Lars Hinrichs bei "Gute Leude - Das Hamburg Gespräch"

Shownotes

In „Gute Leude – Das Hamburg Gespräch“ mit Lars Meier gibt Lars Hinrichs, Unternehmer und Investor, Einblicke in ein Leben zwischen Unternehmergeist, politischer Neugier und mediterraner Gelassenheit. Er erzählt, warum ihn Serien kaum interessieren, ein Elfmeterschießen jedoch packt, weshalb das Meer für ihn Heimatgefühl bedeutet und warum er trotz Erfolg lieber Miles fährt als ein eigenes Auto zu besitzen. Außerdem spricht er darüber, weshalb Hamburg ein digitales Kunstmuseum braucht, wie seine Kinder seinen Blick auf Freizeit und Technik verändern und wieso die Elbphilharmonie für ihn beweist, dass sich mutige Visionen auszahlen.

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00:00:00: Heute zu Gast ist der Unternehmer und Investor Lars Hinrichs.

00:00:03: Moin, moin.

00:00:04: Moin, moin.

00:00:05: Du wurdest neunzigzechsundsiebzig in Hamburg geboren und hast den Open Business Club gegründet.

00:00:11: Daraus entstand später Xing, eines der bekanntesten beruflichen Netzwerke im deutschsprachigen Raum.

00:00:17: Heute arbeitest du als Investor an digitalen Wohnkonzepten und Kulturprojekten wie dem UBS Digital Art Museum in der Hamburger Hafen-City, was dieses Jahr öffnen wird.

00:00:29: Du bist Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Telekomvater von zwei Kindern und lebst im Hamburger Westen.

00:00:35: Lieber Lars, du hast mit Xing einmal alles richtig gemacht.

00:00:38: Lebt man danach, vom Mut es noch mal zu versuchen oder vom Luxus es nicht mehr zu müssen?

00:00:45: Also ich bin nicht mehr im Aufsichtsrat der Telekom, dass man dort habe ich abgelegt.

00:00:51: und baue wieder was Neues.

00:00:54: Grundsätzlich baue ich immer was Neues.

00:00:56: Ja.

00:00:57: Okay.

00:00:58: Aber die Frage war ja, lehnst du nicht zurück oder kribbelt es immer noch?

00:01:03: Also das Kribbeln, das wird man als Unternehmer nie los.

00:01:07: Und ich möchte, solange ich lebe, immer aktiv arbeiten.

00:01:12: Ich gehe ja nicht quasi nach dem Job nach, sondern ich gehe ja mal der Leidenschaft nach.

00:01:17: Und das ist Unternehmertum.

00:01:19: Und da möchte ich so lange, wie es nur geht, aktiv sein.

00:01:22: Mit neuen Sachen, mit bestehenden Dingen.

00:01:25: Aber dieser Zauber in neuen Sachen kribbelt am meisten.

00:01:30: Ja, das eine zieht dich an, das andere ist

00:01:33: Druck.

00:01:34: Verspürst du den noch?

00:01:35: Ich sag mal Leute, die wegen des Geldes wegen arbeiten und du hast hoffentlich ausgesorgt.

00:01:40: haben ja da noch mal eine ganz andere Situation.

00:01:42: Die gehen arbeiten, um die Familie zu ernähren, um die Wohnsituationen zu verbessern, wie auch immer.

00:01:48: Setzt du dich selber noch unter Druck?

00:01:49: Und was ist dann dieser Druck?

00:01:53: Ich glaube, das ist einfach die Neugier.

00:01:55: Man sollte immer neugierig sein und das auch bleiben.

00:02:00: Wenn ich überlege, was ich gerne mache, dann ist es wirklich unter dem Grund, diese ersten Phasen, die sind ja auch am lustigsten.

00:02:08: Und wenn das dann groß wird und noch größer und noch größer, ja, das kann ich auch, aber das ist eine andere Form von Arbeit.

00:02:15: Dieser Zauber im neuen, das ist das, was mich jeden Tag neu begeistert.

00:02:20: Wenn ich das von außen betrachte, sind Leute wie du, die im Digitalen irgendwie vermögend geworden sind, investieren dann immer sehr schnell wieder in andere digitale Projekte.

00:02:30: Das hast du vermutlich auch gemacht.

00:02:33: Ein paar Investitionen sind ja auch bekannt.

00:02:35: My Taxi zum Beispiel hast du dich mitbeteiligt.

00:02:39: Jetzt investierst du quasi in Steine, Glas und tatsächlich Kultur in erster Linie.

00:02:46: Also ich habe auch weiterhin einige Tech Investments von kleineren bis größeren, von Versicherungen bis Biotech.

00:02:54: Also ich bin immer weiter dabei.

00:02:57: Und ich glaube, dass man als Unternehmer auch eine gewisse Verantwortung hat und diese Verantwortung auch etwas zurückzugeben, dass es glaube ich jetzt mit dem Digitalartmuseum, mit dem UBS Digitalartmuseum, der richtige Zeitpunkt zum richtigen Ort, vor allem in der richtigen Stadt.

00:03:15: Absolut.

00:03:16: Sprechen wir doch mal kurz über dieses Museum.

00:03:19: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:03:21: Also, was passiert da?

00:03:23: Da hängen keine Bilder an den Wänden, sondern die Wände sind die Bilder, oder?

00:03:27: Also, wir schaffen einen Raum, das sind sixentausend Quadratmeter.

00:03:32: Also, es ist nicht gerade klein, es ist sehr groß.

00:03:35: Diese Räume haben bis zu zwölf Meter hohen Decken.

00:03:37: Insofern ist es riesig.

00:03:40: Und wir haben seit etwa zwanzig Räume, die komplett Immersiv sind.

00:03:44: Also Immersiv ist für mich so ein Trendwort.

00:03:47: Irgendwie alles so heutzutage ist Immersiv.

00:03:49: Aber bei uns geht es um alle Sinne des Menschen.

00:03:53: Es geht um Seen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten natürlich.

00:03:58: Das heißt, das ist ein Museum, was über digitale Welten lebt.

00:04:03: Diese Kunst kommt aus Japan.

00:04:04: Da habe ich sie zum ersten Mal gesehen.

00:04:07: Ein weltweites Phänomen ist dieses Künstlerkollektiv, die ich zum ersten Mal nach Europa bringe.

00:04:13: die dementsprechend auch das größte Museum für digitale Kunst hat.

00:04:17: Das heißt nicht nur Teamwork, sondern auch andere digitale Künstler, weil ich glaube, dass hier eine neue Kunst-Epoche entsteht und das ist digital.

00:04:26: Und das möchte ich zugänglich machen.

00:04:29: Ich weiß noch ganz genau, als ich zum ersten Mal dort war.

00:04:31: Wann war das?

00:04:32: Ja,

00:04:32: das war, der erste Kontakt zu Teamwork war im Jahr zwei Tausendsechzehn, also zehn Jahre vorher.

00:04:40: Das war in Südfrankreich, in der Fondation Merck.

00:04:43: Das ist ein Künstlerort, wo Calder, Picasso und Moneme Bildern ihre Miete gezahlt haben.

00:04:51: Und daraus ist eine fantastische Kunstsammlung entstanden.

00:04:54: Und in dieser Kunstsammlung gab es eine thematische Ausstellung zur Zukunft des Museums.

00:05:00: Und da habe ich ein Bild oder eine Installation von Teamwork gesehen und war schockverliebt.

00:05:07: Das hat mich so tief berührt, dass ich sagte, okay, das ist etwas, die möchte ich noch mal sehen.

00:05:13: Dann bin ich nach London geflogen, nach Helsinki, war dann in den Tokio, habt ihr festgestellt, die haben quasi zwei Räume, das war noch ganz klein damals, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.

00:05:41: Das ist etwas Neues, das will ich in meiner Heimat nach Hamburg bringen.

00:05:47: Damals noch eine fixe Idee, aber es begab sich dann vor ein paar Jahren, dass ich die Möglichkeit hatte, einen Grundstück in der Hafen-Institution zu entwickeln und da habe ich klar gesagt, es ist völlig logisch, da kommt das Museum rein.

00:06:01: Und seitdem baue ich in diesem Museum und war der Anfang.

00:06:07: Zehn Jahre später habe ich ein eigenes Museum.

00:06:09: Also in Kunstwelten ist das Lichtgeschwindigkeit.

00:06:14: Trotzdem ist es ja so, zehn Jahre sind eine lange Zeit, die Kunst entwickelt sich.

00:06:20: Und immersive Kunst hat wahrscheinlich vor sieben, acht Jahren niemand was von mitbekommen, wenn man nicht tatsächlich die Möglichkeit hat, nach Japan zu fliegen.

00:06:29: Mittlerweile gab es hier auch in Altona, in so einer Industriehalle Ausgaben,

00:06:37: es gibt einiges in der Wahl.

00:06:39: Bist du da irgendwie durch verunsichert worden?

00:06:41: Weil das hat ja offensichtlich eine ganz andere Qualität.

00:06:44: Überhaupt nicht.

00:06:45: Ich nehme zwei Datenpunkte.

00:06:47: Das erste ist, das sind Touring.

00:06:49: Exhibitions.

00:06:50: Sie sind irgendwie drei Monate da und ist vor allen Dingen Reproduktion von bestehender Kunst.

00:06:55: Und da gehst du einmal hin, bist begeistert und hast ein bisschen was gelernt über Moneo oder Frida Kahlo oder über Vikings.

00:07:02: Die Ausstellung läuft jetzt gerade in Hamburg.

00:07:05: Das zweite ist Team Event entwickelt sich ständig weiter.

00:07:08: Ich war jetzt vor ein paar Wochen in Kyoto, wo sie eine neue Ausstellung gegründet haben.

00:07:13: Ja, man muss halt einfach nach Japan fliegen.

00:07:16: Und habe gesehen, dass sie sich nicht nur inhaltlich weiterentwickelt haben, sondern auch die Technik aus den bestehenden Sachen einfach weiter gelernt haben und neue Elemente und dann ist es halt nur Software noch mit reingebaut haben.

00:07:30: Das heißt, die Kunst bei uns ist jedes Mal anders, jedes Mal neu und es ist ein Ort zum Wiederkehren.

00:07:40: Und das, was ich in Japan gesehen habe, dass jeder mit einem Lachen rauskommt, genau das möchte ich auch in Hamburg erzeugen.

00:07:47: Wird es denn so sein, wie bei mir und meinem zehn Jahre älteren Bruder, dass ich die Jacken auftragen muss?

00:07:53: Also kriegt Hamburg jetzt den Standard von zwei Tausend Achtzehn aus Japan erst mal geliefert, weil das ja auch immer noch prickelnd ist?

00:08:02: Oder kriegen wir hier auch noch mal was Eigenes?

00:08:04: Wir kriegen natürlich die neueste Technik und wenn jemand der Technik versteht, ein Museum baut, dann denkt er natürlich, wann kommt die nächste Projektorengeneration raus, wie lange dauert das?

00:08:17: Also wir haben das Neues zu vom Neuesten und auch Teamleib sagt, ihr werdet die modernste Ausstellung der Welt haben.

00:08:24: Das ist eine schöne Sache.

00:08:26: Eine schöne Sache sind auch die Hamburg-Lieblinge.

00:08:28: Wir wollen nämlich jetzt mal von der Kunst nach Hamburg kommen.

00:08:31: Das ist unsere Schnellfrage-Runde.

00:08:33: Da kannst du in wenigen Worten sagen, was dir am meisten gefällt.

00:08:37: Was ist zum Beispiel dein Lieblingspark in Hamburg?

00:08:39: Ganz klar, der Gosslerspark.

00:08:41: Kennt keiner?

00:08:42: Ist ein Blankenese?

00:08:42: Nein,

00:08:42: wo ist der?

00:08:43: Da bin ich aufgewachsen, da bin ich früher rodeln gewesen als Hamburg noch Schnee hatte.

00:08:48: Da bin ich mit meinem Hund Kassi gegangen, Gospelspark in Blankenese.

00:08:52: Eins A.

00:08:53: Was ist dein Lieblingstheater in Hamburg?

00:08:56: Ich muss gestehen, dass ich sehr wenig in Theater gehe.

00:08:59: Ich gucke

00:08:59: immer, aber ich sehe dich nicht.

00:09:01: Das ist richtig.

00:09:02: Ich bin nicht der größte Freund.

00:09:04: Also du siehst mich in der Staatsober, du siehst mich in der Philharmonie, du siehst mich an vielen Orten, aber meistens nicht im Theater.

00:09:13: Insofern gebe ich dir meinen Lieblingstheater, das Theater für Kinder, da bin ich mich als Kind.

00:09:18: In

00:09:18: der Mac-Bauer-Alli.

00:09:19: Genau, da bin ich sehr häufig hingegangen und kann nämlich jetzt doch an.

00:09:22: Monzer Zauberflöte, guter Name.

00:09:24: Herrlich, das werden die gerne hören und die haben auch jegliche Unterstützung nötig.

00:09:29: Also insofern, liebe Grüße an das Theater in einem Max-Brauer Allee.

00:09:33: Was ist dein Lieblingscafé in Hamburg?

00:09:36: Ganz klar, Café Paris.

00:09:38: Das beste Tata der Stadt.

00:09:40: und man muss es richtig machen, man muss das Tata am Tisch zubereiten, bestellen und nicht das normale aus der Küche.

00:09:48: Mitte oder ohne Kapan?

00:09:50: Ich immer ohne.

00:09:51: Ich auch, ja.

00:09:52: Siehst du?

00:09:53: Was ist dein Lieblingsgebäude in Hamburg?

00:09:55: Das ist die Elfi ohne Zweifel.

00:09:57: Das ist das erste Mal, dass Hamburg eine Marke hatte.

00:10:00: Hamburg hat ein Gesicht durch die Elfi bekommen.

00:10:03: Das ist das beste Investment, was Hamburg jemals getätigt hat.

00:10:08: Was ist dein Lieblingsviertel in Hamburg?

00:10:10: City.

00:10:12: Und zwar mit absoluter Überzeugung.

00:10:14: Weil du da jetzt sehr häufig bist.

00:10:16: Große Bleichen, Neuerweil,

00:10:18: Jungfaschik.

00:10:18: Ach so, nicht die Hafencity, sondern

00:10:20: wirklich?

00:10:20: Nein, ich meine wirklich die normale Hamburg City.

00:10:23: Ja.

00:10:24: Jungfaschik, Neuerbleichen, die Passagen, das fühlt sich mittlerweile richtig als Weltstadt an.

00:10:29: Okay, wir sind das Tour zu Welt, nicht die Welt.

00:10:32: Aber wenn ich da rumgehe, dann ist mir Hamburg echt lieber als New York.

00:10:38: Das glaube ich dir, denn du bist hier in Hamburg geboren?

00:10:42: Und bist eigentlich immer, du bist sehr viel unterwegs natürlich.

00:10:45: Dein Meilenkonto sieht wahrscheinlich prächtig aus.

00:10:48: Aber du bist immer in Hamburg geblieben.

00:10:50: Je mehr man von der Welt sieht, desto schöner wird Hamburg.

00:10:53: Ach, das ist ganz herrlich.

00:10:55: Da kriegst du irgendwann nochmal den Ehrenbürgertitel für wahrscheinlich diese Sätze.

00:10:59: Gab es denn trotzdem mal Überlegungen auch aus beruflichen Gründen oder aus anderen Gründen, irgendwo hinzuziehen?

00:11:03: Und was wäre es denn?

00:11:05: Man darf ja so eine zweite Liebe ruhig haben als Stadt.

00:11:09: Ja, das habe ich.

00:11:09: Das heißt, Sie wird es.

00:11:10: Da habe ich ein großes Haus und verbringe die Zeit zwischen Oktober und April gerne dort.

00:11:15: Aha, siehst du?

00:11:16: Fünfzehn Grad, Sonnen scheint pur, genau jetzt.

00:11:20: Okay, sehr gut.

00:11:21: Und das

00:11:21: ist ein Wert im Schatten.

00:11:23: In der Sonne ist es immer ein paar Grad wärmer.

00:11:25: Da bist du dann eher zum Nichtstun oder bist du durch die Sonne einfach noch mehr aufgeladen und noch verrückter nach Ideen?

00:11:30: Also

00:11:30: eines der erfolgreste Rezepte vom Silicon Valley ist die Sonne.

00:11:35: Das ist nachgewiesen, mit Heimdroh dran.

00:11:38: Also

00:11:38: haben wir hier einen Standort-Nachteil.

00:11:40: Wir haben einen Standortvorteil, das ich lebe im Sommer, aber nicht im Winter.

00:11:45: Aber diese Insel ist definitiv mein Happy Place, da bin ich gerne, da arbeite ich von dort.

00:11:52: Ist denn Hamburg für dich nur Herkunft oder auch Haltung?

00:11:55: Also es gibt ja diese Begriff-Lehrigkeiten des erbaren Kaufmanns und lieber, dass ein Geld halten als Ausgeben und so weiter.

00:12:03: Was bist du für ein Kaufmannstyp?

00:12:06: Ich bin ja auf jeden Fall jemandem, bei dem der Handschlag zählt.

00:12:09: Und das ist, glaube ich, eines der Hamburg wirklich einen Tugenden, um zu seinem Wort zu stehen, ehrlich sein, ein bisschen anderer Radarschwimmen und einfach mit Ruhe den Erfolg genießen.

00:12:26: Wann gab es für dich den Punkt, dass du gedacht hast?

00:12:29: Ich mache das jetzt selbst.

00:12:30: Also ich bin nicht angestellt, sondern ich bin Unternehmer.

00:12:34: War das schon sehr frühzeitig?

00:12:36: oder bist du da irgendwie so reingeplumst?

00:12:39: Also ich muss zu deiner Verwendung erzählen, dass ich niemals angestellt war in meinem Leben.

00:12:44: Ich auch nicht.

00:12:46: Ich habe nie eine Lohnsteuerkarte besessen.

00:12:48: Ich habe letztens mal einen Rentenbescheid gekriegt.

00:12:51: Das ist

00:12:52: mir ganz traurig angelegen.

00:12:53: Ich

00:12:54: dachte, mein Gott bin ich schon so halt.

00:12:56: Aber da stand auch so gut wie gar nichts drauf.

00:12:59: Nein, ich habe meine erste Firma mit fünfzehn gehabt.

00:13:03: Ich habe meine Schule ins Internet gebracht.

00:13:05: Die erste Digitalform hat dann gegründet.

00:13:07: Sehr viel gelernt in der Zeit.

00:13:09: Ich habe einen Tag studiert und dann aufgehört.

00:13:13: Meine erste Formel gerunden, meine zweite, meine dritte, meine vierte, fünfte.

00:13:17: Was

00:13:17: hast du denn diesen Eintag studiert eigentlich?

00:13:21: Und zwei Lebensfallsheiten.

00:13:23: Aber welches Fach?

00:13:24: Wirtschaftswissenschaften wird nadecken.

00:13:27: Ach, okay.

00:13:28: Das heißt, du bist dahin gezogen und dann bist du wieder zurück

00:13:31: nach Eintracht?

00:13:31: Ich hatte ein sehr schönes Gespräch mit dem Dekan.

00:13:34: Der sagt der Hinreichste, sie haben den Platz hier.

00:13:37: Wir würden uns freuen, wenn sie zu uns kommen.

00:13:40: Aber warum wollen sie studieren?

00:13:42: Und das war tatsächlich die einzige Frage, auf die ich nicht vorbereitet war.

00:13:45: Ich habe dann gesagt, ich brauche Mikron, Makro, Ökonomie.

00:13:49: Ich muss ja quasi ein Pernel ausstellen können.

00:13:54: Dann sagt er, ja, wissen Sie, Herr Heinrichs, wir wollen eigentlich, dass die Leute so rausgehen, wie Sie hier reinkommen.

00:13:59: Und so ein Finanza, den kann man sich auch kaufen.

00:14:03: Und das war so ein heuriger Moment, wo ich sagte, das stimmt.

00:14:06: Ich brauche keine Kasse selber können.

00:14:07: Ich kann Leute begeistern.

00:14:09: Und seitdem stelle ich eigentlich nur die Leute ein, die in den Sachen, die ich brauche, mit Leidenschaft dabei sind.

00:14:19: Und wie gehst du denn mit Niederlagen um?

00:14:21: Also natürlich, du bist der erste, der immer genannt wird, wenn es um digitale Dinge hier in Hamburg gesprochen wird.

00:14:28: Aber du hast ja Forksing, hast du ja auch eine Firma gehabt, der es dann nicht so gut gegangen ist.

00:14:33: Die

00:14:33: Gleichung und Leben ist ziemlich einfach.

00:14:35: Du musst mir ja richtig als falsch machen.

00:14:38: Natürlich machst du in jeder Firma, in jeder neuen Firma machst du immer wieder Fehler.

00:14:44: Bei mir ist es, Was zum Laden, beim zweiten Mal ist die Erinnerung, was du nicht normal machen solltest und beim dritten Mal wäre es Dummheit.

00:14:53: Also Dummheit würde ich mir jetzt nicht nachsagen.

00:14:55: Ja, aber wie bist du damals mit Politik digital, war eine Firma, die du

00:15:00: hinzusemacht hast?

00:15:02: Ach so,

00:15:03: die gibt es immer noch.

00:15:04: Okay.

00:15:05: Meine zweite, die gibt es jetzt nicht mehr.

00:15:08: Da hat der Insolvenzverwalter sehr viel Geld verdient, weil wir aus der Drohung einer potentiellen Inservenz angemeldet haben.

00:15:16: Also weit vor diesen zwei Wochen.

00:15:19: Und dann war noch so viel Geld auf dem Konto, dass uns angeschaut hat und sagte, warum?

00:15:24: Und wir sagten, der Markt wird sich so und so entwickeln.

00:15:26: Und dort kommen Krise wäre auch klar deutlich.

00:15:31: Und du, Xing war dann sechsam Lotto, zehnmal hintereinander mit Zusatzzahl.

00:15:37: Und ich hab das

00:15:38: geliebt.

00:15:40: Und trotzdem hast du dich davon getrennt.

00:15:42: Wann gab's denn für dich den Moment?

00:15:44: Nein, nein,

00:15:44: nein, nein.

00:15:46: Ich hab's erst mal in die Börse gebracht.

00:15:48: Ja.

00:15:48: Es war das erste, zwei Null-Unternehmen oder wird zwei Null an der Börse oder Weltfahrt an der Börse.

00:15:54: Ich hab das sehr erfolgreich drei Jahre lang betrieben und hab dann ein Großteil meiner Aktien an Hubert Woder verkauft.

00:16:02: Und war bis vor kurzem noch aktionär.

00:16:05: Mhm.

00:16:06: Aber du hast zumindest die Steuerung abgegeben.

00:16:09: Wie schwer ist das denn, etwas zu gründen und dann zu sagen, komm, ihr könnt das jetzt besser, weil das war ja auch ein bisschen die Erkenntnis für dich, dass die Strukturen immer größer

00:16:17: wurden?

00:16:17: Ich habe das knapp zehn Jahre lang gemacht.

00:16:20: Und das, was ich am liebsten gemacht habe, war mit Programmierern zu sprechen.

00:16:24: Das sind ja die Künstler des XXI.

00:16:26: Jahrhunderts.

00:16:27: Aber diese neuesten AI-Entwicklungen kann ja jeder programmieren.

00:16:31: Das ist ja sensationell.

00:16:34: Und als ich mehr Zeit mit den Investoren verbracht habe und weniger mit den Leuten, die ich liebe, mit dem Programmieren, habe ich gesagt, okay, das war jetzt gut, es war ein geiler Ritt und habe dann eine Weltreise gemacht, weil du musst von dieser Droge der eigenen Form herunterkommen.

00:16:52: Und drei Monate im Ausland helfen da sehr.

00:16:55: Was hast du denn in dem Moment, wo dich davon getrennt hast, bist du auf Weltreisingern?

00:16:59: Wo ging es dann hin?

00:17:01: Ja, heimum die Welt.

00:17:02: Du bist tatsächlich einmal in die Welt gefahren, geflogen... In den

00:17:05: siebenundzwanzig Stopps mit der ganzen Family.

00:17:08: damals war super.

00:17:10: Okay.

00:17:11: Und gab es da einen Ort, wo du auf jeden Fall noch mal hinwolltest?

00:17:15: Danach?

00:17:16: Wie willst du die Atacama-Wüste vergleichen mit irgendwie Kyoto in Japan oder den Malediven oder Australien?

00:17:26: Also es gibt wahnsinnig viele schöne Orte in der Welt.

00:17:31: Und je mehr man sieht, desto schöner wird Hamburg.

00:17:35: Also du bist immer wieder zurückgekommen.

00:17:36: Inwiefern hat Hamburg denn dir diesen beruflichen Erfolg eigentlich ermöglicht?

00:17:41: Ich habe alle meine Formen hier in Hamburg gegründet, weil ich dafür hier lebte.

00:17:45: Ganz einfach.

00:17:47: Hätte ich das woanders machen können, sicherlich.

00:17:49: Aber ich bin so ein bisschen langsam in der Fortbewegung an Anrufe, mich einzufinden.

00:17:59: Also ich finde Berlin ganz toll.

00:18:00: Ich finde München auch ganz toll.

00:18:02: München insbesondere zum Oktoberfest.

00:18:04: In Berlin lebt meine Partnerin, insofern bin ich auch häufig in Berlin.

00:18:10: Aber warum nicht mal irgendwie Abu Dhabi, Dubai, New York?

00:18:15: Es gibt so viele schöne Orte auf der Welt.

00:18:19: Und ich glaube, ich fahre in knapp sechzig Ländern.

00:18:23: Das ist schon eine ganze Anzahl.

00:18:25: Ja.

00:18:26: Also du lässt ja keinen Zweifel daran, wie sehr du deine Heimatstadt liebst.

00:18:30: Trotzdem bist du ja auch Kaufmann, wenn du jetzt siehst, dass die neue Opa entwickelt wird und sowohl Herr Kühne dort Geld rein gibt und auf der anderen Seite Öffentlich-Gelder da rein fließen.

00:18:41: Ich juxte dir manchmal dann den Kopf und sagst, hätte ich es vielleicht auch anders anstellen sollen?

00:18:45: oder ist das einfach die bloße Überzeugung?

00:18:47: Weil ich glaube, du hast es ja wirklich alles alleine möglich gemacht bisher, oder?

00:18:52: Also ich finde es sensationell, dass Michael Kühner uns seine Opa schenkt.

00:18:56: Und dass die Stadt den Mut hat, einen der besten Architekten weltweit, Bjarke Hingels, zu engagieren, der einen fantastischen Entwurf geliefert hat.

00:19:07: Und

00:19:08: du darfst eine Sache nicht vergessen, es ist sixhundertfünfzig Meter Luftlinie von meinem Museum, mein Vater.

00:19:13: dann entsteht der Elbtauer, vierhundertfünfzig Meter entfernt, mit dem Evolutionarium, mit dem Hafenmuseum auf der anderen Seite der Elbrücke.

00:19:22: Das wird ein absoluter Tourismusmagnet, wo ich Ameriko Vespucci Platz in meinem Museum baue.

00:19:28: Ich hoffe ja irgendwie noch inständig, dass der umbenannt wird zur Platz der digitalen Kunst.

00:19:33: Irgendwas in der Richtung muss das ja noch sein.

00:19:35: Unbedingt.

00:19:36: Wie sehr hast du dich denn, also Halb-Hamburg beschäftigt sich jetzt mit dem Entwurf für die neue Oper?

00:19:41: Wie sehr hast du dich denn mit der Architektur beschäftigt?

00:19:44: Oder war dir vor allen Dingen wichtig, was da drin passiert und weniger, ob es jetzt ein Walmdach hat oder ein Flachdach?

00:19:51: Also Hafenstitt ist relativ simpel.

00:19:53: Der Oberbaudirektor entscheidet, wer zum Architektenprozess eingeladen wird.

00:19:59: Das darfst nicht mal du?

00:20:03: Das sind ja insgesamt vier Baufelder, die entwickelt wurden.

00:20:06: Insofern hatten wir in Corona alles über Teams.

00:20:09: Und ich hasse Teams.

00:20:10: Ich liebe Zoom, weil sie den Architektenprozess gesteuert.

00:20:15: Dann wurde es ein Berliner Büro, die quasi die Außenfassade und Außengestaltung gemacht hat.

00:20:23: Und die sechseinhalbtausend Quadratmeter drin bespiele ich TeamLab und unser Kurator.

00:20:30: für wechselnde digitale Ausstellung von internationalen, bekannten Digitalkünstlern.

00:20:37: Du musst da ja offensichtlich, also du hast ja deine Nähe zu Programmierenden gerade schon erwähnt.

00:20:41: Jetzt musst du ganz andere Menschen da zusammenkriegen, egal ob jetzt Marketing oder Kuratoren, wie auch immer.

00:20:47: Wie hast denn dir die zusammengesucht?

00:20:50: Naja, also Teamwork ist ja nicht irgendwie eine Person, sondern das ist mittlerweile eine Tausend Zweihundert.

00:20:56: Ein japanisches Künstlerkollektiv, damit macht man gerne Verträge.

00:21:00: Und die sind halt die absolute Aufwand grad weltweit.

00:21:04: Also es gibt niemanden, der nicht sagt, das ist der Royce Royce in der Kunstszene.

00:21:10: Aber der Rest?

00:21:11: Du bist ja jetzt Museumsdirektor oder wie würdest du dich betiteln?

00:21:15: Ich bin Founder.

00:21:16: Ich

00:21:17: bin noch nicht mal Geschäftsführer.

00:21:19: Das macht eine langjährige Freundin von mir.

00:21:22: Die leite operative Geschäft.

00:21:25: Und wie tief gehst du dann trotzdem in die ganzen Strukturen rein?

00:21:29: Keine

00:21:29: Sorge.

00:21:30: Der hier nicht, der das Geld gibt, der wird schon gefragt.

00:21:32: Ja,

00:21:32: okay.

00:21:33: Nein, ich habe auch viele Dinge wertgelegt.

00:21:37: Was war die denn?

00:21:38: Sag mal drei Punkte, die dir wichtig waren?

00:21:42: Erst mal, dass es überhaupt nach Hamburg kommt und nicht irgendwie nach Berlin, die ausreiten.

00:21:47: viele Kunst mit der Stiftung polsischer Kulturbesitz haben, dass es nicht irgendwie in München entsteht, die auch fantastische Häuser haben.

00:21:57: Ich glaube, Hamburg braucht noch ein bisschen etwas um als Kulturinstitution, als Destination wahrgenommen zu werden.

00:22:04: Wir haben eine tolle Kunsthalle, wir haben das bozehreis Kunstfonds, was super ist.

00:22:08: Wir haben die Deichto-Halle, die tolle Sachen machen.

00:22:12: Aber wir haben noch nichts, wo wirklich viele Leute deswegen nach Hamburg kommen.

00:22:17: In Paris weißt du sofort, du gehst in den Louvre, du gehst in die Fondation Louis Vuitton, du gehst in die alte Bause, da weißt du sofort, du hast das Stadt vor Augen, Bildbau, mit dem Guggenheim Museum New York, da weißt du, du gehst ins MoMA, das hast du in Hamburg noch nicht.

00:22:31: Und ich hoffe, dass ich mit diesem Museum ein bisschen beitragen kann, dass Hamburg zusammen mit den anderen Museum mehr wahrgenommen wird als Kunstdestination.

00:22:42: Wie sehr bestimmt in das Museum gerade dein Tagesablauf?

00:22:45: Du hast ja noch andere Beteiligungen.

00:22:47: Ist das jetzt eher Hobby?

00:22:48: Also, es wird ein wichtiges Jahr.

00:22:52: Insofern, vor allen Dingen Museum, sagst du.

00:22:55: Museum, es gibt noch eine andere Form, die ich letztes Jahr gegründet habe, über die ich wenig spreche.

00:23:00: Das können wir ja gleich machen.

00:23:02: Auch das nicht.

00:23:03: Also, es wird spannend.

00:23:06: Okay, spannend sind auch die Fragen der anderen Leute, die kommen jetzt.

00:23:08: Wir hören mal rein.

00:23:11: Moin Herr Hinrichs,

00:23:11: Lars Mannett von der Filmproduktion Blackpitch Media.

00:23:15: Wie heißt Ihre Lieblingsserie?

00:23:20: Also ich guck sehr, sehr wenig

00:23:22: fern.

00:23:23: Ehrlich?

00:23:24: Ich dachte so im Flieger haust du dir erst mal schön... Nein, in den Halben, wenn die vorreihen oder so.

00:23:30: Überhaupt nicht, habe ich noch nicht eine einzige Folge gesehen.

00:23:33: Ich glaube, das sind die einzigen Filme, die mich wirklich bekasseln und da gibt es auch ein paar Serienanleger.

00:23:37: Das ist alles, was mit Star Wars zu

00:23:39: tun hat.

00:23:40: Okay.

00:23:41: Also ob es jetzt Andorris oder hier kommt ja nächstes Jahr der Film raus, ob es die sechs großen Filme sind.

00:23:48: Aber du hast jetzt überhaupt kein Plan, was bei Netflix läuft, hast du nicht mal Netflix-Abo?

00:23:52: Doch, ich habe ein Netflix-Abo, das ist uns noch mit die Kinder.

00:23:55: Ah, okay.

00:23:56: Alles klar.

00:23:57: Doch, ich habe Lupin gesehen.

00:23:59: So.

00:23:59: Und fand das richtig toll.

00:24:01: Ja, ich auch.

00:24:02: Der Oma Sharif ist ein so sendertes Schauspieler.

00:24:06: Und wie ist der Film, den ich jetzt letztens gesehen habe, so ein liebes Film, auch wo er mitspielt?

00:24:11: Okay.

00:24:12: War auch toll.

00:24:13: Siehste?

00:24:14: Aber ganz, ganz wenig TV.

00:24:16: Also das einzige, was ich im TV sehe, ist Champions League, aber dann am liebsten nur in der Phase, wo Leute rausfliegen, wo es dann Elfmeterschießen gibt.

00:24:24: Denn Elfmeterschießen ist das einzige, was mich am Fußball interessiert.

00:24:29: Dieses menschliche Drama,

00:24:30: das Erfolgs... Da kommst du ja selten in den Genuss von solchen Hochgefühlen.

00:24:34: Ja, dieses Drama, was du am Elfmeterpunkt siehst, wo der Torwart nicht weiß, in welcher Ecke er springen muss.

00:24:40: wo manche Leute verschießen, obwohl dieses Tor direkt vorhanden steht.

00:24:44: Also das finde ich immer sensationell bei Fußball.

00:24:47: Also bei der Fußballwehr haust du dir dann schön sechzig Spiele-KAO-Systemen rein?

00:24:51: Ähm,

00:24:53: ungefähr.

00:24:54: Vielleicht ein paar.

00:24:55: Ja.

00:24:56: So, wir hören mal in die nächste Frage rein.

00:25:00: Ja, hallo.

00:25:01: Susan Zetzmann, Geschäftsführerin von Bederland Hamburg.

00:25:04: Und mich würde interessieren, schwimmen Sie eigentlich lieber im Meer oder gehen Sie manchmal auch ins Bederland?

00:25:13: Ich habe meinen Kindern im Bederland Schwimmen beigebracht.

00:25:16: Du selber oder hast du sie

00:25:17: in den Kurs gestellt?

00:25:18: Nein, aber ich selber natürlich.

00:25:19: Natürlich.

00:25:20: Selbstverständlich.

00:25:21: Und die können auch beide gut schwimmen.

00:25:23: Ich

00:25:23: bevorzuge ganz klar das Meer.

00:25:26: Hab aber einen Pool in Ibiza, den ich auch sehr gerne besuche.

00:25:30: Insbesondere den Jacuzzi, den ich bis auf vierzig Grad heizen kann, im Winter herrlich.

00:25:35: Den zeigen wir dann bei Instagram, damit die Leute sich das vorstellen

00:25:38: können.

00:25:38: Der Wille Kanemo.

00:25:41: Kann man sich da einmieten?

00:25:42: Klar.

00:25:43: Ehrlich?

00:25:44: Klar.

00:25:44: Oh, toll.

00:25:46: Sehr schön.

00:25:47: Für bis zu hundertdreißigtausend die Woche.

00:25:50: Oh, okay.

00:25:51: Ja.

00:25:52: Aber du meinst jetzt nicht Leute oder Kalorien, sondern Euros.

00:25:56: Euros.

00:25:56: Ganz klar, Euros.

00:25:58: Ich weiß gar nicht, wieviel Hörer und Hörer dieses Podcast dafür in Frage kommen, aber vielleicht mehr hättest du dich ja

00:26:02: nie erwähnt.

00:26:03: Also im Winter ist es deutlich günstiger.

00:26:04: Er kostet die Woche dreißig.

00:26:05: Okay, das sind Schnappar.

00:26:07: Also, ich denke, da werde ich mit den Kollegen mal hinfahren können.

00:26:09: Vielleicht sind die Leute durchaus verschwingend.

00:26:12: Ach, dann wird's auch wieder kleiner.

00:26:14: Ja, und

00:26:15: dann gibt's noch noch Verwarnengestellte dazu.

00:26:19: Herrlich!

00:26:19: Das ist ein Five-Star-Luxury, die Vorteile eines Hotels in einem Private-House.

00:26:26: Aber ich sag mal so, wenn man jetzt relativ sorgenfrei was die finanziellen Dinge angeht, leben kann, warum holst du denn fremde Leute ins Haus?

00:26:37: Also das hört man ja immer bei Ferienwohnungen und so.

00:26:39: Dann ist wieder was kaputt, dann hat einer irgendwie eine Tasse geklaut.

00:26:43: Das hast du auf dem Niveau wahrscheinlich aber auch.

00:26:46: Das hast du auf dem Niveau.

00:26:48: Je bekannter die Leute sind, desto weniger.

00:26:51: Okay.

00:26:53: Und wir haben sehr, sehr viele Bekannte.

00:26:55: Wir haben Hollywoodstars da, wir haben international Topmodels, wir haben Formel-Einsfahrer, Grammy.

00:27:04: Wir haben schon ein sehr gutes Publikum.

00:27:06: Und ich stelle das gerne zur Verfügung, weil kommen wir zurück als Hamburger.

00:27:11: Wir spielen ja low und mussten das Ganze sicher auch finanzieren.

00:27:15: Ja, unbedingt.

00:27:17: Und insofern.

00:27:19: Was hat sich denn bei dir verändert?

00:27:22: in dem Moment, wo du gemerkt hast, okay, jetzt bin ich richtig erfolgreich?

00:27:25: Also das war ja jetzt nicht der Punkt, wo du an Borderteile verkauft hast, sondern durch die Gründung von Xing warst du auf einmal so die Symbolfigur.

00:27:35: Hier in Hamburg hast du eine gewisse Bekanntheit bekommen.

00:27:38: Was hat sich da für dich in deinem Leben verändert?

00:27:44: Du hast lachen, ich habe heute gar kein Auto mehr.

00:27:47: Zumindest in Hamburg nicht.

00:27:49: Ich fahre Meils.

00:27:50: Ja.

00:27:51: Aber es ist praktisch.

00:27:53: Ich habe jetzt eine andere Antwort erwartet.

00:27:54: Du weißt auch, was ich meine, vielleicht.

00:27:58: Spürst du eine andere Lockerheit in dir?

00:28:01: Ich glaube, ich war schon immer

00:28:02: locker.

00:28:06: Du siehst mich jetzt locker, aber keine Sorge.

00:28:08: Im Leben eines Unternehmers gibt es Höhen und Tiefen und die sind potenziert, wenn du da auch die ganze Verantwortung trägst.

00:28:18: Und es gibt nicht diese Unternehmensgeschichte, wo es nur bergauf geht.

00:28:23: Wie gesagt, du musst mir richtig als falsch machen, aber aus den Fehlern muss man laden.

00:28:29: Wie gehst du denn mit Gegenwind um, also kreative bzw.

00:28:32: Visionäre sind ja ganz häufig von Leuten umgeben, die sagen, ach weiß ich nicht, ob wir das brauchen oder wie auch immer.

00:28:37: Ich gehörte ja tatsächlich zu den ersten Hundert, die damals eine E-Mail von dir bekamen.

00:28:42: Und ich gestehe ein, ich war wahrscheinlich einer der wenigen, die nicht verstanden haben, was du davor hattest.

00:28:47: Denn ich weiß noch, das hast du mir auch jahrelang vorgehalten im Spaß, dass ich nicht wirklich dran geglaubt habe.

00:28:52: Ich hab's dann selber natürlich gerne genutzt.

00:28:55: Aber also, wenn ich jetzt der Alleinentscheider gewesen dann würde es Gsing heute nicht geben.

00:29:01: Als Unternehmer hört man sehr wenig auf andere.

00:29:04: Man ist relativ beratungsresistent.

00:29:08: Ich lass mich nur überzeugen, gerne auch von meinen Mitarbeitern durch gute, fundierte, klar erklärte Einwände.

00:29:17: Die nehme ich dann auch zum Teil gerne an.

00:29:19: Gibt es denn trotzdem Leute, wo du sagst, den rufe ich mal an und fragt den mal, was er davon hält, als du zum Beispiel dieses sehr moderne Apartment-Haus gebaut hast, wo die neueste Technik drin ist.

00:29:33: Da gab es dann das erste Mal, oder nicht das erste Mal, aber da gab es mal negative Tlackzeilen, weil halb Havestute traurig war, dass sie ihr Lieblingsrestaurant verloren haben.

00:29:43: Du hast das an einer Stelle gebaut, wo es vorher ein Restaurant gab, wo eben viele Leute hingegangen sind.

00:29:48: Das ist ja nicht nur die Stelle, sondern es ist halt quasi ... ... halbe

00:29:52: Viertel.

00:29:52: ...

00:29:55: etwa der Block.

00:29:56: Und ich mochte dir auch Australia sehr gerne.

00:30:01: Ich bin auch gerne dahin gegangen.

00:30:03: Und plötzlich mittags in einem leeren Restaurant waren alle Tische reserviert.

00:30:10: Das war schon seltsam.

00:30:13: Und dann ... Da habe ich den dargelegt, dass ich das hier auch zu kaufen oder andersrum war das.

00:30:20: Und dann bekam ich kein Tisch mehr.

00:30:23: Da habe ich den gesagt, ich baue ich vorne ein neues Restaurant hin.

00:30:27: Das sieht besser aus, das ist modern.

00:30:30: Aber man sagte dann, man hätte noch einen zwanzigjährigen Mietvertrag.

00:30:35: Und da die Betreiber beide in den Achtziger waren, fand ich das relativ sportlich.

00:30:42: Aus den zwanzig Jahren wurde dann eine Forderung von mehreren Millionen Euro für den sofortigen Rauszug.

00:30:49: Wir haben es dann, glaube ich, auf hundertzwanzigtausend Euro geeinigt und sofort raus.

00:30:54: Und dann war gut.

00:30:55: Ja, und ich finde sehr glücklich, dass der damalige Geschäftsführer, also zwar nicht die beiden Innenhaber, in der Milchstraße gegründet hat.

00:31:03: Und jetzt zurück zieht er quasi in die Badestraße in das Haus von Herrn Kühne.

00:31:11: Insofern, alles gut für alle Beteiligten.

00:31:16: In welcher Situation bist du am kreativsten?

00:31:18: Wo hast du zum Beispiel die Idee gehabt, dass du so ein modernes Wohnhaus konzipieren möchtest?

00:31:24: Das ist ja wahrscheinlich ein Prozess.

00:31:27: Also ich halte es da mit Goethe.

00:31:29: Der sagte, das weiß, hab ich auf Reisen

00:31:31: gelernt.

00:31:33: Und da bin ich dann noch am kreativsten.

00:31:36: Und ich bin kreativ kurz vor meinem Schlaf.

00:31:39: Oh, das ist aber doof, oder?

00:31:41: Nee, ich mag dann das Licht wieder haben und schreib mir die ganzen Sachen auf.

00:31:44: Manchmal bin ich dann noch eine Stunde wach und schreib dann einfach nur to do's oder Dinge, an die ich noch denken soll.

00:31:49: Aber du schreibst

00:31:50: nicht auf Notizblock, sondern du hast dann ein Digital Advice, was du

00:31:53: nutzt.

00:31:54: Ich benutze schon mein Telefon.

00:31:59: Es gibt ja so Bildschirmzeiten.

00:32:03: Wie viele Stunden würde das auf deinem Handy ausweisen?

00:32:06: Ich bin ja auch jemand, der sehr mit seinem Handy verbunden ist.

00:32:09: Ich gucke da ehrlicherweise nicht mehr drauf.

00:32:11: Ich könnte ja meine Frage gar nicht beantworten.

00:32:13: Hast du das im Gefühl?

00:32:16: Viel.

00:32:17: Das ist mein... Nicht ein und alles, aber das Wichtigste, die weiße in meinem

00:32:22: Leben.

00:32:24: Jetzt schließt du eine Lücke, wie du selber ja empfunden hast, im Kunst- und Kulturbereich hier für Hamburg.

00:32:31: Ich ahne, wenn man da zehn Jahre dran arbeitet, dann hat man ja parallel... Nein, nein, nein.

00:32:36: Warte mal.

00:32:37: Ja?

00:32:37: Vor zehn Jahren habe ich es gesehen, zumindest mal.

00:32:39: Genau.

00:32:39: Und dann hast du vor sieben Jahren ungefähr die Idee vergabt.

00:32:42: Nicht ganz

00:32:44: Ende zweiundzehn.

00:32:45: Okay.

00:32:45: Kurz vom Lockdown.

00:32:48: Gibt es noch andere Defizite, die du gerne schließen möchtest hier in Hamburg?

00:32:52: Gibt es schon neue Projekte, sei es ob du darüber sprechen möchtest oder nicht, aber wo du sagst... Das würde ich gerne auch noch mal machen.

00:32:59: oder sagst du erstmal jetzt Mutterladen auf, dann müssen auch hundert Leute am Tag da reinkommen oder vielleicht auch mehr.

00:33:06: Ich finde Telekommunikationen wahnsinnig spannend.

00:33:10: Und da soll es wieder in die Richtung gehen.

00:33:12: Aber wenn wir jetzt nur über Hamburg sprechen, Sport interessiert dich nicht so, würdest du

00:33:19: für die Olympischen

00:33:20: Spiele noch einen Sportstadion bauen?

00:33:22: Also ich finde es sicherlich einer der aktivsten in dieser ganzen Aktion.

00:33:27: bringt die Spiele in Hamburg.

00:33:28: Ja.

00:33:28: Ich war im Stadtpark, ich war an der Alster.

00:33:31: und

00:33:32: kommt zehn Jahren nicht

00:33:33: glauben, dass die Hamburger sich dagegen entscheiden.

00:33:37: Und mal wieder hat jemand, der mal Bürgermeister war, mal Regierungschef Hamburg einiges Nicht optimal

00:33:48: gemacht.

00:33:49: Okay.

00:33:50: Klare Kritik an der Politik.

00:33:51: Wie politisch bist du denn?

00:33:53: Ich bin

00:33:54: sehr politisch, aber keiner partei zugehörig.

00:33:57: Und würdest du, ich sag mal, im früheren hätte man das Backsing aufschreiben können.

00:34:02: Jetzt suchen die nur noch, vermitteln die nur noch Jobs.

00:34:05: Aber würdest du bei Facebook oder so deine Meinung auch zur Verfügung stellen?

00:34:08: Oder hältst du dich da einfach zurück, weil du sagst, den Shitstorm kann ich nicht gebrauchen und rufst dann Olaf Scholz selber an?

00:34:19: Das ist eine gute Frage.

00:34:20: Also ich äußere mich schon aktiv, auch gerade am Wochenende als der Einmarsch, das war kein Einmarsch, das war eine Verhaftung.

00:34:31: So sagen es die Amerikaner zumindest, die Weltordnung massiv verändert haben.

00:34:36: Also die Gefangennahme des Staatspräsidenten aus Venezuela.

00:34:40: Das

00:34:40: Diktators, ja.

00:34:43: Aber die Auswirkungen für Amerika, quasi im Sinne von wir wollen die Monroe Doctrine erneuer schaffen.

00:34:52: Europa soll bitte seine Probleme auch auf Ukraine lösen.

00:34:57: Taiwan kann sich gerne einverleibt werden von China.

00:35:01: Der verfall des Dollars, der kommen wird.

00:35:05: Also das Kalkül ist so gigantisch.

00:35:11: Die Wette muss erst mal

00:35:12: aufgehen.

00:35:14: Jetzt ist es so, du trist.

00:35:15: wirtschaftliche Entscheidungen alleine, größtenteils, ja?

00:35:19: Leute in deinem Alter lassen sich sehr von ihren Kindern beeinflussen, was so Lebensformen, Reiseformen und Ernährungsformen angehen.

00:35:28: Welchen guten Einfluss haben deine Kinder denn auf

00:35:31: dich?

00:35:32: Wir gehen gerne gemeinsam im Clubs, gerade auf Ibiza.

00:35:37: Da haben deutlich Künstler, wenn ich mitkomme.

00:35:40: Aber es gibt jetzt nichts, wo du sagst, das habe ich von meinen Kindern gelernt.

00:35:44: Im Sinne von, ich esse nur noch dreimal die Woche Fleisch oder gar nicht oder wie auch

00:35:49: immer.

00:35:50: Wir essen sehr gerne

00:35:51: Fleisch.

00:35:52: Okay.

00:35:53: Na gut, jetzt explodiert gleich die Schanze.

00:35:56: Das ist dann so.

00:35:58: Ich geh gerne ins Budschers, das ist ja auch ein Lieblings-Hastung von

00:36:02: mir in Hamburg.

00:36:03: Ja.

00:36:03: Die machen wirklich, also ich finde ja auch tatsächlich, wenn man Fleisch ist, sollte man zumindest Gutes mit guter Herkunft und so.

00:36:09: Und das gibt's da definitiv.

00:36:11: Und was du da bestellen kannst, was du sie noch nicht weißt, du kannst auch Black'n bestellen und sogar Spicy Black'n.

00:36:17: Dann schmeckt das Ganze noch besser.

00:36:20: Hier gibt's noch richtige Service-Tipps tatsächlich.

00:36:23: Ab wann wird ihr langweilig?

00:36:26: Leute wie du, die immer wieder eine Idee haben, noch eine Gründung machen wollen wir auch immer.

00:36:31: Da fünf Minuten am Strand.

00:36:33: Okay.

00:36:33: Ich

00:36:34: würde mich wahnsinnig machen.

00:36:36: Ich brauche immer

00:36:37: irgendwas zu tun.

00:36:38: Ich meine, du hast von Ibiza gerade geschwärmt, legst du am wenigsten zehn Minuten am Pool oder wie machst du es?

00:36:45: Ja, gerne mit Jacuzzi, mit einem Gin Tonic in der Hand.

00:36:50: Siehst du?

00:36:51: Und auch schon tagsüber.

00:36:52: Day drinking.

00:36:53: Nachmittags.

00:36:54: Okay.

00:36:55: Und nur im Sommer.

00:36:56: Wir kommen zu unserer Rubrik Wissenswertes und jetzt kommst du.

00:37:00: Das Blankenesertreppenviertel gilt als eines der schönsten Quartiere Hamburgs und als eines der anstrengendsten.

00:37:07: Rund fünftausend Stufen verbinden Elbstrand und Hang.

00:37:12: Viele Häuser sind nur zu Fuß erreichbar.

00:37:14: Wie viele Stufen glaubst du, könntest du am Stück hochlaufen, bevor du außer Atem bist?

00:37:20: Ich bin ja im Blankeneser aufgewachsen und sofern kann ich das Treppenviertel sehr gut.

00:37:25: Heutzutage geht es aber ja bei mir um Palette, um dieses intelligente Bike.

00:37:30: wo ich immer versuche unter den ersten ein bis zwei Prozent zu

00:37:33: sein.

00:37:34: Und das von zehn, zwanzig, fünfzig, hunderttausend Leuten.

00:37:38: Ja.

00:37:39: Und das krieg ich hin.

00:37:39: Das

00:37:40: krieg ich

00:37:40: hin.

00:37:40: Die Poolparty am Hamburger Flughafen.

00:37:43: in den Neunzehnhundertfünfzigern nutzten Stüerdessen von skandinavischen Airlines den Brunnen hinter dem Empfangsgebäude für eine Abkühlung.

00:37:51: Die Badeanzügel dafür brachten sie extra mit.

00:37:54: Umbauarbeiten macht den Spaß um neunzehntsechzig ein Ende.

00:37:58: In welches skandinavische Land reißt du am liebsten?

00:38:04: Ich war jetzt gerade mit den Kindern in Stockholm und fand es fantastisch.

00:38:08: Ja.

00:38:08: Mag ich auch sehr.

00:38:09: Ja, vorher war ich im Norden von Finnland und habe die Nordlichter gesehen und das war

00:38:14: noch schöner.

00:38:15: Unglaublich viele Leute in meinem Umfeld sind jetzt auch in Lapland gewesen, um in diesen Weihnachtsschneedörfern zu sein, war's da auch schon?

00:38:23: Ich mag kein Schnee.

00:38:25: Ich mag auch keine Kette, aber Nordlichter wollte ich sehen.

00:38:27: Okay.

00:38:28: Der Wasserträger Hummel, eigentlich Johann Wilhelm Ben, von von von von von von von von

00:38:36: von von

00:38:37: von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von von

00:38:55: von von von von von von von von

00:38:56: von von von von von von von von von von

00:38:59: von von von von von von von von von von.

00:39:02: Ich glaube, der, jene, der mich am ehesten an ihn erinnert, an den Hummel, war Kossner, an der

00:39:11: Hamburger

00:39:12: Helpscheesee, der mit seinem festen Europäer wirklich an dieser Langkultur in Hamburg gebracht hat.

00:39:19: Sehr schwieriger Mensch, aber der würde mir quasi im Vergleich zu dem Hummel-Hummel, glaube ich, am ersten einfallen.

00:39:27: Aber Hamburg hat tolle Unternehmer hervorgebracht.

00:39:31: Tolle Familiendynastien, die hier entstanden sind.

00:39:36: Und ich danke immer noch, oder jedes Jahr erneut, den Leuten, die den Weihnachtsbaum und die Fontäne auf der Halter finanzieren.

00:39:45: Was ja privat

00:39:46: ist.

00:39:46: Das ist privat.

00:39:47: Ich glaube, Johannes Bekerner hat da auch schon mal einen Teil zu beigesteuert.

00:39:50: Das würdest du aber auch machen, weil du es so toll findest, falls mal wieder jemand gesucht wird?

00:39:55: Ich glaube, dass ich mit dem Unternehmen, dem Museum, dem UBS Digitalen Museum

00:40:01: meinen

00:40:02: Tag ganz klar beileiste für Hamburg.

00:40:06: Welche Unternehmerfamilien sind das, die du so besonders findest?

00:40:11: Ich glaube, da möchte ich keiner jetzt explizit nennen.

00:40:14: Einfach alle, von Otto bis Herz quasi.

00:40:18: Ich glaube, Hamburg ist ein sehr gutes Pflaster für viele erfolgreiche

00:40:24: Firmen.

00:40:25: unbedingt.

00:40:26: Gibt es eine Erfindung, die du sehr erstrehmenswert findest?

00:40:29: Hättest du gerne selber Nivea-Creme erfunden oder doch lieber Tesafilm oder ist es am Ende dann doch lieber eine Kaffee-Rösterei?

00:40:37: Welches Hamburger Produkt hättest du gerne erfunden?

00:40:54: Ich glaube, es ist nicht das Hamburger Produkt, aber ich wäre gerne derjenige gewesen, der das Transformer-Modell entwickelt hat, den ich jetzt gerade im Schlossel mal entwickelt habe.

00:41:04: Das Transformer-Modell ist die Grundlage für AI.

00:41:07: Für dieses still generative AI, was wir mit oben...

00:41:10: Ich dachte, du meinst diesen Film, Transformers?

00:41:13: Nein, auf

00:41:13: keinen Fall.

00:41:14: Nein.

00:41:16: Das Transformer-Modell ist die Grundlage für die heutige

00:41:19: AI.

00:41:19: Auf jeden Fall.

00:41:20: For Open AI, for Claude von Non-Trophic Perplexity, die basieren alle auf einem Papier, das ein Deutscher wohl gemerkt, erfunden

00:41:30: hat.

00:41:30: Wer war das, weißt du das?

00:41:33: Erich.

00:41:34: Erich,

00:41:34: noch was.

00:41:35: Keine zehn Jahre alt.

00:41:37: Verrückt.

00:41:39: Diese Leute werden viel zu selten gewürdigt, auch wenn man nicht weiß, ob das alles gut ist.

00:41:43: Ich habe jetzt gerade einen Instagram-Channel gefunden, der spricht über deutsche Erfindungen und positive Nachrichten aus Deutschland.

00:41:53: I love

00:41:54: it.

00:41:54: Ja, unbedingt.

00:41:56: Mein Freund Florian Berger von Donkey Products, die mit diesem Winkel katzen.

00:42:01: Der hat einen wunderbaren Podcast, der noch nicht bei Heuradio läuft, wo er tatsächlich auch mit Gründern und Erfindern spricht und macht das auch eine tolle Art.

00:42:09: Und jetzt erraten

00:42:10: wir, wer die Merchprodukte fürs Museum

00:42:12: baut.

00:42:12: Siehst du wohl?

00:42:13: Donkey Products.

00:42:15: Donkey.

00:42:15: Haben wir die auch nochmal untergebracht.

00:42:17: Herrlich.

00:42:18: Welche App nutzt du auf deinem Handy am häufigsten?

00:42:23: A WhatsApp.

00:42:25: Welches Geschenk?

00:42:26: Verschenkst du am liebsten?

00:42:29: In Zukunft Karten fürs Museum.

00:42:32: Dann kriegen alle immer erst mal Karten zu Weihnachten.

00:42:34: Das ist dann aber so nach zwei Jahren, sagen alle, ist ein bisschen wie mit den Socken.

00:42:40: Das wird ein Museum sein, in dem du gerne häufig gehst.

00:42:45: Und ganz ehrlich, wir haben schon über zwölf tausend Tickets verkauft, obwohl das Museum noch nicht mehr eröffnet ist.

00:42:51: Ist es so, also ich sag mal, ein Museum lockt immer wieder die gleichen Leute an, durch unterschiedliche Ausstellungen.

00:42:58: Wie oft wird denn bei euch das, ich sag mal ganz bewusst, unprogrammiert?

00:43:03: Jedes Mal, wenn du reingehst, ist es neu.

00:43:05: Weil immer irgendein Detail, mal ist es grün, mal ist es rot.

00:43:11: Das wäre ja sehr profan.

00:43:12: Das ist viel tiefer.

00:43:14: Was war denn als Kind dein Lieblingsgericht?

00:43:24: Du wirst lachen.

00:43:24: Ich habe bis zum am zwanzigsten Lebensjahr Pasta gehasst.

00:43:30: Deswegen hast du auch dieses italienische Restaurant abgerissen.

00:43:34: Und jetzt liebe ich Spaghetti Bolognese.

00:43:38: Aber was war denn dein Kindheitsessen?

00:43:47: Ich habe eigentlich alles gegessen.

00:43:49: Ehrlich?

00:43:50: Ich hätte eine ganze Liste, könnte ich dir sagen, die ich nicht gegessen habe.

00:43:54: Also ich weiß immer nur, die Sachen, die ich nicht gegessen habe.

00:43:57: Königsberger Klopse hasse

00:43:59: ich wegen der Kaffern.

00:44:01: Auch wegen der Kaffern.

00:44:02: Kann ich bis heute nicht leiden.

00:44:07: Okay, aber irgendwann ist es, also bei mir ist es definitiv Kartoffelpüree mit Erbsen und Möhren und ein Schnitzel dazu.

00:44:15: Dafür, das wäre im Grunde auch meine Henkers Mahlzeit.

00:44:18: Wenn ich die denn mal irgendwann entscheiden müsste.

00:44:20: Ja,

00:44:21: ich habe letztens über das Thema Henkers Mahlzeit nachgedacht, nicht, dass ich in Versuchung gerade etwas Pürses zu tun und wirklich die Frage habe.

00:44:28: Man weiß

00:44:28: nie, wenn man häufig nach Amerika freist, was da passiert.

00:44:32: Es ist wahnsinnig frisches Brot.

00:44:35: Ich komme aus einer Bäckerfamilie.

00:44:37: Mein Großvater gründete die Stadtbäcke in Hamburg.

00:44:40: Mein Großvater hat sie sehr groß gemacht.

00:44:43: Und ich liebe frisches Brot.

00:44:45: Einfach nur mit Butter.

00:44:48: Mehr braucht es nicht.

00:44:48: Ein bisschen Schnittlauch drauf oder Salz?

00:44:51: Ein bisschen

00:44:52: Krötersalz vielleicht.

00:44:54: Ach herrlich.

00:44:55: Uns läuft jetzt das Wasser im Mund zusammen.

00:44:57: Nichtsdestotrotz will ich aber mal auf die Bolognese eingehen, weil das ist ja etwas, da kann man stundenlang drüber sprechen, so viel Zeit haben wir nicht.

00:45:04: Was macht denn eine gute Bolognese aus, wie kochst du sie?

00:45:07: Wenn ich sie koche.

00:45:09: Große Frage ist...

00:45:13: Beste Tomaten.

00:45:16: Bestes... Jetzt kommen die ganzen Geheimzutaten.

00:45:21: Also mit Sellerie, mit Möhren...

00:45:23: Auf keinen Fall.

00:45:24: Mag ich nicht, aber ganz viel Butter.

00:45:28: Natürlich Knoblauch, Zwiebeln, das was dazu gehört, ein paar Gewürze, die das dann besonders machen und dann noch mehr

00:45:35: Butter.

00:45:37: Wie oft kommst du denn dazu zu kochen?

00:45:42: Ich gehe gerne essen.

00:45:45: Also einmal im Monat?

00:45:49: Ich gehe sehr gerne essen.

00:45:50: Okay, alle halbe Jahre.

00:45:55: In Niewitz gibt es auch einen Koch dazu.

00:45:57: Siehst du?

00:45:59: Na ja gut, der sollte in dem Preis auch drin sein, denke ich.

00:46:02: Also zumindest in dem Sommerpreis.

00:46:03: Beim Winterpreis können wir noch mal diskutieren.

00:46:08: Jetzt hast du dir viele Träume erfüllt.

00:46:10: Gibt es denn irgendetwas, was du gerne... noch lernen möchtest, was jetzt überhaupt nichts mit dem Job zu tun hat.

00:46:18: Aber ich hänge zum Beispiel immer der Idee, nach Klavier spielen zu können, weil schon in meiner Jugend die Jungs, die Keyboard spielen konnten, immer noch ein bisschen attraktiver erschienen, als die Leute, die kein Instrument konnten.

00:46:31: Du kannst ja die Idee von Steinway & Suns, ein selbstspielendes Klavier holen.

00:46:35: Ja,

00:46:35: aber nee, das ist ja nicht, da hätte ich auch einen anderen Ehrgeiz, ehrlich gesagt.

00:46:41: Was würde ich gerne können?

00:46:51: Ich würde gerne Zeit reisen.

00:46:53: Oh,

00:46:54: back to the future.

00:46:56: Es kamen neulich wieder ein Fernsehen.

00:46:58: Ich finde, es ist nach wie vor eine wahnsinnig tolle Idee.

00:47:01: Ein Zeitreis ist für dich toll.

00:47:04: Sowohl in die Vergangenheit als auch in

00:47:06: die Zukunft.

00:47:08: Jetzt hast du noch viele Ziele.

00:47:09: Über die meisten Ziele willst du nicht sprechen.

00:47:11: Aber wie möchtest du im Alter leben?

00:47:14: Du bist ja schon jemand, der immer nach vorne guckt.

00:47:17: Du wirst dieses Jahr fünfzig.

00:47:22: Ich weiß das aus meinem eigenen fünftigsten Lebensjahr.

00:47:25: Da fängt man an, so etwas zu machen wie ein Testament.

00:47:28: Hast du einen Testament?

00:47:29: Habe ich schon seit vielen

00:47:31: Jahren.

00:47:31: Okay, weil er so viele Firmen hat.

00:47:33: Der muss auch wissen, wo die dann hingehen.

00:47:34: Aber hast du eine Vorstellung davon?

00:47:39: Also ich glaube, du gehst ja nicht in Rente.

00:47:41: Ich möchte

00:47:41: aktiv meinen Leidenschaften nachgehen.

00:47:46: Bist du umkippst?

00:47:49: Was, welchen Aspekt des Arbeitens würdest du denn am ehesten verzichten

00:47:54: können?

00:47:59: Warum will ich darauf verzichten?

00:48:01: Gibt ja vielleicht bestimmte Dinge irgendwie, ob das jetzt Personalgespräche sind oder immer wieder erstmal Leuten zu erklären, wie man bestimmt die Ideen meint oder was auch immer.

00:48:14: Also es ist ja so, dass man sich im Alter irgendwann sortiert und nur noch die Sachen macht, die man gut findet.

00:48:20: Ja, man sollte auch die Sachen machen, an

00:48:23: denen man gut ist.

00:48:24: Und ich bin in vielen Sachen auch nicht gut.

00:48:25: Also die Haarsgespräche ist sicherlich kein Freund von mir oder andersherum.

00:48:32: Was kannst du denn noch nicht, was man bei dir vielleicht gar nicht erwarten würde?

00:48:36: Also bei mir sind Leute immer total überrascht, wenn ich sage, ich kann kein Powerpoint.

00:48:40: Ich habe noch nie eine Powerpoint-Präsentation gemacht.

00:48:43: Also gehalten schon.

00:48:44: Aber produziert hat es ja nie was anderes.

00:48:48: Ich glaube wer heute nicht in der Lage ist mit der AI und zu gehen hat morgen echt Probleme.

00:48:54: Also die Jobs verändern sich völlig.

00:48:56: Diese ganzen einfachen Jobs, quasi die unterste Gehaltsstufe, komplett AI.

00:49:03: Du musst hundert Prozent der AI können und zwar nicht nur irgendwie mal ob ein AI besucht zu haben, sondern man muss verstehen, wie funktioniert das.

00:49:14: Dann gibt es einen super guten Film und dann sind wir wieder beim nicht linearen Fernsehen, sondern beim Streaming.

00:49:19: Und zwar The Sinking Game von Dennis Herr Sabes.

00:49:23: Das ist der Gründer von Deep Mind und der leitet jetzt Google AI.

00:49:28: Und The Sinking Game ist auf jeden Fall ein Film, den muss man gesehen

00:49:31: haben.

00:49:32: Das werden wir alle tun.

00:49:34: Gehst du denn ins Kino?

00:49:36: Ich liebe Kino.

00:49:37: Okay.

00:49:38: Und dann aber immer irgendwie Star Wars rauf und runter.

00:49:42: Ich glaube, der letzte Film, den ich gesehen habe, war der letzte Teil von Tom Cruise, The Wrecking

00:49:53: in Game.

00:49:54: Oh, ja?

00:49:56: Das war schon ein bisschen

00:49:57: her.

00:49:58: Wo kannst du denn, also ich nehme an, das machst du zur Entspannung.

00:50:01: Wo kannst du denn entspannen?

00:50:03: oder ratert es wirklich, vierundzwanzig Stunden in deinem

00:50:05: Kopf?

00:50:10: Ich dusche gar

00:50:10: nicht.

00:50:12: Okay, aber nicht nur aus Reinlichkeit, sondern auch aus Sinnlichkeit sozusagen, weil das warme Ibiza Wasser in deiner Regendusche.

00:50:21: Wahnsinnig lange und sehr gerne.

00:50:25: Okay.

00:50:26: Und manchmal ein bisschen kühler am

00:50:28: Ende.

00:50:30: Aber du hast nicht im Bad noch wieder dein Handy liegen, um dir ganz schnell was aufzuschreiben.

00:50:34: Ich kenne viele Leute, die unter der Dusche viele gute Ideen geboren

00:50:38: haben.

00:50:39: Ich auch, aber die kann ich mir noch merken.

00:50:41: Ja.

00:50:44: Wenn wir wieder zum Anfang deiner beruflichen Karriere kommen und du dem zwanzigjährigen Lars Hinrichs sagen könntest, die eine Sache mache auf jeden Fall wieder und die andere Sache mach sie auf keinen Fall.

00:50:59: Was wäre das?

00:51:02: Ganz ehrlich, Lars, das wäre viel zu philosophisch.

00:51:05: Jeder soll die Fehler machen, die notwendig sind, um daraus stärker zu werden.

00:51:11: Aus welchen Fehler hast du denn am meisten gelernt?

00:51:15: Ich lerne täglich.

00:51:17: Ja, aber welcher Fehler war es, wo du sagst, das nehme ich jetzt mal mit, das muss ich annehmen natürlich, aber vielleicht sollte ich das nicht nochmal

00:51:28: machen.

00:51:33: Das kann man wunderbar einblenden, er denkt, er denkt, er denkt und es kommt keine

00:51:39: Antwort.

00:51:40: Es kommt einfach keine Antwort, weil du jeden Fehler irgendwie so drehst, dass du sagst, habe ich daraus gelernt, ist gut.

00:51:48: Wie optimistisch bist du?

00:51:50: Das muss man ja als Unternehmer.

00:51:52: Oder?

00:51:53: Ich

00:51:53: bin berufsooptimist.

00:51:54: Okay.

00:51:55: Wann hast du denn?

00:51:56: Wir haben jetzt immer wieder gesagt, du bist in Sicherheit, unternehmerisch, wie auch immer.

00:51:59: Hast du mal eine Situation gehabt, wo du gesagt hast, ich weiß gar nicht, ob ich das morgen bezahlen kann?

00:52:07: Ständig.

00:52:09: So ein Museum kostet Farmen, sind nicht viel Geld.

00:52:11: Ja.

00:52:12: Ich muss ja jetzt die Summe nicht nehmen.

00:52:14: Ich weiß gar nicht, ob die öffentlich ist.

00:52:15: Aber wie sehr hat sich die Summe denn verändert von vor?

00:52:19: Sechs, sieben Jahren, wo du angefangen hast, darüber nachzudenken, hat es sich verdoppelt oder vereinfacht?

00:52:24: Plus siebzig

00:52:25: Prozent.

00:52:26: Okay.

00:52:26: Und das nennt sich ein Kapital.

00:52:28: Hei, hei, hei, hei, hei, hei.

00:52:30: Abgesehen von der Kunst, über die wir da ja gesprochen haben, was war dir denn noch wichtig?

00:52:36: Also ich gehe davon aus, dass das ja auch Jugend- und Kinderaffin ist.

00:52:41: Ich meine, ab wann kann man da reingehen?

00:52:43: Ab drei, wo man irgendwie...

00:52:44: Natürlich soll man quasi sofort bespielt werden.

00:52:47: Ich glaube, Gerade kleine Kinder sind völlig begeistert davon.

00:52:51: Und wir haben für Kinder vier Kunstwerke.

00:52:56: Eine

00:52:56: digitale Rutsche, ein digitales Erlebnis, wo man hüpft, wo man lahmt, mit digital umzugehen.

00:53:05: Also wir haben vier Kunstwerke explizit für Kinder.

00:53:12: Okay.

00:53:13: Man ist den ganzen Tag in deinem Museum gewesen.

00:53:16: Jetzt kommen Besucher, die dich hier in Hamburg besuchen wollen.

00:53:20: Welche drei Dinge zeigst du denen?

00:53:22: als erstes?

00:53:23: Oder zumindest noch auch in der Phase, wo das Museum noch nicht geöffnet ist.

00:53:27: Was ist dir in Hamburg so anmerkant ist?

00:53:28: Also ich lebe eine Geistheit natürlich in der Zukunft, insofern das Museum an erster Stelle.

00:53:33: Ja, na klar.

00:53:35: Aber da sind wir jetzt, da haben wir den ganzen Tag gewesen, gehüpft, gerutscht, gesehen, gefühlt.

00:53:40: Wir sind eingetaucht in digitale Welten und sind begeistert.

00:53:44: von dem, was wir dort erlebt haben, weil es eine neue Kunsterfahrung ist, die so noch niemand vorher entweder gesehen hat.

00:53:54: Punkt eins.

00:53:55: Zwei, ich liebe die Elfie.

00:53:58: Ich liebe, liebe, liebe die Elfie.

00:54:01: Das ist wirklich was ganz Großes, was sich Hamburg dort geleistet hat.

00:54:06: Und es ist auch richtig, dass es so viel Geld gekostet hat.

00:54:09: Es ist richtig, dass man sieht, okay, das ist eine Milliarde.

00:54:14: Das hilft in Zeiten der Unruhe, wo über Milliarden so gesprochen wird, wie Fennigbeträge.

00:54:21: Dann siehst du einfach mal, okay, dieses ganze Haus, eine Milliarde, fühle ich gut.

00:54:30: Und einmal, um die Haltszeit zu laufen, ist, glaube ich, egal zu welcher Jahreszeit.

00:54:36: Immer ein anderes Licht, immer ein anderer Winkel, ist ein bisschen wie im Besuch dann bei dir im Museum.

00:54:42: Mit welchem Kompliment macht man dich glücklich?

00:54:48: Ich bin wahnsinnig schlecht in ein Kompliment

00:54:50: annehmen.

00:54:51: Okay.

00:54:53: Und was kannst du am besten annehmen?

00:54:58: Ich bin nicht gut drin.

00:55:00: Na gut, Lars, du kriegst gleich ein Kompliment von mir.

00:55:03: Du musst mir nur noch zwei Fragen beantworten.

00:55:06: Das ist nämlich die Abschlussphase.

00:55:08: Wo siehst du dich in fünf Jahren?

00:55:12: In Hamburg.

00:55:14: Und wo siehst du Hamburg in fünf Jahren?

00:55:19: Millionen Leute im Museum.

00:55:22: Ach, das ist so schön.

00:55:23: Das ist wunderbar, dass wir kaum über deinem Museum gesprochen haben, was Ende des Jahres eröffnen wird.

00:55:30: Man kann

00:55:30: heute schon Tickets

00:55:31: kaufen.

00:55:32: Man kann jetzt schon Tickets kaufen.

00:55:33: Nur nicht

00:55:34: für einen Tag nicht, wenn du deinen fünftigsten Geburtstag feierst.

00:55:38: Das ist richtig.

00:55:40: Aber dafür

00:55:40: kann man dann zu einem günstigen Winterkurs nach Ibiza fliegen für eine Woche.

00:55:44: Ich glaube, es ist wichtig, dass wir über das Museum zumindest darüber noch mal sprechen, was das Ganze kostet.

00:55:51: Wenn man jetzt ein Ticket kauft, kostet es noch unter zwanzig Euro.

00:55:55: Das wird teurer werden.

00:55:57: Wenn man jetzt ein Ticket gekauft, garantiert, dass es den Einlass im ersten Monat, der ausverkauft sein wird, so von ran halten.

00:56:06: Und für Schulklassen habe ich mir wirklich was ganz Besonderes ausgedacht.

00:56:10: Jedes Kind der Schulklasse, ein Euro.

00:56:13: Ich möchte, dass jedes Schulkind Hamburgs in dieses Museum geht und feststellt, Digitalität bedeutet nicht TikTok oder nicht scorn auf meinem Handy, sondern das bedeutet auch

00:56:25: Kunst.

00:56:26: Das finde ich eine ganz großartige Idee, lieber Lars, du hast schon viele gute Ideen gehabt.

00:56:30: Du hast auch viele tolle Einblicke hier geliefert.

00:56:32: Eine Stunde lang war das quasi Lars und Lars im Gespräch.

00:56:36: Ich danke dir wirklich sehr, sehr herzlich für diese Einblicke.

00:56:39: Es hat mir wirklich großen Spaß gemacht.

00:56:42: Und insofern freue ich mich, wenn wir uns mal wieder treffen.

00:56:44: Ich glaube, irgendwann wird dieses Museum eröffnen.

00:56:46: Dann treffen wir uns noch mal zu einem anderen Gespräch.

00:56:49: Bei wie ist die Lage in diesem Sinne?

00:56:50: Ahoj.

00:56:52: Vielen

00:56:52: Dank, Lars.

00:56:55: Das war gute Leute.

00:56:56: Das Hamburg-Gespräch mit Lars Meier.

00:56:59: Von der gute Leudefabrik, der

00:57:01: Szene Hamburg

00:57:02: und dem Zeitverlag.

00:57:03: Folgt dem Hamburg-Gespräch als Podcast auf allen bekannten Streaming-Plattformen.

00:57:08: Jeden zweiten Montag neu.

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