Rebelzer bei "Gute Leude - Das Hamburg Gespräch"

Shownotes

In „Gute Leude – Das Hamburg Gespräch“ mit Lars Meier erzählt der Hamburger Street-Art-Künstler Rebelzer, wie aus Hamburg für ihn über die Jahre nicht nur ein Wohnort, sondern eine Leinwand geworden ist. Er spricht darüber, warum er sich nach vielen Jahren mit eigenem Laden auf St. Pauli bewusst für mehr Freiheit und Reisen entscheidet und wie sehr ihn das Arbeiten „von der Straße für die Straße“ bis heute prägt. Dabei gibt er Einblicke in die Entstehung seiner bekannten „Freaks“, die ihren Ursprung in einfachen Skizzen am Telefon hatten, und beschreibt, wie sich seine Kunst aus dem klassischen Graffiti heraus entwickelt hat. Außerdem berichtet er von seinem künstlerischen Durchbruch während der Finanzkrise, als weiße Plakatflächen in der Stadt plötzlich zu seinen Bühnen wurden, und warum ihn gerade Hamburgs urbane Räume bis heute inspirieren. Rebelzer spricht über den Wandel der Stadt, seine enge Verbindung zu St. Pauli und darüber, warum Freiheit für ihn bedeutet, unterwegs zu sein, ohne genau zu wissen, wo er am nächsten Tag aufwacht. Nicht zuletzt geht es um seinen Blick auf Besitz, Glück und Selbstständigkeit – und darum, warum er sich ein Leben ohne klassischen Nine-to-Five-Job bewusst bewahrt hat.

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00:00:02: Das Highlight für mich war die Finanzkrise, ich glaube, im Jahr two-thausendneun als die ganzen Billboards aka diese Großflächenleinwände auf einmal alle weiß plakatiert wurden.

00:00:13: Und das war auch der Auslöser womit ich glaube Leute meine Figuren wahrgenommen haben weil da bin ich ziemlich viele weiße große Leinwende abgelaufen und habe Spuren hinterlassen.

00:00:25: ja also jetzt wird es doch politisch.

00:00:30: Ich finde ich weiß nicht viele Sachen sind aus meiner Sicht unnötig, die hier passieren.

00:00:38: Mutig wäre einfach zu sagen wir bauen jetzt ganz viele soziale Wohnungen für ganz viele Menschen sehen zu dass der Mietspiegel runter kommt und fangen mal an alle Gebäude zu begrünen.

00:00:49: so das wär eine Art von muti ich mir von der Stadt und der Politik hier wünschen würde.

00:00:54: und sowas Beispiel geht es nur Spielbudenplatz AKA Essohäuser.

00:00:59: also Das Ding stand da jetzt... Egal, wir wollten nicht drüber reden.

00:01:02: Aber da kann ich nur einen Kopf schütteln mit dem Konzept was da jetzt gemacht wird.

00:01:08: Ich sage nicht schon wieder ein Hotel aber schon wieder eine Hotel.

00:01:11: Was wir hier nicht brauchen sind Hotels und aus meiner Sicht brauchen wir auch keine Olympiade So wie braun je bezahlbaren Wohnraum.

00:01:18: Ja Es gab aber einen Moment ich glaube zwanzig dreizehn habe ich mich einfach von den Ängsten der Geldsorgen befreit so Und ab.

00:01:30: da hatte ich das Glück, dass es irgendwie immer funktioniert und ich immer was zu essen aufm Teller hatte.

00:01:37: Und trotzdem die Miete bezahlen konnte.

00:01:40: Obwohl sowas wie diese Corona-Jahre, die ja die ganze kulturelle Szene ob Film, Theater, Musik, Kunst wirklich hart getroffen hat... Das war für mich ein normaler Standard.

00:02:19: Heute zu Gast ist der Hamburger Street Art Künstler, Rebelza.

00:02:22: Moin

00:02:23: moin!

00:02:24: Geboren in den Ruhgebieten, bis du seit dem Jahr und neunzehnt in Hamburg aktiv bist.

00:02:28: Bekannt geworden bist du vor allem durch deine Freaks-Figuren mit schwarzen Linen auf weißem Hintergrund.

00:02:34: Einer deiner bekanntesten Freaks ist am Millentor Zuhause.

00:02:37: Seit dem Jahr zwei Tausend Neuen betreibst du außerdem einen Flaggschiffladen auf St Pauli, den du jetzt geschlossen hast neulich.

00:02:43: Heute lebst du selbst mitten auf St.

00:02:46: Pauli.

00:02:48: Du bist auf St.

00:02:48: Pauli groß geworden und seit den Neunzigern in der Street-Azene aktiv!

00:02:53: Es gehört ja so ein bisschen dazu, dass Bilder die irgendwo an die Wand gesprüht, geklebt oder gemacht werden dann immer wieder auch verschwinden.

00:03:02: Weißt du wo der älteste Freak irgendwo an einer Hauswand hängt?

00:03:08: Oder im Bauzaun?

00:03:09: wahrscheinlich nicht ne?

00:03:10: Nee Bauzaune, gute Frage Nee, das ist ja das Schöne bei Street Art.

00:03:16: Das ist ja von der Straße für die Straße und ich finde es auch gut wenn Sachen wieder verschwinden.

00:03:22: dann hat man ja auch Platz dass neue Sachen auftauchen können.

00:03:25: aber wo jetzt der älteste ist?

00:03:26: gute Frage.

00:03:27: Ich find's immer sehr schön wenn einer

00:03:29: der Ältesten könnte es ja mal sagen Also der bekannte Sankt Ja Milantor.

00:03:33: Aber Es gibt ja auch noch

00:03:34: Große Ehre.

00:03:35: Es gibt noch andere Orte, also ehrlich gesagt finde ich es immer wieder schön so wie's gestern auch vorgekommen ist wenn mir Leute tatsächlich ein Fotoschicken über die Social Media Kanäle.

00:03:46: und gestern kam einer von zwei tausend siebzehn Popter auf in irgendeiner anderen kleinen Stadt um und bei Lüneburg hatte ich total vergessen.

00:03:53: Also kann ich dir nicht sagen wo die ältesten sind.

00:03:56: okay Wie oft bist du denn eigentlich noch aktiv?

00:04:00: Wann dass du noch nachts durch die Straße sprüßt?

00:04:02: oder Wer jetzt einen Rebellzer sehen will, der muss ihn kaufen.

00:04:08: Was soll ich dir denn jetzt dazu sagen?

00:04:11: Von der Straße für die Straße immer auf der Straße.

00:04:14: Ja

00:04:14: okay aber du bist wahrscheinlich ja nicht mehr so oft unterwegs wie

00:04:18: früher.

00:04:20: Jein!

00:04:21: Also A bin ich natürlich auch ein bisschen älter und brauch meinen Schlaf aber B habe ich ja natürlich auch jetzt jahrelang, siebzehn Jahre lang mein Laden auf Sankt Pauli gehabt.

00:04:30: das hat mich schon ganz schön eingespannt.

00:04:33: Was ich gerne noch mache, weil ich finde das Medium-Streetart als solches schön und das mach' ich immer mal wieder gerne sind wenn Sperrmüll links oder rechts rumsteht.

00:04:43: Und ich zufällig ein Stift in der Tasche habe dass sich da schnell was drauf male was hinterlasse.

00:04:48: und wer sieht und clever genug ist nimmt es direkt mit

00:04:51: Großartist.

00:04:53: Wir kommen jetzt zu deinen Lieblingen nämlich die Hamburg Lieblinge.

00:04:56: ist unsere Schnellfrage Runde?

00:04:58: Da solltest du möglichst kurz schnell und knapp darauf antworten.

00:05:03: Welches ist deine Lieblingskneipe in Hamburg?

00:05:07: Ankerplatz der Freude.

00:05:09: Welche ist deine liebliche Straße in

00:05:11: Hamburg?

00:05:11: ?

00:05:14: Heinreuerstraße.

00:05:15: Welches is dein Lieblinsmuseum

00:05:16: in Hamburg?.

00:05:18: Museum der Arbeit.

00:05:21: Welcher ist dein Lieblingsaussichtspunkt in

00:05:23: Hamburg.?

00:05:25: Landungsbrücken.

00:05:26: Und welches ist dein lieblings Kino?

00:05:29: Studio, Kino, Bernstorffstraße.

00:05:32: Wo ist diese Lieblingskneipe?

00:05:34: Ich habe noch nie davon gehört.

00:05:35: Ich bin ja auch kein richtiger

00:05:36: Hamburger, das ist die in der du noch nicht warst.

00:05:40: Okay und die gibt's noch

00:05:42: Immer mal wieder aber seit Jahren gerade nicht.

00:05:45: also es ist sagen wir mal ein geheimer wirdsraum wo ab und zu Mal ein bisschen Bier getrunken wird und schöne musik gespielt wird.

00:05:55: richtig sehr gut.

00:05:57: Das willst Du aber

00:05:58: nur mit Einladung und wenn die rote Laterne leuchtet

00:06:01: Und das willst du auch gerne so weitermachen?

00:06:04: Ja.

00:06:04: Du hast ja vor ein paar Wochen dein Laden zugemacht, was war denn der Hauptgrund?

00:06:09: Der Hauptgrund ist dass ich als selbstständiger Künstler jetzt siebzehn Jahre lang in einer neuen Straße mein Laden haben durfte und... ...der Hauptgrund is tatsächlich Ich möchte nochmal reisen!

00:06:22: Ich bin jetzt genau im richtigen jugendlichen Alter, daß ich denke, ich muss die Welt noch mal sehen und noch die Fricks...

00:06:27: Kreuzfahrten?

00:06:28: Ja, so ungefähr.

00:06:30: Nee Und zwar mit Motorrad oder Bus.

00:06:33: Oder beiden und es geht darum, dass ich die Freaks nochmal in die Welt trage.

00:06:37: Und diesen netten Anker... Der Anker hat ja zwei Seiten also hat er zwei von diesem Anker.

00:06:43: wie heißt das überhaupt?

00:06:45: Ankerschauffeln.

00:06:46: Keine Ahnung.

00:06:47: Die eine ist halt das positive.

00:06:49: Das ist mein Zuhause gewesen Mein Laden, mein Studio, mein zweites Wohnzimmer.

00:06:54: aber die andere Seite ist das ist auch ne ganz schöne Fußkette die auch jeden Monat richtig Kohle kostet Und das möchte ich jetzt einfach gerade mir mal sparen und die Kohle, die ich spare nutzen um einfach nochmal zu reisen.

00:07:08: Aber das war ja damals schon sehr ungewöhnlich, dass ein Street Art Künstler sagt so Ich mache jetzt einen Laden da ist ja auch gewaltiger Anteil an Spießigkeit dabei.

00:07:16: Man muss also

00:07:17: Spittung ausstellen,

00:07:19: Naja Erfüllhaltung führen usw.. Also mir sind nicht so viele Street Art Künstler bekannt, die dann sofort einen Laden gemacht haben.

00:07:27: Der bekannteste Banksy hat glaube ich auch bis heute keinen eigenen Laden sondern verklagt jeden der irgendwelche Dinge weiterverkauft.

00:07:35: Na ja um auf deine Frage zu antworten... Ich bin oder war der erst in Hamburg der sich das getraut hat?

00:07:42: Das ist nämlich glaube ich nicht Spießigkeit sondern eher Mut.

00:07:45: und es war auch der große Mut den ich aufgebracht habe zu sagen ich glaub jetzt an was ich mache Und versuch's einfach nur mit meiner Kunst, meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

00:07:57: Und durch das Glück was ich auch... Was mir zuteil wird dass die ganzen Menschen, die meine Kunst gut finden, die haben mich ja mitgetragen indem sie quasi bereit waren Geld dafür auszugeben für das was ich mir ausgedacht habe so zu gestalten sprich die Frigs und natürlich gehört da auch Buchhaltung zu.

00:08:15: wer Mut hat hatte auch Glück Und ich finde das wirklich bemerkenswert.

00:08:19: Diese einzige Artigkeit wollte ich ja auch herausstellen.

00:08:21: damit, vor allen Dingen ist also für mich zumindest dieser Laden nicht nur ein Ort gewesen wo man reingegangen ist und was gekauft hat sondern wo man sich einfach wahnsinnig gerne aufgehalten hat.

00:08:30: Also ich liebe die Produktionsprozesse wo möglicherweise halbfertige Dinge dann da irgendwie rumgestanden haben bzw.

00:08:38: du hast einfach immer tolle und interessante Menschen dort getroffen und es gab auch mal ein Bierchen.

00:08:42: Ja!

00:08:43: Das ist ja auch, ne?

00:08:46: Das ist ja mein zweites Wohnzimmer, mein Atelier.

00:08:48: Mein Laden, meinen Shop, Begegnungsort für viele ganz viele Menschen wissen und auch gute Freunde gar nicht wo ich wirklich wohne weil Anlaufpunkt war immer mal ein Shop.

00:08:58: da kann es auch genauso.

00:09:00: kann es bleiben?

00:09:01: Ja

00:09:01: genau ne.

00:09:02: also das ist mir auch nicht einfach gefallen.

00:09:04: die Überlegungen reifte zwei Jahre lang in mir ja nein ja nein.

00:09:08: jeden Abend habe ich gesagt auf jeden Fall Und jeden Morgen bin ich aufgestanden hat gedacht auf keinen fall.

00:09:14: Aber jetzt habe ich den Entschluss gefasst und auch die Möglichkeit mir dazu geschaffen, jetzt wieder nochmal ein bisschen zu reisen.

00:09:22: Und wenn ich halt feststelle... Ich werde nämlich von vielen Menschen gefragt okay du hörst jetzt auf?

00:09:26: Was machst Du dann?

00:09:27: Wo kriegen wir die Freaks her?

00:09:28: Weil ich höre ja nicht auf Kunst zu machen sondern genau das Gegenteil!

00:09:32: Ich befreie mich ja jetzt von dem Laden damit ich noch mehr Kunst schaffen kann.

00:09:36: Und wenn ich halt feststelle nach drei Wochen, drei Monaten, drei Jahren das einzige was wirklich wichtig ist im Leben ist ein Job auf Sankt Pauli.

00:09:43: Dann komme ich direkt wieder und mache einen neuen Laden aus Sanktauli auf!

00:09:46: Wann hast du denn gemerkt dass Hamburg nicht nur dein Wohnort ist sondern auch deine Leinwand?

00:09:52: Eigentlich schon immer.

00:09:54: also ich komm wie viele anderen meiner Kolleginnen und Kollegen vom klassischen Graffiti.

00:09:59: Das würde ich nicht sagen... Ich habe fremde Häuserwände angemalt aber Das ist in meinen Gehen und das finde ich gut.

00:10:07: Also, schon immer!

00:10:09: Das Highlight für mich war die Finanzkrise, ich glaube, im Jahr two-tausendneun als die ganzen Billboards aka diese Großflächenleinwände auf einmal alle weiß plakatiert wurden.

00:10:21: Und das war auch der Auslöser womit, ich glaub Leute meine Figuren wahrgenommen haben weil da bin ich ziemlich viele weiße große Leinwende abgelaufen und hab Spuren hinterlassen ja

00:10:34: Aber vor allen Dingen ja in Hamburg, also und das sehr intensiv.

00:10:38: Und auch auf unterschiedlichste Art und Weise.

00:10:40: selbst an einer S-Bahnstation hast du so eine Art Daumenkino aufgemalt was ich nach wie vor immer noch ne mega Idee finde.

00:10:48: U-Bahnen Station.

00:10:50: aber wo hängt denn im Grunde der am weitesten entfernte Freak?

00:10:55: Oder wo ist der mal entstanden?

00:10:57: Ich glaube, du warst da auch in Ozeanien unterwegs.

00:10:59: Neuseeland, Australien?

00:11:00: Ja, also mitten im Outback in Australien.

00:11:03: Irgendwo

00:11:04: an einem Stein!

00:11:05: Nee, da war ein ausgebrannter VWT-Zweibus.

00:11:09: Da habe ich einen draufgemalt zum Beispiel.

00:11:12: Aber das ist ja auch das Schöne was ich jetzt gerade wieder mache.

00:11:16: Ich hab's schon immer die Paint and Travel Tour genannt.

00:11:20: Reisen und Malen finde ich super.

00:11:22: Und wer weiß, wo es mich jetzt hin treibt?

00:11:24: Erstmal ein bisschen durch Deutschland oder Europa... ...und Übersee muss ich irgendwo überwintern, wo's warm ist habe ich mir überlegt.

00:11:33: Ja schicke ich den Foto von dem dann am weitesten entfernten Freak.

00:11:37: Lass uns doch mal bei den Freaks bleiben!

00:11:39: Wann war denn die

00:11:40: Gebrütstunde?!

00:11:41: Wie alt sind die Freaks?

00:11:42: Die sind entstanden.

00:11:45: Das sage ich auch immer wieder, als früher die jungen Leute kennen das gar nicht mehr gab es zu Hause einen Ort wo das Telefon stand.

00:11:52: Das Telefon hatte ein Hörer an dem Hörern war ein Kabel neben dem Telefon war meistens ein bequemer Sitz und dann hat man sich dahingesetzt und telefoniert mit seinen Freunden oder der Omi

00:12:01: stundenlang

00:12:02: Stunden lang genau mit den ersten Freundinnen zum Beispiel.

00:12:05: Und da lagen dann immer diese gelben Post-Hits und darauf ist Ersten Mal, ich glaube, ... ... der erste Freak entstanden.

00:12:15: Aber so total gedankenverlorenes Krikkelkackel eigentlich!

00:12:20: Aber das war der Ursprung.

00:12:21: Leider habe ich dieses Post-It nicht mehr... Das hat mich aber nicht losgelassen und dazu muss ich sagen, da ich eigentlich von klassischen Buchstaben-Konstruktionen komme wo lange gerade Outlines in meinem Fall auf jeden Fall eine Rolle gespielt haben, war er sehr gebaut.

00:12:39: Da habe ich für mich nochmal mich selbst gebrochen und es verstanden, was man für einen Schwung im Handgelenke eigentlich haben kann oder im ganzen Arm.

00:12:47: Und ja dann hab' ich gemerkt irgendwie finde ich das gut und hab die Freaks entwickelt.

00:12:54: Jetzt sehen sie so aus wie sie aussehen!

00:12:56: Das ist auf jeden Fall ein ganz schöner Prozess von dem ersten bis zum jetzigen.

00:13:01: Hamburg hat hundertvier Stadtteile.

00:13:03: Hast du das Gefühl dass in jedem Stadtteil schon ein Freak

00:13:08: ist?

00:13:08: Wieviel Stadtteile?

00:13:09: Hundertvier.

00:13:10: Ach, Quatsch!

00:13:11: Nee leider noch nicht.

00:13:13: Weil

00:13:13: ich meine, bevor du in die Welt rausgehst, solltest ja vielleicht erst mal nach Alarmöhe oder Fischbeek fahren um da möglicherweise noch einen zu hinterlassen.

00:13:20: Also ich starte hier gerne den Aufruf an jeden Hausbesitzer und sonstigen der noch eine Wand hat kann sich gerne bei mir melden.

00:13:28: preislich werden wir uns schon einigen.

00:13:32: Bevor es gleich weiter geht mache ich kurz Werbung für unseren Kooperationspartner Die Zeit.

00:13:37: In meinem Morgen starte ich gern mit der Elbvertiefung, dem kostenlosen Newsletter von Zeit Hamburg.

00:13:43: Der kommt ab jetzt im neuen Look zu euch!

00:13:45: Von Montag bis Freitag morgens um sechs Uhr direkt ins E-Mailpostfach.

00:13:50: Alle Infos findet ihr auf zeit.de.

00:13:52: slash elbvertieffunk.

00:13:54: Und noch mehr Zeit Hamburg bekommt Ihr im Hamburg-Ressort auf zeit .de.

00:13:58: slash hamburg.

00:13:59: Rheinschaun lohnt sich.

00:14:01: Das war Werbung.

00:14:03: Herzlichen Dank.

00:14:06: Du bist ja immer wieder ausgebrochen, aber eigentlich bis zu Hamburg treu geblieben.

00:14:10: Also ausgebrochen im Sinne von du bist länger mal weg gewesen hast Projekte gemacht.

00:14:15: wie auch immer War das Liebe auf den ersten Blick als du hierher gekommen bist?

00:14:20: Eigentlich schon Aber es hatte auch damit zu tun.

00:14:22: ich kam damals direkt aus Australien Hab ja auch einmal so Kommunikationskram studiert und das war in dem Falle dass man da irgendein Werbekram hätte machen müssen.

00:14:33: Da stand halt Berlin oder Hamburg zur Auswahl.

00:14:36: Ich habe mich in Berlin umbeguckt und beworben.

00:14:38: Und Berlin war tatsächlich hundescheiße Glasscherben, viel zu große breite Straßen... ...und Hamburg war irgendwie direkt überschaubar!

00:14:48: Ich kannte ja auch drei-vier Leute von früher noch... ...durch den Haarsen habe ich mir immer gedacht okay wenn das alles doof ist dann kaufe ich mir ein Überseekontäner, pack da meine Sachen rein und gehe zurück nach Australien.

00:14:59: So und ich muss dazu sagen, dass ich heils roh bin Da muss ich damals für Hamburg entschieden zu haben, weil Hamburg einfach eine süße kleine Stadt ist.

00:15:08: Wo ich persönlich seit der Zeit die hier bin alles mit dem Fahrrad erledigen kann und in meinen wichtigsten Vierteln innerhalb von fünfzehn Minuten überall bin.

00:15:17: Jetzt kommst du ausm Ruhrgebiet?

00:15:19: Ist das ne tolle Kombination so ein bisschen hanseatisch was Indy jetzt ja auch schon schlummert und dann die Kodda schnauzt ausm Ruhrgebiet.

00:15:26: Und das ist der springende Punkt genau!

00:15:27: Ich sag gerne...ich hab die Wurzeln unter Tage und das Herz an der Küste.

00:15:35: Herrlich Schreibst du Gedichte noch nebenbei?

00:15:37: Nein.

00:15:40: Was ist denn in dir tatsächlich Ruhrgebiet, also Untertage und was ist denn hanseatisch?

00:15:48: Also in mir kann ich sagen, diese Offenheit die das Ruhr-Gebiet einfach hat im Ruhrport kannst du mit jedem einfach reden alle sind nett und freundlich.

00:15:58: Du hast am Ende des Abends vielleicht fünf Telefonnummern von fünf verschiedenen Menschen.

00:16:03: Die können sich zwar am nächsten Tag nicht mehr dran erinnern Aber wenn er anruft, ist es trotzdem lustig.

00:16:10: Was ist hanseatisch in mir?

00:16:12: Ich weiß nicht... Gute Frage!

00:16:14: Also ich finde, ich habe mich hier ganz gut integriert und fühle mich auch nach den ganzen Jahrzehnten inzwischen absolut als Hamburger.

00:16:21: Ich hab nirgendwo länger gewohnt als in Hamburg.

00:16:24: Ja also ich find' ich hab glaube ich einen ganz guten Mix zwischen Freundlichkeit ...und auch kein Bockheit was manche Hamburger auch haben So, aber das Schöne ist zwischen Ruhrport und Hamburg.

00:16:36: Ist eine gute Mischung.

00:16:38: in Hamburg muss man Leute die sind also erst mal ein bisschen reservierter.

00:16:42: Aber wenn man in Hamburg das dritte Mal eine Person zufälligerweise getroffen hat und dann die nummern tauscht Dann ruft man sich auch an Und dann hat man quasi einen neuen freund oder ne neue freunde gemacht was

00:16:52: du das auch so.

00:16:53: mittlerweile Hat sie das verändert.

00:16:55: ja nun man gibt man ja an sich gar nicht mehr raus.

00:16:58: Also ich persönlich gar nicht.

00:17:00: Ich gehe auch tatsächlich nie mehr ans Telefon Wenn ich die nummer nicht kenne.

00:17:04: Eine Freundin hat mal einen Pulli gemacht, da stand drauf Thanks I Have Enough Friends.

00:17:08: Also ich habe auf jeden Fall genug Freunde aber ich bin offen für neue Begegnungen und Zwischenmenschlichkeiten usw.

00:17:16: Aber das kann sein dass das von den Hamburger ein bisschen auf mich abgefärbt hat.

00:17:21: Die Hamburger Kühle!

00:17:23: Aber die ist auch okay.

00:17:24: also die ist völlig in Ordnung.

00:17:26: Wenn du für ein Marketingprojekt Hamburg beschreiben solltest oder quasi in Marketingsprache über Hamburg sprechen solltest, das also verkürzen in drei bis vier Schlagwörter.

00:17:35: Was würde denn einfallen?

00:17:38: Wie würdest du dein Hamburg

00:17:39: beschreiten?

00:17:45: Mein Hamburg ist links, es nett, ist kalt und windig Es scheint trotzdem die Sonne und schreibt immer eine Möwe am Hafen

00:17:58: Schauspieler, relativ lange eine Rolle spielt.

00:18:01: Dann hat man ja häufig das Gefühl oder die Frage kommt auch wie sehr ist die Rolle der Typ?

00:18:06: Oder umgekehrt?

00:18:07: letztendlich also wie viel Persönlichkeit steckt in dieser Rolle?

00:18:11: Wie ist es mit dir und den Freaks?

00:18:12: sind das was für ein Verwandtschaftsfeld das habt?

00:18:15: ihr seid Ihr Brüder?

00:18:16: sind es deine Kinder oder

00:18:19: Es sind eher meine Kinder?

00:18:21: kommen wir aus meiner Schäde?

00:18:22: Und ich finde es auch immer wieder lustig, wenn Leute sagen der sieht ja ähnlich oder so.

00:18:26: Oder als einen ähnlichen Bart hat

00:18:27: würde mir nie einfallen.

00:18:28: natürlich nicht.

00:18:29: also Ähnlichkeiten wie's auf meinem Film steht sind rein zufällig.

00:18:33: Nein aber kann auch auf die Frage welchen findest du am schönsten?

00:18:37: Wenn jetzt Leute bei mir im Laden stehen das geht ja gar nicht.

00:18:40: Also ich finde natürlich alle super und das sind auf jeden Fall meine Kinder.

00:18:45: Du hast vorhin das Thema Mut angesprochen, was ich ja auch ganz wichtig als Bild finde.

00:18:48: Für mich als Unternehmer ist es irgendwie das, ehrlich gesagt, das Wichtigste immer wieder Dinge auszuprobieren.

00:18:53: Das kommt dem eines Künstlers dann schon immer sehr nahe weil da ist immer ein Anfang und wo du den Punkt setzt, musst du dann ausprobieren wie oft schmeißt du denn Dinge weg eigentlich?

00:19:05: Weil du sagst, boah nee.

00:19:07: Also das ist jetzt... Der sieht mir nicht ähnlich.

00:19:09: den schmeiß ich in so einer...

00:19:10: Nein!

00:19:10: Achso nein!

00:19:11: Also Bilder als solches schmeiße ich gar nicht weg.

00:19:14: Ja?

00:19:16: Ich mal auch nichts über.

00:19:20: Kann ich dir gar nicht sagen ein absolut geringster Bruchteil dass mir irgendwas nicht gefällt was ich mache.

00:19:26: So es ist eher was mir einfällt.

00:19:28: ich baue ja auch ich bin ja auch handwerklich eigentlich gar nicht so ungeschickt.

00:19:31: und Das Schlechteste, was ich in meinem Leben jemals gebaut habe.

00:19:34: Das war so eine Dusche im Keller mit einem zwei Liter Warmwasser-Wasser erwärmer und das war die schlimmste Dusche... ...in meines Lebens.

00:19:43: Obwohl es machte überhaupt keinen Sinn gerade ne?

00:19:45: Du hast auf jeden Fall den Winter geduscht, du hast hier oben die Birne verbrannt,... ...die Brust war dann warm und ab unten bist du einfach nur erfroren!

00:19:52: Also da hab' ich gehaust.

00:19:55: Da darf' ich gar nicht sagen wo aber das war im Keller... ...hab' ich eine Duschel gebaut, dass war auf jeden fall...

00:19:59: Das war nicht zu gut.

00:20:00: Das

00:20:00: waren nicht so gut, aber... Bildermäßig.

00:20:04: Warst du schon immer mutig?

00:20:06: Auch so als Kind und Jugendlicher?

00:20:09: Schon, ja!

00:20:11: Also ich meine, beräumt kann man nur was man auch probiert hat ne.

00:20:16: Hat mal so eine Rap oder eine Hip-Hop Band gesungen.

00:20:21: Genau das rate ich auch jedem.

00:20:24: also man muss einfach Sachen ausprobieren und den Mut dafür aufbringen.

00:20:31: Dadurch, dass wir alle in unserer Gesellschaft inzwischen sowieso nur noch im Telefon leben, merke ich das auch bei der nachkommenden Generation.

00:20:40: Die können alle nicht mehr auf dem Baum klettern, die können wahrscheinlich gar nicht mehr Fahrrad fahren

00:20:44: etc.,

00:20:46: Ich weiß nicht, ob der Mut auch verloren geht oder ob der mut auch im Keim erstickt weil ich hab damals Nicht ins Telefon gucken können wenn ich eine idee hatte und dann gesehen ach scheiße die gleiche Idee hatten schon siebenhundertfünfzig tausend andere Menschen auf der welt Und der letzte hat die sogar noch viel viel viel besser umgesetzt als die jemals mehr hätte erträumen können.

00:21:05: deswegen fangen die leute gar nicht an Den schritt erst zu gehen weil sie sehen hat sich schon erledigt so und ich meine ich habe früher einfach gemacht und das ausprobiert Und dann gemerkt, okay das ist jetzt nicht cool oder es ist supercool.

00:21:18: Oder mir ist schon eingefallen, ne?

00:21:19: Das kann man auch sogar verbessern!

00:21:21: Dann habe ich's verbessert so und ja... Ich finde der Mut geht langsam flöten weil die Leute einfach sehen sie probieren gar nichts mehr aus weil alles in Anführungsstrichen schon gibt.

00:21:34: So

00:21:35: steht Hamburg für dich Als Mut, ich sag mal das sind hier Kaufleute die früher ja zur See gefahren sind mussten auch Sachen erobern.

00:21:43: ist Hamburg noch irgendwie eine mutige Stadt oder geht es da auch immer nur auf Existenzbewahrung hinaus?

00:21:51: Also jetzt wird's doch politisch.

00:21:54: Ich finde, ich weiß nicht viele Sachen sind aus meiner Sicht unnötig die hier passieren.

00:22:02: Mutig wäre einfach zu sagen, wir bauen jetzt ganz viele soziale Wohnungen für ganz viele Menschen.

00:22:08: Sehen zu dass der Mietspiegel runterkommt und fangen mal an alle Gebäude zu begrünen.

00:22:13: so das wär eine Art von Muti ich mir von der Stadt und der Politik hier wünschen würde.

00:22:18: und sowas.

00:22:20: Beispiel jetzt nur Spielbodenplatz AKA Essohäuser.

00:22:23: also Das Ding stand da jetzt egal Wir wollten nicht drüber reden aber Da kann Ich nur einen Kopf schütteln mit dem Konzept was da Jetzt gemacht wird.

00:22:32: Ich sage nicht schon wieder ein Hotel, aber schon wieder einen Hotel.

00:22:35: Was wir hier nicht brauchen sind Hotels und aus meiner Sicht brauchen wir auch keine Olympiade.

00:22:40: so wir brauchen hier bezahlbaren Wohnraum.

00:22:45: Ist denn wenn du jetzt... Du weißt noch nicht mal wie lange du wegfährst?

00:22:49: Eine halbe Jahr, dreivierteljahr vielleicht auch eine Jahr.

00:22:51: wie auch immer hast du auch ein bisschen Sorge dass Hamburg sich oder vor allen Dingen St.

00:22:55: Pauli ist ja ein stetig wandelnder Stadtteil das es da nicht mehr dein St.

00:23:04: Also wenn ich den Menschen sage, ich mache jetzt eine Paint and Travel-Tour.

00:23:08: Verstehen die meisten das nicht?

00:23:09: Deswegen habe ich bei der älteren Generation einen Sabbatjahr und zu den... Das verstehen

00:23:15: die Ältere!

00:23:15: Ja schon ein Jahr, nicht sabbatical aber Sabbatja, das verstehe ich schon.

00:23:20: Und zu den handwerklichen Leuten sag' ich, ich gehe jetzt auf Wanderschaft und das beinhaltet ja dass ich jetzt drei Jahre und ein Tag Zeit hab.

00:23:28: So

00:23:28: darf sich nicht nähern ne?

00:23:30: Ich glaube bis auf Achtzig oder

00:23:32: hundert Kilometer.

00:23:37: Ich lasse mich jetzt einfach treiben, ich habe keine Ahnung was die Zukunft bringt, ich weiß nicht wo ich landen werde.

00:23:42: das meinte ich ja vorhin.

00:23:43: wenn ich merke nach drei Wochen ich muss unbedingt nach St.

00:23:45: Pauli dann komme ich zurück.

00:23:47: Ich gebe ja nicht auf so ne?

00:23:49: Ich befreie mich gerade nur aber wenn ich jetzt in Italien auf dem Berg ein fünfhundert Euro Ruinenhaus finde und denke Hier muss ich jetzt als Eremit die nächsten vier Jahre wohnen, dann kaufe ich mehr in ein fünfhundert Euro Haus auf dem Berg in Italien und mache darauf Eremiet.

00:24:03: Keine Ahnung!

00:24:04: Also ich lass mich treiben.

00:24:07: Wir lassen uns jetzt mal treiben in die Fragen der anderen Leute.

00:24:10: Wir haben zwei Menschen befragt welche Frage sie denn an dich haben?

00:24:14: Wir hören mal rein.

00:24:16: Hallo liebe Rebellzer hier ist Björn Hansen vom Sondack St.

00:24:20: Pauli.

00:24:21: Ich würde gerne von dir wissen wo du in Hamburg entspannen kannst.

00:24:26: Außer habt einer Bono natürlich, die geht nicht.

00:24:31: Okay, morgen erst mal!

00:24:34: Tatsächlich macht man viel zu selten aber es ist wirklich schön.

00:24:37: ich setze mich gerne an Hafen also da auf die Magalantreppen oder auch sehr gerne oben beim Stimpffang an der Jugendherberge.

00:24:46: Sehr schön das ist wirklich schon.

00:24:47: ja und immer schön ein Bierchen dabei.

00:24:51: Auch alkoholfrei geht auch?

00:24:53: Ja

00:24:53: mittlerweile geht das.

00:24:55: Hallo, hier ist Frau Katilicke.

00:24:57: Lieber Rebelza!

00:24:58: Ich bin Regisseurin aus Hamburg unter anderem für Notrufhafenkante und ich würde gerne von dir wissen, von welcher Serie im Fernsehen kannst du nicht genug bekommen?

00:25:08: Liebe Grüße... Hallo das lustig!

00:25:12: Ich habe überhaupt keine Streaming-Dienste und ich sehe überhaupt gar nicht fern also kann

00:25:17: ich die Fernseher.

00:25:19: Ich hab einen, aber der verstaubt.

00:25:21: Aber gibt's

00:25:22: eine Serie die deine Kindheit geprägt hat?

00:25:23: So was wie Sesamstraße oder so war das damals schon so dass du eher Comic und Zeichentrick Serien geguckt hast weil es da vielleicht schon irgendwas gab, was dich in die Kunstrichtung getrieben hat?

00:25:38: Hast du mich gerade unterbrochen, das hätt ich erzählt.

00:25:41: Tatsächlich gab's Sendung mit der Maus Sesamstrasse meiner Jugend Und ich hab eigentlich meistens draußen gespielt, also nicht wirklich vom... Ich habe auch diese ganze Zockergenerationen.

00:25:54: Habe ich überhaupt nichts mit zu tun?

00:25:57: Nee da war ich immer kreativ!

00:25:59: Also von daher, nein kann ich dir nicht sagen Simpsons vielleicht habe ich auch mal geguckt oder

00:26:04: sonst ein... Das kann man doch.

00:26:05: Ja Du bist gelernter Schilder und Licht-Reklamehersteller und kommst aus dem klassischen Graffiti.

00:26:13: Jetzt ist es so Bekannt bist du für die Freaks?

00:26:16: Gibt es eigentlich auch andere Motive, die du mal im stillen Verborgenen hast?

00:26:20: oder hast so noch ein zweites Leben und verkaufst heimlich an den Louvre.

00:26:26: Ne genau also.

00:26:27: ich bin Schildermaler.

00:26:28: das bin ich geworden weil ich Graffiti entdeckt hatte als ich dreizehn war und hab zum Glück... Also ich wollte immer was mit Buchstaben machen und zum Glück bin ich Schilder- und Lichtreklamehersteller geworden Und nicht Drucksätze oder Druckvorlagenherstelle etc.

00:26:43: etc.

00:26:44: Ich male die Freaks, weil ich sie sehr gerne male und ich mal auch sehr gerne die Hintergründe.

00:26:51: Meistens natürlich auch Maritimhafen

00:26:53: usw.,

00:26:53: das liegt mir, das mag ich.

00:26:55: Boote aber im Verborgenen, dass sich jetzt komplett irgendwie in Ölfarben die Mona Lisa nachmalen oder so ... Nee, das tue ich nicht.

00:27:03: tatsächlich da bin ich stumpf und stumpf ist ja manchmal Trumpf.

00:27:07: von daher mache ich das eine was ich kann und was ich gerne mache.

00:27:14: Wermutig ist Zweifelt natürlich auch mal, weil er vielleicht auch abwägt.

00:27:18: Hattest du irgendwann mal Momente wo du gesagt hast ich glaube jetzt muss ich doch ins Büro gehen oder irgendwas anderes machen?

00:27:25: Also nicht im Sinne wie du es jetzt machst Freiheit suchen sondern einen geordneten Tagesablauf zu wissen was am Monatsende auf dem Konto ist beschäftigt mich regelmäßig.

00:27:36: die Antwort ist bei mir immer nein bei dir wahrscheinlich ja auch.

00:27:39: aber gab's diese Momente mal?

00:27:41: Ja, nein.

00:27:42: Ehrlich gesagt nicht!

00:27:45: Ich bin jetzt seit... Also selbstständig gemacht habe ich mich ... und seitdem hab' ich alles durch was jeder Selbständige auch kennt von der Hand in Mundleben nicht wissen was morgen ist.

00:28:02: Oh Gott oh Gott und diese ganzen Schwierigkeiten und Probleme die das mit sich bringt.

00:28:07: Es gab aber einen Moment, ich glaube zwanzig dreizehn einfach von den Ängsten der Geldsorgen befreit.

00:28:15: Und ab da hatte ich das Glück, dass es irgendwie immer funktioniert und ich immer was zu essen aufm Teller hatte und trotzdem die Miete bezahlen konnte.

00:28:26: Obwohl sowas wie diese Corona-Jahre ja die ganze kulturelle Szene ob Film, Theater, Musik, Kunst wirklich hart getroffen hat.

00:28:36: Das war für mich normaler Standard.

00:28:38: Also dieses hoch runter, hoch runter das kenne ich seit Jahren, das kennen aber auch ganz viele andere Selbstständige auch und Ich habe mich einfach von diesen Ängsten befreit weil ich immer nach wie vor auch an das glaube was ich mache Und auch damit glücklich bin.

00:28:53: und ich finde dass ist das allerwichtigste gut im Leben dass man glücklich sein kann und das machen kann was man möchte.

00:29:01: Und deswegen habe ich mich immer auch gesträubt davor, selbst wenn es knapp war mit der Kohle und ich nur Butter und kein Brot oder nur Brot und keine Butter hatte den Rückschritt zu machen aus meiner Sicht.

00:29:11: Zu sagen okay, ich muss jetzt keine Ahnung.

00:29:14: Kellnern würde ich nicht mehr weil da bin ich zu alt für aber dass sich jetzt sage ich muss mich wieder in irgendeine Galere ans Ruder setzen.

00:29:21: Also da bin Ich auch.

00:29:23: ums kurz zu sagen Den Ausdruck hab ich von einem Typen vom Der Welt Hunger Hilfe in Afrika gelernt.

00:29:31: Mit dem hatte ich auch die Frage, könntest du noch mal zurück nach Deutschland?

00:29:34: und seine Antwort war nee.

00:29:35: Er ist verbuscht so und Ich bin auch verbuscht.

00:29:38: also ich würde wahnsinnig werden wenn ich jetzt online to five job im Büro hätte.

00:29:43: Geht.

00:29:44: nicht kann ich nicht mehr möchte ich auch nicht mehr.

00:29:46: So dann habe ich lieber weniger Kohle Aber dafür mehr Lebensqualität.

00:29:50: Was heißt denn von den Ängsten befreit?

00:29:52: Hast du Autosuggestion gemacht oder eine Therapie, oder Lotto gespielt?

00:29:57: Oder hast du ab dem Zeitpunkt die gute Idee... ...die richtigen Preise für die Freaks zu nehmen?

00:30:03: und warum es ums Jahr ist?

00:30:07: Da war das Schlüsseljahr, dass ich aus meiner Schildermalerei auf Sankt Pauli nach der Sanierung des Gebäudes dann gesagt habe Ich versuche jetzt tatsächlich nur mit den Freaks und hab quasi meinen Laden umgewandelt in die Kunsthandlung oder den Flachschiffladen, den ich da jetzt hatte.

00:30:23: Jetzt setze ich alles auf eine Karte und mache nur

00:30:24: Kunst.".

00:30:25: Und ähm... Die Ängste?

00:30:28: Und die Sorgen?

00:30:28: Das sind die ganzen... Da hab' ich keine Therapie jetzt gemacht oder so.

00:30:32: Ähm... das sind die ganz normalen Krieg, dass alles bezahlt kriege ich ne?

00:30:36: Ich meine, überleg mal!

00:30:36: Ich habe den Ladenmieter an der Backe, ich habe mein Wohnungen an der Bakke, du hast die Versicherung.

00:30:42: Du musst ja alles bezahlen- und dann willst du auch irgendwann noch ein Bier trinken.

00:30:45: So, das muss ja alles bezahlt werden.

00:30:47: Das ist halt auch nicht ohne und das ist auch einer der Gründe warum ich jetzt gesagt habe nach siebzehn Jahren, ne, jetzt will ich noch mal mich befreien damit ich diese Ängste die ich nicht mehr habe weil ich konnte es alles bezahlen.

00:31:00: Also

00:31:01: hast du das Gefühl dass deine Freaks bestimmte Charaktereigenschaften haben?

00:31:06: Hast du dir den zugeordnet oder ist das irgendwann so gekommen auch durch Gespräche mit anderen die da irgendwas drin sehen was du vielleicht selber vorher nicht gesehen hast?

00:31:14: Also tendenziell sind die ja schon eher humorvoll, sind auch eher am Lächeln als irgendwie... ich glaube es gibt keinen weinenden Freak.

00:31:25: Ach, Wein in der Träne jetzt nicht aber es gibt auch schon aggressive oder gastige oder nicht gut drauf gibt's schon.

00:31:37: doch.

00:31:37: also Das habe ich mir am Anfang auch immer freigelassen, dass ich quasi erst die ganze Figur gemalt habe und zum Schluss den Gesichtsausdruck.

00:31:45: Weil ich sie mir dann angeguckt hab – und ich mag das wenn die interagieren sowohl miteinander als auch z.B.

00:31:52: mit dem Bild neben sich!

00:31:54: Und es kommt ja ganz drauf an, wenn ihr dir jetzt einen kleinen oder großen Freak von mir kaufst... ...und du hast hier so wie bei dir jetzt eine schöne Kunstsammlung Dann kannst du dir auch noch mal überlegen.

00:32:03: Wie hänge ich den jetzt dazu?

00:32:05: Und hinterher geht er jetzt mit der Künstlerin daneben, lächelt er sie an oder so.

00:32:09: das finde ich halt spannend.

00:32:11: also da bin ich frei.

00:32:12: das kommt dann ganz einfach raus ohne dass ich mir zu viel Gedanken mache.

00:32:20: Ist es denn so dass Du ein genügsamer Mensch bist auch durch die tatsache dass Du eben diese berg- und talfahrten hattest?

00:32:28: oder wenn es mal richtig gut läuft dass du dann auch sagst Ich hau jetzt raus, oder spaßt du dann?

00:32:35: Also ein Pauschpaffertrag wir es wahrscheinlich nicht haben.

00:32:36: Nee,

00:32:38: ich glaube den habe ich... Den hab' ich in dem Jahr und neunzehnt achtundneinzig aufgelöst.

00:32:42: Die fünfhundert Mark!

00:32:44: Ne, ich bin tatsächlich hatte ich eine gute Erziehung.

00:32:48: also ich habe gelernt mit Geld umzugehen und ich habe auch gelernt mit sehr wenig Geld gut umzugehn.

00:32:55: Und ich hau nicht raus, ich Bin genügsam.

00:32:59: Also ich will nicht sagen ich bin sparsam doch aber Ich bin auch ein Typ, ich brauche überhaupt nicht viel.

00:33:07: Also ich habe zum Glück nie was mit Klamotten, ich sammle keine Schuhe... Ich brauch sowas alles nicht.

00:33:16: Ich hab nur zwei Füße und ich braue jetzt nur drei paar Schuhen und nicht fünfzig

00:33:20: oder?

00:33:21: Aber welcher Besitz macht dich denn glücklich außer eine Eintrittskarte zu einem guten St Pauli-Spiel oder ähnliche Dinge?

00:33:28: also es gibt ja doch jeder Mensch hat ja irgendwas wo er sagt wenn ich mir das leisten kann dann bin ich glücklich.

00:33:33: Ach so, nee.

00:33:34: Also leisten alles was ich besitze und ich finde das Wort Besitz schon anstrengend weil Besitz belastet... Was mich glücklich macht.

00:33:44: um auf deine Frage zu antworten Motorradfahren macht mich glücklich mit meiner alten Vespa zu fahren in Sonnenuntergang Das macht mich Glücklich.

00:33:53: am besten irgendwo in Italien anbieten.

00:33:55: So da geht mein Herz auf das find' ich schön Und Ich brauche mir nix kaufen.

00:34:07: Also Glück kann man nicht kaufen, das kommt immer aus einem selber raus.

00:34:10: Es gibt vielleicht nur Dinge die das noch bestärken und das ist zum Beispiel dann jetzt das Motorrad oder die Vespa.

00:34:17: Und ich kann auch nur sagen alles was ich habe es konnte ich direkt bezahlen.

00:34:23: also ich hab noch nie im Leben Schuld gehabt und ich verstehe auch nicht und dass ist auch wieder so ein Ding.

00:34:31: Ich meine, ich habe auch Werbung studiert und Werbungen gemacht.

00:34:34: Und ich bin da ausgeschieden weil ich festgestellt hab so... ...ich bin kein Typ der sich was Tolles als Werbung einfallen lassen muss für ein Produkt,... ...was er selber nicht braucht, was ich selber nicht gut finde.

00:34:45: aber ich muss das jetzt so toll bewerben dass Leute dies eigentlich auch nicht brauchen dann anschließend aber kaufen wollen.

00:34:51: Das ist halt totaler Quatsch.

00:34:52: deswegen bin ich aus dieser Werbungsgeschichte ganz schnell wieder ausgeschieden obwohl ich glaube ich ein guter Werber und ein guter Designer gewesen bin oder bin ich immer noch, weil ich nutze alles was ich gelernt oder studiert habe für das was ich jetzt mache.

00:35:07: Aber das sind Sachen also... Ich hab gemerkt für die Menschen ist ja also Status-Symbole ob es jetzt das Auto, die Küche oder der Fernseher ist aber oder das Sofa.

00:35:20: Das sind so viele Dinge die die Deutschen auf jeden Fall sehr wichtig ansehen Und da habe ich überhaupt nichts mit zu tun Braue ich alles nicht.

00:35:30: Hat sich das auch geprägt durch viele Reisen?

00:35:32: Einfach auch in Regionen, wo genau diese Besitztümer vielleicht nicht zur Tagesordnung gehören?

00:35:37: oder

00:35:38: im Ruhrgebiet hat man ja einen Fernseher und ein Passat vor der Haustür.

00:35:41: Ne aber schön dass du das ansprichst!

00:35:46: Uns Deutschen als Volk uns geht es hier schon verdammt gut und ich hatte das Glück auch in andere Länder reisen zu dürfen wir die Menschen nichts haben Und wo die mit dreißig Cent für eine Woche mit einer vierköpfigen Familie auskommen müssen und eigentlich nur im Müll leben, weil es da keine Entsorgung und nichts gibt.

00:36:09: Also uns geht's hier schon sehr gut!

00:36:12: Ich hab das Glück gehabt, dass zu sehen was mich dann auch wieder in meiner Genüksamkeit eingefangen hat.

00:36:18: Dass ich einfach denke solange ich nicht krank bin.

00:36:22: Dafür zahlen wir hier natürlich Steuern und es ist toll, du rufst einen Rettungswagen und der ist dann halt bestenfalls in zwei Minuten da.

00:36:30: aber ja das gibt's in vielen Ländern nicht genauso wie die Feuerwehr oder die Polizei ob man jetzt ruft letztere oder nicht.

00:36:37: aber die Feuerwehre ist ja schon mal gut.

00:36:38: Ja also Ich kann immer nur sagen Nicht jammern und auch nicht meckern Dann gehen wir ein anderes ärmeres Land.

00:36:49: Du wärst da geboren, kannst du das nämlich nicht aussuchen.

00:36:53: Street Art findet ja vorzugsweise in Anonymität statt weil es auch zumindest an fremden Hauswänden immer noch illegal ist.

00:37:02: Auch der bekannteste Street Artist der Welt Bank sie hat große Mühen seine Anonymität weiterhin zu wahren.

00:37:09: ob er nun entdeckt wurde oder nicht, ist mir ehrlich gesagt persönlich völlig egal.

00:37:12: Ich will nicht wissen wie der heißt oder was auch immer.

00:37:15: ich finde es einfach nur gut und er lässt sein Werk sprechen.

00:37:17: Du wiederum bist ja aus der Anonymität irgendwann rausgekommen?

00:37:21: Bist du da rausgezogen worden oder war das einfach... naja, du hast den Laden aufgemacht dann konnte man nicht mehr anonym bleiben ne?

00:37:28: Ach du, so würde ich das nicht sagen weil nur wenn ich selber im Laden stand und gesagt habe der Künstler ist anwesend wussten die Leute ja dass ich's bin.

00:37:38: Also dadurch, dass ich im Vorfeld nie mein Gesicht großartig in eine Kamera gehalten habe und da einfach damit zu tun, dass es sich ja bei mir um meine Kunst handelt und nicht einfach um mich persönlich ging.

00:37:51: Und alles was im Internet ist bleibt im Internet.

00:37:54: Und je weniger Bilder davon mir existieren, desto beruhiger bin ich.

00:37:59: Der eigentliche Hauptgrund war das die netten Herrschaften vom NRW diese Nordreportage über mich machen wollten und da habe ich mich lange gewährt und geziert, aber im Endeffekt habe ich mit meiner verstorbenen Mutter mich unterhalten sozusagen in meinem Kopf.

00:38:17: Und die hätte garantiert gesagt du was hast du zu verlieren?

00:38:19: macht das einfach so.

00:38:20: und ich gucke selber gerne dieser Reportage und es ist auch eine große Ehre dass ich da jetzt bei sein darf und Es ist ein Stück von meinem Leben jetzt festgehalten worden, das ich auch ganz repräsentabel für mich selber finde.

00:38:34: Und von daher ist jetzt die Maske gefallen, wenn es so willst.

00:38:40: Ich brauche mich auch nicht zu verstecken!

00:38:44: Du hast ja schon gesagt du kannst gar nicht beurteilen welche Freaks dir am liebsten sind, welche Materialien sind ihr denn?

00:38:49: Weil die tauchen ja überall auf also auf Dielenböden im Grunde erst mal auf Papier, wenn du sie weiterverkaufst.

00:38:56: was ist denn immer noch der schönste beste Hintergrund für dich?

00:39:00: Derjenige den du noch nicht bemalt hast?

00:39:02: oder gibt's irgendwie doch eine kleine Leidenschaft für

00:39:05: einen

00:39:06: bestimmten Hintergrund.

00:39:07: Ja, also ich gucke hier bei dir gerade aus dem Studiofenster und hier ist eine riesige nackte Hausfassade

00:39:14: ja

00:39:14: die auch gar nicht so klein ist.

00:39:15: das sind für mich meine absoluten Lieblingshintergründe.

00:39:18: Also ich mag es inzwischen sehr große Fricks zu malen.

00:39:23: sehr sehr große Häuserwände zu gestalten passiert leider nicht einmal im Monat würde ich mir wünschen.

00:39:29: dann hätte ich aber auch die ganze Zeit zu tun.

00:39:32: Aber als Material benutze ich nach wie vor immer noch gerne die Sprühdose.

00:39:36: Das ist einfach mit das beste Medium, man drückt auch einen Knopf von der Komfarbe raus.

00:39:41: Das finde ich super!

00:39:42: Man kann sofort wieder mit anderen Farben drüber sprühen.

00:39:47: Weiß deckt über schwarz, das finde ich ganz toll... aber an sich lasse ich mich da gar nicht einschränken.

00:39:52: Wie jetzt zum Beispiel mit den Landungsbrücken-Kupfer-Dachbildern, die ich gemacht habe.

00:39:55: Da hab' ich jetzt graviert mit dem Dremel und Das ist halt das Spannende, dass ich immer wieder neue Sachen für mich entdecke und Materialien und Werkzeuge um mich meiner Kunst zu fröhnen.

00:40:08: Kunst trennt ja auch die Gemüter und spaltet sie?

00:40:12: Wahrscheinlich kriegst du nicht nur Lob dafür!

00:40:15: Was war die absurdeste Reaktion auf einen Freak?

00:40:19: Kannst dich daran erinnern

00:40:20: von so einer studierten Kunsttante?

00:40:23: Entschuldigung wenn ich das so salopp sage... die dann ganz entsetzt war, dass ich keine Kunst studiert hätte und was ich mir denn einbilden würde mich jetzt als Künstler zu bezeichnen.

00:40:35: Das war auch lustigerweise auf einer Ausstellung von mir und dann habe ich sie gefragt ob sie die Tür beim Reingehen gesehen hat und das hat sie bejaht und dann durfte sie habe ich Sie gebeten doch bitte einfach zu gehen weil wenn ihr das nicht gefällt was ich hier mache dann brauche ich mir auch nicht ihre

00:40:51: schlechte Laune anhören.

00:40:53: danke!

00:40:55: Ja aber ansonsten hab' ich wirklich das Glück Und die große Freude, dass zu neun-neinzig Prozent die Menschen einfach mir immer wieder sagen wie glücklich meine Kunst sie macht.

00:41:06: Das ist ganz toll!

00:41:07: Das ist die halbe Miete sage ich immer.

00:41:11: Wenn du gerade davon sprichst das du große Flächen gerne bemalst gibt es denn irgendwas was möglicherweise nie eintreten wird hier in Hamburg?

00:41:18: Was du gerne wo ein Freak einfach fehlt?

00:41:22: Der Freak als Wahrzeichen auf das andere große Wahrzeichern, auf die Elbphilharmonie oder würdest du da sagen ne also nicht nur vermessen sondern es würde einfach auch nicht gut aussehen vielleicht.

00:41:32: Ich erinnere mich dran da hatten wir mal das Vergnügen... Das ist leider nichts geworden!

00:41:36: Das war der Willkommensfreak auf dem Rathausplatz aus Beton mit einem riesigen Moin.

00:41:42: Warum ist das eigentlich nichts geworden?

00:41:43: Ich weiß nicht.

00:41:44: Müssten wir dem nochmal nachgehen.

00:41:47: Die Idee auch auf der Reeperbahn sowohl links als auch rechts, wo jetzt im Zuge der vierhundertjährigen Reepernfeierei.

00:41:54: Da wurden da jetzt auch diese Reepa ... sagt man das Reepar?

00:41:58: Diese

00:41:58: Henkelleute da

00:42:00: oder was?

00:42:01: Nee, das ist schon so ein Seemann mit einem Tau.

00:42:03: Ah okay!

00:42:04: Aber ist das ein Reepr, der die Reep

00:42:06: wahrscheinlich lebt?

00:42:07: Ja, ja, genau.

00:42:10: Da hätte ich natürlich auch gerne einen Freak aus Beton gesehen, wo sich Leute draufsetzen können oder Fotos mitmachen.

00:42:16: Aber das ist dann Freak, drei Punkt Null.

00:42:18: Das ist ja noch nicht aller Tage Abende?

00:42:20: Da wird drauf hingearbeitet.

00:42:22: Okay!

00:42:22: Dann haben wir das... ...dann kommen wir jetzt nämlich zu den Fakten.

00:42:26: Wissenswertes und dann kommst

00:42:28: du!

00:42:29: Oha!

00:42:29: Die heutige Hein-Heuer Straße hieß früher Willeminenstraße, bekam ihren Namen erst nineteenhundertachtundvierzig nach dem Hamburger Bürgermeister Henrikus Heuer der im fünften Jahrhundert sogar an der Oberung Bergedorfs beteiligt war.

00:42:43: Wann hast du das letzte Mal den Stadtteil Bergedorf besucht?

00:42:47: Oh!

00:42:48: Tatsächlich bin ich da mit dem Zug hingefahren.

00:42:51: Habe ich auch noch nie gemacht, letztes Jahr.

00:42:54: Ja einfach und dann war ich da mal bummeln.

00:43:00: Echt?

00:43:01: Hab mir das mal angeguckt.

00:43:02: Das war ganz nett.

00:43:05: Und du hattest aber eine Sprühdose.

00:43:06: Hast du immer dabei eigentlich?

00:43:08: Nein also wenn ich reise ja... Aber jetzt hier im normalen Leben nein dafür gibt es ja zum Glück Aufkleber.

00:43:16: Das Hamburger Gängeviertel ist ein historisches künstlerisch genutztes Wohnquartier in der Neustadt, das durch Künstlerbesetzung von dem Abriss gerettet wurde.

00:43:24: Es besteht heute aus einer handvoll sanierten Fachwerkhäuser nahe der Kaffermachereihe die als Gangeviertelfreiraum für Kulturwohnen und soziale Projekte dienen.

00:43:35: Wann hast du dich das letzte Mal für etwas eingesetzt oder demonstriert?

00:43:39: Also ich bin lustigerweise Einer der vier, wenn ich sogar mit Dago Caramello derjenige der gesagt habe wir besetzen das Viertel.

00:43:47: Und dann haben wir uns mit den Leuten in der Puppenstube zusammengesetzt und haben monatelang im Keller gesessen mit Handy aus Akku raus.

00:43:54: Übrigens konnte man früher auch die Akkus von Handys rausnehmen und haben die Besetzung geplant.

00:44:00: So dafür hab' ich mich auf jeden Fall sehr eingesetzt.

00:44:03: Ja...

00:44:05: Ist das ein wiederkehrendes Motiv bei dir?

00:44:07: Also bist du eher so Klassensprecher und gehst dazwischen und so?

00:44:12: Auch in so Alltagsszenen?

00:44:14: Nee, aber es gibt Dinge da brennt er an meinen Herz für und dann setzt sie mich auch mit zuhundertfünfzig Prozent ein.

00:44:22: Der Hamburger Verkehrsverbund HVV ist der weltweit älteste Verkehrsverbund.

00:44:27: Er wurde am neunzwanzigsten November neuzart fünfsechzig gegründet und befördert.

00:44:31: heute stand zwei tausend vierund zwanzig allerdings rund eins.

00:44:34: Komma Eins Milliarden Fahrgäste pro Jahr.

00:44:37: Welches verkehrsmittel bevorzugst

00:44:39: du also?

00:44:41: ich Stell grad fest, jeder Tag ist ein Schultag.

00:44:45: Ich lerne jeden Tag dazu.

00:44:46: vielen Dank wusste ich gar nicht dass das das älteste ist und tatsächlich wirklich liebe ich die Hamburger U-Bahn!

00:44:55: Ich finde sie einfach wunderschön gerade wenn die oben auf den Landungsbrücken herfahren silberne Wägen mit orangenen Türen.

00:45:04: Das hat für mich so eine Art New York Style und Flair für mich super.

00:45:08: also ich vergerne U-bahn und gerne auch an den Landungsbrücken vorbei.

00:45:12: Wir haben ja vorhin schon über den U-Bahnhof gesprochen, den du verschönert hast.

00:45:15: also die Einfahrt fährst du da manchmal lang und guckst dir so Reaktionen der Leute an.

00:45:21: oder wie empfindest du sonst so im Alltag wenn diese Gleichzeitigkeit tatsächlich stattfindet?

00:45:28: Da guckt jemand deinen Freak an und du bist vielleicht in der Nähe.

00:45:32: Also leider fahre ich dann nicht sehr oft her was Null auf meinem Weg liegt.

00:45:36: Ich kriege aber auch da – und nochmal danke an alle Menschen, die mir dann solche Sachen immer zuschicken – Videos oder Fotos wenn die dran vorbeifahren.

00:45:46: Und das dann halt in den Medien posten mit dem Gruß.

00:45:51: Das reposte ich auch mal sehr gerne weil das bringt ja dann die Bilder wieder zurück zu mir.

00:45:57: Und dass ist total schön!

00:45:58: Das ist quasi die gleiche Reaktion nach der du mich gerade fragst.

00:46:01: Also das ist sehr schön, wenn Leute sich über meine Kunst so doll freuen, dass sie ein Foto davon machen und es mir auch dann zukommen lassen.

00:46:09: Am

00:46:10: Anfang des Gesprächs hast du sehr häufig das Wort Freiheit benutzt weil du das jetzt so empfindest, dass du dir jetzt diese Freiheit nimmst.

00:46:16: was bedeutet das denn für dich jetzt eigentlich?

00:46:20: Also was fällt jetzt weg außer die monatliche Miete für den Laden?

00:46:26: also die Freiheit die ich jetzt sehe in den nächsten Wochen-Monaten keine Ahnung wie lange das geht Das ist halt die Freiheit zu haben, wieder zu reisen und nicht zu wissen.

00:46:39: Ich mag das, viele mögen es nicht.

00:46:41: Und das muss man aber auch alles

00:46:42: lernen

00:46:44: wenn du morgens aufwachst und ich weiß wo du abends übernachtest.

00:46:48: So dass haben wir auch wieder das Thema Mut und das ist mutig.

00:46:52: Das ist mit dem Motorrad um ein Zelt oder eine Hängematte manchmal sehr anstrengend gerade wenn das Wetter nicht so gut ist.

00:46:58: Mit einem Bus ist es einfacher kann's ja dann irgendwo parken und lich sich pennen das geht.

00:47:03: Aber Das ist für mich die Freiheit.

00:47:05: Die Freiheit einfach zu leben und zu gucken, was passiert?

00:47:09: Wo bist du abends?

00:47:10: Wo stehst du morgens auf?

00:47:13: Welche Wand mal zu übermorgen?

00:47:15: Welchen Leute triffst du?

00:47:17: Und was isst Du?

00:47:19: Find ich super!

00:47:19: Hast

00:47:21: du jetzt dann quasi dafür gespart für diese Zeit ohne Laden?

00:47:26: oder weißt du dass du also so ein bisschen wie Work and Travel zwischendurch auch ein paar Bilder malen musst?

00:47:33: Geld brauchst du.

00:47:35: Also, beides!

00:47:36: Ich habe natürlich ein bisschen Kohle zur Seite gelegt um mir das zu ermöglichen.

00:47:42: Ich sag mal bis nach Portugal komme ich mit dem Sprit obwohl bei den heutigen Sprittpreisen wird man jetzt schon wieder schlecht.

00:47:47: Vielleicht

00:47:47: doch nur bis Paris?

00:47:48: Ja vielleicht doch noch bis Buxtehude.

00:47:55: Wenn sich das eine ergibt dann wird es natürlich gemacht.

00:47:58: klar also sowohl arbeiten als auch reisen

00:48:02: hast du mal.

00:48:03: oder?

00:48:05: Also selbst in Spanien gibt es eine Post.

00:48:08: Und wenn ich jetzt in Spania ein altes Verkehr stellt, finde und anmahle, also selbst von da aus das kann ich natürlich nach wie vor mal einen Webshop packen und Leute können das dann auch kaufen.

00:48:19: Kostern halt nur fünf Drasi Euro.

00:48:20: Porte von Spanier aus sage ich jetzt mal Das geht alles!

00:48:24: Es gibt ja die Geschichte von dem Martin Kippenberger, der für die Paris Bar ein Bild gemalt hat und gesagt hat hier nimm das mal ich kann meinen Deckel nicht bezahlen.

00:48:34: Martin Kippenberger ist mittlerweile hoch sechsstellig wert und wahrscheinlich auch das Bild deiner Paris-Bar.

00:48:40: Ich glaube so viel hat er gar nicht getrunken.

00:48:42: Hattest du auch mal so die Situation dass du etwas haben wolltest oder wie auch immer?

00:48:47: Und dann gesagt hast komm' ich mal dir jetzt hier im Bild quasi

00:48:50: Das lustig!

00:48:51: Ich kenne die Story eigentlich nur von Picasso der sein Kaffee nicht bezahlen konnte.

00:48:56: und dann hat er Kellner gesagt, ob er denn auf der Serviette wo jetzt eine Skizze gemalt hat das noch unterschreiben könnte.

00:49:01: Und da hätte wohl Picasso gesagt ich wollte den Kaffe bezahlen und nicht den Laden kaufen.

00:49:08: Also bisher ist mir das so noch nicht passiert.

00:49:12: dass ich jetzt mit meiner Kunst... Das wäre mir auch irgendwie peinlich keine Ahnung.

00:49:16: also wenn ich ein Kaffey bestelle dann kann ich ihn auch bezahlen.

00:49:23: Wann empfindest du denn das größte Glück tatsächlich?

00:49:25: beim Malen oder wenn etwas fertig ist?

00:49:30: Gute Frage, beides.

00:49:32: Also der Prozess an sich den finde ich super und das ist auch... Obwohl ich das jetzt schon so lange mache bin ich natürlich jedes mal mega aufgeregt ob das jetzt ein kleines Bild oder gerade bei großen Bildern stimmen die Proportionen Das finde ich total spannend.

00:49:48: Aber wenn du dann da stehst und ob du das jetzt mit einer Walz oder eine Rolle machst, oder mit einer Fettcap von der Sprühdose und einfach diese fetten dicken Outlines ausfüllts.

00:49:57: Das finde ich total befriedigend.

00:49:59: als auch dann dazu stehen, wenn das Gerüst abgebaut wird oder der Steiger ist runtergefahren und man geht halt dreißig Meter weg und guckt sich das Werk an.

00:50:08: Da bin ich jedes Mal selber erschlagen und total erfreut und das macht mich glücklich also dass es sehr schön zu sehen.

00:50:14: Man hat etwas geschaffen was viele andere auch sehen können, die man dann in dem Falle auch mit direkten Konfrontationen und Reaktionen sehen kann.

00:50:24: Dass sie sagen Boah oder wow oder guckt ihr das an?

00:50:26: Oder hey der macht gute Laune.

00:50:28: also ja.

00:50:31: Du hast vorhin darüber gesprochen dass du manchmal Dinge repostest.

00:50:35: Wie oft bist du in den sozialen Medien?

00:50:39: Du hast dann ein Bild raus und weg weil ich sag mal Das kann ja auch sehr viel schlechte Laune machen, sich da zu lange aufzuhalten.

00:50:47: Da stimmt!

00:50:49: Also

00:50:50: ich

00:50:51: fühle mich was Social Media angeht obwohl ich ja das Glück hatte in der Generation aufzuwachsen dass ich diesen ganzen Prozess vom ersten Computer bis so den wahnsinnigen Geräten die wir jetzt alle Natascha haben miterleben durfte.

00:51:04: aber genauso wie ich eigentlich noch nie Facebook hatte hatte ich einen ganz kurzen TikTok Ausflug weil ein Kumpel meinte sollte ich machen Brauche ich alles nicht?

00:51:14: Ich finde, wahrscheinlich wird sich das auch irgendwann erledigen.

00:51:18: Das Medium Instagram schon sehr gut für mich als Künstler und das ist der Grund, dass ich den Mut habe zu sagen, ich mache den Laden zu weil im Endeffekt verkauft ich online viel mehr als immer im Laden.

00:51:33: Hängt damit zusammen, wenn ich unterwegs bin, ist der Laden zu aber es ist halt der Schritt, dass die Leute.

00:51:38: nicht jeder kann nach Hamburg kommen oder in meinen Laden latschen Sondern gucken halt bei Instagram zum Beispiel.

00:51:47: Und das ist für mich das Medium, wo ich leider zu viel Zeit auch tatsächlich mich von dieser Algorithmuskrake gefangen nehmen lasse und auch Lebenszeit verdattel.

00:52:00: So dass es auch sehr schade aber ich nutze es trotzdem als Tool.

00:52:04: so sehe ich das für mich.

00:52:05: Das macht mir nämlich Freude.

00:52:08: oder ich finde das ist faszinierend wenn ich in Hamburg eine Wand anmale, ein Foto mache und dann schicke ich das über den Äther.

00:52:16: Und Simsalah Bimm, Leute aus New York, schicken mir einen Daumen hoch mit Skrade so!

00:52:21: Das finde ich super weil ja dafür finde ich das Internet und halt diese Kanäle eigentlich ganz gut.

00:52:28: Ja

00:52:29: wie sieht denn für dich eine aktive Freizeiterholung aus?

00:52:32: Also du meinst ja nicht in deiner Freizeit sondern Was machst du?

00:52:36: Machst du so was wie Sport oder Gessenskino, Fernseher haste nicht.

00:52:42: Ich ahne ja dass Du doch vierundzwanzig Stunden durchmalst.

00:52:44: Ja also ich empfinde das ja was ich mache nie als Arbeit.

00:52:48: Das ist ja schon mal das allerbeste So und es ist ja auch ne..ich muss...ich muss nichts machen Also müssen....muss ich nichts.

00:52:59: Was ich mache in meiner Freizeit habe ich vorhin schon erwähnt ist Motorradfahren.

00:53:03: Also so ich mach so Klassik Enduro-Rallies mit ganz alten Kickstarter-Mobbets irgendwo durch den Wald prügeln, wo es natürlich legal ist, wo man das darf.

00:53:12: Oder ich sitze mich auf die alte Vespa und knatter einfach mit zwei Taktfahne durch die Gegend und es irgendwo nahe ist.

00:53:20: Genau!

00:53:20: Das ist was ich zu meiner Entspannung gerne mache.

00:53:24: oder ich räume meine Werkstatt auf...

00:53:28: Ist Musik für dich ein belebendes Element beim Malen?

00:53:31: Oder ist komplette Ruhe und Stille in deinem Atelier?

00:53:35: Ja, auch eine gute Frage.

00:53:36: Ich habe sehr gerne sehr viel Musik gehört.

00:53:40: Erwische mich aber jetzt dabei dass ich in letzter Zeit wirklich gar keine Musik mehr höre.

00:53:44: Also wenig tatsächlich wenig.

00:53:47: Ich hab aber auch immer noch einen mp drei player So.

00:53:51: ich habe aber kein spotify.

00:53:53: Ich habe das alles nicht obwohl ich dieses womit man musiktitel rausfinden kann dieser app Das ist gar nicht wie die heißt

00:54:00: Schalsamm

00:54:01: super finde ich total großartig, hätte ich früher gerne gehabt.

00:54:05: Habe ich jetzt nicht?

00:54:05: Braue auch gar nicht!

00:54:06: Also... Ich bin tatsächlich... Ich höre immer noch die alte Musik von früher aber das ist so von Heavy Metal über Beastie Boys über gar ein Elektro oder auch Drum Bass.

00:54:16: da bin ich gerne offen für Neues.

00:54:19: Aber Die Zeiten haben sich verändert.

00:54:21: Ich gehe nicht mehr in Clubs So, ich bin eigentlich nicht mehr auf Festivals unterwegs Und man kann auch nicht mehr seinem Kumpel sagen, hier ist mein MP-Dreiplayer oder gib mir mal deine Playlist.

00:54:32: Also Musik tauschen hat auch aufgehört.

00:54:35: Ja leider aber momentan bin ich tatsächlich eher so der Stille zugewandt und ich muss auch sagen hätte jetzt die Möglichkeit.

00:54:43: Ich bin lieber ein Kilometer weiter außerhalb von der Stadt als mitten im Geschehen drin weil ich finde Natur super und Stille tatsächlich auch.

00:54:53: Was wird hier am Ende denn möglicherweise vielen, wenn du jetzt auf unabsehbare Zeit fährst.

00:55:00: Sind es so Banalitäten wie der Blick auf die Kräne im Hafen oder doch eher das Franzbrötchen was es in Italien nicht gibt?

00:55:09: Also das wird sich heraus kristallisieren, wenn ich dann unterwegs bin.

00:55:14: aber prinzipiell gibt's ja alles überall

00:55:18: So, Franz Brötchen nicht.

00:55:20: Das Franz brötchen ist

00:55:21: auch noch nicht so wichtig.

00:55:22: Mein Arzt hat gesagt, ich soll mal weniger Zucker essen.

00:55:26: Von daher ist das jetzt nicht so schlimm.

00:55:28: Man darf ja auch Begehrlichkeiten im Kopf haben, die einen dann immer wieder zurückziehen können, dass man sagt ich muss unbedingt nach Hamburg weil ich das Franz Brötchen essen muss.

00:55:40: Da gibt es viele andere Gründe für.

00:55:42: wir sind hier schon am Ende und dann kommen immer zwei Fragen noch auf hin zu wo siehst du dich in fünf Jahren?

00:55:49: Ah super!

00:55:52: Dort wo ich mich wohl fühle, wo das Wetter warm mit einem Haufen netter Menschen in einem tollen Ambiente, wo man es gut aushalten kann.

00:56:06: Wo siehst du Hamburg in fünf Jahren?

00:56:12: Hoffentlich hat die Politik die Kurve gekriegt und baut weniger Quatschgebäude, die kein Mensch braucht und tut mehr für Menschen, die Wohnraum brauchen und fördert mehr soziale Projekte.

00:56:30: Guten Ding voran, dass andere Städte und Länder- und Bundesländer sich ein Beispiel daran nehmen könnten.

00:56:37: Dass man sagt guck mal!

00:56:39: Ein Freak am Ebtower zur Begrüßung aller die vom Süden hereinkommen.

00:56:46: Den man zum Glück umgewandelt hat in Wohnraum ja das fände ich richtig gut.

00:56:49: klar würde ich gerne Freak dran malen.

00:56:51: Gut dann haben wir jetzt wieder Ziele.

00:56:53: mein lieber Ich entlasse dich in deine Freiheit, die du jetzt genießen kannst.

00:56:59: Ganz viel Spaß.

00:57:00: und trotzdem muss ich sagen komm auch bald wieder Junge denn Hamburg braucht dich und deine Freaks und ein paar frische Freaks sind dann ja auch immer ganz schön.

00:57:10: alles Gute und Ahoi

00:57:11: Vielen vielen Dank.

00:57:12: Ich freue mich sehr hier gewesen sein zu dürfen.

00:57:15: Und das Beste ist...ich bin ja nicht weg!

00:57:18: Ich bin ja ne Warners man lieber Lars.

00:57:19: Ja und

00:57:20: ich komme da hin

00:57:21: Du kommst dahin und ihr könnt alle mitkommen weil jetzt bin ich ja im Internet immer zugegen oder ab und zu.

00:57:27: Und dann könnt ihr mitreisen, ja?

00:57:29: Oder wie das die jungen Leute sagen so ich nehme euch da mal mit ne?

00:57:33: Ja alles klar bis der.

00:57:34: also wir gehen raus.

00:57:35: ahoy tschüss

00:57:36: tschüß.

00:57:38: Das war gute Leude!

00:57:40: Das Hamburg-Gespräch mit Lars Meier von der Guteleudefabrik

00:57:44: des Szene

00:57:44: Hamburg und dem Zeitverlag

00:57:47: folgt im Hamburg Gespräch als Podcast auf allen bekannten Streaming

00:57:51: Plattformen jeden zweiten Montag neu.

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