zu kurz kommt, die persönlichen Momente, die uns das Jahr fühlen ließen.
00:03:09: Liebe Mariam, was war dein schönster Tag im Jahr?
00:03:14: Gibt's einen Datum, wo du sagst, das war's?
00:03:16: Ja,
00:03:17: also wahrscheinlich müsste ich jetzt, weil ich ja hier als Wissenschaftsanatoren sitze, den Tag meiner Amtsvereidigung nennen, als der Tag, an dem der Bürgermeister mich vereidigt hat und ich Sanatoren wurde.
00:03:31: Aber
00:03:32: tatsächlich
00:03:33: Mai.
00:03:33: Aber tatsächlich... würde ich, glaube ich, sagen, mein, ich bin in diesem Jahr vierzig geworden.
00:03:38: Das war ein schöner Tag.
00:03:40: Das war total toll.
00:03:41: Und wir haben sogar zusammengestanden bei Nudelsalat und Kartoffelsalat dem Sommerfest der Mut Academy.
00:03:46: Das heißt, du hast gearbeitet.
00:03:47: Ich war nicht auf einer privaten Keller-Party bei dir im Datkeller, sondern du hast gearbeitet an deinem
00:03:53: Geburtstag.
00:03:54: Ja, das stimmt.
00:03:55: An dem tatsächlichen Tag habe ich gearbeitet und hab abends dich ja noch getroffen bei einer Veranstaltung.
00:04:00: Und drei Tage später am Wochenende habe ich dann aber gefeiert.
00:04:04: und Das ist, glaube ich, mein berührendster Tag noch über, sozusagen, dem Tag, an dem ich Sanatoren wurde, der natürlich auch für immer in Erinnerung bleiben wird und natürlich ein ganz, ganz spektakulärer Tag für mich persönlich war.
00:04:18: Aber dann so nach so einem harten Jahr voller Wahlkämpfe und allem und Koalitionsverhandlungen, und das war ja schon einiges, was dem vorweg gegangen ist, war so... Das schöne Feiern im Kreise meiner Freundinnen und Freunde und Familie, das war wirklich ein sehr schöner Tag und der hat mir noch mal sehr viel Kraft gegeben.
00:04:37: Tobi, an welches Startup denkst du sofort, wenn es um den schönsten Tag geht?
00:04:41: und ganz wichtig für mich natürlich, spiele ich da auch eine Rolle?
00:04:44: Ja, du warst da auch dabei.
00:04:46: Es ist ein Tag, der mir beruflich was bedeutet hat, aber auch familiär.
00:04:51: Ich habe ja das Wanderbuch rausgebracht.
00:04:54: Ich war ja mit meiner Mutter auf dem Jakobsweg unterwegs, leichtes Herz und schwere Beine, kam Anfang April raus und wir haben das gefeiert im Unsorgtheater.
00:05:03: Große Premiere.
00:05:05: Joschek hat moderiert und Und meine Mama saß in der ersten Reihe und das hatte ich noch nie bei einer Veranstaltung.
00:05:12: Deshalb war ich auch dementsprechend aufgeregt.
00:05:14: Sie wollte keine Interviews geben, sie wollte nicht auf die Bühne.
00:05:18: Das ist nicht ihre Welt, da hat sie keinen Bock drauf gehabt.
00:05:21: Das hat sie mir auch schon vorher gesagt.
00:05:22: Also bitte zieh mich da nicht auf die Bühne.
00:05:24: Ich hab aber gedacht, weil es geht ja in diesem Buch, um das Persönliche kennenlernen und nochmal neu kennenlernen der Eltern im Alter.
00:05:32: Und ich hab sie ja jenseits ihrer Mutterrolle endlich mal wirklich kennengelernt und weiß, was für eine starke, tolle Persönlichkeit sie ist.
00:05:39: Und ich hab sie dann wirklich nur, dass bei meinem Kompromiss sie im Schluss Applaus auf die Bühne geholt kurz, damit sie auch ein bisschen Applaus abbekommt.
00:05:48: Und selbst das, da ist sie ganz schnell wieder runtergerast, das war ihr schon zu viel.
00:05:52: Aber ich weiß, dass ihr dieser Abend ganz viel bedeutet hat und deshalb hat er mir auch ganz viel bedeutet.
00:05:57: Ja, und jetzt aktuell vor drei, vier Wochen im Dezember, da war es dann wirklich so, dass ich bei einer Veranstaltung war mit über zweihundert Pflegeschülern, also Menschen, die bald einen ganz wichtigen Job übernehmen als Krankenpfleger.
00:06:12: Und da kam jemand auf mich zu, der gesagt hat, Ich wollte nur mal kurz Danke sagen, weil er wurde, ich war ja auch bei der Seenotrettung aktiv, auf der CI und er wurde vor neun Jahren von der CI gerettet und ist in Italien angelandet, hat es jetzt nach Deutschland geschafft, kann auch unsere Sprache und ist im dritten und letzten Ausbildungsjahr zum Krankenpfleger.
00:06:36: Und das hat mich unfassbar weckerhauen und berührt und das ging mir total nah.
00:06:41: Das war ein ganz unglaublicher emotionaler Moment.
00:06:44: Herrlich.
00:06:45: So, wir steigen jetzt in den Januar ein mit unserem Rückblick.
00:06:49: Manchmal nenne ich dann auch die Daten dazu.
00:06:51: Zum Beispiel der zehnte Januar.
00:06:52: What was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was
00:07:08: what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what was what.
00:07:11: Ich habe ja so einen absoluten Lieblingsort und muss das immer so ein bisschen erklären, weil es ist jetzt nicht der spektakulärste und fänzieste Ort überhaupt.
00:07:20: Du
00:07:20: nennst jetzt nicht nach fünf Minuten schon Volksdorf, so wie es normalerweise der Finanzsenator in unseren Gesprächen tut?
00:07:25: Nein.
00:07:27: Wir ziehen einen Stadtteil weiter und ziehen aufs Gutkalzhöhe.
00:07:32: Ich liebe es da.
00:07:33: Also unsere großen beiden Kinder sind dort direkt nebenan in den Kindergarten gegangen und der kleine dann später auch.
00:07:39: und ich verbinde mit diesem Ort einfach so viel.
00:07:43: Vergangenheit, so viel diese Zeit, als die Kinder klein waren.
00:07:46: Wir haben ganz in der Nähe gewohnt früher.
00:07:48: Und wenn ich ja im Grunde das gut betrete, dann komme ich runter.
00:07:52: Dann vergesse ich den Alltag, dann gehe ich spazieren mit den Hühnern, muss man sagen, die wohnen im letzten Jahr, wohnen da die Hühner geklaut.
00:08:00: Aber es gibt jetzt einige Neue und die Schafe.
00:08:03: Und das ist mein absoluter Lieblingsort.
00:08:05: Dagegen kommt nichts an.
00:08:06: Ich weiß, dass das immer so ein bisschen ... Langeweilig klingt, wenn ich das sage, aber es ist so wunderschön da und ich liebe es einfach.
00:08:12: Und ich entdecke nach so vielen Jahren, wirklich jetzt nach irgendwie dreizehn Jahren, wo ich regelmäßig auf dem Gutkeitshür bin, mindestens eine Handvoll mal im Jahr und immer zum Auftakt der Sommerferien, im Übrigen immer am ersten Ferientag mit der Familie, immer einmal aufs Gut.
00:08:25: Genau.
00:08:26: Ich finde da immer wieder was Neues und entdecke immer wieder was Neues.
00:08:29: Das ist und bleibt mein Lieblingsort.
00:08:31: Tobi, welcher Ort kann dagegen anhalten?
00:08:34: Also alles an der Elbe mit einem Getränk in der Hand und Containerschiffe gucken, finde ich großartig, um es kurz zu machen.
00:08:41: Und ich bin jemand, der sehr, sehr gerne alleine ins Kino geht.
00:08:46: Hä?
00:08:46: Mit Nachos oder Popcorn oder was man dann noch immer dabei hat, so Studentenfutter.
00:08:51: Aber man muss doch hinterher darüber reden.
00:08:53: Nein,
00:08:53: ich mach das mit mir aus.
00:08:54: Und
00:08:55: für das Selbstgespräch.
00:08:56: Lass das gerne auf mich wirken.
00:08:58: Schläfst du nicht ein?
00:08:59: Nee, nee, nee, nee.
00:09:00: Mich hält ja immer dann jemand, mit dem ich dann im Kino bin, wach.
00:09:04: Das kommt ja immer auf den Film an, ne?
00:09:06: Gerne Programmkinos, gerne, und da sind wir bei Volksdorf, das Korallekino.
00:09:10: Ja,
00:09:10: toll da.
00:09:10: Support an dieser Stelle für die kleinen Kinos.
00:09:13: Absolut.
00:09:13: Aber auch gerne die großen Blockbuster gucken, wenn es keine Marvel-Filme sind
00:09:18: in der letzten Reihe.
00:09:18: Was war dein tollster Film von den Kleineren?
00:09:23: Ich hab... Es ist aber eigentlich auch ein größerer Film gewesen, also der ist in beiden Kinos gelaufen, im Programmkino, sowie auch im Multiplex, Weapons.
00:09:31: Das ist ein Horrorstreifen.
00:09:34: Um zwei Uhr nachts rennen die Kinder aller Nachbarn aus dem Haus und sind einfach weg und nur noch ein Junge erscheint am nächsten Tag zur Schule und man weiß nicht, warum.
00:09:43: Unglaublich clevere Story aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt.
00:09:47: Also es passt ins Programmkino.
00:09:49: Kritiker Liebling, aber auch die Leute, die einfach ein bisschen geschockt werden wollen, die Kinder auch gerne
00:09:54: haben.
00:09:55: Ich weiß von vielen Eltern, die kleinere Kinder haben.
00:09:59: dass sie nie ins Kino gehen, weil wenn sie mal mit einem Partner was machen, dann wollen sie ja reden.
00:10:03: Warst du im Kino dieses Jahr, Mariam?
00:10:05: Ja, ich war im Kino.
00:10:07: Ich war aber mit meiner Mutter.
00:10:10: Ich war mit meiner Mutter im Kino und hab einen iranischen Film geguckt.
00:10:13: Und ich war auch einmal im Kino und hab Lukas und der Lokomotivführer mit meinem kleinen Sohn geguckt.
00:10:19: Ich war so vielleicht dreimal in diesem Jahr im Kino.
00:10:21: Tatsächlich bin ich nicht so die Kinogängerin.
00:10:24: Und wenn ich ein bisschen Zeit für mich haben will, dann ist es nicht das Kino.
00:10:29: sind es andere Sachen.
00:10:31: Ich war mit meiner Mutter im Kino am Muttertag, habe ich sie eingeladen, es gab erst Pommes und dann haben wir uns ein Jakobsweg passenderweise, dein Weg oder mein Weg.
00:10:42: Sie war ganz berührt, das
00:10:43: war schön.
00:10:43: Ja, und Mama ins Kino ist auch immer schön.
00:10:46: So, wir sind beim elften Januar, da war nach vier Jahren endlich wieder Ahoy Neujahrsempfang der Jahresauftakt im Hotel Reichshof Hamburg.
00:10:54: Wie bist du denn ins Jahr gestartet, Mariam?
00:10:56: Du bist ja auch da gewesen, aber im Allgemein, kommst du so gut in ein neues Jahr oder bist du gefesselt von Vorsätzen?
00:11:05: Nee, also eigentlich gar nicht.
00:11:07: Ich finde, Vorsätze sind echt schwierig, weil sie immer so ein bisschen unnötigen Druck aufbauen und am Ende Januar hat man sie dann auch wieder vergessen oder hat sich ... Nee, also was du heute nicht machst, das wirst du auch nicht mit so einem Vorsatz irgendwie bewältigen.
00:11:22: Also ich muss sagen, seitdem ich Mama bin, sind die Silvester und die Jahresübergänge immer sehr stark an den Kindern orientiert.
00:11:30: Aber das große Glück ist, wenn man dann die Eltern von den Freunden der Kinder auch mag und sich auch anfreundet.
00:11:36: Und so feiert man dann immer irgendwie so ein bisschen im Sinne der Kinder, sodass die auf ihre Kosten kommen und einen spektakulären Übergang ins neue Jahr haben.
00:11:45: Für die ist das ja noch mal noch etwas wirklich, wirklich besonderes, die Fiebern schon immer auf Silvester hin.
00:11:50: Wenn es nach mir ginge, sage ich ganz ehrlich, ich würde auch einfach schlafen.
00:11:55: Und mir am nächsten Morgen ein schönes Früchte gönnen und dann erst vores neues Jahr wünschen.
00:12:03: Bevor es hier gleich weitergeht, mache ich gerne Werbung für unseren Kooperationspartner die Zeit.
00:12:08: Mein Arbeitstag beginnt mit der Elbvertiefung dem kostenlosen Newsletter von Zeit Hamburg.
00:12:13: Alle wichtigen Infos rund um Hamburg gibt es auf www.zeit.de.
00:12:18: Elbvertiefung oder von Montags bis Samstags um sechs Uhr im E-Mail-Postfach.
00:12:23: oder ganz neu der Zeit Hamburg Elbvertiefungs Podcast zum Wochenende.
00:12:28: Hört mal rein!
00:12:31: Tobi, für dich gibt es den sechzehnten Januar.
00:12:34: Da sind mehr als sechzehntausend Menschen auf Hamburgstraßen und haben eine Stunde lang Schrei nach Liebe gesungen.
00:12:41: Das lief nämlich eine Stunde lang bei uns Barheuer Radio.
00:12:43: Die Stadt erhebt ihre Stimme gegen den Auftritt von Alice Weidel im Rathaus.
00:12:48: Warst du danach nochmal auf irgendeiner Demo?
00:12:50: Wann warst du zuletzt auf einer Demo beziehungsweise?
00:12:52: Welche Demo ist dir sonst noch in Erinnerung?
00:12:55: Weil ich ahne ja, dass du häufiger mal unterwegs bist.
00:12:58: Ja, ich war zuletzt auf einer Demo für das Prüfungsverfahren, dass diese Partei, die du da gerade genannt hast, auch mal unter die Lupe genommen wird.
00:13:08: Und ich war auch, also ich hab mitgefiebert bei dieser Aktion, das weiß ich noch, das war ganz toll, auch von Ahoy Radio.
00:13:16: Ihr habt ja, glaube ich, Habt ihr den ganzen Tag Schrei nach Liebe gespielt oder nur eine Stunde lang?
00:13:19: Eine Stunde.
00:13:20: Für die
00:13:20: Zeit.
00:13:21: Lief das.
00:13:22: Und es wurde bundesweit gehört, wir kriegten wirklich E-Mails aus Garmisch-Partenkirchen, Freiburg, Kassel, Bad Segeberg ist jetzt nicht so weit.
00:13:31: Solidarische Grüße aus Chemnitz, kann ich mich noch erinnern an eine andere E-Mail.
00:13:35: Also ich weiß, dass ich da leider nicht auf der Straße war, weil ich irgendwie nicht konnte, aber ich hatte die App an und ich hab den Song eine Stunde lang gehört.
00:13:43: Und er ist mir nicht auf den Sack gegangen, ich hätte ihn auch noch eine Stunde weiter hören können.
00:13:46: müssen wir das ja bald mal machen, aber vielleicht aus dem schönen Grund irgendwie, das wäre ja schön.
00:13:51: Liebe Mariam, wir sind jetzt schon beim XXIII.
00:13:54: Februar.
00:13:54: Die Wahl zum XXI.
00:13:56: Deutschen Bundestag fand als vorgezogene Neuwahl statt.
00:14:00: Hast du das reingezogen oder hast du selber noch Wahlkampf gemacht?
00:14:03: Weil ich sage mal, ein bisschen später gab es dann ja auch deinen Einsatz bei der Bürgerschaftswahl.
00:14:10: Ja, habe ich mir natürlich reingezogen.
00:14:12: Ich war zu der Zeit ja auch noch in Hamburg grüner Parteivorsitzende.
00:14:16: Und mein Job war es natürlich mir diesen, also ich bin morgens wählen gegangen und dann haben wir uns getroffen mit einer kleinen Gruppe und haben die Wahl natürlich beobachtet und uns auf den Abend sozusagen vorbereitet.
00:14:30: Wir haben ja eine kleine Wahlparty, eine Party als solches muss man jetzt echt relativieren, weil so richtig Partystimmung ist ja bei uns dann nicht unbedingt aufgekommen und wir wussten ja auch, dass wir noch eine Woche vor der Brust haben bis zur Bürgerschaftswahl.
00:14:44: Und unser grünes Ergebnis hat uns ja auch sehr ernüchtert, muss man ehrlicherweise sagen.
00:14:49: Und wir haben direkt im Grunde nach den ersten Hochrechnungen auch umgeschaltet auf, okay, jetzt geht der Wahlkampf weiter und wir haben jetzt echt sechs Tage, wo wir nochmal das Rad ein bisschen drehen können und wo wir nochmal alles geben müssen.
00:15:03: Wir haben dann natürlich auch eine kleine Krisensitzung gehabt, also so wie man sich das klassisch vorstellt, alle Ebenen zusammen.
00:15:09: gerufen, überlegt, wie wir die nächsten sechs Tage in diesen Wahlkampf ja reingehen und um dann eine Woche später eben ein besseres Ergebnis auch zu erzielen, als es zu der Zeit auch den Anschein dann erweckte vor dem Hintergrund dessen, dass man ja weiß, dass natürlich also die Wahlen wurden so ein bisschen miteinander vermischt und die Menschen, also wir haben so ein bisschen antizipiert, so ein großer Unterschied wird dann vielleicht nicht mehr gemacht zwischen Bundestag und Bürgerschaft, war dann natürlich trotzdem so und das war ja auch unsere große Hoffnung, darauf hatten wir auch gearbeitet.
00:15:39: Aber reingezogen haben wir uns das schon.
00:15:43: Das glaube ich, Tobi.
00:15:45: Die Bundestagswahl ist eng verbunden mit dem Scheitern von Robert Habeck, der dann später ausgestiegen ist, der dann im Dezember eine Kinopremiere hatte, nämlich ein Dokumentarfilm, wo er sich von Lars Jessen hat porträtieren lassen, also filmen lassen beim eigenen Scheitern.
00:16:03: Jetzt bist du auch ein Mann, der häufig vor der Kamera ist, aber klingt das für dich genauso abwegig wie für mich, dass man sich bei seiner Arbeit, die ganze Zeit filmen lässt und auch dabei, wenn man merkt, oh, es geht jetzt hier alles dem Bach runter.
00:16:18: Ich finde das eigentlich sympathisch, dass man sagt, ich blende da nichts aus, also ob jetzt Robert Harberg oder Haftbefehl, man lässt die Kamera einfach mal laufen.
00:16:27: Ich sehe da Parallelen.
00:16:28: Da gibt es
00:16:30: beiden Seiten scheitern.
00:16:33: Und ansonsten, ja, ich glaube, dieser Film hat es aber auch ein bisschen schwierig gehabt, weil man sich hinterfragt hat, was will ich mir da jetzt angucken?
00:16:40: Also, Robert und Anna-Lena haben sich ja verabschiedet.
00:16:45: Christian Lindner ist jetzt Gebrauchtwagenhändler geworden und ... Das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner,
00:16:53: das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für
00:16:54: mich die Gewinner, das sind
00:16:55: für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich die Gewinner, das sind für mich
00:17:14: die Gewinner, Ja, Glamour nicht, Glitzer schon.
00:17:16: Also wer mag nicht Glitzer?
00:17:18: Also, ja, ich mag alles mit Glitzer so ein bisschen.
00:17:21: Also... Also... Warum auch nicht?
00:17:24: Also, es ist so viel, es ist so trist und langweilig.
00:17:28: Glitzer bringt immer so das Gewisse etwas in irgendwas rein.
00:17:31: Also, wenn ich mit meinem kleinen Sohn bastel oder so hole, ich auch immer die Glitzerstifte und das Glitzerstreuzzeug raus, weil ich finde, dass das dazu gehört.
00:17:39: Man
00:17:39: muss sich auch rausleben
00:17:40: möchten.
00:17:40: Ja, na klar!
00:17:41: Der Streetart-Künstler Rebelza ist Teil der Aktion Hamburg steht still, einer Gedenkminute zum dritten Jahrestag des Ukrainekrieges, bei der seine Kunst an der Leishalle projiziert wurde.
00:17:51: Hamburg steht still und Hamburg... ist bunt, hängen da an der Halle.
00:17:56: Tobi, sammelst du Kunst?
00:17:58: Bist du Kunst interessiert?
00:18:00: oder hängen nur quasi die schönen Malereien deiner Frau oder deiner Verwandten, deiner Mutter, wie auch immer, an der Wand bei euch zu Hause?
00:18:09: Das fragst du mich, der vor ein paar Wochen noch kurz nach dem Raubüberfall den Lure besucht hat.
00:18:16: Ja, aber
00:18:18: du hast damit
00:18:18: viel Kultur.
00:18:19: Ich hab damit definitiv nichts zu tun.
00:18:21: Ich war da mit meinem Papa.
00:18:23: Der hat sich ein paar Ringe ausgeschaut, aber sie nicht mitgehen lassen.
00:18:27: Gott sei Dank.
00:18:29: Nein, ich finde das... Also, ich...
00:18:30: Also, ich... Irgendwie bist du ein Traumsohn.
00:18:32: Du gehst mit da mal mal ins Kino mit dem Papa ins Museum und... Das
00:18:35: war der Ausgleich, sozusagen.
00:18:37: Ja, das hast du jetzt auch nicht jedes Jahr.
00:18:38: Papa
00:18:38: hat das mal eingefordert.
00:18:39: Du setzt
00:18:39: die Messlatte gerade ganz schön hoch, würde ich sagen.
00:18:42: Ja, klar.
00:18:43: Aber es ist wirklich... Also, es ist ein Gewinn.
00:18:45: Das ist ja was... How to treat
00:18:46: your parents.
00:18:47: Ja, aber das ist was, was ich... ...wenn ich es im Jahr zwei tausendfünfundzwanzig auf jeden Fall gelernt habe, dass die Zeit mit den Eltern ja auch endlich ist und total wertvoll sein kann.
00:18:55: Ja, absolut.
00:18:55: Und das superwichtig ist, das nicht mal so nebenbei zu... machen und mal im Alltag irgendwie drei Stunden vorbeizugehen, sondern richtig Zeit mit denen zu verbringen und dann auch richtig mit denen sprechen zu können und nicht nur so organisatorische Dinge abzuhaken.
00:19:08: Deshalb war, das hast du richtig erkannt, für mich tatsächlich so ein Familienjahr.
00:19:15: und was ich sagen wollte zur Kunst, ich habe zweierlei für mich entdeckt auch auf dem Jakobsweg.
00:19:20: Erstens Natur kann total heilsam sein, wenn man rausgeht und nichts dabei hat so wenig wie möglich und einfach nur in einem Wald ist, dass hilft einem bei der derzeitigen Nachrichtenlage sehr, sehr gut.
00:19:32: und Museen.
00:19:34: Also einfach in Museen gehen, man kann es mit Papa machen, man kann es aber auch alleine machen und Dinge auf sich wirken lassen.
00:19:40: Das Handy ist aus, hat einen ähnlichen Effekt Wiederwald.
00:19:44: Also das sind zwei Orte, die mir sehr gefallen.
00:19:47: Schön.
00:19:48: Was auch schön ist, ist, dass der traditionsreiche Klub Molotov.
00:19:53: Das Molotov hat eine neue Heimat gefunden und ist jetzt quasi zum dritten oder vierten Mal gewechselt.
00:20:00: Liebe Mariam, wann hast du das letzte Mal so richtig abgezappelt?
00:20:04: War es dann bei deiner Geburtstagsparty?
00:20:05: Ich
00:20:06: weiß immer am Ende gar nicht, worauf er hinaus will, wenn er einleitet.
00:20:12: Abgezappelt.
00:20:16: Ja,
00:20:16: ich glaube.
00:20:17: Na ja, beim Geburtstag hast du ja getanzt bestimmt.
00:20:19: Ja, und das ist schon auch jetzt eine Weile her.
00:20:21: Ich werde dieses Jahr schon wieder ein Jahr älter.
00:20:27: So, Tobi.
00:20:28: Ja, dann kam die Bürgerschaftswahl.
00:20:30: Eine Woche nach der vorgezogenen Bundestagswahl am zweiten März.
00:20:34: Wie sehr hast du das denn gesehen oder hattest du schon die Schnauze voll von der Bürgerschaftswahl?
00:20:40: Ich glaube, ich war bei der Bundestagswahl froh, da habe ich wirklich mitgezittert, BSW rein oder raus.
00:20:46: Bis zwei Uhr nachts war das ja unklar.
00:20:49: Und ich war froh, dass es Verhältnisse gab, dass zwei Parteien zusammengehen konnten.
00:20:54: Das war für mich wichtig nach diesem ganzen Ampelstreit.
00:20:58: Ich habe mir erhofft, dass zwei Parteien nicht so viel Streit erzeugen.
00:21:02: Hat ja jetzt auch nur so mäßig geklappt.
00:21:05: Und so war es dann auch bei der Bürgerschaftswahl.
00:21:07: Ich glaube, Rot-Grün.
00:21:09: tut hier dieser Stadt sehr gut.
00:21:12: Ich bin großer Fan vom ÖPA.
00:21:14: N.V.
00:21:15: und genieße den sehr.
00:21:17: Und ich finde es gut, dass hier alles elektrifiziert wird, dass mehr Dinge geschützt werden, was die Natur angeht und dass hier auch kleine Menschen, also Schülerinnen und Schüler, das deutsche Ticket einfach so bekommen und das irgendwie nicht vom Geldbeutel abhängt.
00:21:33: Das finde ich zum Beispiel gute Sachen, die durchgesetzt wurden.
00:21:36: Und deshalb können die gerne weitermachen.
00:21:38: So viel Lobmahiam.
00:21:39: Das kannst du gleich zurückgeben.
00:21:41: Denn am vierten April erscheint das Buch Leichtes Herz Schwere Beine von eben dem Tobi Schlägel.
00:21:47: Dort erzählt er von der gemeinsamen Reise mit seiner Mutter auf dem Jakobsweg.
00:21:51: Also Reise hört sich so an, als wäre Tim im Bus gefahren.
00:21:54: Ihr seid diese ganze Strecke tatsächlich schön auf den Füßen beziehungsweise auf das, was davon übrig war.
00:21:59: Du hast bei deiner Vorstellung des Buches ja auch Fotos gezeigt, die glaube ich FSK-Achzehn waren, weil die Füße sehr blutig waren, also deine.
00:22:08: Ja, Tobi.
00:22:09: Maja, welchen Wunsch würdest du denn einem naheliegenden Verwandtes, das müsst ihr jetzt nicht die Eltern sehen, kannst du auch an die Kinder denken, am liebsten mal erfüllen?
00:22:18: Also, weil das war ja ein Wunsch der Mutter, weswegen Tobi das gemacht
00:22:22: hat.
00:22:23: Das finde ich jetzt ist eine wirklich schwierige Frage, weil ich versuche schon immer, wenn Wünsche an mich geäußert werden, die ich erfüllen kann, die auch tatsächlich zu erfüllen, weil ich eigentlich immer denke, sie aufzuschieben.
00:22:37: am Ende bereut man es, dass man sie aufgeschoben hat und dann sollte man die Sachen lieber ziemlich zeitnah machen.
00:22:43: Aber vielleicht müsste ich ehrlich gesagt drüber nachdenken, ob es jetzt so einen ganz größeren Wunsch gibt.
00:22:49: Aber
00:22:49: du wärst zu viel bereit.
00:22:50: Ich wär zu sehr viel bereit und ich bin auch ehrlicherweise immer zu sehr viel bereit.
00:22:54: Und ich versuche wirklich immer, wenn mir nahestehende Person einen Wunsch äußern, es irgendwie möglich zu machen, die Zeit dafür aufzubringen.
00:23:01: Oft ist es ja einfach die Zeit.
00:23:02: Du weißt
00:23:03: schon, dass nach diesem Gespräch einige Wünsche
00:23:05: an sich herumgetragen werden.
00:23:05: Ja, das dürfen Sie auch.
00:23:06: Oft ist es ja wirklich die Zeit, die einen irgendwie davon abbringt, es dann am Ende doch nicht zu machen.
00:23:13: Also schon seit einigen, wenigen Jahren die Zeit für solche Wünsche aufzubringen, weil ich wirklich glaube, am Ende des Tages haben wir nur die gemeinsame Zeit und wir werden das alle bereuen, wenn wir das aufschieben und wenn wir uns sozusagen die gemeinsamen Wünsche irgendwie aufschieben und sie nicht realisieren.
00:23:29: Und ja, man soll die Feste feiern, wie sie fallen.
00:23:33: Wie sagt man so schön?
00:23:34: Tobi, ganz kurz nur, so ein Wunsch erfüllt sich ja nicht von sofort.
00:23:38: Man muss sich vorbereiten.
00:23:39: Bist du dreißigmal um die Alzer gelaufen jeden Tag?
00:23:41: Oder wie hast du das geübt?
00:23:43: Oder hast du gar nicht geübt?
00:23:44: Hast du dann ein Rucksack gepackt mit?
00:23:46: Ja, das Problem war, dass ich dazu naiv eigentlich ran gegangen bin.
00:23:51: Ich habe nie gewusst, wie schwer der Rucksack ist.
00:23:54: Ich habe das nie vorgepackt.
00:23:56: Meine Mutter war da sehr gewissenhaft und deshalb hat die nicht ganz so gelitten wie ich.
00:24:00: Aber ich glaube, ich habe das verdrängt und wollte mich gar nicht so darauf vorbereiten, weil ich ein bisschen Angst vor der eigenen Courage hatte.
00:24:08: Was nimmt man denn da so mit?
00:24:09: Und wie lange ist man unterwegs?
00:24:13: Also der Tipp auf dem Jakobsweg, kann ich mal für alle geben, die hier gerade zuhören, wenn ihr das wirklich machen wollt.
00:24:19: Wir waren so thirty- vier Tage unterwegs, also es sind so fünf, sechs Wochen, wenn man den klassischen Camino Francaise wirklich gehen will, zwanzig Kilometer am Tag.
00:24:29: und ich sage euch drei Mal Unterwäsche mitnehmen ist gut, weil dann musst du nicht jeden Tag waschen.
00:24:35: Du hast halt eine Unterwäsche an, die ist dann dreckig.
00:24:38: Am nächsten Tag hast du die nächste Unterwäsche an, die wird dann auch dreckig.
00:24:41: und dann hast du noch eine frische während du die anderen beiden waschen kannst und die trocknen.
00:24:47: Also das dreimal und sonst kannst du dich so reduzieren.
00:24:50: Wir haben nach und nach die Sachen aus dem Brucksack geschmissen.
00:24:52: Das ist so schön, diese Erkenntnis.
00:24:54: Das war plötzlich eine Explosion in meinem Kopf, dass man ja gar nichts braucht, um glücklich zu sein.
00:24:59: Also hast du einen Pulli, du hast eine Hose, du hast diese Wanderstöcke dabei.
00:25:03: Ich hatte noch so ein...
00:25:04: Na ja, gar nichts.
00:25:05: Ich würde sagen, du brauchst für mehr als dreizig Tage.
00:25:08: Ja, du brauchst die Zeit.
00:25:10: Du
00:25:10: musst durchziehen und du hast diese Struktur.
00:25:12: Du leidest, du isst, du schläfst und leidest dann wieder.
00:25:17: Und mehr brauchst du plötzlich nicht zum Leben.
00:25:19: Also ich hatte am Ende wirklich Angst anzukommen, weil ich eigentlich wollte, dass es weitergeht.
00:25:25: So schlimm es auch war, weil diese Grundstruktur hat mir halt gegeben und die hat ausgereicht, um glücklich zu sein.
00:25:30: Ach herrlich.
00:25:31: So, uns macht jetzt glücklich.
00:25:33: eine Frage der anderen Leute.
00:25:34: Wir hören mal rein, von wem sie ist und was es ist.
00:25:38: Hallo ihr Lieben, hier ist John von A Heul Radio und ihr könnt es euch denken, ich habe ziemlich viele Lieblings-Songs, aber es gibt da ein Track, der mir nicht aus dem Kopf geht und das ist der Song No Audience von der Sängerin, Absolutely.
00:25:51: Nun
00:25:51: würde mich natürlich auch interessieren, Frau Blumenthal und Herr Schläge, was sind eure Lieblings-Tracks?
00:25:58: Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf eure Antwort.
00:26:01: Oh, ich gehe mal kurz in meine Playlisten.
00:26:03: Aber, Maija, haben keine schon mal anfangen.
00:26:05: Ich auch.
00:26:06: Geht jetzt beide in die Playlisten rein.
00:26:10: Dann habt ihr ja offensichtlich seid ihr beide bei Spotify.
00:26:13: Ich würde auch gerne natürlich mal wissen, welches Alter wurde euch denn da angegeben?
00:26:19: Oh, das geht
00:26:20: nur verdammt
00:26:20: nah dran.
00:26:21: Ja, genau.
00:26:21: Ja, hab ich tatsächlich diese Saison und so ein Spielkram.
00:26:24: Also Spotify macht dich älter.
00:26:25: Schön, mich hat's jünger gemacht.
00:26:27: Und du?
00:26:27: Ich
00:26:28: war, glaub ich, so achtzig oder so.
00:26:29: Ich hab aber auch sehr oft Jimmy Hendrix All Along The Watchtower.
00:26:35: Großartiger Song.
00:26:36: Ansonsten seh ich gerade und das stimmt, war bei mir überall auf Platz eins, weil das war ja auch mein Wandersong.
00:26:43: Labrasbanda.
00:26:44: Ja.
00:26:44: Eine bayerische Band.
00:26:46: Der ist Barfuß immer unterwegs ist.
00:26:48: Die teilweise Barfuß unterwegs sind, die habe ich auch mal live schon in der großen Freiheit hier gesehen.
00:26:53: Und die machen so eine Stimme und die treiben so an, die haben so eine Energie, das braucht man, wenn man leidet.
00:26:58: Deshalb Labrasbandar haben auch ein neues Album mit ganz vielen guten Tracks rausgebracht, so Polka Party und so.
00:27:06: Das war mein Album im Jahr zweitensundzwanzig.
00:27:08: Und was war dein Alter?
00:27:10: Ja, einundachtzig oder so.
00:27:13: Also wegen Jimmy Hendrix.
00:27:14: Ja,
00:27:14: ja, ja, ja.
00:27:15: Alles jetzt auf Jimmy
00:27:17: Hendrix-Team, der sie nicht wählen kann.
00:27:19: Aber bei uns ist es ja so, seitdem wir Kinder in einem musikhörenden Alter haben, dann Influenzen die ein, ja so.
00:27:26: Total mit ihrer Musik im Auto und zu Hause und überhaupt.
00:27:30: Und wir haben das große Glück, dass unser ältestes Kind einen hervorragenden Musikgeschmack hat.
00:27:36: Also wirklich auch die alten Songs, die wir so gerne hören, hört und dann plötzlich mit ganz alten Songs kommt.
00:27:42: Also, im Jahr zwanzig, fünfundzwanzig fing da irgendwie im Herbst an mit American Pie von Don McLean und hat das rauf und runter gehört.
00:27:50: Und wir haben dann zwischendurch mal mitgesungen.
00:27:53: Da findet er das super peinlich und fragt sich, woher wir das Lied denken.
00:27:58: Wenn wir dem dann erklären, das gab es schon, bevor es uns gab, findet er das auch sehr seltsam, weil diese Lieder laufen dann in irgendwelchen Serien.
00:28:07: Also ich glaube, ist Stranger Things, wenn ich richtig informiert bin und auf einmal halten diese alten Songs bei den Jugendlichen und sie landen dann wieder bei uns in den Lautsprechern zu Hause.
00:28:17: Das finde ich ehrlich gesagt ganz schön.
00:28:19: Selbst die Skorpions.
00:28:20: sind bei Stranger Things zu hören.
00:28:22: Ein weiterer Grund, die Serie nicht hinzugucken, ehrlich gesagt.
00:28:26: Alter, Einenundachtzig.
00:28:28: Wo ich auch ganz selten hingehe, sind Einkaufszentren.
00:28:31: Am achten April nach zwei gescheiterten Eröffnungsterminen schafft es das Westfield Hamburg, Übersee-Quartier zu öffnen.
00:28:38: Tobi, du mit Einkaufspassagen?
00:28:40: Oh, der Horror.
00:28:41: Nee, da bin ich raus.
00:28:43: Also selbst bei meiner Jakobswanderung selbst Supermärkte haben mich gestresst.
00:28:48: Und das war eine Welt, mit der ich gar nichts mehr zu tun haben wollte.
00:28:50: Das war mir alles zu groß, zu voll.
00:28:53: Und so mit ... Also so unnütze Dinge tatsächlich.
00:28:56: Ich hab ja auch, als ich zurückgekommen bin, erst mal meine ganze Bude ausgeräumt.
00:29:01: Also ich hab tatsächlich meinen Wagen voll gemacht und bin zum Recyclinghof gefahren, weil ich gemerkt hab, ich brauch die ganze Zeit.
00:29:07: Aber die Familienmitglieder durften schon auf bleiben.
00:29:10: Es durften alle bleiben, die nah an meinem Herzen waren.
00:29:14: Sehr schön.
00:29:15: So, wir sind schon im Mai.
00:29:21: Alle ist weg.
00:29:30: Nämlich doch mal ein Lied der neuen deutschen Welle Mariam, was dir so ans Herz gehen würde, dass du vor zwölftausend Leuten dieses Lied singen würdest.
00:29:39: Also, da muss ich passen.
00:29:42: Ist einfach nicht mein Musikgeschmack.
00:29:44: Also, ich kenne natürlich Rufballons.
00:29:47: Könnte ich auch ein bisschen mittrellern, so ist das nicht.
00:29:50: Noch nicht mal Skandal im
00:29:51: Sperrbezirk?
00:29:51: Nein, aber ich war...
00:29:54: Also
00:29:55: ich war auf dem Konzert in der Barclays und war dabei Nelly und Eve.
00:30:00: Okay, das hört sich nach einer Kinderband an, oder was ist das?
00:30:04: Nein.
00:30:05: Nelly, der Rapper, meinst
00:30:06: du.
00:30:06: Das hört sich ein
00:30:08: bisschen
00:30:08: an wie so ein Kinderduo.
00:30:11: Es war ein vollminanter Abend.
00:30:13: Es war so mega cool und es waren alles irgendwie U-Fürziger, die sich gefühlt haben, als wenn sie wieder sechzehn wären.
00:30:20: Es war wirklich, wirklich schön und lustig und hat mich total zurückgeflasht in meine Jugend.
00:30:27: Wir haben dann natürlich auch noch mal über Fußball zu sprechen, ganz bedeutsamer Monat für den Hamburger Fußball, denn Altonaar III.
00:30:36: ist aufgestiegen in die vierte Liga.
00:30:40: Dann hat der FC St.
00:30:42: Paulienklasse halt geschafft, das ist wie aufsteigen sozusagen.
00:30:46: So.
00:30:46: Und der HSV, nach sieben Jahren Zweitklassigkeit, ist der HSV wieder in die
00:30:51: Fußball-Bundesliga
00:30:52: aufgestiegen.
00:30:53: Die Frauen meinst du, ne?
00:30:54: Nee, ich spreche jetzt erst mal von den Männern.
00:30:57: Die Frauen sind auch aufgestiegen, das stimmt.
00:30:59: Und wahrscheinlich sind noch viele andere Frauenmannschaften aufgestiegen, um das noch mal alles anzusprechen.
00:31:04: Aber diese drei Fußballvereine, der Männer, haben diesen Aufstieg bezogen der Klassenheit geschafft.
00:31:12: So, Tobi, erzähl mal.
00:31:14: Worüber hast du hier am meisten gefreut?
00:31:16: Am Ende über die HSV-Frauen?
00:31:18: Ich hatte Karten für Volleyball.
00:31:21: Ich guck böse von der Seite gerade.
00:31:23: Und
00:31:24: Frauen Basketball.
00:31:24: Frauen Basketball.
00:31:25: Die Damen Volleyballerinnen sind übrigens auch aufgeschrieben vom ETV.
00:31:29: Nur, falls du jetzt hier noch weiter über.
00:31:31: Und Frauen Basketball.
00:31:33: Es war aber, glaube ich, der Tag nach meinem Geburtstag und deshalb konnte ich nicht aufstehen.
00:31:39: Aber ich hab sie mir gekauft.
00:31:41: Und du, Mariam?
00:31:43: Mit wem hast du am meisten, du findest jetzt irgendeine Basketball-Mannschaft,
00:31:46: die aus der
00:31:47: Bezirks in die Öffan-Mann-Schläge
00:31:48: aufgespielt ist?
00:31:48: Nein, ich habe natürlich im letzten Jahr, im Jahr zwanzig, zwanzig zu Beginn der Saison mit den Hamburg-Towers mitgefiebert.
00:31:55: Die haben eine lange, lange Zeit der Niederlagen gehabt.
00:31:58: Und dann gab es dieses... Das ist ein grandioser Spiel in der Barclays Arena.
00:32:03: Zum Jahresende, das ist ja so, die machen einmal im Jahr so ein Riesenspiel mit, also kommen dann sozusagen aus Wilhelmsburg raus in die Barclays und da war Alba Berlin zu Gast und die Towers haben gegen Alba Berlin gewonnen.
00:32:19: und haben ihre Aneinanderreihung von Niederlagen durchbrochen damit und wir haben uns alle richtig doll gefreut.
00:32:25: Ich war da.
00:32:26: Es war ein so tolles Spiel und die haben wirklich viel Kampfgeist bewiesen, tolle Defensivribonds geholt.
00:32:32: In Berlin haben kaum eine zweite Möglichkeit in der Offense gegeben.
00:32:36: Ich könnte jetzt stundenlang ... Das war
00:32:37: eine sehr schöne sportliche Analyse,
00:32:39: liebe Marja.
00:32:39: Super.
00:32:41: Da habe ich natürlich mitgefiebert.
00:32:42: Ansonsten muss ich sagen, ich habe mich über die Haars vor Frauen gefreut.
00:32:45: Ich war auch im Rathaus und hab den allen gratuliert und mich sehr, sehr, sehr darüber gefreut.
00:32:50: Das sind einfach so coole Socken.
00:32:52: Und mich natürlich auch über die Männermannschaften gefreut, aber vor allem auch über die Frauen.
00:32:57: Und wünsche mir da auch wesentlich mehr Aufmerksamkeit, weil die wirklich tollen Fußball spielen und das genauso verdient haben.
00:33:04: Und wir waren ja eben auch bei der Kunst, ne?
00:33:05: Eine Kombination ist ja die Milantor Gallery.
00:33:08: Also das ist ja eine Kunstausstellung im San Pauli Stadion.
00:33:12: Und angeblich hat das, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
00:33:24: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
00:33:27: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
00:33:28: ja, ja, ja, ja, ja,
00:33:29: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
00:33:32: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, im Monat sprechen, wo sie stattfindet.
00:33:35: Das ist im Juli gewesen.
00:33:37: Aber jetzt haben wir das ja schon einmal angesprochen.
00:33:40: Sie werden eine Pause machen.
00:33:41: Ich bin da ja ein bisschen näher dran an diesem ganzen Projekt.
00:33:44: Man sammelt Kräfte, vor allem Geld und Finanzierungsideen.
00:33:47: Und vielleicht kann man da ja irgendwie eine Wissenschaft draus machen und dann gibt es Geld von der Wissenschaftsbehörde.
00:33:52: Aber ist das nicht so, wenn du eine Pause machst, dass das dann der Anfang vom Ende ist?
00:33:56: Nö, nicht alle Pausen sind ein Ende.
00:33:59: Denn da
00:34:00: kommen wir
00:34:00: auch gleich im Juli zu einer langen Pause.
00:34:03: Kann ich kurz noch mal in den Mai wieder für euch zurückspringen?
00:34:07: Da gab es nämlich die Digital- und Marketingmesse, OMR, und die lockt rund siebzig tausend Besucherinnen und Besucher in die Stadt.
00:34:14: Liebe Mariam, bist du so ein Typ für Massenveranstaltungen?
00:34:17: Also ich meide ja eher den Dom, den Hafengeburtstag und vor allen Dingen Schlagermove, aber auch aus anderen Gründen.
00:34:23: Was mit dir?
00:34:24: Du tupst überall
00:34:25: mit?
00:34:25: Nein, alles tolle Events für die Stadt und... Ich bin auch immer sehr glücklich, wenn ich sehe, dass genau diese Events so toll besucht werden und so viele Hamburgerinnen, Hamburger und Menschen von außerhalb großen Gefallen daran haben.
00:34:37: und wir wollen das alles auch in unserer Stadt haben.
00:34:40: Für mich ganz persönlich muss ich sagen, ich mag es dann eher ein bisschen kleiner und ein bisschen weniger voll.
00:34:45: Wir hatten ja eben das Thema Einkaufszentren, finde ich ganz persönlich auch immer sehr anstrengend.
00:34:50: Ich bin auch, krieg dann, das ist mir einfach häufig zu viel.
00:34:54: Also von daher, nein, ich ist nicht ganz so meins.
00:34:58: Tobi, vom zweiten bis siebten Juni findet das zweifürzigste Kurzfilm-Festival statt.
00:35:05: Was wäre denn der Titel, wenn dein Zwei-Tausend-Zwanzig ein Kurzfilm wäre?
00:35:10: Was wäre der Titel?
00:35:13: Er schöpft.
00:35:16: Und
00:35:17: es
00:35:18: ist leider so gekommen, wie gedacht, also politisch mit Trump und Merz als Kanzler und so.
00:35:25: Das ist alles nicht so einfach gewesen und leider wurden da Viele Dinge, die man befürchtet hat, haben sich bestätigt.
00:35:33: Deshalb, würde ich sagen, war im Jahr der Bestätigung und gleichzeitig auch der Erschöpfung.
00:35:40: Und das Jahr, in dem ich zum ersten Mal öfter mal die Nachrichten ausmachen musste.
00:35:45: Also ich konnte es nicht mehr ertragen.
00:35:47: Ich habe Tage gehabt, in denen ich noch nicht mal Tagesschau gucken konnte.
00:35:51: Und das hat mir ganz gut getan.
00:35:53: Das war aber zum ersten Mal so.
00:35:55: Und das ist ja bezeichnend.
00:35:57: Ich
00:35:57: hoffe, das geht vorbei irgendwann.
00:35:59: Wir hätten jetzt normalerweise die Milantor Gallery, die fand nämlich vom zehnten bis dreizehn Juli statt.
00:36:03: Die machen eine Pause.
00:36:04: Das haben wir schon angesprochen.
00:36:06: Wer auf
00:36:06: eine sehr, sehr lange Pause gemacht hat, war Oasis.
00:36:11: Der zwölfte Juli.
00:36:12: Wenn man mich jetzt mal jemand gefragt hätte, was war der schönste Tag?
00:36:16: dann definitiv der Tag in Manchester.
00:36:18: Das war das zweite Konzert am zwölften Juli und das war einfach großartig.
00:36:21: Tobi guckt nicht sehr neidisch an, Marjan weiß gar nicht wovon ich rede.
00:36:26: Wir spielen eine Reihe Trimvalla Comeback-Konzerte in ihrer Heimatstadt Manchester.
00:36:29: Ungefähr so wie du geguckt hast, als ich Nelly gesagt habe und gefragt, ob das eine Kinderband ist.
00:36:34: Tobi!
00:36:35: Baby und Tina und Leonie.
00:36:37: Wärst du auch bereit, unverschämt viel Geld?
00:36:40: Weil es war jetzt gar nicht die Tickets, die so sauteuer waren, sondern alleine, dass normalerweise günstige Hotel in Manchester und alles war recht teuer.
00:36:49: Für welche Band bist du auch so verrückt und gibst vielleicht ein bisschen mehr Geld aus?
00:36:54: Wir haben schon immer, das weißt du ja auch persönlich, dass wir da eine Beziehung pflegen, dass wir die Band Die Ärzte sehr, sehr lieben, den auch hinterher reisen, auch in kleinster
00:37:03: Städte.
00:37:04: Echt so groopymäßig?
00:37:05: Ja, auch so ein bisschen groopymäßig.
00:37:07: Und danach warten wir auch und wollen dann auf die Aftershow Party oder auf jeden Fall Bella und Fari noch die Handschüllen.
00:37:12: Das machen wir dann auch, da gehen wir auch nicht weg.
00:37:15: Und da sind meistens nicht die Tickets so teuer, sondern die Hotels in der Einöde, wo auch immer die spielen oder dann auch in großen Städten.
00:37:23: Das ist meistens das, was am teuersten ist, aber die Erfahrung, also ich muss das ja mal offenlegen, einmal so mit Lars in den Armen liegen und dann Teenager Liebe brüllen, das hat schon was, das kommt schon sehr nah an Don't Look Back in Angaran.
00:37:38: Ja, kann ich so sagen, also ich gebe das gerne zurück mit Tobi zusammen, Teenager Liebe singen und in den Armen liegen, das war's herrlich.
00:37:45: So, wahre Liebe gibt's eh nur unter Männern.
00:37:48: Maja, für welche Band wärst du denn jetzt?
00:37:52: Bereit, was Unvernünftiges zu tun?
00:37:56: Ehrlich gesagt, ich glaube, für gar
00:37:57: keine.
00:37:58: Echt?
00:37:59: Bist du so vernunftgetrieben?
00:38:00: Das ist so dein Posten auch.
00:38:02: Ja, wahrscheinlich.
00:38:03: Vielleicht nicht unbedingt für eine Band, aber für irgendwas anderes, weiß ich nicht.
00:38:07: Vielleicht
00:38:08: für die Frauenfußball-Nationalmannschaft, denn es war, weil du es gerade ansprichst, am zweiten Juli die Europameisterschaft in der Schweiz.
00:38:15: Und ich glaube, jeder, aber auch jede kann sich daran erinnern, wie Ankatrin Berger, die deutsche Torhüterheldin, uns bis ins Halbfinale gehalten hat, sozusagen.
00:38:28: Wo warst du, als Ankatrin Berger zu dieser spektakulären Parade angesetzt ist?
00:38:35: Weißt du es noch?
00:38:36: Oder hast du es erst später irgendwann bei YouTube
00:38:38: geguckt?
00:38:38: Ja, ja, ja.
00:38:39: Ich habe es tatsächlich über Social Media.
00:38:40: Ich habe mir das Spiel nicht angeguckt.
00:38:42: Aber sag mir noch mal das Datum.
00:38:43: Weißt du, hast du das im Kopf?
00:38:44: Also, nee, der Start war Zweiter Juli.
00:38:46: Ich nehme an, das war dann eher Ende Juli irgendwann.
00:38:49: Ich glaube, am XXIII.
00:38:50: Juli war es.
00:38:52: Also, diese Zeit, das muss ich jetzt einmal ganz ehrlich sagen, diese ganze Zeit zwischen Anfang Juni, so Anfang Mitte Mai bis Anfang August, so diese ersten zwei, drei Monate meiner Amtszeit, die sind bei mir so verschwommen.
00:39:08: Das kann man sich gar nicht vorstellen, weil man kommt ja sozusagen in einen neuen Job, der ja nicht einfach nur ein Job ist, sondern auf einmal ändert sich ganz, ganz, ganz vieles im Leben von einem.
00:39:17: Der Kalender ist noch fremdbestimmter, als er irgendwann mal war, auch in meiner ganzen anderen Funktion.
00:39:24: Und die Tage sind so, Voll neuer Eindrücke, neuer Information, neuer Menschen, Gesichter und Erkenntnisse, dass ich manchmal gar nicht mehr weiß, wie viele Wochen waren vergangen, welcher Tag es heute gewesen hat, musste ich manchmal fragen, was haben wir denn heute für einen Wochentag und was ist eigentlich, haben wir nächste Woche noch mal dran und so weiter.
00:39:46: Ich denke da auch sehr, sehr gerne an diese erste Zeit zurück, weil sie so was ganz Besonderes war.
00:39:50: Aber ich muss sagen, vieles aus der Zeit ist für mich so, ah stimmt, das war ja auch noch und das war ja auch noch und das war ja auch noch.
00:39:58: Und ich brauche glaube ich mal so einen Moment und habe den hoffentlich auch in den nächsten Ferien mal, wo ich mich mal nochmal darauf besinne und mir dieses ganze letzte Jahr nochmal ganz doll durch den Kopf gehen lasse.
00:40:10: Eine Sache, die Hamburg sehr beschäftigt, ist der Prozess um die Entführung der Blog-Kinder.
00:40:15: Der ist auch im Juli gestartet.
00:40:16: Tobi, du hast vorhin schon gesagt, du hast zwischendurch auch mal die Nachrichten ausgemacht, beziehungsweise bis dem aus dem Weg gegangen, gar nicht bezogen auf den Prozess und die Berichterstattung.
00:40:26: Aber bist du so ein Typ, der Crime-Podcast hört?
00:40:29: Nee,
00:40:30: nee.
00:40:30: Aber ich lese gerne Stephen King.
00:40:32: Und finde auch einer der besten Filme, ist der dritte Teil von Knives Out gewesen, mit Daniel Craig.
00:40:40: Das habe ich nicht mal mitbekommen, dass er ins Kino gekommen ist.
00:40:43: Ja, der war kurz im Kino und dann bei Netflix lief der gegen Ende von im Jahr.
00:40:50: Und das ist so ein bisschen missmarpelmäßig.
00:40:52: Also da musst du gucken, wer da im Mörder ist und am Ende werden alle in der Kirche
00:40:55: verhandelt.
00:40:55: Ja, mehr will ich
00:40:56: noch gar nicht haben.
00:40:57: Ja, nehm, mehr
00:40:57: braucht man.
00:40:58: Aber drei paar Tests sind
00:40:59: so spannend.
00:41:01: Körst du gar keine?
00:41:02: Also ich hör die ja so gerne auf einer langen Autofahrt in den Urlaub oder so.
00:41:06: Dann krieg ich ein Airport und mein Mann ein Airport und dann hören wir Crime-Port.
00:41:09: Wer fährt denn dann am Ende eigentlich die Kinder, oder?
00:41:12: Nein, es ist ja wie Radio.
00:41:14: Es ist ja quasi Radiohörer.
00:41:16: Aber ich kenne das, das ist vielleicht bei mir so mit Katastrophenfilmen und Zombiefilmen.
00:41:22: Ich komme damit runter.
00:41:23: Also ich brauch keinen Crime-Podcast, ich hab meine Zombies.
00:41:26: Und damit kann ich ausschalten.
00:41:29: So, wir kommen zur nächsten Frage der anderen Leute.
00:41:32: Hört mal rein.
00:41:34: Ein herzliches Moin an Mayerblumntal und Hube Schliegel.
00:41:39: Ich bringe heute
00:41:40: eine Frage mit.
00:41:41: Andreas Dasselt, Finanzsenator und natürlich mit Gelddingen befasst.
00:41:45: Und deshalb
00:41:46: lautet
00:41:47: meine Frage.
00:41:50: Wie sieht es aus?
00:41:51: Welche persönliche Anschaffung war in diesem Jahr wirklich ihr Geld wert?
00:41:55: Das glaube ich interessiert alle.
00:41:57: Alles Gute.
00:41:58: Tschüss.
00:41:58: So, der Finanzsenator spricht.
00:42:01: Volksdorfer muss man dazu immer sagen.
00:42:03: Ja.
00:42:03: So, quasi einer von euch, einer von euch.
00:42:09: Welche Investition hat sich denn so richtig gelohnt?
00:42:13: Ich habe da tatsächlich eine.
00:42:15: Ich habe mich nach drei Jahren durchgerungen, mir so einen selbst saugenden Staubsauger hier.
00:42:19: Wie heißt denn dieser Kleingund?
00:42:21: Staubsauger.
00:42:22: So ein Saugroboter zu zubieten.
00:42:24: Witzig wie der Lach.
00:42:26: Ja,
00:42:26: tatsächlich.
00:42:27: Und ich muss sagen...
00:42:29: Der funktioniert.
00:42:30: Oder musst du noch nachputzen?
00:42:31: Nein, der funktioniert.
00:42:33: Kein
00:42:33: Nachputz.
00:42:34: Das
00:42:34: ist total irre.
00:42:35: Und ich muss sagen, jeder hat seinen inneren Monk.
00:42:39: Eine Sache, die dich komplett, die du echt wichtig zu Hause findest.
00:42:44: Küche muss aufgeräumt sein, der Flur muss ordentlich sein, was auch immer.
00:42:49: Bei mir ist das wirklich der Boden.
00:42:50: Ich hasse es, wenn da Krümel sind.
00:42:52: Und wir sind ja nun echt viele.
00:42:54: Und auch einige von uns vielen sind recht rücksichtslos, muss man sagen, für die Allgemeinheit in unserem Zuhause.
00:43:01: Und ich habe nun die Angewohnheit gehabt, dass ich jeden Abend, egal wieviel Uhr ich nach Hause gekommen bin, ob das dreiundzwanzig Uhr war oder zwanzig Uhr oder neunzehn Uhr, dass ich dann erst mal gesorgt habe, weil ich das total nett finde, wenn da einfach keine Krümel und kein Ekelzeug auf dem Boden ist, wenn man ins Bett geht und morgens vor allem wieder aufsteht und sich den ersten Kaffee gönnt.
00:43:23: Und das erledigt jetzt einfach jemand.
00:43:26: Das verbindet uns so sehr.
00:43:27: Ich bin auch so ein Sauger.
00:43:29: Also ich kann drei bis viermal am Tag saugen, weil ich finde, da sind wieder neue Krümer aufgetaucht.
00:43:35: Das könnte ich.
00:43:36: Gott sei Dank habe ich keine Katze, sonst muss
00:43:37: ich Thema am Tag saugen.
00:43:39: Ich finde, der
00:43:40: Podcast hier gleitet gerade in
00:43:42: so eine Psikostunde
00:43:43: ab.
00:43:43: Aber irgendwie habt ihr noch andere Fetische?
00:43:45: Nein, also ernsthaft, ich habe drei Jahre lang dieses Thema vor mich hergeschoben und alle haben mir immer gesagt, holt ihr doch mal so ein, und da habe ich mal gesagt, wofür soll man, man kann auch selber saugen.
00:43:55: Aber ich muss sagen, das spart mir jeden Abend dreißig Minuten.
00:43:59: Dreißig Minuten, hast du, Freunde?
00:44:03: Ja, so ungefähr.
00:44:04: Sie
00:44:04: wohnt in einer Tourenhalle.
00:44:07: Nein.
00:44:07: Tobi, ganz kurz, was war es bei dir?
00:44:09: Ich weiß es.
00:44:09: Ich möchte ein bisschen auf die Tube drücken, sagen wir mal.
00:44:12: Es war ein Zelt.
00:44:14: Seit ich siebzehn bin, werd ich verwöhnt, war ich bei diesem Musiksender Viva.
00:44:19: Und kriege immer einen Hotelzimmer, egal wo ich bin.
00:44:23: Und hab das nie gelernt zu campen.
00:44:25: Hab das
00:44:25: nie gelernt,
00:44:26: irgendwie reduzierter zu leben.
00:44:28: Und dann kommt der Jakobsweg.
00:44:29: Und dann hab ich mir gedacht, ich verbringe jetzt mal den gesamten Urlaub im Zelt.
00:44:34: Und hab mir ein Zelt geholt.
00:44:36: Und das hat funktioniert.
00:44:37: Voll gut.
00:44:37: Also der Rücken hat geschmerzt, wie Hölle.
00:44:41: Hast du vorher noch nie gezeltet?
00:44:43: Ja, ja, so mit ... Ich hab ja so ...
00:44:45: Luxuszelten hast du vorher gemacht.
00:44:46: Nee, ich war
00:44:47: Pfadfinder auch.
00:44:48: Daher kannte ich das so im Match mal.
00:44:50: Also, ich hab da keine guten Erinnerungen gehabt.
00:44:53: Nein, Zelten im Sommer, zwei Wochen auf Fehmarn.
00:44:56: Nee, hab ich nie gemacht.
00:44:56: Bei elf Grad in den Sommerferien und den ganzen Tag niedrigen.
00:45:02: Solche Sommerferien haben wir schon einige gehabt.
00:45:04: Okay, war das schön.
00:45:06: Denkst du gerne daran zurück?
00:45:07: Du kommst dann zurück und denkst ... Irgendwie hatten wir nicht so richtig dafür.
00:45:12: Nein, deshalb war ich immer Fan von Hotelzimmern.
00:45:15: Und jetzt Nordseeinsel Texel.
00:45:17: zwei Wochen im Zelt hat funktioniert.
00:45:20: So, Nordseeinsel, das ist, als wenn du meine Vorbereitung hier kennst, der Film Amrum hat im September Deutschland Premiere beim Filmfest Hamburg.
00:45:30: Zweimal nur hat der später Verstab, leider Haag Bohm, an dessen Jugend erinnerung der Film aufgebaut ist.
00:45:38: Was ist denn deine liebste Nordseeinsel?
00:45:42: Ich muss nichts mehr sagen.
00:45:44: Oder gibt es eine lieber in der Ostsee?
00:45:46: Also ehrlich gesagt habe ich überhaupt noch gar nicht alle besucht und gesehen und das ist etwas was wir uns immer wieder vornehmen.
00:45:54: doch einfach mal unsere deutschen Inseln alle zu besuchen und mal... Also ich war erst zweimal auf Sylt.
00:46:01: Und sie auf
00:46:02: fast schon auf Neuwerk.
00:46:03: Das ist auch dann beibezieht, oder?
00:46:04: Ja,
00:46:05: auf Neuwerk war ich tatsächlich einmal.
00:46:07: Aber mein Wahlbezirk, stimmt.
00:46:09: Aber auf Sylt war ich zum Beispiel in diesem Sommer das allererste Mal, nachdem ich in der neunten Klasse auf Klassenreise da war.
00:46:16: Also das ist so nah, dass man da so selten auf die eigenen sozusagen Inseln fährt.
00:46:22: Und also das kann ich dir wahrscheinlich so in zwei Jahren gut beantworten, was meine absolute Lieblingsinsel ist, wenn ich dann mal alle durch hab.
00:46:28: Sehr schön.
00:46:29: Bereits im August ist Sonja Anders, Intendantin des Taliertheaters geworden.
00:46:33: Und Eiler Jegener und Daniel Schütter wären Intendanz im Ernst-Deutsch-Theater.
00:46:39: Was habt ihr denn?
00:46:40: Zweitausendfünfzwanzig neu angefangen oder neu gelernt?
00:46:45: Maiam.
00:46:46: Also, du bist in der Torin geworden.
00:46:48: Hast du in diesem beruflichen Alltag irgendwas gelernt oder vielleicht verlernt, wie Autofahren zum Beispiel, weil du jetzt immer durch die Gegend gefahren wirst?
00:46:56: Nein, ich werde nicht immer durch die Gegend gefahren.
00:46:58: Ich bewege mich auch sehr eigenständig durch die Gegend an sehr, sehr vielen Tagen in der Woche.
00:47:02: Immer dann, wenn es geht.
00:47:04: Genau, also ich hab ehrlich gesagt sehr, sehr, sehr viel gelernt.
00:47:07: Wirklich so viel, dass ich zeitweise dachte, wie verarbeitest du das?
00:47:11: Alles neu gelernte eigentlich.
00:47:13: Ich hab in den ersten Monaten, muss man sagen, gar nicht Wochen.
00:47:16: Wenn ich nach Hause gekommen bin, hab ich jedes Mal gedacht, boah, im nächsten Leben machst du das beruflich.
00:47:22: Also wenn ich wieder mal eine neue Institution besucht hab oder mich mit einer anderen neuen Wissenschaftlerin auseinandergesetzt hab und unterhalten hab und mir die Arbeit hab zeigen lassen, vollen Hochschulen war und die Forschungsprojekte mir angeguckt habe.
00:47:38: Ich habe sehr, sehr, sehr viel gelernt, aber nichts in dieser Tiefe, dass ich denke, jetzt kann ich da natürlich gut mithalten auf der wissenschaftleren Ebene.
00:47:48: Aber was ich vor allem im letzten Jahr gelernt habe, ist, was für krass kluge, innovative Köpfe wir in unserer Stadt haben.
00:48:00: Mut und Zuversicht von diesen Köpfen eigentlich ausgeht.
00:48:02: Und wenn wir ein bisschen mehr auf diese klugen Köpfe in unserer Stadt hören würden, unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die nämlich sehr faktenbasiert, sehr evidenzbasiert, wenig, einfach nur aus dem Bauch populistisch.
00:48:14: Und ich fühle heute das.
00:48:15: Und deswegen ist das jetzt genau die Wahrheit, die Guteinordnen reflektieren.
00:48:20: Wenn wir ein bisschen mehr auf die hören würden, dann würde alles ein bisschen besser sein, glaube ich.
00:48:25: Tobi, was hast du gelernt?
00:48:28: Also ernsthaft, ich bin ja auch im Ehrenamt tätig und Mitglied im Kriseninterventionsteam des deutschen Roten Kreuzes.
00:48:37: Also immer, wenn was Schreckliches passiert, in der Stadt werden wir alarmiert.
00:48:40: Zu neunundzig Prozent ist da jemand verstorben.
00:48:43: Die Polizei holt uns dazu die Feuerwehr der Rettungsdienst und wir sind bei Todesbenachrichtigungen dabei.
00:48:49: Und ich habe so für mich gelernt, dass ich selbst in den schlimmsten Situationen bestehen kann und gut für andere da sein kann.
00:48:58: So schlimm das auch ist und habe gemerkt, wie wichtig das ist, dass überhaupt Menschen so einen Ehrenamt übernehmen.
00:49:05: Also wir sind jetzt ein Team von über fünfzig Leuten, die fünfzig Stunden im Monat da rein stecken.
00:49:10: im Schnitt.
00:49:11: Und natürlich braucht es in jeglicher Hinsicht, in ganz vielen Bereichen, was das Ehrenamt angeht, noch viel mehr Menschen, die sich engagieren.
00:49:20: Und ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass das total erfüllend ist und dass man gar nicht so viel machen muss.
00:49:27: Also man kann sich ein passendes Ehrenamt suchen, aber dann macht es einfach das Leben so viel relevanter und sinnvoll, wenn man sowas
00:49:34: macht.
00:49:34: Und das Leben anderer so viel besser.
00:49:36: Das kommt auch noch dazu, aber es ist tatsächlich, und das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, es ist auch ein Gewinn für jemanden selbst.
00:49:43: Und sowieso hilft man natürlich Leuten, aber das ist nicht nur der Haupteffekt, sondern es kommt auch was zurück.
00:49:49: Und das weiß man nur, wenn man das auch wirklich ausübt.
00:49:52: Und deshalb kann ich das nur weitergeben, wenn man irgendwie denkt, dass... Das Leben ist nicht das, was man sich vorgestellt hat, könnte man ergänzend über so ein Puzzlestück Ehrenamt nachdenken und plötzlich sieht man die Welt und seine eigene Bestimmung mit ganz anderen Augen.
00:50:06: Das ist total schön.
00:50:09: Mit ganz anderen Augen sehen.
00:50:13: Das ist schön.
00:50:14: Aber mit ganz anderen Augen habe ich angefangen zu sehen, nämlich das Großstadt-Rivier.
00:50:19: Das
00:50:20: wurde im Übergänge des Todes.
00:50:23: Im September wurde bekannt gegeben, dass dann im November das Großstadt-Rivier als Theaterstück kommt.
00:50:29: Und da hören wir jetzt mal eine Frage der anderen Leute.
00:50:32: Hallo, hier spricht die Saskia Fischer.
00:50:35: Ich hatte persönlich ein wirklich tolles Jahr hier in Hamburg.
00:50:38: Gleichzeitig merke ich aber, dass viele Hamburgerinnen um mich herum eher verunsichert oder frustriert wirken.
00:50:44: Der Ton wird gereizt und vieles, was eigentlich schön ist, so aus dem Blick gerät.
00:50:50: Worauf sollte man ihrer Meinung nach stärker hinweisen?
00:50:53: Also was läuft in Hamburg besser, als es in der Öffentlichkeit eigentlich wahrgenommen wird?
00:51:02: Die Hamburgerinnen und Hamburger sind erneut glücklichsten Menschen deutschlandweit.
00:51:06: Ich finde, das muss man einmal sacken lassen und sich dann fragen, woran das eigentlich liegt.
00:51:11: Und ich glaube, das liegt an so vielen Dingen.
00:51:13: Tobi, du hast ja vorhin gesagt, es fängt eigentlich schon bei dem Leben der Kleinsten an.
00:51:17: Wir haben ein wirklich vorbildhaftes Kitasystem und auch ein vorbildhaftes Schulsystem, was Familien sehr viel ermöglicht und Kindern vor allem sehr viel ermöglicht mit unserem Ganztagssystem, mit unseren fünf Stunden für alle in der Kita mit Mittagessen.
00:51:35: Wir haben ein öffentliches Verkehrssystem, in dem alle Menschen sehr bequem von A nach B kommen.
00:51:42: Wir ärgern uns alle, wenn wir mit der deutschen Bahn irgendwo hinfahren und wenn wir nach Hamburg kommen, atmen wir einmal tief durch und denken jetzt ist die Welt einigermaßen wieder in Ordnung.
00:51:51: Die Menschen in Hamburg haben sich gerade nochmal höhere und ambitioniertere oder uns auch und sich auch höhere Klimaziele gesetzt.
00:51:59: Und ich finde, das sind alles so einzelne sozusagen Puzzleteile, die unsere Stadt im Gesamten zu einer wirklich vorbildhaften, sehr tollen Stadt machen.
00:52:09: Wir haben eine sehr diverse, eine sehr vielfältige Stadt, in der das so selbstverständlich ist.
00:52:14: Und das muss man in diesen Zeiten, glaube ich, auch echt nochmal betonen, weil wir ja sehen, dass das in anderen Städten und anderen Bundesländern ein ganz anderes Klima ist.
00:52:22: Und der Zusammenhalt in dieser Stadt ist einfach etwas, das ist, finde ich, ja unsere größte Stärke hier in Hamburg, dass wir diesen tollen Zusammenhalt in der Bevölkerung haben.
00:52:32: Und dann haben wir so ein tolles, kulturelles Angebot.
00:52:35: und nicht zuletzt... Seht es mir nach, aber ich möchte wirklich nochmal auf die Wissenschaft in unserer Stadt hinweisen, auf das, was die Menschen, diese klugen Köpfe in dieser Stadt nach vorne tragen.
00:52:46: Wir sind vorbildlich in so vielen verschiedenen Forschungsbereichen, die uns nicht nur Hamburg, sondern deutschlandweit und international gerade als Gesellschaft voranbringen.
00:52:55: Und ich würde mir wünschen, die Hamburgerinnen und Hamburger und auch die Fragenstellerinnen, wir würden ja unsere Perspektive viel mehr auf die Dinge wenden, die uns zu etwas so besonderem machen.
00:53:06: als das Haar in der Suppe zu suchen.
00:53:08: Trotzdem, und ich gerät schon mal dazwischen, ist die Situation auch hier in der Stadt für Künstler ganz schwierig, gerade die Wohnsituation, da bezahlbaren Wohnraum zu bekommen, dass gerade die Menschen, die diese Kunst hier für Hamburg gestalten, die die Kultur auf die Bühnen bringen, dass die gar nicht mehr hier leben können und ganz weit nach draußen ziehen müssen, um überhaupt Klakel zu kommen finanziell.
00:53:30: Das ist natürlich echt schwierig, also auch für so eine Stadt wie Hamburg.
00:53:34: Und ansonsten kann ich auch verstehen, dass vielleicht sind die Hamburger glücklich, aber natürlich gibt es hier auch diesen... teilweise Egoismus, den man spürt und dass die Menschen in den Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr-
00:54:04: und Jahr- und Jahr- und
00:54:05: Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr-.
00:54:08: Das ist etwas, was da leider passiert ist, dass das Rad irgendwie zurückgedreht wurde.
00:54:14: Und das ist auch hier passiert.
00:54:15: Und man merkt schon, dass diese Stadt etwas Besonderes hat und besonders viele gute Leute an die man sich klammern kann.
00:54:21: Ich glaube, das ist ein Ratschlag, den man jedem geben kann, wenn man so die Hoffnung verliert und denkt, oh Gott, ich kann ja gar nicht die Nachrichten gucken.
00:54:28: Halt dich an die Leute, die sich engagieren, die mutig sind, die was verändern und haltet zusammen.
00:54:35: Und zusammen kann man dann irgendwie auch durch diese etwas düsteren Zeiten gehen.
00:54:39: Das kann man besonders gut in Hamburg, aber das kann man auch in anderen Stellen.
00:54:42: Ich finde es schön, wie gut ihr mir zuhören könnt, wenn ich sage drei Sätze.
00:54:46: Aber ich denke, das waren drei wichtige Sätze, die ihr da beide gesagt habt, das will ich dazu sagen.
00:54:52: Am zwölften Oktober, Hamburg hat entschieden, der Volksentscheid Hamburg testet Grundeinkommen, gewinnt keine Mehrheit.
00:54:58: Allerdings... Hat man sich dafür entschieden, bis zum Jahr zwanzigvierzig CO²-neutral zu werden?
00:55:05: Welche Zukunftsfrage hat dich persönlich, zweitausendfünfzwanzig, beschäftigt, Tobi?
00:55:10: Welches Buch du als Nächste schreibst oder welche Moderation du übernimmst?
00:55:16: Also, Idee.
00:55:17: Kann ich eine Sache zum Zukunftsentscheid sagen?
00:55:19: Weil ich finde, wir waren ja gerade bei Hoffnung.
00:55:21: Das ist Hoffnung.
00:55:22: Und Hoffnung ist hier passiert.
00:55:24: So, das war für mich ein Zeichen der Hoffnung, dass nicht alle in den Egoismus abgleiten.
00:55:29: Und deshalb hat mich das sehr, sehr glücklich gemacht, diese Entscheidung.
00:55:33: Sagt Tobias Schlegel, Vorsitzender Jugendorganisation der Grünen.
00:55:36: Nein, überhaupt nicht.
00:55:37: Privatperson.
00:55:39: Autor, Moderator, Notfassisteter.
00:55:41: Das hat mich ... Ja, das hat mir sehr gefallen, dass da eine Stadt rausgeht.
00:55:47: Und mutig ist, auch wenn es was kostet.
00:55:49: Und ich hoffe, dass das natürlich sozial erträglich geregelt wird.
00:55:53: Okay, war das deine Zukunftsfrage auch, die du für dich gelöst hast in diesem Jahr?
00:55:57: Die ich gelöst habe oder die ich noch vor mir habe?
00:56:00: Nee, du hast dich ja beschäftigt mit einer Frage, hoffentlich.
00:56:06: Also, nee, ich habe keine Zukunftsfrage, ich habe eher Zukunftshoffnungen, dass diese eine Partei, die AfD, bei den Landtagswahlen, in den Jahren die stärkste Kraft wird.
00:56:18: Das ist eine Frage oder ein Punkt, der mich sehr beschäftigt, was die Zukunft angeht.
00:56:24: Wie geht es
00:56:25: weiter mit unserer Demokratie?
00:56:26: Ja.
00:56:28: Da
00:56:28: macht sich auch jemand ständig Gedanken zu.
00:56:30: Da heißt es mich Bob Tillen.
00:56:31: Der hat am zwanzigsten Oktober die Rough & Rowdy Waste Tour gespielt.
00:56:36: Und zwar eine handiefreie Show in der Barclays Arena.
00:56:39: Wann warst du zuletzt handiefrei?
00:56:42: Mal eine ganze Weile, Mayam.
00:56:45: Definiere eine ganze Weile.
00:56:47: Ja, ich wollte jetzt nicht nur hören nachts, wenn du schläfst oder so.
00:56:51: Aber hast du mal bewussten Wochenende das Handy ausgemacht?
00:56:53: Nein,
00:56:53: das funktioniert so auch nicht.
00:56:56: Das funktioniert in meinem Beruf als Senatorin wirklich schwer.
00:57:00: Es kann immer mal was passieren und immer mal was sein und immer doch noch mal ein Anliegen, das irgendwie auf meinem Handy aufploppt.
00:57:06: Ich bin ja nun nicht nur die Leitung einer Behörde, ich bin ja Politikerin.
00:57:10: Und das politische Geschehen steht ja nicht still, wenn ich mir überlege.
00:57:14: Ich möchte jetzt mal einen Wochenende abschalten.
00:57:16: Von daher ist es schon immer an.
00:57:19: Aber ich habe schon so Stunden, in denen ich dann einfach das Handy weglege und alle um mich herum nötige, das auch zu machen und sage, jetzt legen wir alle unsere Handys.
00:57:28: Wir lassen die jetzt alle hier und wir gehen jetzt alle ohne Handy los für die nächsten zwei, drei, vier Stunden, die wir Zeit zusammen verbringen.
00:57:36: Das mache ich schon immer mal wieder.
00:57:38: Ich würde sagen so einmal die Woche.
00:57:40: Handy frei wird es dann auch in der neuen Oper sein für Hamburg.
00:57:44: Die wurde am fünften November nämlich vorgestellt, dass ein dänisches Architektenbüro das Qualifizierungsverfahren zum Neubau der Staatsoper gewonnen hat.
00:57:55: Tobi, welche Veränderungen im Stadtbild hast du persönlich als Gewinnempfund zuletzt?
00:58:01: Boah, da muss ich kurz drüber nachdenken.
00:58:04: Ich bin ja schon immer bei Stadtbild zusammen.
00:58:07: Genau, da denke ich eigentlich an März und habe schlechte Laune so vor.
00:58:11: Ja,
00:58:12: aber schlimm genug, dass ihr das jetzt so quasi framed, wie man zu Neudeutsch sagt.
00:58:17: Also ich finde es gut, dass man eigentlich den Autos hier in der Stadt sehr schwierig gemacht hat.
00:58:22: Das ist wirklich nicht einfach in Hamburg mit dem Auto zu fahren.
00:58:25: Und das finde ich wiederum gut.
00:58:26: Das ist sehr schlau.
00:58:27: Das macht ja auch eine Stadt wie Copenhagen oder Amsterdam.
00:58:30: Da haben die Autos keine Chance und deshalb muss man quasi umsteigen.
00:58:34: Und der öffentliche Nahverkehr ist hier tatsächlich so gut.
00:58:37: Der funktioniert so gut und man kann ja auch mit dem Rad fahren und die Radwege werden immer breiter.
00:58:41: Ich glaube, das ist ein Punkt.
00:58:42: Die Radwege werden mittlerweile breiter als die Fahrwege für die Autos.
00:58:47: Und das ist genau die richtige Entwicklung.
00:58:50: So muss es sein.
00:58:52: Und ich bin kurz davor, und das kann ich jetzt mal sagen, den Gedanken habe ich noch nie rausgeschossen, kurz davor, mein Auto abzumelden.
00:58:59: Verrückter Hund.
00:59:01: Aber du hast auch relativ einfach, du bist im Stadtinneren, da kannst du auch Rollschuh fahren, denke ich.
00:59:06: Wir kommen gleich zu einer Frage der anderen Leute und ich darf auch schon verraten, von wem?
00:59:11: Svenja Weber vom Dialoghaus.
00:59:14: Für mich ist sie so die Hamburgerin des Jahres.
00:59:17: Hallo, mein Name ist Svenja Weber und ich bin die Geschäftsführerin des Dialoghaus Hamburg.
00:59:22: Im Dezember wurde mir der Annemarie Dosepreis verliehen.
00:59:26: Darüber war ich sehr dankbar.
00:59:28: Wenn wir jetzt ein Hamburger oder eine Hamburgerin des Jahres wählen würden, liebe Frau Blumenthal, lieber Herr Schlegel, wen würden Sie wählen?
00:59:37: Wem würden Sie eine solche Auszeichnung gerne übergeben?
00:59:41: Das würde mich interessieren.
00:59:43: Tobi, und bitte die Begründung nur in einem Satz.
00:59:47: Alle die trotz der widrigen Umstände im Rettungsdienst und in der Pflege arbeiten und drin bleiben und das weiterhin auch tun.
00:59:59: All diese Menschen, die das in Hamburg im Krankenhaus, in Pflegeheimen im Rettungsdienst tun, sind für mich die Helden.
01:00:06: Ich mal, ja.
01:00:07: Willst du mir meinen Wunsch erfüllen, in einem Satz die Hamburgerinnen oder Hamburger des Jahres kühlen?
01:00:13: Nee, kann ich nicht, aber für mich sind es wirklich die Hamburgerinnen und Hamburger des Jahres.
01:00:17: Es sind für mich all die Menschen, die jeden Tag daran arbeiten, unsere Gesellschaft wirklich zukunftsfähig zu machen.
01:00:24: Ich treffe in meinem Job so viele.
01:00:26: tolle, kluge Menschen, die mit so viel Herzblut und so viel Engagement alles, was sie aufbringen können, aufbringen, um neue Wege einschreiten zu können, innovative, neue Ideen zu erforschen und Krankheiten entgegenzuwirken, ob es jetzt irgendwelche speziellen Krebsformen sind, ob es ja gendermedizinische Fragestellungen sind, ob es Virusentwicklung ist, ob es ja der Klimawandel ist und die Frage, wie wir den aufhalten können.
01:00:56: wie wir mit erneuerbaren Energien in die Zukunft gehen können und und und genauso Fragen wie unsere Friedenssichern und Sicherheitspolitik voranbringen können.
01:01:07: Also was braucht es dafür?
01:01:08: All diese Fragen bündeln sich für mich in diesem Wissenschaftsstandort Hamburg und das sind für mich die Hamburgerinnen und Hamburger meines Jahres.
01:01:18: Ach, das ist schön.
01:01:19: So, ihr Lieben, das war quasi der Jahresrückblick.
01:01:22: Ich bedanke mich recht herzlich für eure kurzen Antworten, wie er prägnant, aber sehr auch amisant waren.
01:01:28: Sollen
01:01:28: wir noch den Menschen des Jahres kühren?
01:01:30: Nein.
01:01:30: Für mich zum Schluss.
01:01:32: In einem Satz.
01:01:32: Danke.
01:01:33: Doch, ich habe ihn an mich.
01:01:34: Justin Trudeau.
01:01:35: Ah, okay.
01:01:36: Der hat Katy Perry bekommen.
01:01:38: Glückwunsch.
01:01:39: Es spricht da der Neid aus dir auch.
01:01:40: Total.
01:01:42: Aus allen Poren.
01:01:43: Sehr schön.
01:01:43: Also, ihr Lieben, vielen Dank und Ahoi.
01:01:46: Ahoi Las.
01:01:48: Das war gute Leute.
01:01:50: Das Hamburg-Gespräch mit Lars Meyer.
01:01:53: Von der gute Leudefabrik, der Szene Hamburg und dem Zeitverlag.
01:01:57: Folgt dem Hamburg-Gespräch
01:01:59: als
01:01:59: Podcast auf
01:02:00: allen bekannten
01:02:01: Streaming-Plattformen.
01:02:02: Jeden zweiten Montag neu.
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