Tessa Aust bei "Gute Leude - Das Hamburg Gespräch"

Shownotes

In „Gute Leude – Das Hamburg Gespräch“ mit Lars Meier erzählt Tessa Aust, Geschäftsführerin der Schmidt Theater, wie ihre Kindheit zwischen Theater, Reeperbahn und Alsterdorf sie geprägt hat und wie sie früh ein Gespür für Kultur und Menschen entwickelt hat. Sie spricht darüber, wie ihre Familie, Reisen und internationale Erfahrungen ihren Blick aufs Leben und ihre Arbeit formen, warum Hamburg für sie unverhandelbar ist und wie sie Theater, Gastronomie und Veranstaltungen zu einem Ort verbindet, an dem Menschen abschalten und genießen können. Außerdem berichtet sie, welche Hamburger Orte sie liebt – von Planten und Blomen bis zum Passagekino – und weshalb ihr Stadtteil, die Reeperbahn und die bunte Vielfalt der Stadt eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielen.

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00:00:02: Ich glaube, dass Schmitt steht für eine Toleranz und eine Vielfältigkeit.

00:00:08: Und ja auch durch unsere Gründung der Schmitt-Theater und Conny de Mance Engagement was wir von Anfang an in unserer DNA haben wie wir arbeiten, wie wir denken und wer bei uns arbeitet so dass wir manchmal gar nicht merken das es nicht überall selbstverständlich ist.

00:00:30: Ich schätze Die Kirche als Ort, gerade für Menschen die vielleicht nicht das große private Umfeld haben.

00:00:38: Die alleine sind oder eine andere Art von Community brauchen, die ich jetzt persönlich privat habe.

00:00:45: Von daher verhalte ich die Institution Kirche, evangelische Kirche durchaus für wichtig in unserer Gesellschaft.

00:00:54: Das hoffen wir dass wir auch ein Stück Ausschalten bieten.

00:00:58: Wir können das so jetzt nicht an Zahlen-Test machen.

00:01:01: Es ist durchaus so, dass wir im letzten Jahr als es allgemein sehr schwierig war was die Konsumbereitschaft anging durchaus eine Delle gemerkt haben bei unseren Besucherzahlen beziehungsweise in den Vorverkaufszahlen.

00:01:18: Das sind einfach sehr spezielle Zeiten und im Theater ist das schwer sowas zu messen und herzuleiten aber ... Wir sind es auf jeden Fall, weil wir sind vielleicht hoffentlich für viele ein kleiner Happy Place.

00:01:58: Heute zu Gast ist

00:01:59: Tessa

00:02:00: Aust, Geschäftsführerin rund um das Kulturimperium Schmitz-Tivoli.

00:02:04: Moin moin!

00:02:07: Du bist in Hamburg-Alzerdorf aufgewachsen, war schon als Kind am Theater aktiv und hast Sozialökonomie sowie internationales Management studiert.

00:02:15: Seit Jahrzehnte leitest du gemeinsam mit Corny Littmann und Hannes Vater eines der erfolgreichsten Privattheater Deutschlands – und verantwortest Theater-, Restaurants und Bars!

00:02:24: Du bist Mutter von zwei Kindern und Teil einer großen Geschwisterfamilie.

00:02:28: Liebe Tessa, zwischen Kinderzimmer, Kieslichtern und Kulturbühnen

00:02:32: hast du früh

00:02:33: gespürt wie bunt und manchmal widersprüchlich das Leben in Hamburg sein kann.

00:02:38: Welche Entdeckungen auf der Reperbahn haben dich als Kind geprägt?

00:02:43: Also auf jeden Fall alles was im Theater stattgefunden hat aber natürlich war ich auch bei McDonalds gegenüber.

00:02:53: Auch die Prostitierten an der Davidstraße habe ich in Erinnerung, wenn wir da vorbeigegangen sind

00:02:58: um

00:02:59: zum Auto zu gehen oder so.

00:03:01: Geprägt weiß ich jetzt nicht aber das ist natürlich alles ein Drücke, die ich hatte schon früh, die zb meine Freund aus der Schule nicht hatten.

00:03:10: Wo war denn so dein Lieblingsort im Theater?

00:03:12: Ich glaube bei mir als Kind wäre es das Kostüm gewesen weil auch dazu genackt habe gerne unterschiedliche Sachen anzuziehen also so verkleiden Außerhalb von Karneval.

00:03:25: Der Kostüm Fundus, die Kostüme abteilten uns bei uns nicht so groß.

00:03:28: Wir haben keine großen Werkstätten.

00:03:30: Ich saß gerne an der Bahn und hab Cola getrunken.

00:03:33: Du durftest

00:03:34: Cola trinken?

00:03:34: Dass ich durfte, wenn ich da war, wenn mein Vater Termine hatte...

00:03:38: Also so wie andere Kinder von Fernseher gesetzt werden!

00:03:41: Du wirst du Cola trinken, wenn Papa

00:03:43: keine Zeit hatte.

00:03:44: Genau.

00:03:45: Dann immer alles was auf der Bühne bei Proben oder so etwas stattgefunden hat.

00:03:48: Das ist immer spannend, wenn man dann natürlich nochmal andere Eingrücke bekommt die das Publikum nicht hat.

00:03:54: Ich habe ja schon gesagt, du bist einer etwas größeren Familie als wir es normalerweise gewohnt sind irgendwie großgewonnen.

00:04:00: wie hast du deinen eigenen Weg dort gefunden?

00:04:02: Also gerade wenn man mit Norbert Aust auch einen so zumindest die Stadtprägenden Vater hat vielleicht ist er zu Hause gar nicht so prägend.

00:04:11: Ich bin die älteste von sechs Geschwistern.

00:04:13: Und ja, mein eigener Weg hat sich so ergeben.

00:04:17: Meine Eltern haben dafür gesorgt, dass wir alle möglichst selbstbewusst und eigenständig sind.

00:04:25: Was meinen Vater gemacht hat und was wie in der Stadt wirkt, das bekommt natürlich weniger mit als Kind und in der Zeit damals.

00:04:34: Jetzt ist ja der Kiez totale Normalität für dich gewesen?

00:04:39: Für andere, die in Hamburg aufwachsen und egal ob aus Bamberg oder Barenfeld kommend irgendwie was ganz Aufregendes.

00:04:46: Hast du da schon auch einen Unterschied gespürt gegenüber den anderen Jugendlichen?

00:04:50: Dass der Kiez vielleicht gar nicht so eine Reiz für dich hat und auch nicht so viel Schmutziges weil das war ja schon ... Du hast von den Prostylierten gesprochen und ich sag mal... Der Zustand der Reperbahn ist nach so einer Party-Nacht ja auch nicht immer sehr bekömmlich

00:05:06: War eigentlich nie ein Thema ... mit meinen Freunden, was der Kiez bis wir halt ausgegangen sind.

00:05:13: Bis so mit...mit...sechzehn?

00:05:15: Mhm.

00:05:16: Wo ich glaube, der Weg für mich auf den Kiez einfacher war als für die anderen.

00:05:21: aber also ich wusste wie man hinkommt in unserem Beispiel.

00:05:24: Und hast

00:05:25: du denn keine Neigung gehabt vielleicht dann doch lieber in die Schanze zu gehen oder woanders hin?

00:05:29: weil da es droht ja möglicherweise der Vater mal aus dem Fenster zu gucken durch Zufall und dich irgendwelche verbotenen Dinge zu sehen?

00:05:38: Nee Gar nicht.

00:05:40: Im Gegenteil, wir waren dann auch öfter bei uns also in den Häusern feiern oder Silvester feiern

00:05:45: und so was.

00:05:47: Da gibt's keine Grenzen.

00:05:49: Man merkt ja... Oder einige neigen dazu alles ganz anders machen zu wollen als die Eltern.

00:05:55: Bei dir ist es jetzt so.

00:05:57: du bist quasi zumindest was das Theater angeht in die Fußstapfen deines Vaters getreten.

00:06:03: Wann war das klar?

00:06:04: War das irgendwie schon als du vierzehn warst hast gesagt so Das soll mal alles mir gehören sozusagen.

00:06:10: So im kindlichen Aspekt oder war das eher eine kurzfristige Entscheidung, weil die Sachzwänge dafür gesprochen

00:06:18: haben?

00:06:20: Eine Mischung was ich bin seit ich vierzehn bin?

00:06:23: tatsächlich hat mein Vater mich mitgenommen auch zur Arbeit und habe ihm bei der Abrechnung geholfen als sie noch selber gemacht hatte und so.

00:06:30: Ich hab mich immer interessiert und es war immer spannend.

00:06:33: Ich weiß jetzt nicht welche Absichten meinen Vater dabei hatte aber so war nah dran, aber ich war jetzt auch nicht ständig in meiner Freizeit da und hatte meine normalen Freunde und ein normales Leben.

00:06:46: Aber ich habe dann nach der Schule angefangen in der Gastro zu arbeiten dort und war immer bei dem Prämierende auch schon ganz früh so dass ich immer nah dran war und es war aber nie Thema das ich eben mit meiner Ausbildung oder sowas dahingehend ausrichte.

00:07:02: Was mir aber so unausgesprochen klar war, ist dass wenn es irgendwann in der Familie bleiben sollte... ...dass ich das dann wäre die das übernimmt.

00:07:11: Lag das auch daran?

00:07:12: Dass die Geschwister gesagt haben, nö, ich will lieber ganz was anderes machen

00:07:17: oder...?

00:07:17: Sind eigentlich noch jünger als ich und haben etwas anders gemacht.

00:07:20: Ich bin die einzige soweit mit einer kaufmännischen Ausbildung.

00:07:24: Ja, die anderen waren aber auch nicht so wie ich beim Theater in ihrer Jugend mit dabei, also im Hintergrund oder bei der Arbeit Dabei.

00:07:33: Warum das so ist, kann ich dir gar nicht sagen?

00:07:35: Letztendlich, dass es so gekommen ist, ist dann aber relativ kurzfristig gewesen als mein Vater dann weiter aus später ja sich Gedanken gemacht hat und entschieden

00:07:44: hat

00:07:46: den Schritt zu gehen und zu übergeben.

00:07:49: Dann haben wir uns darüber unterhalten Und ich habe mir gut überlegt ob ich das machen möchte und was ich bis dahin hatte beenden möchte und dann ist es sogekommen.

00:07:59: Sehr gut!

00:07:59: So jetzt kommen die Lieblinge Unsere Schnellfrage-Runde, welches ist dein Lieblingskino in

00:08:05: Hamburg?

00:08:06: Das Passagekino.

00:08:08: Welches is dein Lieblingspark in Hamburg?

00:08:10: ?

00:08:11: Planten und Blumen.

00:08:12: Welch is dein lieblingslead über Hamburg?

00:08:17: Über Hamburg an Kopfplatz St.

00:08:19: Pauli von der Heißen Ecke.

00:08:21: Welchses deine Lieblingssportstätte in Hamburg?

00:08:24: zum Sport machen oder Sport schauen?

00:08:28: Wie du meinst was dir als erstes in Sinn kommt

00:08:31: Sport schauen mit Landtorstadion und Sport machen das Yoga-Studio in meiner Strasse.

00:08:36: Welches ist dein Lieblingsclub?

00:08:38: In Hamburg!

00:08:40: Angie's Night Club.

00:08:43: Gehst du tatsächlich in Angies Night Club, um Spaß zu haben?

00:08:47: also ich sage mal auch im Sinne von man tanzt verschwitzt auf der Tanzfläche oder sagst du nee soll jetzt nicht jeder mitbekommen was sich für komische Lieblungslieder habe und ich total ausraste?

00:09:01: Tanzen tue ich dort, wenn wir da Feiern haben die intern sind, Primärenfeiern oder ähnliches.

00:09:08: Sonst ist es natürlich so dass ich da bei der Arbeit bin und er schaue das alles gut funktioniert für die Gäste die wir

00:09:16: haben.

00:09:20: nach Alsterdorf.

00:09:21: Es gibt zahlreiche Stadtteile, wo ich zumindest klischeehaft Ideen habe was da ist wie es da so aussieht.

00:09:28: also man muss ja nur Eppendorf sagen man hat ungefähr eine Vorstellung wer das wohnt dass gleiche ist Blankenese das gleiche möglicherweise auch Sankt Pauli.

00:09:35: beschreibt mir doch mal Alster-Dorf.

00:09:40: erst einmal kann ich dir noch verraten bis ich zehnmal in Sangeo gelebt

00:09:43: habe.

00:09:45: okay Also die Wurzeln waren dann schon ähnlich zu Sankt Pauli sozusagen?

00:09:49: Genau,

00:09:49: ich bin schon Stadt-Stadtkind.

00:09:52: Alsterdorf ist natürlich ein ruhiger Stadtteil.

00:09:58: Grün es ist sehr grün.

00:09:59: Die Alster ist mittendrin am Alsterkanal.

00:10:04: Ja aber der Kosmos hat aus meiner Schule meinen Freunden bestanden.

00:10:08: Es gibt relativ... also Richtung Winterhooder Marktplatz.

00:10:11: das ist da ein bisschen vielseitiger mit Läden und Restaurants Parks, Häuser, Schule.

00:10:21: Wann hat das denn stattgefunden?

00:10:23: die Entscheidung dann nicht mehr wohnen zu wollen?

00:10:25: Also ganz ... In Alsterdorf!

00:10:26: Also es ist ja ganz häufig so dass man als Teenager sagt so oh Gott ich muss jetzt hier mal ganz was anderes machen.

00:10:33: also gibt Lebensphasen wo Leute dann aus der City aufs Dorf ziehen oder eben umgekehrt.

00:10:39: wann war das bei dir der Fall?

00:10:40: Dass ich aus Alzerdorf wegzogen bin?

00:10:42: Ich bin im Studium nach England gegangen und Bin dann ein bisschen im Ausland gewesen, nicht nur in England und bin dann in die Chance gezogen.

00:10:53: Danach!

00:10:53: Und wäre Alzerdorf denn so'n Anker wo du irgendwann mal wieder zurückziehst?

00:10:58: Weil du vielleicht auch sagst... Och für die Kinder ist es auch nicht so schlecht oder...?

00:11:01: Ja, das ist nicht schlecht.

00:11:02: Das ist auch superzentral im Prinzip.

00:11:04: Also weiter raus kann man durchaus leben in Hamburg.

00:11:07: Man fährt eben in neun Minuten mit der Wines und ist wieder in der Endstadt auf jeden Fall.

00:11:12: Es ist ein schöner ruhiger Stadtteil.

00:11:16: Inwieweit hat dich England denn geprägt Dein Studium.

00:11:19: England war toll, ich war in Newcastle die Party-Hochburg.

00:11:25: Ich glaube es gibt nur Partio-Hoburgs

00:11:27: in England.

00:11:27: also das

00:11:28: würde ich über Liverpool auch sagen

00:11:29: Das war ein Erasmusstudium und das Erasmussbüro der Uni hat uns schon gewarnt dass man viel feiert da und dass wir aufpassen sollen.

00:11:35: Und das war wirklich so, ich habe gelernt zu arbeiten und zu feiern.

00:11:38: gleichzeitig

00:11:39: Da hat doch die Jugend ein bisschen geholfen, ne?

00:11:42: Dass du schon im Umfeld der Partymeile aufgewachsen bist quasi

00:11:47: Wahrscheinlich, ja.

00:11:48: Hast

00:11:48: du da irgendwas auch von mitgenommen?

00:11:49: Also ist so jetzt merkwürdiges Frühstück oder...

00:11:53: Das war auch hauptsächlich... Bringst du

00:11:55: nur noch braunes Bier weil es gibt dort glaube ich Newcastle Ale.

00:11:57: das ist so braunes Bier was sehr schmackhaft

00:11:59: ist.

00:12:00: Ich habe kulturell nicht so viel mitgekommen aber auch weil das sehr international war als ich hab mit Leuten aus ganz Europa studiert und wenig von den Engländern dann sich in den Studenten Wohnheim waren Chinesen, also es ist ja in Europa.

00:12:18: Also total vielseitige Leute kennengelernt aus aller Welt und das habe ich mit den neuen Freundschaften, mit vielen Leuten aus anderen Ländern.

00:12:27: Aber es war dann immer so dass für dich irgendwie auch klar war du würdest irgendwann mal nach Hamburg zurückkehren?

00:12:32: Du bist ja nicht direkt hier wieder für immer nach Hamburg gekommen.

00:12:35: zwischendurch warst du noch mal wo?

00:12:37: Nach Newcastle war ich in Australien Ja Und dann war Ich in Hamburg wieder und bin da nochmal nach München.

00:12:43: Und also in Jukas war es schon so, dass ich dachte okay das macht viel Spaß und ich muss jetzt noch mal weiter weggehen mit Australien.

00:12:51: Ich hab da nochmal ein Master gemacht und dann war's durchaus nach Hamburg wieder zurückzukommen und sagen ok hier ist immer noch

00:12:58: alles

00:12:59: wie es war.

00:13:01: Nach München war es dann aber vollkommen ok wieder nach Hamburg zu kommen.

00:13:04: War das dann auch so eine enge Familienbande?

00:13:06: Das finde.

00:13:07: ich glaube, du kommst wieder zurück.

00:13:09: Ich kenne Frauen die sind in Australien geblieben weil sie sich da verknallt haben

00:13:13: und so weiter.

00:13:14: Aber

00:13:15: da waren ja noch deine Geschwister zum Beispiel und die Eltern usw.

00:13:18: Also ich könnte mir vorstellen dass man in so einer großen Familie einfach nochmal enger ist.

00:13:23: oder ist es der Gegenteil?

00:13:25: Weil Du als Älteste irgendwie raus wolltest und sagst mit den kleinen auf die ständig aufpassen und soweit brauche ich nicht mehr.

00:13:32: Also es war natürlich meine Familie, aber auch mein Freundel.

00:13:34: Weshalb ich wiedergekommen bin?

00:13:36: Ich habe vergessen dass ich danach noch in Paris war.

00:13:38: War gar nicht.

00:13:40: Aber ja das war wirklich hart.

00:13:42: Australien ist ein tolles Land und der Lifestyle da macht einfach Spaß.

00:13:47: und dann wiederzukommen.

00:13:48: die deutsche Realität ist hart gewesen.

00:13:53: Wir sind eine tolle Familienbande und das ist unabhängig davon wo wir sind.

00:13:59: unabhängig, dass ich nicht für meine Familie zurückgekommen bin.

00:14:01: Aber

00:14:02: ich sehe sie natürlich hier gerne und oft!

00:14:05: Ist es denn so das an Weihnachten dann Mut?

00:14:08: Wir sind ja jetzt alle schon erwachsen, deine Geschwister die Bruder auseinander bricht irgendwie weil jeder seinen Partner die Kinder und alles möglich noch mitbringt?

00:14:16: Ja wir bemühen uns jedes Jahr uns nicht nur an Weihnachtern aber an Weihnachts-.

00:14:19: Wird er die einzelne Versporthalle gemietet?

00:14:21: oder

00:14:22: wie macht ihr das?

00:14:25: Wir schaffen bis jetzt die letzten Jahre wirklich, dass wir einen Tag an Weihnachten alle zusammen sind.

00:14:30: Inklusive Partnern und das ist nicht einfach!

00:14:34: Und wir sind in der Planung für's nächste Jahr von daher.

00:14:36: Aber das kennen andere Familien mit Onkels und Tanten.

00:14:40: Wir sind dann nur unsere Kernfamilie sozusagen.

00:14:42: aber auch das ist schon logistik genug.

00:14:45: Gab es denn etwas?

00:14:46: Jetzt Newcastle hast du gesagt ja gut Party und so... ...aber in Australien oder Paris wo du gesagt hast Hängt noch in mir drin irgendwie, so eine Lebensart oder irgendein Ritual?

00:14:59: Oder irgendwas zu essen oder zu trinken.

00:15:02: Essen und Trinken bestimmt.

00:15:04: aber was da halt hängen bleibt ist finde ich schon und deshalb finde es auch so wertvoll für jeden ins Ausland zu gehen diese sich immer in einem fremden Umfeld alleine zurechtzufinden Bekanntschaften zu machen.

00:15:17: Natürlich erlebt man dann noch mal ganz neue Geschichten und andere Geschichten, als man es zu Hause in seinem Leben, was man sich natürlich auch entwickelt.

00:15:25: Aber das ist schon von Kulturschock bis irgendwie lustige Anekdoten bei der Wohnungssuche oder so im Ausland.

00:15:33: Das ist schon speziell.

00:15:35: Das hat man immer dabei ja.

00:15:39: Bevor es hier gleich weitergeht mache ich gerne Werbung für unseren Kooperationspartner die Zeit.

00:15:44: Mein Arbeitstag beginnt mit der Elbvertiefung dem kostenlosen Newsletter von Zeit Hamburg.

00:15:49: Alle wichtigen Infos rund um Hamburg gibt es auf www.zeit.de-Elbvertiefung oder von Montags bis Samstags um sechs Uhr im E-Mailpostfach, oder ganz neu – Der Zeit Hamburg Elbt vertiefungs Podcast zum Wochenende!

00:16:03: Hört mal rein!

00:16:08: Ich sag mal, wenn Jugendliche abends ausgehen kriegen sie immer so zwei drei Warnungen von den Eltern.

00:16:13: Also meine Mutter war damals schon immer wichtig dass man mir nichts ins Bier tut.

00:16:17: also da ich hab seitdem habe ich eine Flasche Bier und hab immer den Finger immer noch den Finger irgendwie oben auf der Öffnung.

00:16:24: welche Warnung haben Sie dir denn ausgesprochen?

00:16:27: Weil ich glaube meine Mutter hätte mich schon allgemein gewarnt überhaupt auf die Reberbahn zu gehen.

00:16:31: Ja ja bei uns war es vor allem das das nach Hause kommen Also immer eher Taxi nehmen, als irgendwie so nach Hause zu kommen.

00:16:41: Und sonst glaubst du, glaub ich, ein relativ großes Vertrauen, wichtig sich an die Zeiten zu halten, die man bekommen hat?

00:16:48: Was ich noch gemacht habe mit meiner jüngeren Geschwister wahrscheinlich, eventuell nicht mehr so ... Aber ja also das war das Wesentliche und meine Mutter wollte immer wissen wo oder meine Eltern wollten immer wissen, wo wir sind.

00:16:59: Ja da gab es ja auch keine Handyverfolgung sozusagen was Eltern heutzutage haben.

00:17:04: Wann ist dir denn bewusst geworden, okay das hier nicht nur der Elternarbeitsplatz und es ist alles glitzer und schön sondern der Kies hat auch gewaltige Schattenseiten.

00:17:15: Kriegt man das dann als Jugendliche schon so mit?

00:17:17: Irgendwie dass es den Frauen die an der Davidstraße stehen vielleicht nicht durchgängig gut geht?

00:17:22: Ja ich glaube so ein Bild davon wie unterschiedlich Leben und der Alltag sein kann das habe ich von da vornherein so bestimmt anders mitbekommen als andere.

00:17:30: Auch dass der Kietstage über anders aussieht als nachts oder wenn es dunkel ist, genauso was auch heute noch.

00:17:36: manche verwundert das auf dem Kiez auch tagsüber gearbeitet wird.

00:17:41: Für das, was abends und wenn die Besucher Inkom stattfindet.

00:17:46: Ja, da gab's keine große Erkenntnis, weil ich halt ... dass die verschiedenen Fassetten schon immer gesehen

00:17:52: habe.".

00:17:55: Jetzt ist ja so, dass, ich sag mal, die Rehbarbahnen in den Achtzigern-Ninzigern waren einfach der größte Rotlichtbezirk mutmaßlich Europa hat.

00:18:04: Dein Vater und Corny Littmann haben mit dafür gesorgt, auch neben Uli Waller und Thomas Kulin und noch ein paar andere, dass das Ganze auch einen größeren Kulturaspekt bekommt ohne nur nackte Tatsachen oder Live-Sexshows usw.

00:18:23: Wie sehr kannst du das erhalten bzw.

00:18:27: wie sehr ist die Rehbarbahn immer noch einem bestimmten Wandel?

00:18:30: Also, dass es wieder zurückgedreht wird ist wahrscheinlich sehr unwahrscheinlich.

00:18:34: Aber es kommen ja andere Strömungen also ein Euro-Shops Spielhallen, was weiß ich?

00:18:40: Ja wie du schon sagst das ist immer im Wandel und alles entwickelt sich und man muss gut aufpassen in welche Richtung es sich entwickelt.

00:18:48: Da tun wir sehr viel in unserem Dunstkreis Spiegel und Platz dafür Wie es aussieht, wie sie sich entwickeln.

00:18:55: für andere Sachen kann man sich nur übergeordnet oder versuchen, sich einzusetzen wie die Kiosk-Thematik zum Beispiel auf dem Kiez.

00:19:03: Und was das Publikum angeht, St.

00:19:06: Pauli und alle, die dort Betreiberin sind, rehmt davon dass die Besucher nach St.Pauly kommen natürlich auch die St.Paulianer in selber.

00:19:15: aber ja das ist natürlich etwas was ich auch entwickeln muss von im Theaterpublikum Die Clubgänger, Bars dort und das ist ja tägliche Arbeit.

00:19:28: Für unsere Häuser für unser Theater ist es glaube ich so dass natürlich wie du schon gesagt hast mit dem Programm was wir gemacht haben damals einfach nochmal mehr ein anderes Publikum für die Theatervorstellung nach St.

00:19:40: Pauli gekommen sind und das haben auch kontinuierlich weiterentwickelt.

00:19:44: Wir haben unser Familientheater, die Produktion und die Musikerproduktion für Kinder, haben wir auch zu einer Zeit gemacht, als sich niemand vor die Schulklassen nicht vorstellen konnten mit ihren Klassen nach St.

00:19:54: Pauli zu kommen.

00:19:55: Heute haben wir das große Vergnügen, dass nicht nur zu uns aber viele Klassen... kommen und selbstverständlich kommen.

00:20:04: Und wir auch Kindertheater jetzt von uns aus nicht nur in der Weihnachtszeit machen, wie es alle Theater machen sondern ist ganzjährig denken und ja jetzt zum Beispiel zum Hafengeburtstag den kleinen Störtelbecker jedes Jahr spielen und das ist eine tolle Entwicklung.

00:20:18: gerade sind wir dabei weiß ich nicht ob du schon gehört hast eine Kooperation mit dem Hamburger Staatsorchester zu Beginn, wir hatten im September ein Auftaktkonzert und bringen jetzt Peter Unterwolf von St.

00:20:33: Pauli gemeinsam auf die Tivoli-Bühne also das philharmonische Staatsorchester mit Ome Maja Welber im Tivolis sein ab ersten Dritten Und da bringen wir in der... Wir nennen die Kooperation?

00:20:46: Frag Off.

00:20:47: Also weil es auf dem Kiez im Tivo ist.

00:20:51: Wann hat schon mal das Orchester hier auf den Kiez gespielt?

00:20:54: bei uns Und da kommen zwei Welten zusammen auf der Bühne, aber auch im Publikum.

00:20:58: Das ist eine schöne Weiterentwicklung über die wir uns sehr freuen und da wird noch in den nächsten Jahren mehr kommen.

00:21:04: Jetzt kann ich mir vorstellen dass Freunde Norbert und Corny sehr häufig die Angebote bekommen haben dieses Kulturimperium wie es genannt habe auch örtlich zu erweitern.

00:21:15: jetzt bist du ja auch schon knapp neun Jahre Chefin.

00:21:19: Ist das vorstellbar?

00:21:21: Vielleicht gar nicht mal nur in Hamburg, sondern in Hannover Berlin-Kassel Göttingen wo auch immer gibt.

00:21:28: Aktuell ein Tivoli, eine weitere Spielstätte wahrscheinlich nicht.

00:21:32: was wir aber tun ist seit ein paar Jahren dass sie unser Stücke in andere Häuser bringen und nicht so wie es andere tun als Tournee also das man einen Stück hat und da durch Deutschland tingelt und von Haus zu Haus zieht sondern wir machen ganze Spielzeiten in anderen Häusern, in Kooperation mit den Theatern.

00:21:54: Die Weihnachtsbeckerei

00:21:55: z.B.,

00:21:56: in der kurzen Weihnachtsspielzeit, die dieses Stück hat ist neben Hamburg in vier anderen Städten mit drei Assembles und das ist schon eine Entwicklung für uns, die sich dann phasenweise wie ein anderes Theater bespielt werden muss von uns anfühlt und auch entsprechend von unserem Team gestemmt wird was eine tolle Entwicklung für us ist als relativ kleines Privattheater.

00:22:20: Und ja, wir sind sehr stolz drauf.

00:22:22: Im Sommer sind wir in Köln das zweite Mal mit den Königs von Keatsen auch wieder für eine Spielzeit im Theater Brudhofsplatz und das tun wir sehr gerne und das können sich auch in Zukunft noch weiterentwickeln.

00:22:34: Wenn du sagst dass ihr das ja initiiert habt Schulklassen ins Theater zu holen und dass er wirklich mit riesem Erfolg und wirklich tolle Stücke auch ich habe da schon eins oder zwei mal obwohl ich altersmäßig da nicht mehr hingehöre zugeguckt.

00:22:47: Welche modernen Entwicklungen siehst du denn noch?

00:22:51: Also wo kann man möglicherweise noch Publikum erweitern, also zum Beispiel in englischer Sprache Kultur hier in Hamburg zu genießen ist fast unmöglich.

00:23:02: Absolut ja!

00:23:04: Unsere familienische Stücke sind auch für Erwachsene und es ist immer sehr wichtig dass auch die Eltern dabei eine gute Zeit haben.

00:23:12: Englisch-Sprache ist natürlich ein Thema gerade bei den Touristen, die wir hier in Hamburg haben und auch in Hamburg wollen.

00:23:20: Für uns ist Schmitt schon der Jugendbereich noch mal ganz spannend und dann durchaus Stücke, die vielleicht sogar im Jugendbereich für Erwachsene und Jugendliche waren, also die man tagsüber und abends spielen kann – und in die Richtung denken wir durchaus

00:23:36: nach.".

00:23:38: Wir haben ja vorhin schon über Angie's Nightclub gesprochen.

00:23:40: Zu der Zeit, als ich nach Hamburg kam Mitte der neunziger war das so the place to be.

00:23:44: da ging man hin Da wurde sehr viel gefeiert und sehr viel getrunken.

00:23:48: Hat eure Umsatzsituation auch damit irgendwie ein oder hat es einen Einfluss darauf dass viele junge Leute einfach gar kein Alkohol mehr trinken Das heißt im Zweifelsfall sich vielleicht noch die Stücke angucken Und dann aber eben nicht mehr bei euch im Netz hängen bleiben also weder ins Weindorf gehen.

00:24:15: Und dann haben wir noch Restaurants und Bars.

00:24:18: Und natürlich merken wir, dass weniger Alkohol gerade beim Bier zum Beispiel getrunken wird, nicht in dem Ausmaß wie es sonst im Markt wohl so ist.

00:24:30: Aber das merken ja.

00:24:30: natürlich beschäftigen wir uns auch damit was wir anbieten, ein Portfolio an alkoholfreien Getränken haben.

00:24:40: Da müssen wir mitgehen und uns mit beschäftigen,

00:24:42: ja.".

00:24:43: Wir beschäftigen uns jetzt mit den Fragen der anderen Leute.

00:24:46: Wir haben zwei Leute gefunden die tatsächlich eine Frage nicht

00:24:49: haben.

00:24:51: Wie mit Hesse Haust?

00:24:53: Mein Name ist Beata Heinemann.

00:24:54: ich leite das DASI Forschungslabor in Barenfeld für Spitzenwissenschaften und das wichtigste in der Wissenschaft ist eigentlich Neugier und ich wollte wissen was macht sie denn besonders neugierig?

00:25:07: Ich bin auch sehr neugierig.

00:25:08: Ich würde sagen, ich will immer alles...

00:25:10: Stehst du auf Klatsch und Tratsch?

00:25:11: Auch ein bisschen ja!

00:25:12: Auf den Pauli passiert bestimmt eine ganze Menge.

00:25:14: Wer hat wem verlassen oder mit wem betrogen?

00:25:18: Welches Geschäft läuft schlechter?

00:25:19: in welchen Themen bewegen dich?

00:25:22: Ja also nicht klatscht von wegen Betrohung und so dass eher weniger.

00:25:26: aber mich interessiert schon Entwicklungen jeder Hinsicht um zu gucken

00:25:31: was

00:25:32: Was passiert oder was kann man dagegen tun?

00:25:34: Oder welche Möglichkeiten ergeben sich da auch daraus.

00:25:37: Also so ein bisschen Fear of missing out habe ich dann oft.

00:25:43: von daher interessiert mich viel und die Frage ist immer, was bedeutet das?

00:25:48: Was kann man daraus machen oder was muss man tun damit es eventuell verhindert wird wie nachdem, was das

00:25:54: ist.

00:25:55: So der nächste bitte!

00:25:58: Liebe Tessa, hier ist Rolf Zuckowski.

00:26:00: Wir kennen uns ja wirklich sehr gut und schauen uns auch manchmal tief in die Augen Und du bist eine Mama und machst mit Hannes Vater und allen anderen einen ganz wundervollen Job für Stiwoli und Schmitttheater.

00:26:12: Aber ich habe dich schon oft auf der Bühne gesehen und würde so gerne mal wissen ob du da auch schonmal gesungen hast.

00:26:18: Wenn nicht lade ich dich herzlich zu einem kleinen Duett mit mir ein.

00:26:21: Oh Gott!

00:26:23: Ja, der liebe Rolf, den hab' ich gerade gestern Abend bei uns im Theater getroffen.

00:26:28: Ich habe noch nicht auf der Bühne gesungen.

00:26:30: Und ich möchte auch nicht auf die Bühnen singen, ich habe großen Respekt vor allem, die professionell auf der bühne stehen und das ist ein sehr ehrenvoller und toller Beruf aber nicht für mich.

00:26:43: Aber du kannst ja den Wunsch von Rolf Zagorski jetzt nicht abschlagen.

00:26:46: Vielleicht hab' ich mal auf der Bühne irgendwie mit vielen zusammen Happy Birthday für jemanden gesungen oder so was.

00:26:50: Aber ja, mal gucken, Rolf.

00:26:52: Das scheint sehr tief in dir fahren kann zu sein nicht auf die Bühne gehen zu wollen?

00:26:55: Wann war das denn klar?

00:26:57: Irgendwann als Jugendliche oder so?

00:26:59: Oder hast du Schultheater wie nächstes Mal gemacht?

00:27:02: Ich hatte das spielen und ich habe auch meine ganze Teenagerzeitgeigenunterricht gehabt.

00:27:08: Und hab am Anfang noch in einem Schulorchester gespielt aber mir hat das keine Freude gemacht.

00:27:14: Ich hab gerne mit meinem Geigenlehrer gespielt, den Druck brauchte ich nicht.

00:27:18: also für mich ist es ... Ist das nichts?

00:27:21: Ich bin gerne im Hintergrund und zieh die Strömme am Hintergrund.

00:27:25: Jetzt hast du deine beruflichen Vorerfahrungen bei Apple gehabt, und bei Karlsberg.

00:27:31: Wenn man das jetzt mal gegenüber ... Es sind sehr moderne

00:27:33: Hippe

00:27:34: Firmen... Aber ist da trotzdem auch das was du dort gelernt hast, auch möglicherweise so an Führungsstilen, konntest du das eigentlich alles wieder über den Haufen werfen in Tivoli Imperium oder Ist es im Grunde nichts anderes als auch in einer Bankbrauerei oder einem Elektronikkonzern?

00:27:54: Nein, ich habe natürlich viel mitgenommen und es hat mich geprägt.

00:27:56: In meiner Station, die ich davor hatte... Ich hatte immer weibliche Vorgesetzte, Tim.

00:28:03: Meine Managerin war immer Frauen.

00:28:04: Darüber waren's dann Männer.

00:28:07: Ich würde sagen, ich hab natürlich viel gelernt und bestimmt auch was abgeguckt Und dann hat aber auch, würd ich sagen jetzt so ein bisschen nach den Jahren.

00:28:16: Jetzt würde ich sagen auch meine Familie wie mein Eltern, wie meine Mutter, die wir Familie gemanagt haben.

00:28:24: Das ist durchaus auch was, was ich merke, was bei mir eingeflossen ist.

00:28:29: Was ist

00:28:29: denn das so Besonderes?

00:28:30: Was du eben nicht in Managementkursen gelernt hast wo du sagst, dass es quasi wie in der Familie...

00:28:35: Nein, das ist eher das, was man im Managementkurse lernt.

00:28:38: Das is ja das Theoretische also Team, Führung, Team.

00:28:43: Was ist der Teamgedanke?

00:28:44: Was ist daran wichtig?

00:28:46: Ich glaube, für mich ihre Werte die mir wichtig sind und die ich auch einbringe, sind Fairness, Offenheit und Engagement.

00:28:55: Also eine Großfamilie funktioniert auch nur wenn alle mitmachen und wenn man gemeinsam was schaffen möchte im weitesten Sinne.

00:29:03: Und das sind Dinge, die mir auch bei der Arbeit wichtig

00:29:06: sind.".

00:29:07: In der Welt der Schauspielerei und Musicals würde ich jetzt von außen stehen denken, dass da viel mehr Emotionen auch eine Rolle spielen.

00:29:15: Weil die sind ja auf der Bühne, werden sie ja auch gespielt und trotzdem hat man es glaube ich mit viel mehr empathischeren Menschen zu tun als du es vielleicht vorher bei Apple zu tun hattest.

00:29:25: inwieweit war das denn ne Umstellung?

00:29:27: Oder hat da wiederum die Familie dann geholfen?

00:29:30: Auch ja!

00:29:30: Also mein Vater hat das Theater mit Colin Littmann zusammen aufgebaut sehr persönlich eingebracht und so wie das Haus aufgewachsen ist, ist es von den Menschen gemacht worden.

00:29:44: Die daut arbeiten nicht jetzt nur die beiden.

00:29:46: Und das weiß ich wo es herkommt und warum die Leute da sind.

00:29:52: Das war mir sehr wichtig das vorzuführen und in dem Sinne vorzuführen.

00:29:58: Bei Apple habe ich für den Bildungsbereich gearbeitet und also weniger mit IT im Prinzip zu tun gehabt oder der Tech-Branche, sondern mit Schulträgern und Schulen und Lehrern.

00:30:08: Und das ist auch auf eine gewisse Weise sehr emotional oder halt auch menschlich, menschelt sehr.

00:30:15: Auch da hab' ich natürlich viel mitgenommen.

00:30:17: aber ich glaube das Wesentliche is', dass Ich es übernommen habe damit das Haus so weitergeführt werden kann im Sinne der Gründer und so familiär und menschlich, wie es mal gestartet ist.

00:30:29: Wenn jemand von außen gekommen wäre, der irgendwie Manager von irgendwas wäre und irgendwelche KPIs erfüllen wollte dann würde das Haus nicht mehr sein bis jetzt.

00:30:41: Prallender, trotzdem nochmal Ideen aufeinander wenn du mit Corny über Dinge sprichst weil ich meine... Es ist ja nicht nur so dass er das nun durch jeden Ziegelstein quasi da geprägt hat sondern das ist ja auch so, dass man über die Generation hinweg mit Arbeit ganz anders umgeht.

00:30:58: Also möglicherweise bist du jetzt auch keine Verfechterin der Vier-Tagewoche oder so.

00:31:02: aber trotzdem gibt's da immer mal wieder so Dinge wo man sagt okay, da müssen wir noch einmal ran?

00:31:09: Auch wir entwickeln uns stetig weiter.

00:31:10: Wir sind ja auch Arbeitgeber von rund dreihundert Menschen im Schnitt und natürlich müssen wir uns immer wieder hinterfragen und weiterentwickeln.

00:31:19: haben wir die letzten neun Jahre sehr gut zusammengeschafft und werden es auch weiterhin tun.

00:31:23: Und natürlich, wir beraten uns, reden über die Dinge wo wir Entwicklungspotenzial oder Notwendigkeiten sehen und dann schauen wie wir weitermachen.

00:31:33: Was hat sich denn maßgeblich verändert in den neuen Jahren durch quasi deine Prägung?

00:31:38: Meine Prägungen jetzt nicht unbedingt nur weil ich persönlich da bin aber natürlich müssten wir uns also... Wenn wir als Arbeitgeber bleiben, müssen wir uns auch mit beschäftigen.

00:31:50: Wie halten wir Leute beim entwickelten Arbeitsmarkt?

00:31:53: Wie stehen wir da?

00:31:54: und der hat sich für uns nicht erst seit Corona so teilweise dramatisch entwickelt, das ist immer noch schon vorher.

00:32:00: Weil ich erwartung haben gerade jüngere Arbeitnehmer an ihren arbeitsplatz Und da sind wir durchaus kreativ und schauen was wir machen können und tun.

00:32:09: Was hinten?

00:32:10: da die markanten punkte also kicker obsteller was noch.

00:32:14: Wir haben zum Beispiel unsere Team-Events erfunden.

00:32:17: Einmal im Monat steht unserem Team ein Budget zur Verfügung und darf ausgegeben werden für eine Teamaktivität, die einzige Voraussetzung ist das es nicht in einer Abteilung sozusagen bleibt sondern dass es so beworben wird, dass alle teilnehmen können auch offen ist für alle die Teil nehmen möchten sodass wir team abteilungsübergreifende Veranstaltung haben.

00:32:38: Die müssen selbst organisiert werden.

00:32:40: Das funktioniert super!

00:32:43: Ja, wir machen einmal im Monat eine Pizzapause und laden alles zum Essen ein.

00:32:46: Wir haben einen Sommerfest und einen Weihnachtsfest.

00:32:49: Zum Sommerfest dürfen alle auch ihre Familien mitbringen!

00:32:52: Wie feiert

00:32:53: denn eine Institution?

00:32:54: Ein Sommerfest die dort beheimatet ist wo sonst alle feiern?

00:32:59: Fahrt ihr dann nach Büsum oder Timmendorf oder nach Alzerdorf um einfach mal bisschen runterzukommen?

00:33:06: Das ist tatsächlich nach Alzerdorf weil das ist eine Tradition die mein Vater schon gestattelt hatten jedes Jahr damals, aber wir machen es jetzt jedes Jahr in seinem Garten.

00:33:14: Ehrlich?

00:33:16: Genau.

00:33:16: Ach verrückt!

00:33:18: Und du

00:33:18: stehst dann hinter dem Grill oder...?

00:33:20: Nein das... Wir lassen für uns grillen, aber es gibt tatsächlich einen Grillbefehl und die Weihnachtsfeiern machen wir im Januar wenn alle

00:33:32: total durch sind abgefeiert

00:33:33: haben.

00:33:34: Dann schmeißen wir eine große Party für unsere Leute immer meistens neuen Club in Hamburg oder Party-Location.

00:33:44: Und dann haben wir immer ein Motorstil, weil Verkleidungsparty und ohne Begleitung nur wie unter uns.

00:33:53: Jetzt spricht man ja einmal nur über den Kulturaspekt.

00:33:56: also würde ich jetzt sagen im Allgemeinen das was auf der Bühne passiert Wie lustig das ist und wie auch immer.

00:34:03: In Wahrheit seid ihr aber eigentlich einen riesen Gastronomiebetrieb?

00:34:06: Also ist es so vom Umsatz her mindestens gleichwertig oder sogar höher.

00:34:11: Nee, nicht höher.

00:34:11: Das ist das Theater... Aber ja wir sind ein Gastronomiebetrieb.

00:34:15: Das hängt im Theater zusammen weil jeder Theatergast auch ein gastronomischer Gast ist.

00:34:21: Unsere Gastoteam ist rund Hundertfünfzig Menschen stark und es in Prinzip immer da am Gast von Anfang an Und das, was auf der Bühne passiert ist dann sozusagen, dass warum die Leute kommen.

00:34:35: Aber das Erlebnis beginnt bei uns schon mit dem ersten Schritt in die Tür und da ist es dann anders als bei anderen Theatern.

00:34:41: Es sind Vorderhaus-Personale, die machen den Einlass und die Drobe – und bei uns ist das halt unser Gastso-Team, was sich um die Gäste kümmert.

00:34:50: Jetzt war das ja schon zwischen Norbert und Corny, gehe ich mal von aus immer so...

00:34:55: dass

00:34:55: Kornie für all das, was auf der Bühne passiert ist und Norbert für alles, was Zahlen und das ganze Konstrukt angeht verantwortlich war.

00:35:03: Hat sich da irgendwas verschoben?

00:35:04: Weil du auch einmal um die Ecke kommst und sagst ach ich würde auch ganz gerne mal die Farben der Kostüme bestimmen oder ähnliches?

00:35:10: Nein überhaupt nicht!

00:35:11: Korni ist natürlich auch Geschäftsführer gründer aber auch der Intendant, der für das,was auf der bühne steht, verantwortliche ist.

00:35:20: Da möchte ich gar nicht gemüchte mir gar nicht anmischen.

00:35:23: Das ist nicht mein Metier Und wir sind dann dafür verantwortlich, dass es funktioniert alles andere.

00:35:32: Jetzt seid ihr ja diejenigen, die schon recht früh ... Also was heißt früh?

00:35:36: Aber schon vor einiger Zeit da reingekommen seid.

00:35:38: Spricht man denn auch mal über eine künstlerische Nachfolge?

00:35:41: nicht das wir Corny jetzt schon abschieben wollen nach Brasilien ganzjährig aber gibt's da schon Ideen oder schon in der Struktur installierte?

00:35:49: Wir haben unseren tollen Marty Lingnau Künstlerischer Leiter ist und auch mittlerweile Gesellschafter, der Firma.

00:36:00: Und der auf jeden Fall ... Ich will jetzt nicht sagen da rein wächst weil er ist der Komponist unserer Stücke.

00:36:08: Von allem?

00:36:10: Genau von allen.

00:36:12: Unseren Produktionen, Musikerproduktionen.

00:36:15: Der ist schon länger operativ und aktiv dabei.

00:36:19: Anfang des Jahres habt ihr bei der Heißen Ecke den dreimillionsten Besucher oder die dreimalionste Besuchern empfangen können.

00:36:26: Wie oft steckst du denn in der Zahl?

00:36:28: Also sprich, wie oft hast Du denn die Heiße Ecke schon gesehen?

00:36:31: Ich weiß es nicht und zähle ich mal

00:36:34: aber auch nicht nur als... Ist das dann so, dass du alle zwei Monate mal um die Ecke guckst oder also so auf drei vier Mal im Jahr kommst oder...?

00:36:41: Ganz wahrscheinlich nicht, aber teilweise viel viel öfter guckt immer mal rein, sagt dann hinter der Bühne auch hallo.

00:36:51: Ich hab ja früher im Tivoli-Service Team gearbeitet von daher kann ich sie mitsprechen.

00:36:56: Du bist mit dem Rätseln rumgegangen?

00:36:58: Nee, ich stand da vor je.

00:37:00: Aber ja sehr vielmal.

00:37:02: und das Schöne ist ja dass sich immer weiterentwickelt oder teilweise tagesaktuell irgendwie was einfließen kann bei uns auf der bühne so dass ja immer jedes schon ein kleines einmaliges Leiverlebnis ist und es macht immer wieder Spaß.

00:37:16: Weshalb ich auch immer gerne den Kopf reinstecke, ist einfach auch mehr das Publikum anzugucken und zu sehen wie viel Spaß wir vermitteln.

00:37:24: Und wie viel Spass die Leute bei uns haben.

00:37:27: Es ist immer eine tolle, toller Kleinung im Moment wo man weiß wofür man es macht.

00:37:32: Die heiße Ecke führt uns auch zu unserer Rubrik Wissenswertes.

00:37:35: und jetzt kommst du.

00:37:37: Am sechzehn September zwei tausend drei feierte die heiße ecke ihre Uraufführung im Schmitztivoli, seither besuchten das Musical über drei Millionen Zuschauern.

00:37:46: damit gilt es als eines der erfolgreichsten deutschen Musicals überhaupt!

00:37:50: Die Currywurst gehört zum Programm der heißen Ecke.

00:37:53: Wie oft gönnst Du dir eine Currywurste im

00:37:55: Monat?

00:37:58: Im Monat nicht so oft.

00:38:00: immer wenn ich Keine Zeit hatte zum Abendbrot essen und im Theater bin, dann esse ich eine Currywurst.

00:38:06: Vielleicht zweimal ein Monat?

00:38:08: Aber nicht immer!

00:38:10: Das alte Krematorium in Hamburg-Alzerdorf wurde achtzehnhundertneunzig einenneinzig errichtet... ...und gilt als das älteste noch erhaltene Krematuriumsgebäude modernen Typs in Deutschland.

00:38:21: Gibt es etwas Altes, dass für dich einen besonderen Wert hat?

00:38:27: Hast du noch ein Teddy aus der Kindheit oder irgendwas...?

00:38:31: Ursprünglich Altes, was du jetzt im Besitz hast?

00:38:35: Muss ich kurz überlegen.

00:38:39: Meine Kinder tragen teilweise alte Kleidung, die ich noch hatte zum Beispiel eine Oskosch-Latzhose.

00:38:45: Die ist mir sehr wichtig

00:38:47: hier.

00:38:47: Okay!

00:38:49: Die U eins isst die längste U-Bahn-Linie Deutschlands.

00:38:51: auf ihren fünfundfünfzig Kilometern zwischen Norderstedt und Groß Hansdorf oder Ohlstedt hält sie an siebenvierzig Stationen und eine komplette Fahrt dauert bis zu vierundachtzig Minuten.

00:39:02: Welches war die längste Strecke, die du bisher mit dem Auto zurückgelegt hast?

00:39:07: Ich persönlich als

00:39:09: Autofahrer.

00:39:09: Bist du mal nach Spanien gefahren

00:39:11: oder so?

00:39:11: Nee.

00:39:13: Als Autofahrin bin ich glaube nicht weiter selber.

00:39:19: Von Hamburg noch München gefahren und sonst nach Südtirol.

00:39:25: Biste noch ein bisschen weit?

00:39:26: Ja

00:39:26: genau aber nicht selber gefahren.

00:39:27: Die Streckel habe ich alleine gefahren.

00:39:31: Wenn man nach draußen guckt, damit meine ich nicht das Wetter.

00:39:33: Die Großwetter lagen Krieg und andere Krisen da draußen sieht oder auch in den Zeitungen ist es eigentlich so dass das eure Situation verbessert weil einfach viele Leute sagen Ich habe die Schnauze voll von der Realität ich flüchte mich In die Familie Königs oder wie auch immer um mal zwei Stunden abzuschalten.

00:39:54: also sind Krisen am Ende gut für euch

00:39:59: Das.

00:39:59: hoffen wir, dass wir auch ein Stück Ausschalten bieten.

00:40:03: Wir können das so jetzt nicht an Zahlen-Test machen.

00:40:06: Es ist durchaus so, dass im letzten Jahr, als es allgemein sehr schwierig war was die Konsumbereitschaft anging durchaus eine Delle gemerkt haben bei unseren Besucherzahlen beziehungsweise in den Vorverkaufszahlen.

00:40:22: Es sind einfach sehr spezielle Zeiten und im Theater ist das schwer sowas zu messen herzuleiten.

00:40:30: Aber wir sind es auf jeden Fall, weil wir sind vielleicht hoffentlich für viele ein kleiner Happy Place.

00:40:38: Wie politisch seid ihr denn so in den Stücken also erinnertlich?

00:40:43: Ich glaube das Schmidt steht für eine Toleranz und eine Vielfältigkeit und ja auch durch unsere Gründung der Schmitteater und Cornidette Man's Engagement was Wir von Anfang an in unser DNA haben, wie wir arbeiten und auch wer bei uns arbeitet.

00:41:04: Sodass wir manchmal gar nicht merken dass das nicht überall selbstverständlich ist.

00:41:10: Deswegen ja wahrscheinlich im Verhältnis sehr

00:41:15: Wenn du nun selber also ich sag mal Du leitest einen Betrieb wo Leute abschalten oder Mal auf andere Gedanken kommen Oder sich inspirieren lassen oder einfach irgendeinen Jubiläum feiern.

00:41:24: Wo gehst denn du hin um dich?

00:41:26: inspirieren zu lassen, um mal zu lachen.

00:41:28: Also außerhalb deines Theater-Kontexten?

00:41:31: Ja, passiert

00:41:31: nicht so oft.

00:41:33: Aber natürlich in anderen Theater auch gerne und ins Kino.

00:41:38: Welche Theater gehst du denn hier so in Hamburg?

00:41:40: Bleibst dann auf der Meile oder springst du dann nochmal in die Hochkultur im Schauspielhaus oder so?

00:41:46: Viel zu selten gehe ich eigentlich in ein anderer Theater.

00:41:50: aber ja also ich habe da keine klaren Abgrenzungen oder Berührungsängste.

00:41:55: alles was... Alles, was sich anbietet.

00:41:58: Jens bist du auch zweifache Mutter und bei allen Müttern und Vätern werden Hobbies immer sehr stark nach hinten geschoben und dann die nächsten fünfzehn Jahre sind ihr erst mal weg.

00:42:09: aber was hast Du dir denn persönlich unter erhalten?

00:42:13: So an Aktivitäten oder Neigungen oder Sammeltrieben?

00:42:17: keine Ahnung deine Briefmarkensammlung oder Schmetterlinge.

00:42:21: Ich war nie ein großer Hobby Mensch oder Sammlungs-Mensch.

00:42:25: Ich habe mir erhalten, durchaus weiterzuarbeiten trotz meiner Kinder.

00:42:32: Das fühlt viel aus.

00:42:33: Ich schätze sehr Familienzeit und Zeit mit Freunden aber darüber hinaus ist es tatsächlich leider auch bei mir nicht mehr Platz.

00:42:42: Aber der Glaube hat bei dir immer einen großen Platz gefunden.

00:42:46: wie?

00:42:46: kam das, also zumindest konnte man das mal nachlesen in deinem Interview.

00:42:51: oder verfolgt dich das jetzt die ganze Zeit?

00:42:53: Du machst

00:42:54: ein

00:42:54: Gesicht wie sieben Tage Regenwertei gerade.

00:42:57: So extrem ist es nicht.

00:42:58: Aber ja, also Kirche gehört irgendwie immer mit dazu...

00:43:04: Also nicht nur Ostern und Weihnachten!

00:43:06: Doch an Ostern & Weihnachten ist nicht dramatisch.

00:43:10: darüber hinaus aber ich schätze Die Kirche als Ort, gerade für Menschen die vielleicht nicht das große private Umfeld haben.

00:43:19: Die alleine sind oder eine andere Art von Community brauchen, die ich jetzt persönlich privat habe.

00:43:26: Von daher verhalte ich die Institution Kirche, evangelische Kirche durchaus für wichtig in unserer Gesellschaft.

00:43:34: Jetzt haben wir ja vorhin von dir erfahren dass du für die Arbeit im Grunde sehr vieles auch aus der Familie gelernt hast.

00:43:40: was willst du denn deinen Kindern weitergeben?

00:43:43: Sachen, die du für dich so entdeckt hast, die sich vielleicht noch weiterentwickelt haben gegenüber den Werten, die deine Eltern dir vorgelebt haben.

00:43:51: Ich glaube meine Eltern haben mir auf jeden Fall vorgelegt dass Arbeit nichts Schlechtes ist.

00:43:56: also sie haben selten... Also auch mein Vater trennt wenig Arbeit und Privat ist.

00:44:01: das klingt jetzt vom Hintergrund von Work-Life Balance irgendwie dramatisch.

00:44:06: aber meine Eltern Indirekt gezeigtes Arbeit, was ihn Spaß macht und dass sie gerne arbeiten.

00:44:12: Und das ist, glaube ich, etwas ... Was ich gerne mit dem Bauch geben möchte, dass es nichts ist, was man sich sein muss um irgendwie ... Sie ist durchquält, um dann sein Leben zu leben, sondern dass das auch harmonischer gehen kann.

00:44:28: Welchen Teil der Arbeit magst du nicht so ganz gern?

00:44:31: Du wirst jetzt nicht sagen, es ist totale Scheiße, weil am Ende muss man als Chefin immer alles machen können oder sollen.

00:44:39: Aber gibt es einen Teil wo du sagst, da hätte ich eigentlich gerne jemanden der das für mich übernimmt?

00:44:47: Also dieses Gespräch... Fühle ich sehr gerne mit dir, lieber Lars.

00:44:53: Aber den Aspekt in der Öffentlichkeit zu stehen, den mache ich gerne fürs Haus und weiß auch warum.

00:44:58: persönlich muss ich nicht immer.

00:45:02: Da hast du natürlich zwei prägende Vorgänger gehabt die kein Problem hatten auf der Bühne zu stehen wunderbare Redengehalten haben Auch dein Vater ja vor allen Dingen wirklich sehr poentiert immer Und auch sonst quasi seine Stimme erhoben haben.

00:45:15: da musst Du drüber hinweg also über diesen Schatten musst Du springen.

00:45:19: Das mache ich auch lange genug.

00:45:20: Schon, das passt aber ja...

00:45:23: Wolltest du nicht jeden Tag

00:45:24: machen?

00:45:24: Muss ich nicht jeden tag machen!

00:45:25: Nein, aber klar gibt es Dinge die man lieber macht oder nicht so gerne macht.

00:45:29: Aber ich muss auch sagen, ich habe auch oft denke ich wenn ich so angucke wer bei uns was macht und denke die haben alle tolle Jobs hätte ich auch mal gerne.

00:45:38: Ich hab einen sehr vielseitigen Job und natürlich gehört auch mal und schöne Sachen dazu.

00:45:42: Aber gehe jeden Tag gerne zur Arbeit und mach alles.

00:45:46: in der Öffentlichkeit stehen und sprechen auch sehr gerne.

00:45:48: Jetzt

00:45:48: wird es keinen Grund geben, dass du den anderen Job suchst.

00:45:51: aber was wäre es denn wo man sich so reinträumt irgendwie?

00:45:55: Also

00:45:56: ganz etwas anderes Astronautin oder hättest lieber eine Olivenplantage oder so?

00:46:02: also viele sehen sich dann ja immer aus dem normalen Alltag raus und wollen einfach nur ein Ponyhof machen oder ähnliches.

00:46:09: Was sind so deine Bilder die da entstehen?

00:46:12: Oh mache ich tatsächlich wenig.

00:46:16: Manchmal bemerke ich, was ich denke.

00:46:19: Das müsste man erfinden oder mal machen ist aber keine Kapazität für.

00:46:23: Wenn ich jetzt ganz anders machen würde dann finde ich dieses Modell irgendwie irgendwo in der Sonne zu sitzen und da zu arbeiten Ganz attraktiv weil Hamburg ja schon auch manchmal sehr grau sein kann.

00:46:37: Aber habe ich jetzt nichts Konkretes für dich?

00:46:39: Welche Bedeutung hat denn Reisen für dich?

00:46:41: Ich meine du hast berufliche Station und auch Studienstationen gehabt, die durchaus auch so als Urlaubsorte gelten könnten.

00:46:48: Newcastle vielleicht nicht?

00:46:49: Aber zieht es dich immer noch regelmäßig raus im Kleinen am Wochenende an die Ost- oder Nordsee oder im Großen einmal im Jahr in die Toskana?

00:46:58: Oder wo geht's hin?

00:47:00: Ja sehr wichtig für mich auch als Auszeit.

00:47:04: Osteel bei Flensburg bin ich Bin ich oft.

00:47:08: Da habt ihr ein

00:47:09: kleines Anwesen?

00:47:10: Mein Mutter kommt aus Flensburg und sonst bin ich großer Mallorca-Fan.

00:47:16: Einmal im Jahr muss das sein!

00:47:18: Mal ist noch einmal im

00:47:19: Jahr.

00:47:19: Ja, genau.

00:47:21: Und ja tatsächlich früher an Anfang strichen die letzte Reise, die ich geplant hatte, die ist wegen Corona ausgefallen habe es auch eigentlich immer so gehabt dass wir einmal im jahr eben auch nochmal was neues gesehen haben in einem neuen Anderes Land oder Stadt.

00:47:36: Was

00:47:36: war das zuletzt?

00:47:37: Japan ist ausgefallen, aber das stimmt gar nicht.

00:47:40: Wir waren noch mal in Australien tatsächlich und haben da nochmal ein paar andere Seiten gesehen.

00:47:44: Hat Mutti der Familie immer gezeigt wo sie so gefeiert hat?

00:47:47: Genau!

00:47:49: Was ist denn deine Lieblingsjahreszeit?

00:47:51: Ist es dann auf jeden Fall der Sommer?

00:47:52: weil du jetzt bisschen beklagt hast dass es nicht immer Sonnenschein ist hier in Hamburg?

00:47:55: Also

00:47:56: es ist nicht der Winter an Januar.

00:47:57: Fippur finde ich immer sehr hart.

00:48:00: Auf Sankt Pauli gibt es mittlerweile mit den roten Herzen die Beleuchtung.

00:48:04: Und ich finde das wirklich sehr schade, dass die tolle Beleuchten, die wir bis Weihnachten haben nicht auch noch im Januar-Februar hängt, weil da sind die Monate, die man eigentlich ein bisschen...

00:48:15: Ja?

00:48:15: Ich meine du könntest doch diejenige sein, die da mal Einfluss

00:48:18: drauf ausübt.

00:48:21: Das stimmt!

00:48:23: Vielleicht ist es eher der warme Frühling, guter Frühling als der Sommer, ein bisschen zu heiß werden kann hier in der Stadt, aber ja die warme Jahreszeit.

00:48:32: Okay und jetzt haben wir schon gesagt dass der Gastronomieanteil sehr groß ist.

00:48:37: Ist Kochen etwas für dich wo du auch entspannen kannst?

00:48:40: oder es ist nur so eine zweckmäßige Geschichte?

00:48:43: Für die Kinder kochen und für sich selber nur mal ganz schnell eine Dose aufmachen oder so?

00:48:48: oder bist du schon jemanden die sagt nee ich habe mir das in Australien beigebracht.

00:48:53: in Paris hab ich gelernt croissants zu packen.

00:48:57: Ich backe lieber als ich koche oder öfter.

00:48:59: Ich mache beides gerne, aber zum Kochen ... ja wir kochen und ich kochere.

00:49:05: Aber nicht so umfangreich wenn es sozusagen um das Armbrot machen oder Mittagessen machen geht.

00:49:11: Los aufmachen mache ich eher nicht.

00:49:13: Dann schon selber kochen.

00:49:14: Und auch wenn's Menülen sind.

00:49:16: Aber ja, backe natürlich noch lieber weil es einfach auch ein bisschen schneller teilweise geht und nicht so zeitgetisches wie kochen.

00:49:24: Jetzt haben wir ja vorhin schon darüber gesprochen, dass es zumindest keine Idee gibt, die ein Tivoli in anderen Städten irgendwie zu haben.

00:49:31: Aber wie besonders ist Hamburg denn für dich und für dein Leben?

00:49:35: Und auch eben für den ganzen Komplex?

00:49:41: Hamburg ist aktuell nicht verhandelbar.

00:49:44: Also Hamburg ist mein Ort wo ich bin und wo ich sein möchte und wo alles ist was ich brauche und was ich haben möchte.

00:49:54: Jetzt sehe ich deine kleine Einschränkung, indem du sagst aktuell.

00:49:57: Also was könnte oder müsste denn passieren?

00:50:00: Damit du sagest es ist doch noch mal anders?

00:50:05: also da habe ich so das sage niemals nie in mir weil alles immer noch passieren kann.

00:50:11: aber natürlich wäre schon aus der jetziger sich eine sehr starke einschnitt oder große veränderung wenn nicht wenn ich die stadt verlassen würde.

00:50:21: jetzt hast du selten den andere theater man kann aber ja auch anders entspannen.

00:50:25: ist das Musik.

00:50:27: Ich meine, das habt ihr bei euch ja auch häufig genug durch Musicals.

00:50:31: aber wenn du nach Hause kommst geht dann sofort das Radio an.

00:50:36: oder wie sorgst Du dafür dass Du eine wohlige Atmosphäre schaffst?

00:50:41: Im Auto geht das Radio An.

00:50:43: Ja

00:50:44: Zuhause ist eher Kindermusik Und mir ist Lichtstimmung ist mir aufgefallen sehr wichtig also dass es nicht zu grelles und helles Licht ist.

00:50:55: Ja, aber der Alltag mit Job und zwei Kindern gibt es wenig Platz für solche ulgen Momente.

00:51:04: Ist Fernsehen ein Thema?

00:51:06: Du hast vorhin gesagt Kino gibt's so einen sogenannten Skill die Pleasure.

00:51:10: Ich meine wenn man im Tivoli komplex unterwegs ist wo Nacktheit und Ulk und Comedy eine Riesenrolle spielen ist dann doch sowieso nichts peinlich.

00:51:20: oder jetzt kannst du mal auspacken dass du jeden Abend unter uns guckst?

00:51:24: Nee, ich gucke tatsächlich gar kein normales Fernsehen mehr.

00:51:27: Wirklich gar nicht nur noch Stream.

00:51:30: und die Einzige ... Kann ich jetzt sagen?

00:51:33: Die Einzigen Fernsehsendung, die ich einmal im Jahr schaue ist The Taste.

00:51:38: Sie finde ich seine sehr gute Show.

00:51:41: Okay Und guckst du dir dann was dabei ab?

00:51:43: Die gucke

00:51:43: ich aber auch nicht.

00:51:44: Die guckte ich dann in der App nach weil das hab' ich nicht

00:51:47: Ja und guckts ... kostet dann auf was nach bis du da entwickelt zu an der Stelle dann so ein Ehrgeiz.

00:51:52: Ne, das ist vielleicht eher beim großen Backen Aber das Korg habe ich auch ewig.

00:51:56: Nach und nach kommt noch ein paar fiese Formate hervor.

00:52:00: Die beiden einzig guten aus meiner Sicht.

00:52:03: Jetzt haben wir gesagt Musik, dann haben die Lichtstimmung.

00:52:06: Das sind Sachen, die fürs Theater total wichtig sind.

00:52:10: Was ist denn mit Deko und Einrichtung bei dir zu Hause?

00:52:16: Bühne ja auch ein ganz wichtiges Element.

00:52:19: Wie ist es denn damit?

00:52:20: Wohnst du eher kitschig oder bist du, wenn du nach Hause kommst, alles in weiß, ganz puristisch?

00:52:27: Ich hab Theater-Stühle, Alter aus dem Tivoli habe ich immer im Flur steht und sonst ist das eher schlicht eingerichtet mit bunten Bildern.

00:52:38: Also richtig Kunst oder lauter Kinderbilder die ihr auch

00:52:40: konstantin?

00:52:41: Keine Kinderbilden!

00:52:42: Auch keine großen Kunstwerke aber ein paar Drucke gefällt oder was wir von der Reise mitgenommen

00:52:49: haben.

00:52:50: Liebe Tessa, du kannst gleich durchatmen und völlig entspannt sein!

00:52:54: Zwei Fragen haste noch die du mir beantworten darfst?

00:52:57: Die musst du mich jeder beantwortet.

00:52:59: Wo siehst du dich in fünf Jahren?

00:53:01: Hier also nicht bei dir aber vielleicht da wo ich jetzt bin mit fünf Jahren mehr Lebenserfahrung geprägt von hoffentlich vielen spannenden Projekten und tollen Entwicklungen und hoffentlich wenig Krisen.

00:53:16: Wo siehst du Hamburg in fünf Jahren?

00:53:19: Hamburg ist eine hoffentlich noch lebenswertere, inklusivere und moderne Kulturhauptstadt.

00:53:27: Liebe Tessa das war nicht großes Theater aber es war ein sehr schönes Gespräch.

00:53:31: Ich möchte mich recht herzlich bedanken, wünsche dir und deinen lieben und natürlich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin so tolle Grillfeste im Daten meines Vaters.

00:53:41: Und natürlich sehr viel Erfolg auch mit neuen Theaterstücken.

00:53:44: und sage Ahoy!

00:53:45: Vielen Dank lieber Lars!

00:53:47: Tschüss!

00:53:49: Das war Gute Leute.

00:53:51: das

00:53:52: Hamburg-Gespräch mit Lars Meier von der gute Leude Fabrik des Szene Hamburg

00:53:57: und dem Zeitverlag.

00:53:58: Folgt im Hamburg Gespräch als Podcast auf allen bekannten Streaming-Plattformen,

00:54:03: jeden zweiten Montag neu!

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