Prof. Dr. Beate Heinemann bei "Gute Leude - Das Hamburg Gespräch"

Shownotes

In „Gute Leude – Das Hamburg Gespräch“ mit Lars Meier erzählt Prof. Dr. Beate Heinemann, Physikerin und Vorsitzende des Direktoriums am Forschungszentrum DESY, wie ihre Kindheit und Jugend in Hamburg ihre Leidenschaft für Wissenschaft geprägt haben. Sie spricht darüber, warum Mathematik und Physik für sie schon früh eine Liebe waren, wie sie ihren eigenen Weg in einer Familie ohne Naturwissenschaftler fand und welche Bedeutung Neugier und Beharrlichkeit für Forschungserfolge haben. Außerdem berichtet sie, wie DESY und die Science City Hamburg-Bahrenfeld Hamburg als internationale Wissenschaftsmetropole stärken, warum sie Baustellen als Zeichen des Fortschritts schätzt und wie eng sie sich persönlich mit der Stadt verbunden fühlt.

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00:00:02: Hamburg selber, finde ich ist... Das ist auch das Schöne in Deutschland.

00:00:07: Ich finde Hamburg ist eine sehr optimistische Stadt die auch nach vorne blickt.

00:00:10: Ich finde Baustellen gut, weil sich dadurch was tut und die Stadt wird immer besser mit ihrer Baustelle.

00:00:18: Die werden ja auch irgendwann fertig und dann ist halt besser.

00:00:21: Und das finde ich wichtig, dass man in die Zukunft investiert.

00:00:24: Das finde ich super, dass haben mich das tut!

00:00:25: Ich finde es auch super, da haben wir uns jetzt vor Olympia bewerbt.

00:00:28: Es ist einfach eine optimistische Stadt, die nach vorne blickt.

00:00:30: Insofern würde ich haben mich selber gar nicht... fällt mir jetzt gar nicht so ein.

00:00:34: also ich hoffe natürlich sehr mit meinem Hut als Leiterin von Daisy, dass sich auch die Science City Hamburg-Bahrenfeld so entwickelt zu einem wirklich fantastischen Zentrum für Forschung, Technologieentwicklung, Innovation.

00:00:49: Dass auch er weltweite Streikraft hat und ich denke das Potenzial ist da.

00:00:54: Von Deutschland würde ich mir manchmal ein bisschen mehr Optimismus wünschen aber Hamburg macht es schon gut finde ich.

00:01:02: Ich denke sowieso das Wissenschaft eine der Eine der besten Brücken ist zwischen Nationen, weil Wissenschaftler haben dann einfach ihre riesige Begeisterung für ein Thema und dann vergessen sie auch dass sie aus Ländern kommen die vielleicht gerade verfeindet sind oder so.

00:01:19: Da gibt es ganz viele Beispiele.

00:01:21: also ähnlich wie Kultur ist ja auch etwas was Völker verbindet und so denke ich auch das Wissenschaftler ganz wichtig sein kann.

00:01:27: Und da gibt es auch gute Beispiele, während des kalten Krieges zum Beispiel haben russische Wissenschaftler bei DESI schon geforscht und auch in den siebziger Jahren fing es an dass chinesische Wissenschaftlern mit uns geforsht haben oder auch am CERN wo ich geforschte habe.

00:01:43: Da sind viele Nationen zusammen.

00:01:46: Bei DESI haben wir über seventy-fünf Nationen repräsentiert allein in unserer Belegschaft.

00:01:53: Desi ist ein Forschungszentrum mit ca.

00:01:56: dreitausend Leuten.

00:01:58: und was wir machen, ist wirklich ein sehr breites Spektrum an Forschung um zu verstehen wie Materie aufgebaut ist und funktioniert.

00:02:06: das ist von den kleinsten Bausteinen des Universums bis zur Formen von Materie, wie Viren z.B.

00:02:13: Bakterien zu verstehen bis zu den größten Galaxien und das ist das ganze Spektrum.

00:02:19: da gibt es einige Sachen.

00:02:20: die sind wirklich sehr tiefe Grundlagenforschung.

00:02:22: Es gibt aber auch viel anwendungsgetriebene Forschung die wir machen.

00:02:26: Und was mir am meisten Spaß macht ist eigentlich daran zu arbeiten was rauszufinden.

00:02:31: also es macht mir riesige Freude wenn dann Eine neue Erkenntnis.

00:02:36: Es hat mir immer viel Freude gemacht, eine Aufgabe zu lösen und dann hat man halt ein Resultat.

00:02:42: aber wenn man da jahrelang etwas versucht rauszufinden und dann irgendwie plötzlich ne Erkenntniss hat es sind ja häufig kleine Schritte die man hat.

00:02:51: ja.

00:02:51: also das macht mir sehr viel Spaß gute Leute!

00:03:15: Das Hamburg-Gespräch mit Lars Meier jetzt

00:03:20: heute zu Gast ist Professor Doktor Beate Heinemann Vorsitzende des Direktoriums des deutschen Elektronen Synkrotrons, Desi.

00:03:30: Moin moin!

00:03:31: Moin was?

00:03:32: Du wurdest in Hamburg geboren und bist international bekannt für Wegweisen, Experimente und Messungen.

00:03:38: In der Teilchenphysik etwa an Anlagen wie Hera und dem Large Hadron Collider.

00:03:44: Seit April-Zw.A.

00:03:46: leitest du als erste Frau das DESI und prägst damit eines der weltweit führenden Forschungsinstitute für Teilchenbeschleuniger und die Erforschung der Materie.

00:03:55: Liebe Beate, mit Doktortitel und Professor bist du offiziell einer der klügsten Köpfe die ich kenne.

00:04:03: Aber sag mal gab es in der Schule eigentlich ein Fach das dir überhaupt nicht lag obwohl du heute so erfolgreich bist?

00:04:10: Ja, klar.

00:04:11: Also Fächer wo man sehr viel lernen musste zum Beispiel Geschichte war nicht meine Stärke muss ich ganz ehrlich sagen.

00:04:18: also es hat mich interessiert inzwischen sehr aber fand ich wirklich sehr sehr langweilig also zumindest die frühen Jahre.

00:04:26: also es hatte mich dann interessiert als weimarer Republik.

00:04:29: Nationalsozialismus hat mich Interessiert Aber Die Frühen Jahrhunderte fand Ich damals sehr uninteressant

00:04:35: Und nicht so interessant.

00:04:36: heißt er, es war nur eine Zwei Minus.

00:04:38: Warst du so ne klassische Einserkandidatin?

00:04:40: und man wusste schon in der Neunten die Beate?

00:04:42: Die wird mal was.

00:04:44: Also ich hatte eigentlich fast nie vier, sag' ich mal über drei schon und ich denke schon dass sich in Erdkundegeschichte auch Deutsch gerne auch meine drei hatte.

00:04:53: Einzelne hatte ich hauptsächlich in Mathe und ansonsten viele zwei Minusse.

00:04:58: Und wann ist dann diese Flamme für Physik entstanden?

00:05:00: Es gab es einen Physiklehrer, in dem du unterschwellig verknallt warst.

00:05:04: So wie ich das bei meiner Französischlehrerin die mir trotzdem aber eine Fünfe gegeben hat... Wie war es bei dir?

00:05:11: Ja, also ich glaube meine erste Liebe war eher die Mathematik.

00:05:14: Das habe ich auch schon in der Grundschule, hatte ich dann eine tolle Lehrerin und das habe ich dann im Gymnasium einfach weiter sehr gerne gemacht immer gerne gerechnet.

00:05:23: Bei Physik war's tatsächlich ja wobei hab' ich noch nie drüber nachgedacht Ich glaube richtig verknallt weil ich ihn nicht aber es waren recht junger Lehrer sehr dynamisch hat auch Spaß gemacht mit ihm.

00:05:33: er war erst so Ende zwanzig glaub ich damals.

00:05:36: Und ja das hat auf jeden Fall einen großen Einfluss da darauf, dass ich später Physik studiert habe.

00:05:41: Wann war denn so das klar?

00:05:43: Also ich sag mal in der dreizehn-Klasse überlegt man sich ja spätestens was man studieren möchte.

00:05:48: War das bei dir schon früh früher klar?

00:05:50: weil ich sage mal Physik auch in der Zeit wo du studiert hast, warst du wahrscheinlich eine von fünf Frauen dann im Physikstudium oder?

00:05:58: Genau also letztlich war es überhaupt nicht klar!

00:06:01: Ich hab' auch sehr gern Sprachen gemacht.

00:06:04: Ich wusste ehrlich gesagt nach dem Abi gar nichts was sollte.

00:06:07: Hab dann erst mal Au pair gemacht in Spanien ein halbes Jahr, obwohl ich gar kein spanisch konnte.

00:06:12: das hat sie sich ergeben weil ich zwei Großkusinen hatte die beide in Madrid wohnten und hier haben wir da so eine au pair stelle besorgt.

00:06:20: und ja ich habe da quasi einen gapjahr gemacht weil ich einfach nicht wusste was ich machen will und hab dann aber während dieser zeit gemerkt dass mir dieses sachen ausrechnen und aufgaben lösen irgendwie fehlt und hab doch gedacht dass ich etwas naturwissenschaftliches technisches machen will.

00:06:37: und erst hatte ich noch gedacht Elektrotechnik, hatte hier auch in Diebstheich bei so einer Firma ein Praktikum sogar gemacht.

00:06:44: Aber ja das war das dann doch nicht.

00:06:47: da war ich in Harburg bei der TU, hatte sich mal angeschaut aber das hat sich toll entwickelt.

00:06:53: die TU, die war damals aber noch nicht so toll sag ich mal Okay, dann probiere ich Physik.

00:07:00: Aber ich war sehr unsicher, muss ich sagen.

00:07:02: Weil ja, weil ich nicht dachte, dass ich da so eine Überfliegerin bin und schon großen Respekt davor hatte.

00:07:09: Aber meine Eltern haben mir die Freiheit gegeben das zu versuchen.

00:07:11: Ich habe auch Philosophie im Nebenfach mal versucht zu studieren und ein bisschen, dass es nicht nur naturwissenschaftlich ist.

00:07:17: aber letztlich habe ich doch Astronomie gemacht.

00:07:20: Haben

00:07:20: deine Eltern nie Einfluss darauf nehmen wollen?

00:07:23: Das war sehr ungewöhnlich, diesen Weg zu gehen.

00:07:26: Gerade wenn man am Ende auch nicht darin mündet, einfacher in Anführungsstrichen Physiklehrerin zu werden.

00:07:33: Nee die haben da tatsächlich immer ein großes Vertrauen gehabt.

00:07:38: In mich sehr großes Zutrauen, dass ich das schon hinkrieg.

00:07:42: Ich war relativ unproblematisch und habe die Sache normalerweise hingekriegt als junges Mädchen.

00:07:49: Die haben mir da sehr viel Freiheit gelassen.

00:07:51: Aber ich hätte nie gedacht, dass ich überhaupt nur Professorin für Physik werde und so erfolgreich sein werde.

00:08:00: Ich hatte auch in der Familie keinerlei Naturwissenschaftler oder Leute die Professuren hatten.

00:08:08: Wann hast du das erste Mal in irgendeiner Form Ärgerheitsgespür?

00:08:13: Dass du sagst, okay, ich will es nicht einfach nur schaffen.

00:08:16: Ich will es ganz besonders gut machen!

00:08:21: Ja, ich glaube wahrscheinlich.

00:08:25: Aber eigentlich eher aus der Angst vorm Versagen, dass man sich halt Mühe gibt.

00:08:31: Auch im Physikstudium am Anfang hatte ich einen riesen Respekt davor und ich dachte immer, dass ich das jetzt nicht ... Also diese Aufgaben, die sind ja auch nicht unbedingt so einfach.

00:08:43: Und das hat dann schon mir Mühe gemacht.

00:08:45: also es fiel mir nicht alles super leicht zu kam das erste Mal so eine Vordiplomensprüfung und da habe ich schon wahnsinnig gelernt dafür, weil ich halt Angst hatte durchzufallen.

00:08:56: Aber dann hatte ich schon ne sehr gute Note ja?

00:08:58: Dann hab' ich auch gedacht okay vielleicht bin ich ja nicht völlig falsch am Platz aber es war eigentlich der Ehrgeiz kam Hauptsälen daher dass man versucht Ja die Sache also ist es nicht peinlich ist oder dass es eben nicht schlecht ist.

00:09:13: Wir

00:09:13: kommen mal zu den Lieblingen, das ist unsere Schnellfrage-Runde und ich möchte gerne von dir wissen welches ist dein Lieblingsmarkt in Hamburg?

00:09:23: Okay.

00:09:23: Ich gehe meistens ehrlich gesagt bei mir in der Nähe, da heißt Flotbecker Markt oder so, der ist direkt bei mir um die Ecke.

00:09:31: Ja, das sind sehr schöner Markt.

00:09:32: Der ist immer Samstags und Mittwochs hat er auf.

00:09:35: Welches ist deine Lieblinkonzertlocation in Hamburg?

00:09:40: Ja, das ist schwierig.

00:09:42: Aber ich würde sagen, Fabrik mag ich sehr gerne!

00:09:45: Ich mag auch Knusseel sehr, sehr gerne... Leißhalle mag ich auch super gerne ja also da gibt es eigentlich viele.

00:09:52: Aber lieber

00:09:52: klein und schmullig sozusagen.

00:09:57: Weißt du nicht?

00:09:57: Die Leiß-Halle ist ja auch nicht so klein.

00:09:59: Nein, die Leiß Halle wird jeden Tag geputzt.

00:10:00: Aber vielleicht klein und schwullig eher so gut.

00:10:02: docks fand ich immer nie so doll muss ich sagen.

00:10:07: Welches ist deine Lieblingsspazierroute in Hamburg?

00:10:10: An der Elbe.

00:10:11: Also ich laufe wahnsinnig gerne, also ich wohne auch in der Nähe an der Elber und durch Indianisch Park und an der elben entlang.

00:10:17: Welches Deine Lieblins-Berühmtheit aus Hamburg?

00:10:20: Hm...

00:10:22: Horst Rubelsch?

00:10:26: Welches is Deine lieblings Sehenswürdigkeit aus Hamburg?

00:10:29: ?

00:10:31: Das Desi.

00:10:33: Nee, ich weiß nicht, Sehenzwürdigkeit vielleicht?

00:10:38: Ja, das Rathaus.

00:10:39: Das Rathhaus finde ich schon unglaublich toll muss ich sagen.

00:10:42: Aber es wäre ja eine Idee dass man die roten Busse möglicherweise am Daisy irgendwann umlenkt?

00:10:46: Absolut!

00:10:46: Also wir haben auch bald ein ganz tolles neues... also im Endeffekt ist das Daisy noch nicht so auf der Landkarte der Touristenattraktion aber das wird sich ändern dieses Jahr weil wir ein neues Besucherzentrum haben namens Desium und da hoffen wir dann, dass wir wirklich das Publikum aus der ganzen Stadt und natürlich der ganzen Welt anziehen.

00:11:04: Und dass sie den Weg zu Desi finden und herausfinden was wir dafür spannende Forschung machen und einen kleinen Einblick bekommen in unsere Welt.

00:11:13: Ja hast du dich immer eher so im Westen getummelt?

00:11:16: Also jetzt deine Arbeit stelle ich es im Bahrenfeld.

00:11:19: Du wohnst in Flottbeek oder hast auch mal östliche Stadtteile bewohnt.

00:11:23: Ich habe auch östliche Stadtteile bewohnt.

00:11:26: Ich hab in Duelsberg gewohnt, am Anfang des Studiums zum Beispiel.

00:11:29: Dann hab ich in Borg-Felde gewohnd und das ist so in der Nähe von Berlinator.

00:11:34: Ja dann hab' ich... Gut!

00:11:35: Und dann hab ich uns den Ottensinn lange gewohnend in mehreren Wohnungen.

00:11:41: Ja.

00:11:43: Bevor es hier gleich weiter geht mache ich gerne Werbung für unseren Kooperationspartner die Zeit.

00:11:48: Mein Arbeitstag beginnt mit der Elbvertiefung dem kostenlosen Newsletter von Zeit Hamburg.

00:11:53: Alle wichtigen Infos rund um Hamburg gibt es auf www.zeit.de.

00:11:57: slash elbvertieffunk oder von Montags bis Samstags um sechs Uhr im E-Mailpostfach, oder ganz neu der Zeit Hamburg Elbt vertiefungs Podcast zum Wochenende.

00:12:07: Hört mal rein!

00:12:14: Was hast du denn gemacht?

00:12:15: Also, wenn Du in Spanien hast Du erst mal Opern gemacht ohne spanish-Kennnisse.

00:12:20: Was hast Du jetzt hier so gemacht um Dir ein bisschen Geld dazu zu verdienen?

00:12:23: Ja ich hatte unglaublich viele Jobs muss ich sagen.

00:12:26: Ich habe sehr häufig Sachen sortiert Lieverscheine bei einer Elektroinstallationsfabrik zum Beispiel.

00:12:33: Ich hab Pakete bei der Post sortiert Da beim Paketamt da in Nordaltona, Altona Nord.

00:12:39: Dann habe ich auch Briefe sortiert Beim Briefamt in der Nähe vom Hauptbahnhof.

00:12:44: Dann habe ich auch mal Preisschilder angetackert bei H&M.

00:12:48: Ich hab gekellnert, natürlich ... Oh!

00:12:51: Ich hab mal bei der Müllabfuhr gearbeitet und zwar...

00:12:55: Das wär mein großer Traum als Kind gewesen, da wollte ich immer mitfahren?

00:12:58: Ja das war auch echt super.

00:12:59: also da habe ich statistische Arbeiten gemacht.

00:13:02: Das war auch im Geomatikum weil dieser Job ausgeschrieben und zwar ging es darum dass die Müll abfuhr hatte jetzt neue Wagen mit denen sie nicht nur einzeltonnen sondern auch diese großen Tonnen machen konnten.

00:13:14: Und die wollten jetzt gucken, ob das jetzt effizienter ist wenn sie mit einem Auto alle Tonnen machen oder mit zwei unterschiedlichen Sorten Autos das alles abholen.

00:13:22: und da musste ich immer... Da bin ich mitgefahren, musste dann immer aufschreiben wann wir in der Straße einbiegen wie viele Tonnen wir ausgelehrt haben von welcher Sorte und wann wir wieder raus gefahren sind.

00:13:31: und diese Statistik habe ich geführt und dadurch war ich den ganzen Tag dabei!

00:13:35: Das war so in den Sommerferien.

00:13:38: Wenn du jetzt keine fehlenden Jobs gemacht hast, beginne noch mal einen Schritt zurück.

00:13:42: Wie sah denn so deine Jugend aus?

00:13:44: In welchem Stadtteil war da schon die Fabrikenort wo du häufig hingegangen bist?

00:13:51: Ja also ich bin in den Städten aufgewachsen Und gute Kindheit, weiß ich nicht.

00:13:57: War jetzt vielleicht nicht so spannend aber dann als Teenager oder als ich dann so fünfzehn-sechzehn wurde, dann zog es mich schon auch nach Ottensinn.

00:14:05: tatsächlich weil ich dann in einem Fabrik war.

00:14:07: da das Treibeis sind wir viel gewesen.

00:14:10: Dieses Kneipe gibt's immer noch.

00:14:11: So ein Punkkneipe?

00:14:12: Ja.

00:14:13: Wird man gar nicht denken!

00:14:15: So von der Daisy-Chefin.

00:14:17: Das waren halt meine rebellischen Zeiten, da war ich ja sogar ein Pauli-Fan in meinen rebellischen Zeitungen.

00:14:23: Verrückt!

00:14:24: Ich glaube das bist du jetzt heute nicht mehr, dann müssen wir die Höhe rar drüber aufklären.

00:14:27: aber...

00:14:28: Ja ist ja meine Zweitlieblingsmannschaft.

00:14:30: Okay sehr schön.

00:14:33: Ja nee das war eine tolle Zeit.

00:14:35: also da war Unterwegs Fabrik Kiez auch in den Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger.

00:14:45: Was hast du für Musik da gehört?

00:14:47: Also ich habe ja gerade gesagt, Treibreis wird wahrscheinlich kommen.

00:14:49: Leuten was sagen ist eine Punk Kneipe wo richtig schnelle Gitarremusik gespielt wird wenn Du in die Fabrik gegangen bist.

00:14:56: Die haben ja zumindest heutzutage ein sehr buntes Programm.

00:14:59: also zwischen Folk und Jazz gibt es auch immer noch so alte Metal Hasen die da mal vorbeikommen.

00:15:05: was hast du dir so angehört?

00:15:06: Ich hab sehr viel so Gitarrenpop gehört Smiths von einem meiner absoluten Götter aber also viel England muss ich sagen.

00:15:15: Ich liebe auch Blondie, Sonic Youth und Go-Betweens.

00:15:25: Das zeigt ja schon eine ganze Menge, dass du in meinem Sinne sehr viel Musik verstanden hattest.

00:15:31: Hast du ihn so richtig geschwärmt?

00:15:33: Damals hat man keine Selfies gemacht, sondern sich ein Autogramm geholt.

00:15:36: Gab es mal Leute?

00:15:38: oder hast du mindestens von Horst Rubisch eins?

00:15:40: Nee, aber ich hab eins von Kevin Kiegen.

00:15:42: Apropos HSV das hat natürlich jetzt mit Musik weniger zu tun weil ich so als ich zehn war mit ihm auf Fußball gespielt habe.

00:15:48: dann habe ich aber eines das weiß ich noch ganz genau das war im War das in der Prinzenbar?

00:15:56: oder im Docs.

00:15:56: Auf jeden Fall war ein Konzert der Lassi Singers, vielleicht auch bekannt sind und da war

00:16:01: ... Ja!

00:16:01: Einen der schönsten Hamburg-Songs gemacht.

00:16:04: Ja absolut, absolut.

00:16:05: Und dann war Udo Lindenberg da.

00:16:08: Und ich finde, Udo Linnenberg auch super.

00:16:10: also einige Lieder... Also einen Herz kann man nicht reparieren oder so.

00:16:14: das sind halt wahnsinnst tolle Lieder.

00:16:16: und da habe ich ein Autogramm von Udo Lindenberg aber das hab' ich leider verloren.

00:16:20: Oh na ja, vielleicht kommt das ja nochmal.

00:16:22: Vielleicht hört er jemand zu.

00:16:25: Ich sag mal, so als Wissenschaftlerin steht die Welt offen und normalerweise kommt man vielleicht auch nicht auf die Idee hier in Hamburg irgendwie als Wissenschaftlerin zu arbeiten.

00:16:33: Du bist ja auch lange auswärts gewesen.

00:16:36: aber was hatte ich jetzt nach Hamburg zurückgetrieben?

00:16:38: War das ein bisschen Heimweh oder war es einfach nur ein gut dotierter Job bei DC?

00:16:44: Ja, das war vielfältig.

00:16:46: Ich war lange in den USA und in Kalifornien.

00:16:49: Und schon damals, also was ich ... Also letztlich war ich in den U.S.A.

00:16:54: von circa zweitausend bis zweitausendsechzehn.

00:16:56: Und zwei tausend sechzehnt war ja auch das Jahr, in dem dann Donald Trump das erste Mal gewählt wurde.

00:17:02: Ich habe mich zwar davor entschieden und hätte nie gedacht, dass es so weit kommen würde.

00:17:06: Ich war der Meinung das Hillary Clinton gewinnen würde wie viele was ja leider nicht so gewesen ist aber es deute sich schon an die Polarisierungen in den USA und insbesondere die Republikaner einfach... katastrophal sind und auch Wissenschaft und Wahrheit überhaupt nicht mehr respektiert wurden, sondern vollkommen in Frage gestellt worden.

00:17:28: Und da schien es mir doch sehr attraktiv nach Deutschland zurückzukehren wo die demokratischen Parteien verstehen dass Wissenschaft wichtig ist für die Zukunft der Menschheit und Klimawandel nicht infrage gestellt wird.

00:17:41: zum Beispiel.

00:17:43: Das war einer der Gründe, aber Hamburg ist auch meine Heimat natürlich.

00:17:47: Also das war auch heimwehig!

00:17:48: Ich habe ja immer noch sehr gute Freundinnen und Freunde aus der Studienzeit.

00:17:53: Meine Eltern waren auch hier – meine Mutter hatte Demenz und dann war es mir auch wichtig mal wieder in der Nähe zu sein.

00:17:58: Und dann ist es aber auch so dass Hamburg wirklich eine tolle Wissenschaftsmetropole ist.

00:18:04: gerade in der Physik in meinem Fachgebiet, ist Desi einfach auch mit an der Weltspitze Und es hat sich auch wirklich noch seitdem, also im Jahr zwei Tausendsechzehnte bin ich dann ja zurückgekehrt.

00:18:14: Noch weiter toll entwickelt mit den Exzellenzklastern an der Uni so dass ich mich hier auch wirklich unglaublich wohl fühle und finde das wir hier ein tolles wissenschaftliches Umfeld haben.

00:18:25: Wie wichtig ist es denn für dich wieder zu Hause auch zu sein?

00:18:29: Also du hast da gerade Freundinnen und Freunde angesprochen.

00:18:32: wenn man solange im Ausland ist gewöhnt man sich ja an vieles Neue, also nicht nur das Wetter in Kalifornien nehme ich an.

00:18:38: Aber ist es dann einfach auch so ein bisschen so einen Zurückspulen wieder in die Jugend?

00:18:44: Ja schon!

00:18:44: Oder erlebst du Hamburg ganz anders jetzt?

00:18:47: Ich erlebe es schon anders aber natürlich ist es so.

00:18:50: ein gewisses Wohlfühl denke ich dass daher kommt, dass man sich schon ein ganz tiefes Zuhause fühlen würde.

00:18:56: ich sagen ich für mich schon Hamburg enorm verbunden.

00:19:01: Natürlich hat sich trotzdem auch sehr viel verändert.

00:19:03: dann seit den neunziger Jahren.

00:19:04: Also ich habe das dann auch erlebt, dass sich Deutschland... Das fühlte sich damals schon noch sehr provinziell an vielleicht und regide Wenig feministisch, wenig offen, wenig Vielfalt.

00:19:21: Die USA war ja damals schon viel vielfältiger als Einwanderungsland und das hat sich in Deutschland sehr, sehr gewandelt.

00:19:28: Und das ist vielleicht die größte Änderung würde ich sagen also von Mitte der Neunziger zu Zwei-Tausendsechzehn dass sich einfach die Gesellschaft in Deutschland ist viel viel fähiger geworden.

00:19:39: Gibt es noch etwas was du dir wünschen würdest?

00:19:41: Was Hamburg mal wegen Kalifornien lernen könnte?

00:19:45: Hamburg selber!

00:19:49: Das ist auch das Schöne in Deutschland.

00:19:51: Hamburg ist eine sehr optimistische Stadt, die nach vorne blickt.

00:19:54: Ich finde es immer wieder ... Viele beschweren sich über Baustellen.

00:19:58: gut, weil sie sich dadurch was tut und die Stadt wird besser mit jeder Baustelle.

00:20:02: Die werden ja irgendwann fertig, dann ist halt besser.

00:20:05: Und das finde ich wichtig, dass man in die Zukunft investiert.

00:20:07: Das finde ich super, dass Hamburg das tut!

00:20:09: Ich find auch super, da haben wir uns jetzt vor Olympia bewerbt.

00:20:11: Es ist einfach noch ein optimistischer Stadt, den nach vorn blickt.

00:20:14: Insofern würde ich Hamburg selber gar nicht fällt mir jetzt gar nicht so ein.

00:20:18: Also ich hoffe natürlich sehr mit meinem Hut als Leiterin von Desi, dass sich auch die Science City Hamburg-Bahrenfeld so entwickelt zu einem wirklich fantastischen Zentrum für Forschung, Technologieentwicklung, Innovation das auch weltweite Streikraft hat und ich denke das Potenzial ist da.

00:20:38: Von Deutschland würde ich mir manchmal ein bisschen mehr Optimismus wünschen aber Hamburg macht es schon gut finde

00:20:43: ich.

00:20:43: Dieses Besucherzentrum also momentan So sehe ich das als Außenstehender, ist die Desi so eine kleine Burg.

00:20:50: Da gehen schlaue Köpfe rein, forschen und kommen wieder raus aber andere kommen da erstmal nicht hin.

00:20:55: jetzt macht ihr einen Besucherzentrum ihr eröffnet euch Und ich sag mal so Bildung is ja ein Riesenthema.

00:21:02: Wie willst du Kinder- und Jugendliche für genau diese Fächer wie Physik begeistern wenn die was man immer wieder hört kaum mehr Deutsch lernen und schreiben und sprechen können?

00:21:14: Ja, wir haben tatsächlich schon seit langer Zeitprogramme.

00:21:17: Seit sechsundzwanzig Jahren haben wir ein Programm namens Schülerlabor und jedes Jahr kommen um die siebentausend Schülerininnen und Schüler zu Desi auf den Hamburger Campus und experimentieren da.

00:21:27: Und was wir versuchen dazu vermitteln ist dass es einfach darum geht neugierig zu sein und Fragen zu stellen und den hinterher zur Forschen sozusagen.

00:21:38: und ich denke das Kinder Also gerade kleine Kinder, Neugier ist einfach eine unglaublich große Antriebkraft von kleinen Kindern.

00:21:48: Ja die fragen ja auch gerne einen Loch in den Bauch aber das ist sehr gut und diese Neugiere zu bewahren für Kinder und ein Leben lang eigentlich zu bewahrern, dass es eigentlich das Wichtigste für die Wissenschaft, das ist die Grundlage um das zu ermutigen.

00:22:02: wir haben sogar ein Programm Kita-Lehrkräfte und Fachkräfte, denen Ideen zu geben wie sie Forschung – also nicht Forschung aber Wissenschaftsforschung schon in den Kita-Alltag integrieren können.

00:22:16: Wie Sie eben gerade diese Neugier ermutigen können.

00:22:20: Ja und ich sehe eigentlich eher, ehrlich gesagt grade bei Integration vielleicht sogar eine Chance weil Mathematik hier wirklich universelle Sprache ist.

00:22:31: Das ist ja leicht, da im Prinzip selbst wenn man vielleicht das Elternhaus die Sprache von Goethe nicht gesprochen hat.

00:22:38: Die Sprache der Mathematik diskriminiert ja überhaupt nichts zwischen Ländern und so weiter dass ich fast denke, dass das auch helfen kann bei der Integration und dass das vielleicht Fächer sind, die insbesondere von Leuten, die die deutsche Sprache nicht... von Haus aus gelernt haben, vielleicht eine Chance ist wirklich eine tolle Karriere zu haben.

00:22:59: Es ist im Zweifelsfall für dich auch eine Hilfe gewesen in Kalifornien einfach die Sprache der Wissenschaft zu können also in einem Bereich so exzellent zu sein dass es die ganze Sache dann auch einfacher gemacht hat mit Leuten ins Gespräch zu kommen weil man zumindest das Thema Wissenschaften hat

00:23:14: Garantiert, ja bestimmt.

00:23:15: Also weil man das ist einfach ein universelles Thema und da kommt man dann leicht mit den Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch.

00:23:22: ich denke sowieso dass Wissenschaft eine der eine der besten Brücken ist zwischen Nationen, weil Wissenschaftler haben dann einfach ihre riesige Begeisterung für ein Thema und dann vergessen sie auch dass die aus Ländern kommen, die vielleicht gerade verfeindet sind oder so.

00:23:39: Da gibt es ganz viele Beispiele.

00:23:41: also ähnlich wie Kultur ist ja auch etwas was Völker verbindet und so denke ich auch das Wissenschaftler ganz wichtig sein kann.

00:23:47: und da gibt es auch gute Beispiele.

00:23:49: auch während des Kalten Krieges zum Beispiel haben auch russische Wissenschaftler bei DESI schon geforscht.

00:23:55: Und auch in den Siebzigerjahren fing es an, dass chinesische Wissenschaftler mit uns geforsht haben oder auch am CERN wo ich geforst habe.

00:24:03: Da sind auch viele, viele Nationen zusammen.

00:24:06: Allein bei Desi haben wir über seventy-fünf Nationen repräsentiert allein in unserer Belegschaft.

00:24:12: Was hast du denn quasi aus Kalifornien mitgebracht?

00:24:14: Irgendeine Angewohnheit essenstechnisch oder was auch immer?

00:24:19: Was hast Du dir bewahrt?

00:24:20: Also ich habe auf jeden Fall mitgebracht, dass ich eine Frühaufstere bin.

00:24:24: Seitdem stehe ich immer um halb sechs morgens auf.

00:24:26: Oh Gott!

00:24:28: Weil ja gut wegen der Zeitdifferenz zu Europa hatte ich das mir angewöhnt.

00:24:34: Ja auch so einen grünen Tee Gen Mai Cha den nicht immer trinke seitdem also schon die ein oder andere Gewohnteil.

00:24:40: Vermisst

00:24:40: du denn jetzt wiederum auch bisschen Kalifornien?

00:24:42: Also gar nicht des Wetters wegen...

00:24:45: Ja, schon.

00:24:46: Also das war schon toll.

00:24:47: ja!

00:24:48: Natürlich ist es wunderbar dieser auch der Pazifik da und allein in Berkeley wie das riecht.

00:24:54: Da gibt's so spezielle Blumen...ja also von der Natur auch spektakulär sag ich mal.

00:25:01: Was

00:25:01: hast du denn wiederum in Kalifornien am meisten vermisst?

00:25:03: Also so einfache Dinge wie Franz Brötchen oder überhaupt...also deutsches Brot ist ja auch immer ein Thema im Ausland für viele

00:25:11: Ja, da gab es tatsächlich irgendwie so ein deutsches Lokal.

00:25:15: Ich weiß noch, da habe ich dann Grünkohl gegessen mal.

00:25:20: Weiß ich nicht mehr... andere Fragen!

00:25:24: Wir haben noch ganz viele andere Fragen.

00:25:26: Vor allen Dingen haben wir die Fragen der anderen Leute und da wollen wir jetzt gleich mal reinhören.

00:25:35: Hallo zusammen, Martin Spieker hier.

00:25:37: Ich bin Gründer der Hamburger Gewürz Marke Pottlack und ich würde von Frau Heidemann gerne wissen was zeichnet für Sie ein gutes Abendessen aus?

00:25:45: So da sind wir schon wieder beim Essen statt Grünenkohl.

00:25:48: Was ist ein wirklich gutes Abend essen?

00:25:52: Was zeig ich dir ein gutes Abendessen aus?

00:25:54: Ich verletze es bei Cornelia Polletto und das ist immer ein tolles Abendessen, muss man sagen.

00:26:00: Aber wie kann man das jetzt in einfache Worte schreiben?

00:26:03: diese Kunst die sie da zustande bringt also sind halt leckere

00:26:07: Lecker durch viel Kräuter mutigen Kräutereinsatz

00:26:12: Das kann gut sein wobei man dann ja vielleicht die indische Küche bevorzugen würde die aber natürlich auch sehr lecker ist muss man sagt Ja, kleine und aber auch gute Zutaten.

00:26:23: Ich glaube das ist ganz kritisch.

00:26:25: Unbedingt!

00:26:26: Wobei Cornéa Politum

00:26:27: mir

00:26:28: in einem dieser Gespräche erzählt hat dass sie immer eine Flasche mal geben in der Küche hat.

00:26:32: Das hat viele Leute erschrocken die das dann gehört haben.

00:26:35: Und gute Gesellschaft ist unglaublich wichtig.

00:26:39: So wir hören weiter.

00:26:41: Liebe Frau Heinemann hier spricht Anna Galdina Sondatoren für Justiz- und Verbraucherschutz in

00:26:45: Hamburg.

00:26:46: ich habe folgende Frage an Sie die mich interessiert Was bedeutet für Sie ein richtig guter Abend?

00:26:55: Ein richtig gutter Abend ist tatsächlich einfach mit Freunden was zu erleben.

00:27:01: Also da ist es tatsächlich für mich ein tolles Konzert, vielleicht vorher noch einen Essen oder eine Kneipe und dann wirklich ein tolles Konzern.

00:27:10: Das ist für mich nichts Schöneres.

00:27:12: Also

00:27:12: erst so Poletto und dann in die Fabrik!

00:27:15: Wie oft schaffst du's denn jetzt noch zu Konzerten

00:27:17: eigentlich?!

00:27:19: Ja, ich schätze mal einen Schnitt so vielleicht zu zweimal im Monat.

00:27:23: Das ist aber weit über dem Schnitt als andere das irgendwie hinkriegen.

00:27:26: und sind es dann immer noch die Helden von einst.

00:27:29: oder welche Band ist denn jetzt so zuletzt dazu gekommen?

00:27:33: Oder gesagt hast du die habe ich entdeckt für mich.

00:27:38: also ja ich gebe zu dass es wahrscheinlich eher doch die helden von eins sind Aber ich hatte wie hieß sie da nochmal Courtney Barnett Finde ich sehr cool.

00:27:50: Die habe ich entdeckt und die fand ich sehr gut, natürlich finde ich ... Ich mein, Billie Eilish muss sich sagen, finde auch fantastisch ja aber da kriege ich halt keine Karten oder so.

00:27:59: also weiß ich nicht das mir zu anstrengender Karten zu kriegen

00:28:01: Aber

00:28:02: würde ich auch gerne sehen.

00:28:05: ansonsten ja gut ich meine diese Woche gehe ich tatsächlich zur Herbert Grönemeyer und nächstes Wochenende zu Morrissey.

00:28:11: Also ja das sind Helden von einst

00:28:14: Sehr schön!

00:28:16: Was?

00:28:17: Treibt dich bei deiner Arbeit an, was macht dir am meisten Freude?

00:28:21: Also vielleicht solltest du auch mal in drei Sätzen sagen, was Desi eigentlich macht damit wir der Sache nochmal ein bisschen näher

00:28:27: kommen.

00:28:28: Ja gerne.

00:28:29: Desi ist ein Forschungszentrum mit ca.

00:28:32: dreitausend Leuten und was wir machen ist wirklich ins sehr breites Spektrum an Forschung um zu verstehen wie Materie aufgebaut ist und funktioniert.

00:28:41: das ist von den kleinsten Bausteinen des Universums bis zur Formen von Materie, wie Viren zum Beispiel Bakterien zu verstehen bis zu den größten Galaxien und das ist das ganze Spektrum.

00:28:54: Da gibt es einige Sachen die sind wirklich sehr tiefe Grundlagenforschung.

00:28:57: Es gibt aber auch viel anwendungsgetriebene Forschung die wir machen.

00:29:02: Und was mir am meisten Spaß macht ist eigentlich daran zu arbeiten was rauszufinden.

00:29:06: also es macht mir riesige Freude wenn dann Eine neue Erkenntnis, also hat mir immer viel Freude gemacht eine Aufgabe zu lösen und dann hat man halt ein Resultat.

00:29:17: Aber wenn man da jahrelang etwas versucht rauszufinden und dann irgendwie plötzlich eine Erkenntniss hat es sind ja häufig kleine Schritte die man hat, das macht mir sehr viel Spaß.

00:29:30: Wie sehr bist du denn heute noch Wissenschaftlerin?

00:29:31: Bist du nicht eigentlich mehr Managerin?

00:29:33: jetzt

00:29:34: Richtig, genau.

00:29:35: Also das ist tatsächlich so dass ich jetzt selber keine Eigenforschung mache weil ich keine Zeit dazu habe.

00:29:42: trotzdem macht es mir natürlich riesige Freude wenn unsere Forscherinnen und Forscher das hinbekommen macht mir aber auch.

00:29:47: genauso ist es dass wir große Anlagen betreiben große Teilchen beschleuniger Kilometer lang die notwendig sind um Röntgenstrahlung zum Beispiel zu erzeugen um sich zb Viren sehr genau anzugucken.

00:30:03: das herausfinden, dann freue ich mich natürlich auch riesig.

00:30:07: Und wenn unsere Anlagen gut funktionieren?

00:30:09: Wir hatten letztes Jahr ganz tollen Rekord.

00:30:11: Achtundneunzig, vier Prozent der Zeit war das am Laufen und es ist ein Riesenaufwand, das hinzubekommen.

00:30:17: Wir hatten über drei Tausend Siebenhundert verschiedene Forscherinnen und Forscher aus ganz Europa hauptsächlich die darin geforscht waren, auch ein neuer Rekorder.

00:30:26: Also wenn unsere anlagen laufen viele Wissenschaftler davon profitieren Dann bin ich sehr froh.

00:30:33: Ich bin auch froh übrigens über jedes Problem, das sich dann im Kleinen löse.

00:30:36: Wir haben natürlich auch Probleme aus der Verwaltung oder was weiß ich ja wenn man Prozesse verschleicht.

00:30:42: Wie sehr nervt dich denn dieser Verwaltungskram?

00:30:45: Das unterscheidet sich schon sehr von der eigentlichen Arbeit als Wissenschaftlerin auf einmal Formular rausfüllen, um Geld betteln bei den Politikern und so weiter.

00:30:54: Ja ja genau!

00:30:55: Also es nerven mich eigentlich nicht sehe das einfach als Herausforderung.

00:30:59: natürlich gibt's immer mal kleine Situationen die einen nerven aber auch die Verwaltung das ist ja enorm was sie leistet und eigentlich finde ich das auch spannend.

00:31:09: also manchmal muss ich da ja auch mich in rechts fragen reinfuchsen?

00:31:14: Okay, ist dann letztlich das fast immer interessant.

00:31:16: Also es ist ein bisschen ein Problem, dass ich eigentlich immer zu viel Interessant finde.

00:31:19: insofern ist das ein bisschen wie die Schlaraffenland jetzt weil ich so viele unterschiedliche Probleme habe.

00:31:23: da muss ich immer was Neues verstehen.

00:31:25: und ja das interessiert mich letztlich auch.

00:31:27: Sehen

00:31:27: Sie dich denn trotzdem nochmal in so einen Forschungsteam zurück?

00:31:30: Ich sage mal so ein Chefredakteur ist ja auch ein erster Linie Manager der kann aber vielleicht mal das Editorial schreiben oder noch einmal einen kleinen Text.

00:31:38: Du kannst ja jetzt nicht einfach dich mal für ein paar Tage wieder zurückziehen und überhaupt erst einmal eine Fragestellung, der man nachgeht.

00:31:44: Die muss man ja auch erstmal finden.

00:31:46: Ja das stimmt ich kann mich direkt forschen aber was sich schon machen kann... Ich kann mich in neue Forschungsinhalte reinfuchsen reinarbeiten dadurch dass ich dann relativ tief einsteige und Papers Publikation lese.

00:31:59: und ja das mache ich denn schon.

00:32:02: Desi ist für Hamburg ja, für den Wissenschaftsstandort eine Marke wie es keine Ahnung im Kosmetikbereich Nivea ist.

00:32:10: Was hat denn der Wissenschafts-Standort Hamburg dann für einen Ruf eigentlich?

00:32:13: Also wenn ich in Amerika bin und in New York bin immer mal, dann musste ich über viele Jahre mal den Leuten erklären wo Hamburg überhaupt liegt dass das überhaupt in Deutschland ist usw.. Wie ist das mit Desi?

00:32:24: Also in der Wissenschafts-Community ist Desi unglaublich bekannt, in der Naturwissenschaft.

00:32:30: Wir haben da enge Kooperationen also zum Beispiel NYU – ich bin auch häufiger in New York – NYU und Columbia.

00:32:37: die Leute, die da in der Physik oder so arbeiten, die wissen alle wo Desi ist ja und dadurch auch wo Hamburg ist.

00:32:42: Die waren auch fast alle schon mal hier!

00:32:44: Das ist schon enorm bekannt.

00:32:46: uns gibt es ja auch schon seit sechszechzig Jahren.

00:32:49: wir sind eines der führenden Zentren in dieser beschleunigen Physik.

00:32:54: mit vielen amerikanischen Labors, eins was relativ ähnlich ist es in Brookhaven das ist auch also das on Long Island nicht weit von New York City entfernt.

00:33:06: Ist Desi auch an anderen Orten eigentlich möglich?

00:33:10: oder sagst du okay dass gehört jetzt hierher?

00:33:15: Es gibt ja immer mal Firmen die so umziehen.

00:33:17: ich meine klar da ist eine Stadtbeteiligung drin und so weiter.

00:33:20: einfach wäre das nicht.

00:33:21: aber ist Hamburg dafür auch schon prädestiniert einen Standort zu haben?

00:33:27: Ja, Hamburg hat da einen riesen Vorteil.

00:33:29: Erstens dadurch das es schon da ist und wir nutzen ja die Infrastruktur, die über die sechsten Sechzig Jahre aufgebaut wurde, die nutzen wir immer weiter.

00:33:37: Wir versuchen die immer zu recyceln quasi also da gibt es Tunnel in denen unsere Teilchenbeschleuniger sind.

00:33:43: zum Beispiel haben wir jetzt ein.

00:33:44: unser längster Tunnel auf dem Gelände heißt Petra III.

00:33:48: dieser Beschleunige wurde vor genau fünfzig Jahren gebaut.

00:33:52: Also die Urkunde wurde tatsächlich Ende Januar zwischen der Stadt Hamburg und dem Bund damals unterschrieben, das zu bauen.

00:34:00: Wir nutzen den jetzt immer noch, der ist fünfzig Jahre alt und wir wollen jetzt den nochmal verbessern deutlich verbessern.

00:34:05: dann heißt er Petra IV Und dass wird da nochmal zwanzig dreißig Jahre laufen.

00:34:11: ja aber natürlich ist es ein Vorteil, dass wir's schon haben und dann einfach immer weiterentwickeln.

00:34:18: Und das zweite was auch Riesenvorteil irgendwie J-WD sonst wo sind, sondern in Bahrenfeld sehr gut angebunden sind.

00:34:29: Obwohl wir hoffen das dann noch eine S-Bahn oder U-Bahnen auch noch kommt.

00:34:32: aber zumindest der Metrobus fährt da relativ fix hin und so nah an der Stadt zu sein, wo man auch wirklich gut wohnen kann.

00:34:40: Auch wenn das teilweise sehr teuer ist in Hamburg oder so... Ist natürlich auch ein Riesenvorteil im Vergleich zu zum Beispiel einem sehr großes anderes Forschungszentrum ist in Jülecht.

00:34:49: Das ist irgendwie sehr schlecht angebunden zwischen Köln und Aachen und dann muss man da noch eine Stunde mit so einen komischen Regionalzug fahren.

00:34:57: Es ist alles sehr mühsam!

00:34:58: Und dass in Hamburg es sehr, sehr gut.

00:35:02: Wir sind ja sehr international, also fast ein Drittel der Leute die bei uns arbeiten kommen aus dem Ausland.

00:35:07: Wir haben gerade bei den Postdocs und Doktoranden sehr viele über zwei Drittel, die aus dem Außland kommen und da ist natürlich auch sehr wichtig dass es eine so weltoffene und tolerante Stadt ist das sie sich hier wohl fühlen aus der ganzen Welt und das ist auch noch ein großer Punkt warum diese so erfolgreich ist.

00:35:24: Kannst du gut abschalten?

00:35:26: Also wenn du abends vom Gelände runter gehst, keine Ahnung wann immer das ist.

00:35:29: Achtzehn Uhr, neunzehnt Uhr... Ach nee, du stehst ja früh auf!

00:35:32: Du gehst dann schon um fünfzehn

00:35:33: uhr, ne?

00:35:35: Ich gehe trotzdem erst gegen achtzehn und neunzen Uhr.

00:35:38: Und dann

00:35:38: ist alles vorbei.

00:35:39: oder musst du vielleicht auch wie Politiker das Handy anbehalten?

00:35:43: Könnte es da Gründe für geben?

00:35:44: Nö,

00:35:45: ne?!

00:35:46: Es kann schon Gründe geben, also auch bei uns können... Wir haben einen ganzen Campus der ist recht groß.

00:35:51: Da können natürlich auch Sachen passieren.

00:35:54: Vor allem letztes Jahr hatten wir mal ein Brand.

00:35:56: Wir hatten dieses Jahr dann unsere Schneekrise weil das Schnee auf den Bäumen lag dass dann da Bäume umfallen oder Äste abbrechen und so.

00:36:04: Also es ist schon gut erreichbar zu sein aber es ist sehr selten dass man da Notanruf bekommt.

00:36:10: abschalten, das kommt drauf an.

00:36:12: Also wenn ich ein schwieriges Problem habe dann kann ich auch schlecht schlafen weil die ganze Zeit überlege wie kann ich das lösen?

00:36:18: und es ist in so einer Managementposition ist es schon häufig dass es Probleme gibt was einen umtreibt.

00:36:25: aber ich kann dann auch abschalten.

00:36:27: also heute Abend freue ich mich darauf einfach mit einer freundlichen Essen zu gehen hier in der Schanze und überall alles mögliche zu reden und vollen Abstand zu haben.

00:36:35: klar

00:36:37: Ich sag mal so, man muss ja sehr geduldig sein als Wissenschaftlerin.

00:36:40: Wie geduldigt bist du denn auch im Privatleben?

00:36:43: Wie auch immer bis zu da kannst du gut auf dem Bus warten oder wenn die Bahn mal Verspätung hat dass du nicht gleich durchdrehst.

00:36:50: also überträgt sich so ein bisschen die die berufliche Qualität auch auf die Persönlichkeit.

00:36:56: Ja ich glaube ich bin sehr gedollt ich also ich bin glaub ich wirklich.

00:36:59: Also gut es gibt solche und solche Situationen.

00:37:02: also generell glaube ich Bin ich sehr gedouldig aber auch immer Ja, also da bin ich total entspannt mit dem Bus oder Bahnen.

00:37:11: Also dann ist es halt so auch beim Auto dass sich da irgendwie drängeln und hier längst oder so.

00:37:16: das finde ich unerträglich.

00:37:17: Da bin ich sehr entspannt.

00:37:18: So ist es dann und da muss man wirklich frühzeitig losfahren, dass es dann auch okay ist.

00:37:24: Trotzdem kann es schon sein, wenn es nicht vorangeht.

00:37:27: Man will ja auch was bewegen und was ändern sich immer nichts tut und man da monatelang irgendwie nicht vorankommt.

00:37:35: oder manchmal jahrelang versucht man etwas zu bewegen.

00:37:38: Und es geht einfach nicht voran, dann kann ich auch schon ungeduldig werden.

00:37:42: Wie gehst du nur mit Rückschlägen

00:37:43: um?

00:37:45: Aufstehen wieder... Also ich denke das ist ganz normal dass dann was nicht klappt und dann versucht man einen neuen Weg

00:37:55: relativ naiv, dass man als Wissenschaftlerin erstmal grundsätzlich so er-einsam seine Sachen macht.

00:38:01: Also natürlich in der Community Problemlösungen bespricht aber eher weniger richtig soziale Kontakte während der Arbeit hat.

00:38:09: Jetzt bist du ja an der Spitze einer Organisation mit sehr vielen Menschen unter dir und neben dir.

00:38:15: Ist das etwas wo du dich umstellen musstest?

00:38:18: Dass du auch einmal für so viele Personen Verantwortung hast?

00:38:22: Nee, ich glaube das ist ein bisschen falsche Vorstellung dass man da so einsam im Kämmerlein vor sich hin forscht.

00:38:28: Also gerade in dem Gebiet wo ich sozialisiert bin in der Teilchenphysik das kann man nur machen mit riesigen Teams.

00:38:35: also schon das Experiment an dem ich gearbeitet habe als ich Diplom und Doktorarbeit gemacht haben hatte es dreihundert Leute von denen Großteil Na ja, ungefähr die Hälfte waren aus Deutschland.

00:38:47: Die andere Hälfe international und ein Großteil war auch hier bei DESI tätig.

00:38:53: Und Ja man braucht diese großen weil wir große Experimente betreiben mussten komplexe Datenanalyse und da ist man letztlich immer im Team unterwegs.

00:39:03: Natürlich hat jeder auch Einzelaufgaben aber es vergeht kaum einen Tag wo man nicht viele viele Gespräche führt und überlegt wie kommt man da jetzt voran?

00:39:12: das Experiment beim Large Hadron Collider, an dem ich gearbeitet habe.

00:39:15: Da war sogar dreitausend Leute!

00:39:19: Ja, auch eine große Leitungsaufgabe schon gehabt.

00:39:21: Und letztlich ist das in meiner Karriere so gewesen.

00:39:23: Am Anfang fing es mit kleineren Aufgaben an ... Das sind

00:39:26: immer mehr Leute geworden?

00:39:26: Ja,

00:39:26: waren fünf bis zehn Leute und jetzt sind es halt dreitausend Leute.

00:39:29: Natürlich ist es ja so, dass man trotzdem eher mit dem engeren Team arbeitet.

00:39:35: Dann ist das ja ne ganze Organisationsstruktur.

00:39:38: Es ist nicht, dass ich dreitausend Leuten sage was sie tun sollen.

00:39:41: Also ganz einfach ...

00:39:42: Es gab mal eine Zeit vor, ich glaube so, ich würde sagen vor fünf bis zehn Jahren Als Wissenschaftler auf einmal total populär wurden, also berühmte Wissenschaftler Biopics entstanden sind.

00:39:54: Also über Madame Curie beispielsweise fand ich sehr, sehr beeindruckend.

00:39:59: Guckst du dir so etwas an?

00:40:00: Bis hin vielleicht zu ganz mainstreamigen Sachen wie die Big Bang Theory oder kannst du jetzt gar nicht angucken weil du sagst, Gottes Willen, das ist ja fürchterlich!

00:40:09: Ne, das gucke ich... Also Oppenheimer zum Beispiel fand ich einen fantastischen Film.

00:40:13: Habe ich sehr gerne geguckt, da sind auch viele Kleinigkeiten drin die man gerade als Physikerin.

00:40:19: diese Zeit war einfach unglaublich spannend.

00:40:21: ja also dass dann die Atombomber rausgekommen ist natürlich nicht glücklich gewesen für die Menschheit aber es war von einer reinen Wissenschaft eine unglaublich spannende Zeit und Genau, das nochmal durch diesen Film noch mal zu erleben fand ich toll.

00:40:36: Big Bang Theory habe ich letztlich nicht so geguckt aber kann ich durchaus gucken also ist jetzt nicht schlimm.

00:40:44: Also es ist auch ganz nett weil der Wissenschaft... Die haben ja auch tatsächlich Formeln da drin und so weiter.

00:40:52: Und die haben Science Advisor, den kenne ich gut.

00:40:55: von UCLA ist der das ist ja da auch um die Ecke bei Hollywood wo das gedreht wurde.

00:41:01: David Salzberg heißt der und den kenn ich.

00:41:03: mit dem habe ich gut zusammengearbeitet in den frühen zweitausender Jahren und er hat eben aufgepasst dass auch alles richtig ist und hat auch die Ideen reingegeben was man daran.

00:41:11: aber

00:41:11: du hast dir nicht die Filmstudios angeguckt dort oder?

00:41:15: Wir haben ja schon gehört, Konzerte und Musik sind eine große Leidenschaftsfilm denn als solches auch.

00:41:20: oder Serien?

00:41:22: Vielleicht auch Serien über die du gar nicht so gerne sprechen möchtest.

00:41:25: Weil irgendwelche Arztserien oder was auch immer...

00:41:28: Na ja Friends halt zum Beispiel.

00:41:31: Da muss man sich ja nicht verschämen.

00:41:32: Ne genau.

00:41:33: Sollte jetzt

00:41:33: eher etwas hören wo man sich vielleicht

00:41:36: verschämt.

00:41:37: Dornenvögel.

00:41:39: Oha!

00:41:39: Ja reicht schon.

00:41:42: Aber es ist jetzt auch schon länger hier.

00:41:44: ehrlich gesagt

00:41:47: Ist das eine gute Entspannungsmöglichkeit für dich, also Filme zu gucken?

00:41:52: Ja.

00:41:52: Ich finde Filme manchmal... vielleicht bin ich doch ein bisschen zu ungeduldig!

00:41:58: Ja, also Filme können halt schon lang sein.

00:42:02: Also das ist ein bisschen ... dass ich da die Aufmerksamkeitsspanne, wenn ich die alleine vorm Fernseher gucke, das schaffe ich nicht unbedingt... Da muss schon super Film sein, dass es schafft meine ganze Aufmerksamkeit zu halten.

00:42:14: aber ins Kino gehe ich schon gerne auch und genau, ich will jetzt auch irgendein Film diesen Meyerhof-Film, wenn wir ihn gucken zum Beispiel.

00:42:22: Das ist fantastisch!

00:42:23: Ich darf da schon vorwegnehmen, der ist wirklich ganz großartig.

00:42:27: Ich würde auch noch ein zweites und drittes mal reingehen.

00:42:29: Das passiert mir eigentlich sehr selten, dass ich so die Idee habe, den könnte ich mir

00:42:33: nochmal angucken.

00:42:34: Darf ich die Rückschlägefrage nochmal beantworten?

00:42:37: Ja bitte!

00:42:40: So Rückschläge in der Forschung passiert das ja ständig.

00:42:43: also man hat ja eigentlich fast nie Erfolg sondern die ganze Zeit versucht man irgendwie, was hinzubekommen.

00:42:51: Und ich glaube das ist das ninety-fünf Prozent der Zeit klappt es halt nicht und man versucht immer weiter und deswegen glaube schon dass wir in einer Forschung besonders gute mit Rückschlägen umgehen muss da darf man sich nicht entmutigen lassen.

00:43:03: also das dauert teilweise zehn zwanzig Jahre bis etwas klappt.

00:43:07: und gerade die Leute die Nobelpreise gewonnen haben die haben echt eine unglaubliche Beharligkeit.

00:43:12: das ist eines der wichtigsten Charakteristiker von Nobelpreisträgern.

00:43:16: Ich hab da auch mit mehreren gesprochen und die sagen immer, Sturr halt weitermachen und nicht aufgeben ist unglaublich wichtig!

00:43:23: Und diese Rückschläge einfach verarbeiten und weiter so ist echt kritisch.

00:43:28: Ist das also ich sag mal als Schauspielerin oder Schauspieler wünscht man sich immer einen Filmpreis irgendwie zu gewinnen?

00:43:35: Der Nobelpreis ist nun so selten dass man... Also ich glaube Man kann sich das nicht wünschen, aber gibt es etwas wo du zwischendurch mal so ein Karriereziel hattest?

00:43:45: Vielleicht einen anderen Preis?

00:43:46: keine Ahnung.

00:43:47: Körberstiftung gibt ja auch manchmal den Preis raus einmal im Jahr.

00:43:51: Nee ehrlich gesagt nicht solche Preise!

00:43:54: Das ist gar nichts so wichtig.

00:43:56: also... Wichtiger ist es dann einfach, dass man's schafft.

00:43:59: Was was man sich vorgenommen hat, dass das dann hinbekommt.

00:44:02: also ich war zum Beispiel Teil der Entdeckung des Higgs Bosons.

00:44:06: Das war unglaublich weil das Teilchen war schon vorhergesagt worden als ich noch studierte.

00:44:12: Also es war eigentlich schon aus dem Jahr vierundsechzig vorher gesagt worden.

00:44:14: Als ich studiert hatte wurde schon die ganze Zeit darüber erzählt, dass es das geben muss und dass das die und die Rolle spielt.

00:44:21: Aber dann hat es bis zum Jahr zwölf gedauert, bis es entdeckt wurde und ich war Teil eines der Teams die das geschafft haben.

00:44:26: Und

00:44:26: was kann das für die Nicht-Wissenschaftler?

00:44:28: Naja, es gäbe uns alle gar nicht wenn es das nicht gäbe!

00:44:32: Die

00:44:32: ganze Vielfalt im Universum, dass es überhaupt Materie gibt, überhaupt Elektronen... Das ist alles wegen des Higgs Bosons.

00:44:40: ja also das ist ein Zauberkünstler quasi.

00:44:45: Das hast du sehr schön erklärt.

00:44:47: Wir kommen jetzt mal auch zu Wissenswerten und gar nicht zur Wissenschaften, wissenswerte es.

00:44:52: und jetzt kommst Du also Fakten über Hamburg!

00:44:54: Die größte bewohnte städtische Flussinsel in Europa ist die Elbinsel Willemsburg in Hamburg.

00:44:59: Sie erstreckt sich über eine Fläche von rund thirty-fünf Quadratkilometern.

00:45:03: Williamsburg ist ein lebendiger Stadtteil der Wohngebiete Industriehafenanlagen und Grünflächenvereint und von Norda oder Süderelbe umschlossen wird.

00:45:12: Was ist denn Deine Lieblinge Insel in Nord- oder

00:45:15: Ostsee?

00:45:17: Hm, schon Sylt.

00:45:19: Ja also dann ein bisschen eine richtig klassische Hamburger Bände.

00:45:23: Ja genau wobei ich auch am Rum sehr gerne mag.

00:45:26: aber Sylt ist einfach ein bisschen praktischer.

00:45:28: mit der Bahn und so weiter ist es auch sehr vielfältig.

00:45:31: finde auch Westerland in Ordnung.

00:45:33: Ich will zurück nach Westerlands Aber auch Hörnungen finde ich super.

00:45:37: Also ich mag Sylt schon gerne

00:45:39: Und zu welcher Jahreszeit?

00:45:42: Eigentlich auch zu jeder, ehrlich gesagt.

00:45:44: Außer richtig Winter bin ich nicht der Freund davon.

00:45:48: Frühling, Herbst aber auch Sommer.

00:45:49: Ich mag auch einen heißen Sommertag wenn das ist und dann ... Der Strand ist ja nie so richtig voll, er ist einfach auch so richtig breit.

00:45:57: Das mache ich mit einer Freundin von mir, das haben wir schon häufig gemacht, dass wir morgens früh die Bahn genommen haben den Tag nach Söld und abends um achtzehn Uhr zurück.

00:46:06: Mit viel Sprültchen in der Hand?

00:46:07: Genau, und Apparol!

00:46:09: Der Agate-Laschweg in Ottmarschen erinnert an Agate Lasch, die erste Lehrstuhlinhaberin der Universität Hamburg.

00:46:16: Eine bedeutende Sprachwissenschaftlerin, die als Jüdin von den Nationalsitzerlisten verfolgt.

00:46:21: Seit zweiundvierzig deportiert und ermordet wurde.

00:46:24: Stolpersteine, einen Erinnerungsstein auf dem Ulsterverfriedhof und der Agate Lashpreis halten ihr Andenken in Hamburg lebendig.

00:46:32: Welche Personen der Geschichte findest du besonders inspirierend?

00:46:35: Und warum?

00:46:39: Lise Meidner gibt es übrigens die Lise-Meidner Schule und den Lisemeidner Park auch in der Nähe von Desi.

00:46:46: Also eben auch eine Jüdin, die von den Nazis dann letztlich ins Exil getrieben wurde Erste Frau, die als Physikprofessorin in Deutschland tätig war und die hat auch eine unglaubliche Biografie wie sich in dieser Zeit wo Frauen auch noch überhaupt nicht fast studieren konnten.

00:47:08: Und schon gar nicht in der Physik.

00:47:09: und das wäre eben auch zu einer total spannenden Zeit als Albert Einstein Nils Bohr alle da waren und sie war einfach mittendrin.

00:47:17: mit er habe ich mich viel beschäftigt.

00:47:18: Ich hab auch häufiger einen Vortrag über Sie gehalten zum Beispiel im Planetarium letzten Oktober.

00:47:24: Und ja, sie ist auf jeden Fall enorm inspirierend.

00:47:27: Die Alsterschwene sind seit über vierhundert Jahren ein Wahrzeichen Hamburgs stehen seit sechzehnhundertvierensechzig unter besonderem Schutz des Senats und werden bis heute auf öffentliche Kosten vom Schwannenvater umsorgt.

00:47:39: Sie überwintern im Eppendorfer Mühenteich und kehren im Frühjahr auf Alster- und Kanäle zurück.

00:47:45: Welches Tier würdest du unter besonderen Schutz stellen wenn du könntest?

00:47:50: Das faulet hier!

00:47:53: Echt?!

00:47:53: Das fand ich schon sehr cool.

00:47:54: In Costa Rica war ich mal und da gibt es ja ganz viele Faultiere, die waren dann einfach irgendwie plötzlich auf diesen Bäumen und haben sich überhaupt nicht bewegt.

00:48:03: Also das finde ich schon ein enorm cooles Tier.

00:48:07: Großartig!

00:48:09: Du hast ja gerade eben schon gesagt welche Frau dich so inspiriert hat?

00:48:12: Was war denn in der Kindheit?

00:48:13: Gab's einen Kinderbuch oder Jugendbuch was dich irgendwie inspiriert?

00:48:20: Ja, keine Ahnung ob das wirklich... Also ich hab dann was als Mädchen Honey und Nanny und Dolly oder so.

00:48:26: Und dann hatte ich auch irgendwann von so einem Postboten glaube ich.

00:48:29: Pitchibook!

00:48:30: Der lustige Briefträger?

00:48:31: Genau, das war mein aller-allergrößtes Lieblingsbuch also das war Legendir.

00:48:36: Ich habe das da mal versucht meinen in meinem Neffe und meiner Nichte anzudrehen, aber die hatten kein Starlight-Entresse.

00:48:43: Also das ändert sich dann halt auf, vierzig Jahre später ist es ja irgendwie nicht mehr so cool.

00:48:48: Wobei ich ... Ja, ich hab's jetzt lange nicht gelesen.

00:48:50: oder was war mein absolutes Lieblingsbuch?

00:48:53: Welchen Einfluss das dann auf meinen Werdegangen hatte kann ich jetzt nicht beurteilen.

00:48:56: Ich habe mit fünfzehn tatsächlich zwei Biografien, ich weiß auch gar nicht warum ich zweienteinander gelesen habe von Albert Einstein gelesen also hat mir aber jetzt nicht weitergeholfen in meiner Karriere.

00:49:06: Also ich hab keine gelesen.

00:49:07: Ich bewundere ihn sehr.

00:49:09: Also nicht nur für die Physik, sondern auch einfach als Menschen muss man sagen.

00:49:12: Ja jetzt haben wir ja schon gelernt dass du geduldig bist.

00:49:16: gibt es trotzdem Dinge die dich auf die Palme bringen?

00:49:19: also wo du so anfängst zu brodeln oder zu schimpfen?

00:49:24: Ja ich habe festgestellt das sich Ungerechtigkeit unerträglich finde.

00:49:29: Es ist für mich ganz wichtig dass Sachen fair sind, dass sie gerecht sind und dass Leute gerecht behandelt werden.

00:49:36: Da kann ich sehr, sehr wütend werden wenn das nicht passiert.

00:49:40: Jetzt kommen wir mal zu deiner großen anderen Liebe neben der Wissenschaft im HSV.

00:49:45: Du hast das vorhin so gesagt du hast mit Kevin Keegan mal gespielt.

00:49:48: wie kommt das also?

00:49:49: der kam ja nicht in jeden Vorgarten in Hamburg?

00:49:52: Ne genau aber... Als er dann aufgehört hat mit seiner HSV-Karriere, er ist dann jetzt zurückgegangen.

00:49:57: Ich glaube noch Southampton oder so.

00:49:59: und der Notar von ihm, der das Haus dann verkaufen sollte oder den Vertrag zum Hausverkauf gemacht hat, der wohnt in einer gleichen Straße und die Familie war auch mit meinen Eltern befreundet und wir Kinder waren auch befreündet Zudem nach Hause in die Straße und dann durften wir da auch hinkommen.

00:50:19: Und dann haben wir halt mit ihm Fußball gespielt, der war auch sehr nett!

00:50:22: Ich habe ein Autogramm auch noch gekriegt.

00:50:23: Das war dann lieber auf den ersten Blick für den HSV?

00:50:26: Na ja gut also es war ja auch so dass mein Vater auch HSV-Fan war.

00:50:31: Mein Vater ist jetzt einundneunzig und er ist daher schon so ungefähr seit achtzehn Jahren HSV Fan.

00:50:37: Der hat

00:50:37: also die guten Zeiten auch miterlebt.

00:50:40: Absolut und der

00:50:40: ist ja schon sehr lange her.

00:50:42: Ja, dann war ich auch das älteste Kind Und er hat mir sehr früh schon beigebracht Das punktesystem.

00:50:46: damals gab es noch zwei Punkte für gewinnen und einen für unentschieden und null wenn man verloren hat und Hat mich auch ins Stadion mitgenommen als ich erinnere sehr gut das war noch das alte HSV stadion wo es auch noch so eine tatanbahn gab und Die westkurve war dass wo man stand und die waren alle mit diesen kutten Also alles in jeans und mit ganz vielen aufgenähten Sachen drauf.

00:51:08: Genau, da war ich irgendwie auch und da waren wir häufiger beim HSV und die beste Erinnerung, die ich habe ist dass wir dann irgendwann bei so einem Europapokalspiel waren wir mal nicht in einer billigen Westkurve sondern an der Seitenlinie und dann lief halt die Gang... Also es muss zweiundachtzig gewesen sein oder einundachtzig also das weiß ich nicht mehr Aber auf jeden Fall lief die ganze Zeit Manny Kalz an mir vorbei, also in der einen Halbzeit.

00:51:38: In den anderen war natürlich auf der anderen Seite.

00:51:40: sozusagen ja aber das habe ich noch sehr gute Erinnerungen.

00:51:43: Und als du in Kalifornien warst hast du dann immer auch auf die Tabelle geguckt oder hast du da dem Bezug ein bisschen verloren?

00:51:50: Also auf die tabelle hab' ich geguckt und ich werde auch Teil eines Tipps spielts oder so wo ich aber nie Land gesehen habe.

00:51:56: Aber das hat geholfen den Kontakt ein bisschen aufrecht zu erhalten.

00:52:00: Aber ich hab da den Kontakt ein bisschen verloren, muss ich sagen.

00:52:03: Ja?

00:52:03: Ich mein in den neunziger Jahren hatte ich auch eine Dauerkarte als Anthony Jo Boa und Roy Präger und so waren also das Juventus ... viel zuviel gegen Juventlus.

00:52:13: Das legendäre Viel.

00:52:14: Genau, also das war noch die große Zeit dann hatte ich ein bisschen Kontakt verloren.

00:52:17: aber ja jetzt guck' ich wieder fleißig jedes Wochenende.

00:52:23: Gehst du denn auch mal ins Stadion?

00:52:24: Ja ab und zu!

00:52:25: Okay, aber Dauerkarte ist noch kein Thema.

00:52:28: oder kriegt man eigentlich welche?

00:52:29: Weiß ich nicht.

00:52:30: Also weiß ich nicht.

00:52:30: das ist mir aber auch... Nee, das ist ein zu großes Commitment, das schaffe ich im Moment nicht.

00:52:35: Außerdem ist es auch mein Vater.

00:52:36: wie gesagt ist er einundneunzig und das ist dann eine schöne Tradition dass wir meistens gucken wir schön auf dem Sofa ja und ärgern uns gemeinsam und manchmal freuen wir uns auch Wie experimentierfreudig

00:52:47: bist du denn so im Privaten?

00:52:49: Also beispielsweise gehst du gerne mal in neue Lokalitäten oder bist du jemanden, die ihren Gewohnheiten nachgeht.

00:52:57: Da bin ich entspannt also lasse mich da gerne auch mitschleifen.

00:53:01: das Leute sagen lass uns mal dahin gehen da bin ich sehr entspannt und macht es einfach.

00:53:05: Also neues ist okay.

00:53:07: Neues is ok!

00:53:08: Und ähm... Ist es denn so dass du Du hast vorhin gesagt, die haben alle Jeansjacken getragen mit was aufgenäht.

00:53:16: Wie modebewusst bist du denn?

00:53:18: Also ich sag mal auch da wieder eher so ein Klischee als Wissenschaftlerin.

00:53:21: bist du irgendwo im dunklen Raum und Vorstand darum kann man immer locker Jeans und Schwarz tragen.

00:53:26: oder bist du auch jemand die sich dann mal gerne fein rausputzt?

00:53:30: Ja also ich versuch schon gut auszusehen, also man muss ja auch recht professionell.

00:53:37: Also weil ich jetzt hier auch so eine Leitungsposition habe, dann muss ich relativ professionell aussehen.

00:53:43: wenn ich damit wichtigen Leuten rede, dass man gut angezogen ist es mir schon wichtig und das macht auch Spaß manchmal raus zu putzen.

00:53:53: Und wenn du auf ganz Hamburg mal von oben guckst weil das Thema Klimawandel vorhin irgendwie angesprochen ist.

00:54:01: Es wird ja immer wieder gesagt und es mir neulich auch aufgefallen, als ich so von oben drauf gehe, dass wir schon ganz schön grün sind.

00:54:07: Irgendwie bist du gerne in der Natur unterwegs?

00:54:10: Ja also das ist wirklich auch eine ganz, ganz tolle Sache von Hamburg!

00:54:14: Und gerade die Elbverorte sind da ja unglaublich wie wahnsinnig grün das ist.

00:54:18: Das ist mir auch unglaublich wichtig ehrlich gesagt.

00:54:20: Also und Ich bin sehr gerne in einer Natur unterwegs.

00:54:23: Ich bin auch sehr gerne In Bayern, in den Bergen unterwegs oder so... Ich sehr gerne.

00:54:29: Reißt du gerne?

00:54:31: Weil das gehört ja zu deinem Job auch irgendwie dazu, oder?

00:54:34: Also wahrscheinlich ist man ja ganz häufig also bis da nicht nur im Bahrenfeld sondern musst ihr auch mal nach auswärts fahren um Symposien zu machen wie auch immer.

00:54:43: Nee mach ich es sehr gerne genau die Welt auch sehen ist ja auch immer spannend.

00:54:46: ich versuche auch dann wenn ich an einem Ort bin wo ich noch nicht gewesen bin dass sich das irgendwie schaffe mir ein paar Stunden zu nehmen um da ein bisschen ein bisschen Eindruck zu bekommen, sodass ich nicht nur in irgendeinem Meeting-Raum bin und dann schon wieder in der Bahn sind.

00:54:59: Das macht auch etwas sieht.

00:55:01: Ich bin sehr viel in Berlin natürlich aber auch gerne international unterwegs.

00:55:06: Jetzt wissen wir was dich auf die Palme bringt?

00:55:08: Was bringt dich denn zum Lachen?

00:55:11: Gibt es einen Comica über den du schon automatisch lass wenn er im Fernsehen zu sehen ist oder bestimmte Situationen oder eigene Missgeschicke?

00:55:19: Oder wie auch

00:55:19: immer.

00:55:21: Also ich kann sehr lachen, sage ich mal aber eher vielleicht in spontanem Situation wobei ich finde schon auch sehr lustig.

00:55:28: einige der Late Nights in den USA muss ich sagen also die US Comedians finde ich schon unglaublich lustig.

00:55:34: Oh ja oder ich liebe diese Serie Curb Your Enthusias mit Larry David oder auch Seinfeld finde ich unglaublich.

00:55:43: Kann nicht unglaublich komisch finden.

00:55:46: Sehr schön.

00:55:47: Weißt du, was nicht komisch ist?

00:55:49: Wir sind schon am Ende!

00:55:50: Das ist hier zeitlich begrenzt und deswegen habe ich nur noch zwei Fragen an dich.

00:55:54: Wo siehst Du Dich in fünf Jahren?

00:55:58: Ja eigentlich... also Ich hab ja gerade erst angefangen vor einem Jahr.

00:56:02: Das ist immer für fünf Jahre und es wird aber auch gerne mal nochmal verlängert.

00:56:07: Also ich kann mir gut vorstellen dass ich immer noch das DC leite in der gleichen Position Aber ich hoffe natürlich sehr, dass sich auch schon einiges weiterentwickelt hat.

00:56:19: Dass wir unser neues Superprojekt dabei sind umzusetzen.

00:56:24: Wo siehst du Hamburg in fünf Jahren?

00:56:28: Ich hoffe, wir sind dann weiter bei der... Science City, das ist jetzt für mich sehr wichtig bei Desi.

00:56:37: Dass die Science City Hamburg warnfeld sich weiterentwickeln und ich hoffe auch tatsächlich dass der Olympia ausgewählt wurde.

00:56:43: dann wäre ja das olympische Dorf tatsächlich in der Science City Und ich finde es ja super weil Olympia ist ja auch etwas was Völker verbindet Die Jugend der Welt Und ich find die Wissenschaft tut das auch und insofern finde ich es ein match made-in heaven.

00:56:58: Dann drücken wir mal die Daumen.

00:57:00: Professor Doktor Beata Heinemann Das war eine knappe Stunde mit dir.

00:57:04: Das war sehr, sehr schön überraschende Einblicke und tolle Einblickel!

00:57:08: Und in diesem Sinne wünsche ich dir alles Gute.

00:57:10: weiterhin ein gutes Händchen für Desi und Ahoj!

00:57:13: Danke, AhoJ!

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