Thies Sponholz bei "Gute Leude - Das Hamburg Gespräch"
Shownotes
In „Gute Leude – Das Hamburg Gespräch“ mit Lars Meier erzählt Thies Sponholz, Geschäftsführender Hoteldirektor des The Fontenay und Hotelier des Jahres 2026, warum Reisen seinen Blick auf die Welt geprägt haben und weshalb Offenheit, Menschenkenntnis und Wertschätzung die Grundlage echter Gastfreundschaft sind. Er spricht über besondere Begegnungen mit Gästen aus aller Welt, erklärt, warum Äußerlichkeiten für ihn keine Rolle spielen und wie er auch in einem anspruchsvollen Berufsalltag Gelassenheit bewahrt. Außerdem verrät er, welche Bedeutung Hamburg für ihn hat und warum die Hansestadt für ihn weit mehr ist als nur ein Arbeitsort.
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00:00:02: Was mir stark auffällt, ist dass das Rauchen wieder mehr geworden ist.
00:00:05: Wir spüren es auch bei uns im Hotel.
00:00:06: Wir haben hier ein Smokers Lounge die sehr ausgelastet und ich merke, dass Zigarrenrauchen ganz groß im Trend ist gerade.
00:00:14: Und wenn wir in ein anderes tolles Hotel gehen hier in der Stadt, in den Sphärischen Zeiten, da kennen wir alle die kleine wunderbare Bar.
00:00:21: Man kommt ins Hotel rein und man riecht nach Rauch ja... Ich finde es toll!
00:00:25: Das macht was, hat auch etwas mit Geselligkeit zu tun Und mit Zusammenkommen von Menschen, also von daher muss man das dann auch akzeptieren.
00:00:36: Wir alleine als Luxushotel erfinden die Welt nicht neu.
00:00:39: wir holen uns die Ideen eben in der Schanze wo ein Kimchi Burger anders schmeckt als bei uns weil die einfach cooler lässiger moderner sind als vielleicht unsere Jungs in der Küche.
00:00:50: Man muss schon sehr ein dickes Fell haben und man muss aber auch Grenzen setzen.
00:00:54: Ich finde man darf auch Menschen gegenüber zeigen dass dann eine Position erreicht ist, die so nicht mehr vertretbar ist.
00:01:01: Dass man doch wieder auf normal Null runterkommt, entschließlich reden zwei Menschen miteinander.
00:01:35: Sie sind in Husum, in Nordfriesland geboren und haben ihre Karriere in der Hotellerie mit einer Ausbildung zum Restaurantfachmann am Timndorfer Strand begonnen.
00:01:44: Über Stationen in renommierten Häusern in Sankt Moritz-Nitzer und den USA führte sie ihr Weg nach Hamburgs.
00:01:50: Seit zwei Tausend Fünfzehn sind sie Geschäftsführender Direktor des The Frontenay und prägen das Haus maßgeblich.
00:01:56: Im Januar Zwei tausend sechsten zwanzig wurden sie als Hotel jedes Jahres ausgezeichnet.
00:02:00: heute leben und arbeiten sie in Hamburg.
00:02:03: Ich habe es gerade schon gesagt, Sie haben diese Auszeichnung Hotel jedes Jahres bekommen.
00:02:07: Hat das eigentlich mehr Bedeutung für sie oder ihr Hotel?
00:02:11: Also das ist für beide Seiten eine ganz besondere Auszeichnungen und ich alleine bekomme sie natürlich weil es bekommt eine Person dieser Auszeichlung verliehen.
00:02:18: aber ohne das Team, die Mannschaft, dieses wunderbare Hotel wäre ich sicherlich nicht qualifiziert gewesen dafür.
00:02:24: Bei besonderen Leistungen hat man früher in der Sparkrise immer so eine Armbanduhr bekommen.
00:02:28: Wie gab es einen Schulterklopfer vom obersten Chef?
00:02:31: oder ist das vielleicht noch mal eine Gehaltserhöhung wert?
00:02:35: Ich weiß es nicht!
00:02:35: Es gab eine große Wertschätzung aus der Holding heraus, auch von dem Ehepaar Kühne weil sie sie angesprochen haben.
00:02:41: Alles ist so in Ordnung wie's gewesen ist und er freut sich sehr.
00:02:45: Sehr
00:02:46: schön Sie
00:02:47: stammen aus
00:02:47: Nordfriesland.
00:02:49: Inwiefern sind sie da so geprägt worden dass die viele Teile noch in sich?
00:02:54: Also wie ist man denn wohl in Nordfriesland?
00:02:57: Gut, man sagt ja dass die Nordfrisen eher zurückhaltend sind.
00:03:00: Wir leben hinterm Deich immer den Wind von vorne und von unten.
00:03:03: Ich glaube das ich mit einer großen Form von Wertschätzung von meinen Eltern erzogen wurde meine Schwester und ich dass uns ein wunderbares Wertegerüst mitgegeben wurde.
00:03:12: Und das ist, glaube ich bei uns oben auf dem Land sehr viel Wert.
00:03:16: Nordfriesland ist geprägt von Großbauern und Landwirtschaft.
00:03:20: Da zählt das Wort.
00:03:21: so bin ich jedenfalls groß geworden und habe das viel erlebt bei meinen Eltern.
00:03:25: Das trage ich ganz tief in mir.
00:03:27: Ich glaube auch ganz fest daran, dass die Grundwerte, die Menschen mitbekommen in der Erziehung die Basis für ein gutes Leben sind.
00:03:35: Viele fahren da ja in Urlaub hin?
00:03:37: Warum sind sie denn da weggezogen?
00:03:39: Lustig, dass Sie das sagen.
00:03:41: Ich empfinde jeden Ort eigentlich an dem ich arbeiten darf oder durfte bisher als ein Ort wo viele Menschen gerne sich aufhalten und möglicherweise auch Urlaub machen.
00:03:49: Auch in Hamburg ist ja letztendlich eine Stadt, wo die Menschen herkommen um teilweise ein verlängertes Wochenende zu machen, auch mal sich ne Woche aufzuhalten und eigentlich alle Orte, in denen ich war, auch wenn es Städte mal waren haben diesen Charakter.
00:04:02: Und Nordfriesland ... Ja, es ist ein Urlaubsort aber wie ich's grad beschrieben habe Das zieht sich irgendwo so durch meinen beruflichen Weg, auch das Thema Wasser möglicherweise.
00:04:12: Was in jeder Stadt eigentlich vorhanden war oder an jedem Ort und von daher unterstreiche ich das ja Ich komme aus einer Ferienregion Und für mich ist dieser Faden durchgezogen und ich fühle mich eigentlich überall ein bisschen wie im Urlaub.
00:04:25: Kann ich davon ausgehen dass die ersten Ferienjobs als Jugendlicher dann auch schon in der Gastronomie waren?
00:04:31: Das ist komplett richtig.
00:04:32: Ja ich habe mehr Geld verdient mit Tennisplätzen abziehen ganz zu Anfang mal, aber dann gab es eine Kongress-Halle bei uns in Huesum.
00:04:39: Und da habe ich Stühletische geschleppt aufgebaut, bei Veranstaltungen gearbeitet und so fing das an
00:04:45: ja.".
00:04:45: Das heißt die Serviceorientierung ist im Grunde schon Prägung sozusagen?
00:04:51: Sie ist in mir drin irgendwie und zwar nicht, weil meine Eltern in dem Berufszweig tätig waren.
00:04:54: Habe
00:04:55: Hinweise in ihrer Familie schon?
00:04:56: Irgendwie dass es sie mal in die Hotellerie ziehen
00:04:59: würde?
00:04:59: Nein eigentlich gar nicht.
00:05:00: also weder väterlicherseits noch mütterlicherseits.
00:05:03: ich weiß nur das meine Eltern gerne großartige Gastgeber zu Hause waren und da wurden meine Schwestern nicht immer mit eingespannt.
00:05:08: natürlich und das wissen sie die besten Partys fangen und enden in der Küche an Meistens.
00:05:14: Und das hat mich immer fasziniert und gefreut dabei teilzuhaben, dass meine Eltern uns mitgenommen haben.
00:05:20: oder insofern kam dadurch und auch durch schöne Ferien die wir gemacht haben eine Beziehung zur Hotellerierung Gastronomie.
00:05:28: Jetzt gibt es ja viele Direktorenjobs sozusagen.
00:05:31: wenn sie denn nun kein Hoteldirektor geworden wären wäre ihnen dann der Job des Zirkusdirektors.
00:05:39: Ich finde, beides ist ultra spannend.
00:05:40: Aber in der Manege stehe ich gerne und bin auch jeden Tag auf der Bühne sozusagen.
00:05:44: Das sollten Lehrer aber auch sein – das fehlt mir manchmal heute möglicherweise ein bisschen zu statisch wenn ich es mal so sagen darf.
00:05:53: Der Zirkusdirektor gefällt mir ganz gut!
00:05:56: Jetzt waren wir schon gerade kurz bei Schule.
00:05:58: Sie haben ja gerade gesagt, gewisse Dinge kriegt man schon in sehr frühen Jahren mit.
00:06:03: Welches Schulfach ist denn im Nachhinein Am prägensten für sie gewesen, um dann später so ein erfolgreicher Hotelmensch zu werden.
00:06:13: Ich glaube, insgesamt hatte ich möglicherweise das Glück, dass sich Lehrer in meiner Laufbahn hatte.
00:06:19: Und ich kann mich noch an die Grundschule erinnern und auch an die weiterfühlenen Schulen dann nachher, wo ich gesagt habe, es macht Spaß mit denen was zu machen, egal ob sie strenger waren oder etwas weicher war nicht.
00:06:28: Ich kann mich an einen Sportlehrer erinnernd, der extrem viel von uns verlangt hat, extrem hart zu uns war aber immer menschlich dabei und auch Sachen selber vormachen konnte.
00:06:37: Das hat mich begeistert meinen Deutschlehrern der heute in Peru lebt, in Arequipa und dort ne deutsche Schule aufgebaut hat.
00:06:43: Hat mich begeistert weil er uns sehr offen damals schon an die Sprache ran geführt hat ans freie Sprechen vor einer Gruppe zu stehen Und das sind so Menschen wo ich glaube die meinen Weg schon mit begleitet haben aber auch Tante Inge meine Kindergärtnerin Die eben kein nach Hause geschickt hat sondern gesagt hat Mama und Papa kommen dann irgendwann nach dem Mittag und wir machen das hier schon Kann ich mich wie gestern dran erinnern glaube ich, Momente die man dann nie vergisst und dir entbrägen.
00:07:13: Jetzt haben Sie diesen Beruf von der wie man so schön sagt von der Pieke auf gelernt Und sie haben ja gerade eben schon gesagt dass da ein Lehrer war der das immer alles vorgemacht hat.
00:07:24: Gibt es etwas in den Abläufen was sie gar nicht mögen und gar nicht können?
00:07:28: also sie werden sicherlich im Gegensatz zu mir Der auch in einer Hotelfamilie groß geworden ist Ich habe nie gelernt mehr als zwei Teller zu tragen.
00:07:35: ich kann's einfach nicht Und auch viele weitere Versuche sind schon gescheitert.
00:07:40: Gibt es da so etwas, wo Sie sagen, ja, da bin ich schon froh, dass ich jetzt der Chef bin?
00:07:45: Also zunächst mal bin ich natürlich unglaublich dankbar das machen darf was ich jetzt mache.
00:07:49: dafür habe viel und hart gearbeitet.
00:07:52: Ich sage manchmal so ein bisschen diesen Spruch, wenn ich das nicht mehr machen könnte dann würde ich oberkälner werden und mir wird es möglicherweise besser gehen als heute.
00:07:59: Also Sie können fünf Teller tragen?
00:08:00: Ich kann auch mehr Teller übereinander tragen, das habe ich natürlich gelernt und ich bin begeisterter Restaurantfachmann.
00:08:05: also man nennt das ja bei uns in der Branche den Foodie von food and beverage, also Speisen.
00:08:11: Das begeistert mich immer noch.
00:08:13: Ich habe das von klein auf gelernt und mein Weg habe ich gewählt, weil ich eine Sache richtig können wollte.
00:08:19: Entweder kochen oder aber aus dem Namescalen an.
00:08:22: Ich hab damals gedacht Hotelfachmann ja da bist du in Notnagel kommst überall irgendwo hin Aber kannst nichts möglicherweise so richtig.
00:08:29: Und ich habe ja noch Tranchinen gelernt, ich habe viel Lieren gelernt.
00:08:32: Wir haben ein Irish Coffee am Tisch gemacht.
00:08:34: Ich hatte genauso nachts drei Stunden besteckpoliert damit es am anderen Tag wieder fertig war.
00:08:39: Und danach war mir ziemlich klar, dass ich dann in den anderen Hotels und auf dem Weg auch andere Bereiche kennenlernen wollte.
00:08:47: Ich hatte möglicherweise auch Glück und Fügung, das sich das ganz gut ergeben
00:08:50: hat.".
00:08:51: Das heißt, das Betten machen kriegen Sie mindestens genauso hin wie Ihr Servicepersonal?
00:08:55: dass da schön alles auf Kante ist und der Knick im Kissen möglicherweise?
00:08:59: Kriegt die Betten genauso gerade hin, bei mir zu Hause sieht es auch immer so aus.
00:09:03: Und ich schlage auch wenn ich in dem Bett bin das Bett morgens auf!
00:09:06: Und sie
00:09:06: liegen möglicherweise... Ich weiß gar nicht ob's davor denn ihr gibt noch ein
00:09:09: Betthopferlaufskissen?!
00:09:10: Ja, das machen wir auch.
00:09:11: Aber wie gesagt, ich mache auch in einem Hotel mein Bettmorgen soweit selbst.
00:09:14: Das ist vernünftig aussieht.
00:09:17: Eine Erziehungssache ist keine Marotte.
00:09:19: Ich bin auch nicht penibel, ich gehe auch nicht, wenn ich irgendwo wohne durchs Hotel und mach den Staubtest.
00:09:23: Da hab' ich gar keinen Lust drauf mich dann da mit zu beschäftigen.
00:09:26: Aber ja, ich habe das alles gelernt!
00:09:27: Ich bin aber trotzdem dankbar, dass wir die Mitarbeiter haben, die in den einzelnen Bereichen ihre Kompetenzen haben.
00:09:33: Ich kann sie heute ein- und auschecken.
00:09:36: Möglicherweise oder mit Sicherheit ist der Mitarbeiter, der dort sitzt, heute aber etwas schneller als ich, weil die Schritte ... Kann ich alle?
00:09:43: Sie dauern vielleicht zwei Minuten länger bei mir...
00:09:45: Wir kommen mal nach Hamburg und zwar zu ihren Lieblingen.
00:09:48: Unsere Schnellfrage Runde, welches ist ihr Lieblingsviertel in Hamburg?
00:09:53: Ich liebe Pöseldorf, mein Viertel weil es einfach schönes und heimisch ist.
00:09:56: aber ein Vorteil in Hamburg ist diese wahnsinnig vielen unterschiedlichen Stadtteile die alle für sich auch hier in der Schanze wo wir heute sitzen ganz wunderbare Möglichkeiten bieten.
00:10:05: unbedingt Welches ist Ihre lieblingspersönlichkeit aus Hamburg?
00:10:09: Helmut Schmidt
00:10:10: Welches is ihre Lieblins Kneipe In Hamburg.
00:10:13: Ich bin gar nicht so Kneipengänger, ich könnte jetzt das Zwick sagen weil es bei mir um die Ecke ist aber ich bevorzuge Restaurants, die eine nette Bar haben und halte mich dann da auf.
00:10:21: Welches ist Ihre Lieblingszuvenier aus Hamburg?
00:10:24: Franz Brötchen!
00:10:26: Welche ist Ihre lieblings Buchhandlung in Hamburg?
00:10:28: Felix Jutt.
00:10:31: Das Zwick ist ja eine Raucherkneipe.
00:10:34: Können Sie da noch so reingehen?
00:10:35: also ich habe da ehrlich gesagt immer wieder Hemmungen in so Raucherkneippen zu gehen.
00:10:40: Ja natürlich Duftet hinterher etwas anders als man vorher reingegangen ist.
00:10:45: Aber es ist ein unkomplizierter Ort, wie ich finde und was mir stark auffällt, dass das Rauchen wieder mehr geworden ist.
00:10:50: Wir spüren das auch bei uns im Hotel, wir haben hier eine Smokerslaunch Die ist sehr ausgelastet und ich merke, dass Zigarrenrauchen ganz groß im Trend ist gerade.
00:10:59: Und wenn wir in ein anderes tolles Hotel gehen hier in der Stadt ins Jahreszeiten, da kennen wir alle die kleine wunderbare Bar.
00:11:06: Man kommt ins Hotel rein und man riecht nach Rauch ja... Ich finde es toll das macht was!
00:11:11: Das hat auch etwas mit Geselligkeit zu tun und mit Zusammenkommen von Menschen.
00:11:15: also von daher muss man das dann auch akzeptieren.
00:11:19: Jetzt hätte es ja viele Wege geben können, die sie aus dem Restaurant in ein Hotel führen können.
00:11:23: Es gibt sehr viele unterschiedliche Formen.
00:11:25: Was hat sie denn jetzt an der Luxushotellerie so gereizt?
00:11:29: Also wenn man so aus Husum kommt könnte man eher einen schönen Gasthof denken mit Tiernamen möglicherweise.
00:11:35: Ja genau!
00:11:38: Da wollte ich lernen im Osterkrogentreier Aber da war ich zu groß, weil die Balken zu tief runterhängen.
00:11:43: Das ist kein Witz!
00:11:45: Der damalige Oberkenner dort hat gesagt, du kannst hier nicht die Ausbildung machen.
00:11:49: Da kriegst du ein Buckel und einen steifen Nacken.
00:11:51: Ich kenne jemand an der Ostsee, so bin ich nach Timnorf gegangen in das Landhaus.
00:11:55: Also da ist ja auch der Name gesetzt, dass es um die Gastronomie herumgebautes wunderbares Fünf-Sterne-Hotel im Familienbesitz mit nur dreißig Zimmern.
00:12:06: So fing das an.
00:12:07: von daraus ging der Weg dann weiter her.
00:12:10: Aber warum Luxushotellerie?
00:12:11: Was ist das
00:12:13: Besondere daran?
00:12:15: Ich glaube gar nicht, dass ich mir das so von vornherein ausgemalt habe.
00:12:28: Dadurch, dass ich eben so wunderbar lernen durfte in einem ganz besonders tollen Haus mit einem wahnsinnig hohen Anspruch an sich selber.
00:12:35: Mit einem Gourmet-Restaurant und einem Alakardfrühstück – was damals schon großartig war mit Silberbesteck
00:12:40: usw.,
00:12:41: dann wird man natürlich geprägt von dem Anspruch!
00:12:44: Ich habe das Hummerbecken sauber gemacht usw.
00:12:46: Wir haben die Matjes von Hand ausgenommen und geputzt.
00:12:48: Das hat schon etwas mit einem sehr luxuriösen Auftreten zu tun.
00:12:53: Es war teuer und dann ging der Weg so weiter.
00:12:55: Und dann hab ich hier irgendwie gedacht, jetzt ist halt mal nach der Lehre die Schweiz nicht so schlecht und dann guckt man wo es einen hinführt.
00:13:02: Ich glaube da wurde ich schon sehr geprägt von diesem heute würde man sagen Ultra Luxury Service Gedanken und nicht nur weil das dieser Ort Sankt Moritzes dieses Mondäne Sondern weil in dem Hotel zu Wetterhaus war es einfach die weißen Handschuhe, die morgens um sechs die Kontrolle der Fingernägel.
00:13:19: Der Hacken der Uniform, die Köche mit weißem Mützen aus Stoff und das hat mich begeistert und fasziniert.
00:13:25: Und die Menschen, die abends dann oder die Gäste, die in einem der Restaurants durfte man eben nur im dunklen Anzug und im Kleid essen als Mann und Frau.
00:13:35: Es gab andere Restaurants wo es etwas lockerer war und diesen Stil fand ich prima, das hat mich fasziniert und da glaube ich habe einen unglaublich großen Zugang bekommen zu einer anderen Art von Hotellerie.
00:13:48: noch mal.
00:13:49: Jetzt wollen wir natürlich alle wissen wo waren Sie mit thirty-fünf?
00:13:52: Da war ich schon drei Jahre Hoteldirektor.
00:13:55: Und wo?
00:13:55: In Baden-Waden.
00:13:57: Ah!
00:13:59: Die weiße Handschuhe gibt es nicht
00:14:01: mehr.
00:14:02: Es gibt sie noch zum Polieren in einem feinen Dining- oder Gourmetrestaurant.
00:14:05: Man nutzt es auch noch Hotels, die mit weißen Handschuhen servieren.
00:14:09: Luxus definiert sich heute möglicherweise ein bisschen anders.
00:14:12: Wir müssen offener werden und es gibt neue Zielgruppen aber doch es gibt es noch in den klassischen Grau-Hotels und das finde ich auch ganz toll.
00:14:18: Das ist hart Stil, das hat eine Form von Energie, darüber kommt dann auch eine Form der Wertschätzung dem Gast gegenüber.
00:14:24: Und das geht mir manchmal leider verloren.
00:14:26: Ich glaube man steht in einem dunkelblauen Anzug Kellner Jacket mit goldener Knöpfe und weißen Handschuhe einfach anders da.
00:14:34: Man steht automatisch gerade da!
00:14:36: Jetzt ist es so, Sie haben jetzt mehrere Begriffe genutzt wie drei Stunden Silber geputzt, weiße Handschuhen die Gäste nur im dunklen Anzug usw.. Wie können Sie dieses Feuer, was Sie heute nachweislich ja hier rüberbringen?
00:14:49: Wie können sie das an junge Leute rübergeben.
00:14:51: Also diese Generationskonflikte hat es immer gegeben.
00:14:54: also die hat meine Mutter auch meinen Bruder mich spüren lassen dass wir eigentlich nur Versager werden in Anführungsstrichen übertrieben.
00:15:01: aber das ist schon jetzt ein Sprung von den drei Stunden silber polieren.
00:15:06: mittlerweile gibt's Maschinen?
00:15:08: Ja,
00:15:09: es gibt alles.
00:15:09: Du musst das heute gar nicht mehr selber machen.
00:15:11: die Gläser poliert man natürlich schon noch mal nach.
00:15:13: ja insbesondere wenn man dann auf den letzten Wasserflecken drauf schaut.
00:15:17: ich sag der.
00:15:18: insgesamt ist es glaube ich heute etwas moderater geworden und auch gut so dass wir andere Zielgruppen abholen dass wir heute nicht mehr nur und ausschließlich auf das äußere achten und das ist auch richtig so.
00:15:29: wir müssen junge Menschen heran führen.
00:15:32: Heute ist glaube ich die Bereitschaft manchmal nicht so vorhanden.
00:15:38: Man sagt ja gerne, diese extra Meile oder diesen einen Schritt mehr zu gehen als es möglicherweise andere tun.
00:15:44: und da komme ich dann wieder zurück zu dem was mich eingangs gefragt haben.
00:15:47: Ich glaube einfach dass sehr viel der Grundwerte in der Erziehung liegen und das was Menschen mitbekommen und zwar egal aus welcher Schicht man kommt kann man ja eine vernünftige Erziehungsgenieße.
00:15:59: und auch der Auftrag der Lehrer geht dahin außerhalb dessen nur Pythagoras zu erklären oder nur zu fragen, wo ist denn Hudson Bay?
00:16:08: Und dann musst du an die Landkarte gehen und bist nervös weil du vor lauter Bäumen in den Wald nicht siehst.
00:16:12: Denn die Hudson Bay ist relativ easy zu erkennen.
00:16:15: Und ich weiß das so genau, weil ein Schulfreund von mir damals das Ding nicht erklärt hat und dann hieß er immer hatsen danach.
00:16:22: Das war lustig!
00:16:23: Und das ist ein Auftrag den wir haben.
00:16:24: und die jungen Leute heute abzuholen und es ihnen vorzumachen sie zu begeistern Sie zu motivieren sie zu fragen und auch zu hinterfragen.
00:16:31: warum sehen sie das eigentlich anders?
00:16:33: Ja dass ist das spannende und es gibt sie aber nicht mehr in der Menge wie es sie früher mal gab.
00:16:41: Bevor's gleich weitergeht mache Ich kurz Werbung für unseren Kooperationspartner.
00:16:45: Die Zeit In meinem Morgen starte ich gern mit der Elbvertiefung, dem kostenlosen Newsletter von Zeit Hamburg.
00:16:52: Der kommt ab jetzt im neuen Look zu euch!
00:16:54: Von Montag bis Freitag morgens um sechs Uhr direkt ins E-Mailpostfach.
00:16:59: Alle Infos findet ihr auf zeit.de.
00:17:01: slash elbvertieffunk Und noch mehr.
00:17:03: Zeit Hamburg bekommt Ihr im Hamburg-Ressort auf zeitpunkt.de.
00:17:07: Slash Hamburg.
00:17:08: Rheinschaun lohnt sich Das war Werbung Herzlichen Dank.
00:17:16: Jetzt haben sie gerade gesagt Pöseldorf ist ihr Stadtteil, Sie arbeiten dort.
00:17:20: Sie wohnen dort.
00:17:21: Hamburgerinnen und Hamburger haben ja manchmal diese Angewohnheit tatsächlich ein Lebensumkreis von drei Kilometern zu haben.
00:17:29: Wann kommen Sie denn mal raus?
00:17:31: Also wann treibt jetzt die völlig unvernünftig Richtung Blankenese oder Niedendorf?
00:17:36: Relativ häufig also.
00:17:37: ich gehe zum Beispiel in Espresso gerne trinken am Appendorfer Weg weil mein Freund Toni im Kaffee Favoriter ohne jetzt hier Werbung zu machen abwachen.
00:17:44: Aber das ist einfach ein Stück Italien und da bin ich dann schon sehr gerne.
00:17:48: oder ich fahre mit dem Fahrrad raus.
00:17:49: Sie sprachen blanke Nese an, ich bin eigentlich täglich unterwegs.
00:17:52: Ich mache ja alles mit dem Rad wie sie wissen in Hamburg.
00:17:54: Bin auch heute im Fahrrad hier Und auch so, wie ich jetzt rumlaufe im Anzug fahre ich durch jede Stadtviertel.
00:18:01: Also ich bin häufig draußen... Ich empfinde es als extrem wichtig sich immer wieder neuen Dingen zu stellen und sich auch Dinge anzuschauen insbesondere in unserer Branche.
00:18:10: Wir alleine als Luxushotell erfinden die Welt nicht neu.
00:18:13: wir holen uns die Ideen eben in der Schanze wo ein Kimchi Burger anders schmeckt als bei uns weil die einfach cooler lässiger moderner sind als vielleicht unsere Jungs in der Küche.
00:18:23: verlieren wir auch ein Stück weit die tägliche Entwicklung, denn es passiert täglich was Neues und wir lernen immer weiter.
00:18:31: Von daher entferne ich mich eigentlich relativ häufig aus meinem Umfeld.
00:18:35: Wenn Sie schon in Hamburg so viel lernen treibt das sie dann auch noch mal in die Welt hinaus?
00:18:41: Also Sie haben ja eine sehr beeindruckende Wieter mit tollen Orten.
00:18:46: fährt man dort immer wieder hin um dort Freunde zu besuchen?
00:18:49: oder Treibt es hier dann doch auch vielleicht, keine Ahnung.
00:18:53: Albanien ist gerade selben trennt beispielsweise in anderen Ländern?
00:18:58: Liebend gern und zwar am liebsten jeden Monat.
00:19:00: Reisen ist das Schönste!
00:19:02: Reisen öffnet das Herz und das Hirn.
00:19:05: Ich finde man muss des Aufsaugen.
00:19:07: Und ich glaube ein Teil dessen was ich bin... ...ist das was ich mitgenommen habe aus den unterschiedlichen Ländern denn alle Menschen haben eine andere Kultur, eine andere Lebenseinstellung.
00:19:17: Wenn man offen ist dafür und sich das Beste möglicherweise abschaut, dann kann man sich nur weiterentwickeln.
00:19:23: Ich bin sehr dankbar!
00:19:24: Ich bin der erste Verkäufer meines Hotels, ich bin aber auch immer der erste verkäufe der Stadt Hamburg Und wir müssen natürlich um so ein Hotel, um diese Stadt... zu füllen unterwegs sein.
00:19:37: Wir reisen an die unterschiedlichsten Orte in Europa, aber auch international und versuchen natürlich für Hamburg Gäste zu gewinnen.
00:19:44: Und das macht unglaublich viel Spaß!
00:19:47: Da ist alles dabei von Kleinkleckersdorf bis H&N neu.
00:19:52: Aber es
00:19:52: ist immer Luxus-Hotellerie, oder?
00:19:54: Wenn Sie privat reisen werden Sie wahrscheinlich nicht im Kettenhotel einen Checken oder Airbnb machen weil ich sage mal wer so intrinsisch getrieben ist von der Hotellerie und das meine ich wirklich positiv, da geht doch dann wahrscheinlich ja nicht irgendwo in eine kleine Stadtbude.
00:20:10: Nein also Wenn ich unterwegs bin, bin ich gerne irgendwo, wo ich frühstücken kann.
00:20:15: Aber das heißt nicht, dass ich auch im Hotel wann wohne.
00:20:17: Weil das Konzept großartig ist, was Familie Müller aufgebaut hat und so gibt's ganz viele kleinere Hotels die in Familienbesitz sind, die uns sehr viel vormachen weil sie aus dem Herzen heraus wirklich mit ihrem eigenen Kapital im Risiko sind Und sich immer wieder neu erfinden.
00:20:35: aber es ist natürlich ein großartiger Teil meines Lebens Dass ich in tollen Hotels wohnen darf Und dort auch sehr vielen mitnehmen kann, möglicherweise in Asien oder den USA wird die Dienstleistung ganz anders gelebt.
00:20:49: Man kann dort immer wieder lernen und durch Dinge abschauen.
00:20:54: Was sind denn so Dinge, die Sie als erstes untersuchen oder beobachten wenn sie in ein anderes schönes großes Hotel kommen?
00:21:03: Ist das schon gleich die Rezeption oder sind Sie einfach nur gespannt, wie es Zimmer aussieht?
00:21:07: Ja.
00:21:07: Das Zimmer ist natürlich spannend.
00:21:08: Was haben die für Materialien?
00:21:10: Gibt's ein Treatment ... Also gibt's eine Begrüßung auf dem Zimmer möglicherweise auch in persönlicher Art und Weise.
00:21:15: Wir wissen alle in Asien, gibt's dann irgendwo auf einer Etage einen Club-Level wo dann ein Butler zur Verfügung steht.
00:21:20: So, das braucht man ja alles gar nicht!
00:21:21: Man is ja nie da also jetzt wir Normalreisenden nicht... Aber was man natürlich spürt, das spürte glaube ich jeder, ist die Effizienz wenn man in ein Hotel reinkommt um jetzt mal ganz Platz zu reden.
00:21:32: Ein Hotel ist heute auch ein Ort, an dem Prozesse funktionieren müssen.
00:21:35: Und das merkt man natürlich.
00:21:37: wie greift es ineinander?
00:21:39: Das Erste ist eigentlich das Wichtigere – Wie menschelt es?
00:21:43: Also wie wirst du den Empfang genommen?
00:21:45: Wer grüßt dich wie an der Tür?
00:21:47: Wie wirst Du am Empfang?
00:21:48: wahrgenommen als Person, als Mensch.
00:21:51: Und das spürt man sofort.
00:21:53: und dann eben die Effizienz geht schnell, dauert's langsam, musst du trotzdem schon alles hingeschickt hast nochmal den Ausweis zeigen eine Kreditkarte als Sicherheit?
00:22:00: hier ist der Zimmerschlüssel.
00:22:01: darf ich Ihnen das und das erklären?
00:22:03: Nein das müssen Sie nicht bei mir natürlich nicht weil ich irgendwie schon mal im Hotel war Und das ist spannend zu sehen, denn das sind Fragen die wir uns immer wieder stellen.
00:22:10: Muss ich denn eigentlich dem Herrn Mayer nochmal erklären wie er sich in einem Hotel bewegt?
00:22:15: Oder gehe ich einfach davon aus?
00:22:16: der weiß schon wie die Klimaanlage funktioniert, wie er den Fernseher anbekommt, wie ihr sein iPhone connectet... Aber ja man nimmt das alles sehr wach!
00:22:22: Glauben Sie
00:22:23: sowas zu
00:22:23: erkennen?!
00:22:26: Früher hat man ja vermögende Menschen erkannt an ihrem Stil.
00:22:29: Dann kamen irgendwann die Internet-Millionäre und sie kamen in Sneaker, an Zarristan Hadjins und T-Shirt möglicherweise in ihre Hotels rein – und man wollte sie möglicherweise gleich wieder nach Hause schicken!
00:22:41: Aber ich bin mal im Ritz gewesen und war nicht ritzmäßig gekleidet.
00:22:45: Und dann kamen gleich zwei Sicherheitsmenschen auf mich zu, fragten mich sehr eindringlich was ich denn hier wollte.
00:22:50: Ich hatte einen Termi mit dem Direktor... ...und hatte eben keinen Jackett an wie
00:22:54: alle anderen um mich herum!
00:22:56: Aber ungeachtet der Tatsache haben Sie gespürt dafür?
00:23:00: Ja würde ich behaupten.
00:23:01: also für mich nehmen das hundertprozent in Anspruch.
00:23:03: sicher ein Teil meines auch meines Erfolges ja dass sich meine Und auch das, was mir jetzt so gespielt wird.
00:23:12: Eine sehr gute Menschenkenntnis erlangt habe über die vielen Jahre aber man kann sich natürlich manchmal auch täuschen und die Zeit wie sie es beschreiben haben sich verändert.
00:23:21: ja die kaputte Jeans die heute drei tausend Euro kostet Ich meine, mich gut auszukennen auch in der Fashion-Industrie.
00:23:27: Aber die erkenne ich manchmal nicht.
00:23:29: und den Sneaker X ja man liest mir irgendwo was und weiß.
00:23:32: das aber ist ganz spannend wie Sie es sagen denn ich habe mal einen wunderbaren Ort in Südfrankreich gearbeitet Und da haben wir uns wirklich den Spaß gemacht Denn dass konnte man zu der Zeit.
00:23:40: du konntest den Hamburger vom Münchner und vom Düsseldorfer unterscheiden Das sind alle Städte mit Respekt weil es tolle Städten sind.
00:23:47: Aber das ist lustig und das geht heute eben nicht mehr Weil Leute steigen unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Autos aus.
00:23:53: Aber das ist etwas, was eben unsere Branche so spannend macht.
00:23:56: Dass du dich jeden Tag auf Menschen einstellen musst und ich sag mal wenn so ein Hotel voll ist in unserer Größenordnung dann sind es am Tag inklusive Mitarbeiter und Gäste möglicherweise fünf, sechshundert unterschiedliche Charaktere auf die man trifft und jeder hat ja die Chance mit dir zusammenzustoßen positiv gemeint und dann musst du parieren können.
00:24:15: Das ist ein Teil dessen, was wahnsinnig viel Spaß macht in der Hotellerie.
00:24:20: Jetzt haben Sie vorhin das Wort Effizienz benutzt im Zusammenhang von auch Luxushotellerie.
00:24:25: Ich bringe Luxus erstmal mit, auch im gewissen Überfluss in Verbindung und ich glaube da wo guter Service ist müssen ja viele Menschen eingesetzt werden Ist es trotzdem ein sehr bestimmendes großes Thema für sie?
00:24:37: Und kann Hotellerie auf die Menschen verzichten?
00:24:40: also man sieht ja mittlerweile diese Roboter die so Tabletzeinsammeln was Also zum jetzigen Zeitpunkt noch als sehr umständiger Achte, weil meistens braucht das Personal viel länger dem Roboter die Tabletz da richtig reinzustellen.
00:24:55: Als dass sie es hätten selber machen können.
00:24:58: Ja bin ich bei Ihnen sehe ich ähnlich.
00:25:00: also es gibt sicherlich ein zwei Hotels auch in Deutschland oder vielleicht auch im Freizeitpark wo das Glaubt nicht toll ist, wenn du da morgens fünftausend Frühstücker hast.
00:25:09: Für die Kids ist es super!
00:25:10: Also die laufen dem hinterher?
00:25:11: Genau
00:25:12: und ich finde das ganz toll und das reicht ja schon, wenn die Kinder ihre Saftgläser da reinstellen können dann hast Du schon wieder was erreicht.
00:25:17: denn Du darf man nicht unterschätzen, Du stellst eine emotionale Bindung her Und etwas was hinterher als Geschichte erzählt wird also Story-Telling wie es ja immer so schön heißt.
00:25:26: Aber bei uns würde das sicherlich nicht passen und auch der Effizienz Die wir haben müssen und die Effizience meine ich in Form von Qualität, die der Gast am Ende spürte nicht zuträglich sein, aber ja natürlich müssen auch wir in der absolut obersten Top-Liga der Hotelwelt schauen dass wir die Abläufe optimieren.
00:25:46: Dass wir effizient sind, dass wir Prozesse steuern.
00:25:49: Personalkosten sind neben Energiekosten die größten Treiber in einem Haus und dann müssen wir natürlich alle optimal arbeiten.
00:25:58: Es gibt ja Hotels mittlerweile, wo man einchecken kann ohne dass man einen Menschen gesehen hat.
00:26:03: Also man kriegt halt einen Link und dann hat man den QR-Code fürs Zimmer und kann da rein marschieren und hat nicht einen Menschen getroffen.
00:26:12: Ich habe die Ahnung das Hotelerie für sie aber doch sehr viel mit Menschen zu tun hat.
00:26:16: Das wäre für Sie wahrscheinlich kein probates Zukunftsmodell oder?
00:26:20: Man muss Menschen mögen, vier M's ist ein gutes Credo finde ich.
00:26:25: Aber ja, auch da.
00:26:26: Ich sag mal der Mensch, der diese Idee hatte mit den menschenlosen Hotels – das gibt es ja alles eine von solcher Großkonzernen in meiner Akku war's, die damit auf den Markt kamen.
00:26:37: Das hat seine Berechtigung an gewissen Standorten.
00:26:39: und was wir auch spüren um Effizienz mal umzudrehen….
00:26:42: Es gibt wahnsinnig viele Gäste, die unglaubliche Effizience von uns erwarten!
00:26:47: Man mag es nicht glauben... Nicht nur Topmanager, auch Influencer, Models, Sportler.
00:26:53: Die einfach Serokontakt wollen!
00:26:55: Die wollen durch die Tür gehen... ...die wollen nicht groß erkannt werden, sie wollen ihren Schlüssel haben, die wollen nach oben und ihre Ruhe haben.
00:27:02: Die wollen dass das Internet funktioniert,... ...wollen dass die Mini-Baso bestückt ist wie sie es wollen etc.
00:27:07: Und das hat etwas mit einer Wertschätzung diesen Persönlichkeiten gegenüber zu tun.
00:27:12: Und von daher muss es das geben, People Less ins Zimmer zu gehen ist jetzt nicht meine... Hauptvariante, aber es ist gut dass es das gibt.
00:27:21: Wir haben auch jetzt wieder mit Menschen zu tun mit anderen nämlich die Fragen der anderen Leute und wir häuchen da mal rein.
00:27:28: Guten Tag Herr Spohnholz.
00:27:30: Hier isst Farina Flebbe.
00:27:32: ich arbeite als Schauspielerin vor der Kamera Und seit letztem Jahr auf der Bühne des St Pauli Theaters.
00:27:39: Und deshalb meine Frage was mögen sie dann am liebsten?
00:27:41: Ins Theater gehen ins Kino oder doch lieber zu Hause Fernsehen?
00:27:46: Ich gehe lieber ins Theater oder in die Oper
00:27:49: In die Oper sogar.
00:27:50: Ach so, das müssen Sie ja fast quasi stehen im Arbeitsvertrag drin?
00:27:53: Nein es steht nicht im Arbeits Vertrag drin aber ich bin sehr früh mit klassischer Musik in Verbindung gekommen.
00:27:58: Okay!
00:27:59: So dann hören wir mal die nächste Frage.
00:28:02: Hallo Herr Spohnholz mein Name ist Thuyger Speckern und ich moderiere und kommentiere für Eurosport und Magenda TV die Sportarten Radsport Golf und Fußball Und ich würde ganz gerne von Ihnen wissen welche Sportart mögen sie am meisten oder welche fühlen sich auch selber aus?
00:28:17: Liebe Grüße Radsport, Golf und Tennis.
00:28:21: Das ist ja in Hamburg gar nicht so einfach.
00:28:23: Weiß nicht, fahren Sie da auch mit dem Fahrrad dann hin?
00:28:26: Könnte man machen.
00:28:26: aber Golf ist so ein zeitintensiver Sport.
00:28:28: Da muss man dann hin und ich spiel's am liebsten morgens und es ist toll für den ganzen Tag.
00:28:35: Gibt es etwas... Also ich sag mal Tennis, Golfen ist auch wieder so ein wertiges Ding wo sie sagen okay das Eine relativ einfache Geschichte, die so schlichte Sache finde ich super.
00:28:48: Also müssen Sie einmal in der Woche zum Imbiss gehen um einfach nur Pommes mit Mario zu essen oder trinken sie gerne Dosenbier?
00:28:56: Verraten Sie uns Ihr einfaches Geheimnis!
00:28:59: Ich esse jeden Tag Nutellabrot und das ist ganz wichtig für mich.
00:29:04: Das ist ja toll.
00:29:05: Und gibt es im Fontenäden auch ein Nutellerspender?
00:29:08: oder muss es dann da doch eher selbstgemachte Nussnougat-Creme sein?
00:29:12: kommt mir nicht ans Büffet, es gibt nur das echte Nutella und das gibts im Fünfkilo einmal bei uns.
00:29:17: Und mit einem Drückmechanismus... Das ist mein
00:29:21: Untergang!
00:29:22: ...das
00:29:22: Highlight beim Frühstücksbüffet.
00:29:25: Welche Mahlzeit is für Sie denn am wichtigsten?
00:29:28: Also man sagt ja früher irgendwie morgens soll man Frühstücken wie einen Kaiser, mittags wie ein König oder abends wie ein Wettelmann.
00:29:34: Wie halten Sie's?
00:29:35: Also Frühstück ist für mich schon ganz wichtig.
00:29:37: ich starte gerne mit einem ausgewogenen Frühstuck und zwar nicht weils Trend.
00:29:41: Ich hab schon immer Porridge gegessen und mit Früchten.
00:29:44: Bleibe ich auch dabei, danach kommt das Nutella-Bot und ein Espresso.
00:29:48: Und ich nehme auch das auf den Croissant oder auf dem Schwarzbrot, wozu ich gerade Lust habe an dem Morgen.
00:29:54: Frühstück ist für mich essenziell, ich mag es so zu starten.
00:29:58: Ich bin jetzt nicht der Spätabendsesser, obwohl das natürlich zu meinem Beruf dazugehört.
00:30:02: Da könnte ich am liebsten darauf verzichten.
00:30:04: nach zwanzig oder einezwanzig wird man noch einen schweren Hauptgang.
00:30:10: Ist Hamburg eigentlich auch so schön, weil Huesum nicht soweit weg ist?
00:30:15: Also wie viel Heimatliebe steckt in Ihnen noch?
00:30:18: und beziehungsweise wie oft kommen Sie da noch hin.
00:30:20: Ich liebe natürlich den Norden Deutschlands.
00:30:22: Den hab ich schon immer geliebt.
00:30:23: wenn wir jetzt mal zwei Wochen zurückblicken oder drei oder vier dann die Rapsblüte und alles das hat schon was Außergewöhnliches in Norddeutschland.
00:30:31: Ich bin häufiger denn je in meiner Heimatstadt bei meiner Mutter.
00:30:34: mein Vater lebt leider nicht mehr und das der Grund warum mich noch sehr viele Huesums fahre.
00:30:38: wann es geht.
00:30:40: Ja, ich finde es einfach herrlich und lebe das.
00:30:42: Und die Weitermehr ist schon außergewöhnlich erholsam und erfrischend.
00:30:47: Ich sage immer Urlaub für die Augen ist wichtig!
00:30:49: Das heißt meine Augen müssen weit schauen können.
00:30:51: Sie sind jetzt seit elf Jahren Chef im Fontenay haben es quasi eröffnet... nicht quasi.
00:30:58: sie haben es eröffnete.
00:31:01: Das ist eine verdammt lange Zeit für jemand der in einer Hotelbranche arbeitet.
00:31:05: Normalerweise ist man da so dreieinhalb Jahre und dann geht es weiter.
00:31:08: Das macht man vor allem in jüngeren Jahren.
00:31:10: Haben Sie das Gefühl, sie gehen da auch in Rente?
00:31:14: Ich würde es mir wünschen hier zu bleiben!
00:31:16: Also Sie streben nicht nochmal in ein kleines Hotel in die Toskana oder irgendeinen Fleck auf der Landkarte, der Ihnen noch fehlt?
00:31:23: Nein, nicht unbedingt für mich wahnsinnig wohl... Es ist ein Stück weit wie mein Hotel.
00:31:29: Wie Sie sagten ich kam mit der Grundsteinlegung und das ist schon ein außergewöhnlicher Weg ... dem man dann geht, wenn man quasi drei Jahre so ein Hotel bauen und entstehen sehen darf.
00:31:39: An der Seite des Eigentümer Iepares als quasi ja White Label.
00:31:44: Es gibt nur das Fontenay.
00:31:46: Wir haben zwar noch einen Hotel auf Mallorca da bin ich auch zuständig aber... Das ist einfach für mich außergewöhnlich und wir sind hier auch nicht am Ende der Reise!
00:31:55: Wir haben jetzt als Start-up aufgehört und sind jetzt in einem Unternehmen was dasteht und man muss sich möglicherweise auch in einigen Teilen dann nochmal wieder neu entwickeln, weiterentwickeln und neu erfinden.
00:32:05: Jetzt sind Sie zehn Jahre da?
00:32:07: Sie haben den Grundstein mitgelegt.
00:32:10: Gibt es irgendwas wo sie gesagt hätten das hätten wir echt anders machen sollen.
00:32:13: also jetzt so architektonisch planerisch wie auch immer weil das merkt man ja häufig erst in der Praxis
00:32:20: Ja tatsächlich ich hätte noch größere Zimmereinheiten genommen.
00:32:25: Also wir sind ja schon sehr groß.
00:32:26: unsere Grundgrund Quadratmeter Größe ist deutlich über vierzig Quadratmetern.
00:32:30: im meisten Hotels auf der Welt ist das ein Junior Suite Was bei uns ein Standardzimmer ist.
00:32:36: Oder
00:32:36: drei Motel-One-Zimmer?
00:32:37: Ja, das stimmt!
00:32:39: Wir sehen aber dass die Nachfrage nach größeren Einheiten da ist und wir sehen, dass deutlich mehr Familien auch in diesem Segment unterwegs sind mit zwei oder vier Kindern.
00:32:47: Das wäre sicher eine Sache gewesen.
00:32:49: Wir haben einen Spa-Bereich auf dem Dach mit über tausend Quadratmeter.
00:32:52: Das ist absolut der Luxus für den Stadthotel.
00:32:55: Den hätte man deutlich größer machen können, weil an den schönen Sommertagen ist es wie an der Riviera oben bei uns am Pool.
00:33:01: Das ist wirklich etwas was ich nicht erwartet hatte und wir haben ja Residenzen angeschlossen an unser Hotel.
00:33:08: dort hätte man auch deutlich mehr machen können.
00:33:10: das Konzept dass Menschen quasi in einem Hotel wohnen und die Einnehmlichkeiten des Hauses dazu buchen können das ist in Amerika schon lange gegangen und gäbe das ist eine Stadt wie Hamburg hätte man schlauer sein können und mehr davon bauen können.
00:33:27: Die besten Geschichten erzähle in meinem bekannten Kreis sind Hoteldirektoren.
00:33:32: Öffentlich wollen die nie Geschichten erzählen, aber man erlebt ja doch eine ganze Menge – Sie haben gerade gesagt, man stößt so auf rund fünfhundert Leute ob das jetzt Angestellte oder Gäste.
00:33:42: Nun sind sie ein Luxushotel was sehr diskret ist und werden nicht über ihre prominenten Gästen sprechen.
00:33:48: Das macht nur das Atlantik mit einem Gast!
00:33:50: Wir können alle reden!
00:33:53: Nichtsdestotrotz gibt's ja so Geschichten, die vielleicht noch viele Jahre zurückliegen.
00:33:57: Was war denn so ihre Ungewöhnlichste?
00:33:59: Also ich habe ehrlich gesagt ... Ich glaube, die ganze Bandbreite schon mal gehört von Nacktengästen, die sich ausgeschlossen haben und dann an der Rezeption stehen, die aber auch nicht willig waren, weil sie aufs Zimmer zu gehen oder einen Hand rumzulegen, weil Sie schon angetrunken waren wie auch immer.
00:34:14: Ja gut diese Geschichte haben wir alle erlebt.
00:34:15: Wir haben auch alle schon kaputte Hotelzimmererlebt.
00:34:19: also ich sag mal Die Bandbreite ist groß, wie Sie es so schön sagen.
00:34:24: Und wenn du in dieser Art von Hotellerie arbeitest ... dann sag ich mal, ist die Konzertkarte für die New York Met zu besorgen noch das kleinste Problem für einen Gast der gerade in Europa ist und übermorgen ein Konzern sehen will?
00:34:36: Also diese Dinge passieren...
00:34:38: Da fühlen sie sich auch verantwortlich für!
00:34:40: Da wären wir verantwortlich für
00:34:41: gemacht.
00:34:41: Das soll doch das New Yorker Hotel
00:34:42: überleben?
00:34:42: Ja, dafür sind wir da!
00:34:44: Dafür gibt es ein Concierge in einem Hotel der Unmögliches möglich macht und von diesen...
00:34:50: Ach dann weiß ich ja wo ich jetzt immer anrufen muss.
00:34:51: Sie können
00:34:52: jederzeit bei uns anruhen.
00:34:53: Das ist natürlich die Arbeit eines guten Concierges diese Dinge möglich zu machen und es wäre mal eine Salbe für einen Kameel besorgen müssen.
00:35:01: Das werde ich nicht vergessen.
00:35:03: Ich erspare da jetzt die Details, aber es gibt eine Seife in Deutschland, die nur über ein Tier zuzubeziehen ist und wurde dann expressmäßig in den mittleren Osten geschickt.
00:35:14: Haben Sie
00:35:15: da Ihre Landkontakte nach Huesum geholfen?
00:35:19: Vielleicht sogar noch ein bisschen weiter nach oben!
00:35:22: Ich habe selber einen Hund.
00:35:23: von daher hat man natürlich Kontakte.
00:35:26: Es gibt die skurrilsten Momente ... Manchmal auch die Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen, die dann etwas ausmachen weniger.
00:35:36: Aber sind
00:35:36: Sie noch beeindruckt von Prominenz?
00:35:40: Nein, Prominence hat mich insofern ... Es hat immer großen Spaß gemacht und es ist schon was Besonderes mit Menschen zusammenzukommen, die in der Öffentlichkeit stehen.
00:35:49: Sei's ein Hollywood-Star, sei's ein Politiker.
00:35:53: Aber Beeindruckend tut einen das nur ... eher sekundär, würde ich sagen.
00:35:58: Es ist am Ende ja ein Gast wie jeder andere und die große Kunst in unserer Art von Nutellerie es ist ja jeden Gast Und das meine ich auch wirklich so abzuholen und sie sprachen ja vorhin von den unterschiedlichen Kleidungsstilen.
00:36:10: Ich sage denen auszubilden immer in der Orientation also in der orientierungswoche zu anfangen.
00:36:15: ihr werdet hier alles sehen und zwar alles!
00:36:18: Es gibt nichts was ihr nicht sehen werdet und lasst euch nie blenden Den Symbolen, die dann dort kommen.
00:36:23: Der Autoschlüssel, die Tasche das Sako, die Krawatte von der Marke X oder Y. Alles
00:36:29: Leasing!
00:36:29: Das hat mein Vater mir schon beigebracht.
00:36:31: den Porsche könntest du eher finanzieren von deinem Taschengeld als der Herr, der es fährt.
00:36:34: ja also von daher muss man das immer relativ sehen.
00:36:38: aber es gibt natürlich Menschen und die über Eindrucken ein im Sinne von weil ist einfach schönes zu sehen wenn sie so sind wie man sich vorgestellt hat.
00:36:48: Und ein Erlebnis kann ich erzählen.
00:36:49: Ich habe auch mal in Davos gearbeitet, zum Zeit des World Economic Forums und das war für mich ein Geschenk oder eine Fügung neben Nelson Mandela Herrn Anan also Kofi Anan und Herrn Clinton zu gehen weil sie bei uns im Hotel waren.
00:37:07: und das sind Momente die bleiben für immer.
00:37:12: Ich hab auch schon so vier Lorene die Treppe runtergeführt in einem Abendkleid, wovon jeder träumt.
00:37:16: Aber ich sag mal Herr Mandela da brauchen wir gar nichts zu verlieren und Herr Arnahn auch nicht und auch nicht zu Herrn Klinten aber diese drei nebenan dazuhaben Und ihnen dann in ihre jetzt kommt ein bisschen Klischee in ihre Kashmir-Mände zu helfen Die weicher sind als alles was man je angefasst hat.
00:37:31: Und drei Menschen haben die Weltgeschichte geschrieben und eine auf eine ganz besondere Art und Weise.
00:37:36: Das sind Momente, die vergisst man natürlich nicht.
00:37:39: Ja?
00:37:39: Und das ist dann schon außergewöhnlicher.
00:37:43: Sie sagten vorhin, es sind auch schon Zimmer kaputt gemacht worden... Ist das im Fontenay schon mal passiert?
00:37:50: Nein bei uns nicht!
00:37:51: Aber ich erinnere mich an eine große Suite in San Francisco von einer lässigen Band.
00:37:57: Wer war das?
00:37:58: Lennart Skinner hat, wir haben da ein Konzert gegeben im Hotel auf einer Veranstaltung.
00:38:03: Der größte Raum in diesem Hotel hat fünftausend Leute gesetztes Dinner gefasst.
00:38:07: Fünf Sterne.
00:38:07: ich wollte auch mal so groß arbeiten und Lennard Skinner gaben einen Konzern Madonna zur selben Zeit auch in dem Hotel gewohnt.
00:38:13: Hat das mitbekommen kam hin und die hatten Session in diesem Raum.
00:38:17: das war.
00:38:18: Und
00:38:19: die Leute sind vor Extase?
00:38:21: Sind da Dinge kaputt gegangen?
00:38:22: oder hat die Band hinterher noch den Fernseher aus dem fünften Stock geschützt?
00:38:25: Die Jungs haben Spaß gehabt!
00:38:27: Ja, ja.
00:38:28: Aber Madonna ist ein ganz einfacher Gast bestimmt!
00:38:30: Das kann ich mir nicht anders vorstellen... Ist es in der Natur des Menschen, dass man immer dahin guckt was man nicht haben kann?
00:38:39: Also das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite des Flusses oder so heißt
00:38:44: es.
00:38:44: Denkt man
00:38:44: ne?!
00:38:46: Ich könnte mir vorstellen auch in modernen Zeiten der Google-Bewertungen und so weiter, dass die Gäste zu ihnen kommen einfach weitaus kritischer sind als jetzt Leute, die vielleicht nur neunzig Euro bezahlen.
00:38:59: Weil sie sind mit wenig Zufrieden!
00:39:00: Die haben das so gebucht.
00:39:01: wie auch immer... Wie gehen Sie denn mit diesen Nüllpötten um?
00:39:04: Weil die Beschwerden fangen ja wahrscheinlich schon eine Rezeption
00:39:07: an
00:39:09: und ich könnte mir vorstellen dass diese Leute weil sie gewohnt sind immer wieder immer nur mit der Spitze des Hauses zu sprechen quasi am Konzern vorbei direkt zu ihnen wollen.
00:39:21: Wie gehen sie damit um?
00:39:23: Also zunächst mal ist natürlich Klar, in einem Hotel wie dem Fontenay ist Null-Prozent-Fehler-Toleranz.
00:39:28: Davon müssen wir einfach ausgehen und diesen Anspruch müssen wir auch haben.
00:39:32: Dafür treten wir an Champions League Finale was anderes kann es nicht geben mit dem Fontennä.
00:39:36: Und diese Menschen... Es ist manchmal spannend zu sehen und darum ist prima wie sie das beschreiben.
00:39:41: man merkt natürlich ihren Hotel Background sozusagen und die Begeisterung für unsere Branche.
00:39:48: Es ist immer wieder spannend zu seh'n.
00:39:50: Die Reaktion ist, wenn jemand im dunkelblauen Sarko kommt versus der Person.
00:39:55: Ein konstiges kein gutes Beispiel bei der steht im Frag bei uns da und im Kött.
00:39:58: das ist natürlich eine großartige Uniform wie ich finde.
00:40:01: Ja!
00:40:02: Und der Konzert hat auch ... Ist sehr devot und quasi auf englischem Battler-Niveau unterwegs.
00:40:09: Das ist schon toll zu sehen.
00:40:11: die können auch straßenslängen aber... Nein es ist die Kunst dass wir lernen diese Menschen abzuholen und sie quasi um zu drehen.
00:40:22: Und das Beste ist natürlich, wenn das noch vor Ort passiert.
00:40:24: aber manche kommen halt nach einer Autofahrt und wer es schulden?
00:40:28: natürlich wir ja und nicht der Verkehr auf der A-Eins und dann... Wir sind geistige Mülleimer!
00:40:33: Das ist nun mal so in einem Hotel.
00:40:34: Aber wer
00:40:35: schwierig ist?
00:40:35: Also das würde meinem Charakter überhaupt gar nicht entsprechen da die ganze Zeit zu sagen Es tut mir total leid dass es zu warm in ihrem Auto war mit dem Sie hergekommen sind.
00:40:45: Ja, man muss – ich sage schon immer bei mir an der Bürotür steht auch nicht meine Position sondern da steht eher die Plumpsychologe mit Sonderdegree in Stanford oder wo immer die besten herkommen.
00:40:56: Man muss schon sehr ein dickes Fell haben und man muss aber auch Grenzen setzen.
00:41:00: Ich finde, man darf auch Menschen gegenüber zeigen dass dann eine Position erreicht ist, die so nicht mehr vertretbar ist und das man doch wieder auf normal Null runter kommt denn schließlich reden zwei Menschen miteinander.
00:41:12: Wie oft in der Woche passiert so was, dass Sie gerufen werden?
00:41:16: Das ist jetzt zum Glück nicht an der Tagesordnung bei uns.
00:41:20: Also eher einmal
00:41:21: die Woche
00:41:21: nur.
00:41:22: Ja, wenn überhaupt und ich denke das die Mitarbeiter bei uns im Haus ... Ich spreche jetzt für uns natürlich heute eine gute Handhaber haben, gute Wege aufgezeigt bekommen wie sie dann mit Gästen sprechen Und wir haben auch eine Freigabe in Ihrem Ermessen zu agieren Ja und möglicherweise dann auch etwas anzubieten.
00:41:44: Jetzt habe ich ja die Frage begonnen mit den Google-Bewertungen, die bei Ihnen möglicherweise länger sind, Fragezeichen als jetzt bei einem günstigen Hotel?
00:41:53: Lesen Sie die alle oder sagen sie oh Gott nee das kann nicht!
00:41:56: Das macht jemand anderes weil man muss ja darauf immer noch mal adäquat antworten.
00:42:00: Jeden Morgen ist das Thema.
00:42:01: also wir... Es gibt ein sogenanntes Feedback-Log bei uns auch, wo alles was in der Nacht oder am Tag zuvor passiert ist aufgeschrieben wird.
00:42:09: Kommuniziert wird so dass es die richtigen Menschen im Haus wissen.
00:42:12: natürlich gibt es jemanden der bei uns für Social Media Kanäle alle Online Aktivitäten zuständig ist aber das geht alles über mein Tisch denn heutzutage ist es elementar wichtig dort gut aufgestellt zu sein da wahnsinnig viele Menschen sich darüber inspirieren lassen und informieren wo und wie sie reisen Ist verrückt.
00:42:33: Wir kommen auch zu einer verrückten Sache, nämlich zu wissenswerten Fakten.
00:42:37: und jetzt kommen Sie!
00:42:39: Hamburg zählt zu den leistungsstärksten Hotelstandorten Deutschlands.
00:42:42: Es verzeichnete die Hotellerie der Stadt über fünfzehn Komma neun Millionen Übernachtungen und sieben Komma vier Millionen Gäste.
00:42:50: ein Rekord getragen von Tourismus Messen Musicals unter Zentralen Hafenlage.
00:42:55: Welcher Urlaubstyp sind Sie?
00:42:57: Statt oder Wasser oder Gebirge?
00:43:01: Ich liebe die Berge, obwohl ich vom Meer komme.
00:43:04: Sehr gut!
00:43:04: Na ja immer das was man nicht hat.
00:43:06: Auf alle Säle.
00:43:09: Mit rund hundert vierzehn Quadratmetern Grünfläche pro Einwohner gehört Hamburg zu den grünsten Großstädten der Welt.
00:43:14: Über achthunderttausend Bäume und zahlreiche Parks prägen der Stadtbild und fast ein fünftel der Stadtfläche besteht aus grünern Lagen, Wäldern und Wasser.
00:43:23: Wo spazieren sie am liebsten entlang?
00:43:26: Ich hab natürlich das große Privileg, wenn ich aus meinem Hotel herausgehe.
00:43:29: Das
00:43:30: machen Sie doch nicht?
00:43:31: Ich gehe jeden Tag einmal um die Alster.
00:43:32: Meistens lauf' ich aber.
00:43:34: Fünf Tage rum laufe ich um die alster und wenn ich nicht gelaufen bin fahre ich einmal mit dem Fahrrad mal jeden Tag egal welches Wetter wäre.
00:43:38: Aber sie sind doch mindestens an der Alstergesichtsbekannt.
00:43:41: Ja.
00:43:42: Wollen
00:43:42: sie da ständig aufgehalten werden und gefragt werden sagen was gibt's heute auf einem Kuchenbuffet oder... Also
00:43:48: nee, nee, ne, nee.
00:43:48: Das trage ich in zum Schild um Heiß.
00:43:50: Nein, nein!
00:43:51: Also das mache ich schon dann nach zehn Und vor achtzehn Uhr darf man natürlich nicht an der Alster sein.
00:43:59: Ich gehe sehr gerne in Stadtpark, war ich gerade das letzte Woche mit den Kindern.
00:44:02: herrlich, liebe ich!
00:44:05: Als Deutschlands führender Kreuzfahrthafen begrüßte Hamburg, im Jahr zwanzig sechsundzwanzig eins, vier Millionen Passagiere und verzeichnete über zweihundertfünfundneinzig Anläufe großer Schiffe.
00:44:15: Moderne Terminals in Altona, Steinwerder unter Hafen City sowie ein Fokus auf Landstrom und Nachhaltigkeit stärken die Rolle der Stadt als zentraler touristischer Hub.
00:44:26: Welche Schwimmabzeichen besitzen Sie?
00:44:28: Und wann waren sie das letzte Mal schwimmen?
00:44:31: Das letzte Mal schwimmen war ich am vergangenen Wochenende auf Sylt im Meer und ich habe DLRG Gold.
00:44:37: So, ich kann es nicht einordnen?
00:44:39: Die LLG ist die höchste Schwimmsache weil ich war früher im Schwimmverein.
00:44:43: so bin ich groß geworden.
00:44:44: Irgendwann mehr kommt sollte man das können.
00:44:46: ja
00:44:47: Jetzt haben wir schon darüber gesprochen wie intensiv so'n Job is und gerade wenn dann irgendeine Pfeife in Rolls Royce wieder nach Ihnen fragt müssen sie da sein.
00:44:54: oder erwartet zumindest die andere Seite dass Sie da sind.
00:44:59: Wann können Sie abschalten Und wie lange ist die längste Zeit, wo Sie ja Handymaus machen?
00:45:05: Ich kann so gut abschalten.
00:45:06: Ob sie es glauben oder nicht!
00:45:07: Sobald ich rausgehe aus dem Haus, schalte ich ab.
00:45:10: Ich schlafe sehr gut und ich kann auch zwischendurch abschallten wenn ich mit einem Espresso den Luxushalber auf die Dachterrasse zu gehen um einmal über Hamburg zu schauen.
00:45:20: Ich weiß nicht wo ich's herhabe aber ich hab's in mir und das ist auch etwas was mich beruhigt muss ich tatsächlich sagen.
00:45:29: denn ich glaube, loslassen können nicht viele.
00:45:32: Und ich nehme auch nichts mit nach Hause und also nicht in den Schlaf sagen wir es mal so.
00:45:36: Natürlich beschäftigen mich auch Dinge und von daher ist das möglicherweise eine gute Gabe die man hat.
00:45:44: Ich bin auch relativ ausgeglichen als Person und das hilft mir natürlich dann auch in vielen Situationen.
00:45:51: Und trotzdem ist das Handy immer an oder geht.
00:45:54: Also ich habe zum Beispiel mein Handy gar nicht im Schlafzimmer, was manche Leute von mir gar nicht glauben das so etwas geht.
00:45:59: Ich finde es eine ganz wunderbare Sache wirklich mal zehn zwölf Stunden gar nicht drauf
00:46:03: zu gucken.
00:46:04: Also ich kann gut auf das Handy verzichten.
00:46:07: Sie haben es ganz vorhin in einer Frage mal gestellt ist natürlich bei mir ein Sicherheitsaspekt ja ich bin nun mal für das Hotel verantwortlich und Fall, den wir nicht annehmen wollen.
00:46:18: Jemals Eintritt ist etwas passiert muss ich irgendwo erreichbar sein und von daher ist es irgendwo eine Nähe und das ist auch an.
00:46:25: aber ich kann ganz gut sehr lange nicht draufschauen und ich antworte auch nicht immer sofort dass höre ich vor manchen guckst du eigentlich mal da und liest deine WhatsApp Nachrichten soll ich sagen nein warum soll ich sonntags morgens um acht meine Whatsapp Nachrichten lesen?
00:46:39: Und ich habe mal einen guten Spruch gehört von einem Freund in Architekten.
00:46:42: Der hatte, glaube ich in seiner Inbox E-Mail... ...vierzig oder fünfzigtausend E-mails und ich sag's einmal.
00:46:48: Ich sag da weißt du was?
00:46:49: Das ist doch ganz entspannt!
00:46:50: Derjenige der das von mir will schreibt mir immer wieder und er landet immer automatisch wieder ganz oben Und wenn es dann ganz dringend ist, dann ruft er an Ganz gute Einstellung gewesen.
00:46:59: Also es ist eine besondere Einstellung aber ich würde schon gar nicht vierzig tausend ungeöffnet ihr, dann möchte ich die irgendwann
00:47:04: mal löschen.
00:47:05: Ja, er hat sogar gearbeitet Und erfolgreich, richtig guter Mann.
00:47:09: Jetzt haben wir sehr viel über angestrengte Gäste gesprochen immer allgemein in Ihrem Leben gar nicht andere Rezeptionen oder so.
00:47:15: Worüber können Sie denn gut lachen?
00:47:17: Ich bin fröhlicher Mensch, ich genießt das Leben einfach und ich bin tatsächlich sehr glücklich und dankbar für alles was ich erreichen durfte und was ich habe.
00:47:30: Mein Vater hat einmal zu mir gesagt, ich hätte zu ihm gesagt, dass ich jetzt zur Arbeit gehe und es hätte ihn verwundert weil ich eben nie von Arbeit rede sondern immer von etwas was mir Spaß macht Und das meine ich auch so.
00:47:44: Es kostet mich keine Energie und natürlich gibt es auch mal Tage, die lang sind und anstrengend.
00:47:48: nicht falsch verstehen aber... Ich gehe jeden Morgen mit einer Leichtigkeit den Weg ins Hotel.
00:47:54: Gibt's denn trotzdem einen Teil Ihrer Arbeit, den Sie am liebsten nicht verantworten wollen würden oder abgeben wollen würden?
00:48:01: Weil also alles in
00:48:03: einem acht-Stunden-Tag
00:48:05: kann man ja gar nicht mehr.
00:48:06: Nein, man kann auch nicht alles!
00:48:07: Man muss Prioritäten setzen.
00:48:08: Das müssen wir natürlich auch lernen.
00:48:09: Wo setzt sie Prioritäten?
00:48:10: ist nichts zu
00:48:11: machen?!
00:48:13: Natürlich schiebe ich auch Dinge weg, also mal so ein Meeting.
00:48:16: oder da habe ich heute keine Lust über Weihnachten zu reden.
00:48:20: Ist ja lange her oder ist demnächst erst wieder?
00:48:23: Und das gebe ich dann auch mal jemand anders.
00:48:26: und das ist natürlich auch ein Luxus den man hat dass man Dinge delegieren darf und kann.
00:48:30: Also ich muss jetzt nicht unbedingt die Präsentation selber bauen.
00:48:33: wenn ich nicht gerade Lust dazu hab dann lasse ich es eben machen.
00:48:37: Und das gibt durchaus Momente, wo das einfach mal der Fall ist oder wo eigentlich ein Termin ist.
00:48:41: Wo ich sage, geht eh mal dahin ja es geht ja jetzt um was für sich einen Schaltkreis den wir neu ersetzen müssen oder irgendetwas anderes.
00:48:49: da kann ich dann auch im zweiten Gespräch dazu kommen und das mache ich dann schon.
00:48:52: und dann mache ich das wozu ich gerade etwas mehr Lust habe.
00:48:55: Die Hotellerie und die Gastronomie vor allen Dingen ist ja auch immer faszinierender Schauplatz von Fiktionen also von Serien von Filmen Auch von Dokumentarfilmen.
00:49:07: Gibt es da etwas, wo Sie gerne genüsslich hängen bleiben?
00:49:11: Also Serien speziell dann in diesem Bereich?
00:49:14: oder sagen sie ne ich gucke nur Arztserien Bergdoktor was weiß
00:49:17: ich ja genau das liebe ich auch.
00:49:18: und Rosamunde Pöcher weil mich das so schön entspannt.
00:49:22: Ich liebe die Gegend und Korn bilden mich so sehr, und da ... Nein, kleiner Spaß!
00:49:26: Aber Kornwoll lieb ich tatsächlich nicht mehr.
00:49:28: Okay aber Pichert
00:49:28: streichen
00:49:29: wir wieder?
00:49:29: Ist es Picherstreichen mal
00:49:30: wieder?!
00:49:30: Nein, ich gucke tatsächlich wenig Serien und auch wenig auf Netflix und White Lotus.
00:49:36: Ich weiß nicht ob Sie das kennen ist ja dadurch als Sizilien wahnsinnig bekannt geworden.
00:49:40: Und
00:49:40: die Preise sind glaube ich in diesem Hotel ziemlich hochgetan?
00:49:43: Ohne Worte.
00:49:46: Das ist schon eine tolle Sache und wir kennen alle die ganz alte Serie Hotel.
00:49:50: Oh ja!
00:49:51: Denn in dem Haus durfte ich arbeiten.
00:49:53: Nein!
00:49:54: Ich weiß gar
00:49:54: nicht,
00:49:55: wo ist das?
00:49:55: San Francisco auf Nob Hill oben.
00:49:58: Das sind natürlich schon Dinge ...
00:50:00: Die Serie ist so alt, die jüngeren Menschen können es nicht mal bei Google finden.
00:50:05: Mag sein, dass auch wir beide wissen, wovon wir reden.
00:50:07: Ist ja auch immer gut, wenn nur wir beiden wissen, wie vorn wir reden... Nein, das ist schon gut aber ich hab jetzt keine Cowboy-Sale mit Kevin Costner geguckt, ich weiß gleich, wie das Ding heißt oder was sie da alle geschaut haben.
00:50:19: Und nee, muss ich nicht machen.
00:50:22: Jetzt haben Sie vorhin mit der Oper geglänzt sozusagen in Ihrem Interesse.
00:50:27: Haben aber gleichzeitig auch von der Rockband Linda Skinner gesprochen.
00:50:30: Trifft man sie auch mal einer großen Freiheit zum Konzert oder im Stadtpark?
00:50:34: Oder und dann ohne Manch hätten?
00:50:37: Dann kann sie mir gar nicht im T-Shirt Totenkopf vom FC Sankt Pauli Forscher.
00:50:43: Wacken oben eher, kennen wir alle natürlich.
00:50:46: Ich
00:50:46: war da noch nicht.
00:50:46: Doch, großes
00:50:47: Kino und der Holger Hübner ist ein genialer Typ.
00:50:50: Ja unbedingt!
00:50:52: Was für einen Macher ja?
00:50:53: Großes Kino Und eine große Bewunderung.
00:50:56: Absolut eine große Wunderung.
00:50:57: und nein, das ist... Also ich meine man muss doch alles können ja und auch alles zulassen nur dann macht das Leben Spaß.
00:51:04: in meinen Augen.
00:51:05: und was ich das vorhin fragte.
00:51:06: also Ich bin mal zu einem Konzert mit sechs Jahren gefahren.
00:51:10: Meine Mutter hat im Chor gesungen Kaminer Boraner Karl Orff und seitdem bin ich Fan von dieser Form aber in jeder Art Von Darstellung Das gibt es ja auch ein bisschen schrägrig und crazy und Nein Toleranz ist da ganz wichtig.
00:51:26: Jetzt sind Sie in der absoluten Spitzenhotellerie angekommen und da ist ja nicht mehr viel Luft nach oben, der Veränderung im Haus in Abläufen wie auch immer.
00:51:37: Wo ist denn die größte Inspirationsquelle?
00:51:40: Wenn wir sagen sie gucken keine Hotelserie, sie gehen höchstens mal Espresso trinken also guckt sich ganz andere Branchen an?
00:51:48: Ja, ich habe das Glück, glaube ich auch viele Freunde zu haben die querbeet sind.
00:51:53: Werbung, Social Media Automotive Fashion Medizin und es gibt ja über die Branchen hinweg große große Schnittmengen wenn man sie erkennen will.
00:52:07: und am Ende ist alles irgendwo heutzutage ein Stück weit Dienstleistung weil man macht etwas für andere Menschen Und das gesprochene Wort, der Umgang miteinander.
00:52:18: Das ist ja alles in der Mitte dieser Schnittmenge.
00:52:22: von daher glaube ich schon, dass man da sehr gut sich was abschauen kann.
00:52:25: und wenn ich unterwegs bin dann sehe ich einfach viele Dinge und man nimmt sie wahr.
00:52:31: und dann fragt man und ich finde es immer als Beispiel vielleicht sage ich bei meinen Mitarbeitern oder wenn ihr aus dem Urlaub zurückkommt würde ich mir so sehr wünschen, dass ihr eine Sache gesehen habt die ihr gut findet.
00:52:40: ein Koch zum Beispiel wenn er irgendwo ne neue Salat sucht Was weiß ich, Mandel-Mantel hochkannt im Toaster gebacken und dann noch mit der Soße.
00:52:49: Darum geht es mir gar nicht mehr.
00:52:50: Mir geht es darum, dass überhaupt jemand bereit ist, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen und dann Dinge zu sehen.
00:52:59: Und sie möglicherweise mitzunehmen dahin wo er arbeitet in dem Fall.
00:53:03: Wir reden ja über die Arbeit oder über das Hotel.
00:53:06: Das kann ich supergut!
00:53:09: Ich war in Asien letztes Jahr und das ist schon faszinierend.
00:53:11: wie da Das Detail in den Hotels.
00:53:15: Unsere Mango ist auch gut und vielleicht eine Flugmango, aber sie schmeckt dann im Bangkok irgendwie anders und ist lustigerweise auch anders angerichtet.
00:53:23: Und das fasziniert mich schon sehr, wenn man das sieht oder viele andere Beispiele, die man jetzt auch nennen
00:53:29: könnte.".
00:53:30: Ein anderes Top-Hotel in Hamburg heißt für Jahresseiten – was ist denn ihre Lieblingsjahreszeit?
00:53:38: Der Frühling!
00:53:39: Wenn alles anfängt zu blühen... zu entstehen.
00:53:41: Dann habe
00:53:42: ich Heuschnupfen, da bringe ich gar nicht so viele positive Sachen mit!
00:53:45: Was ist denn das Schöne am Frühling?
00:53:48: Ich finde alles erwacht wieder.
00:53:49: die Menschen sind gefühlt was ich nicht nachvollziehen kann aber es ist einfach so.
00:53:52: sie sind fröhlicher sie sind heiterer sie freuen sich wieder rauszugehen.
00:53:56: ich bin ein draußen Kind zwölf Monate im Jahr ja hat vielleicht etwas damit zu tun was ich eingangs sagte wo ich her komme und dass dunkelregen wind von oben von unten für mich jetzt kein großes problem ist und mich auch nicht runter zieht.
00:54:08: aber ich finde das ist eine zeit alle Menschen eine positive Vibration in sich haben.
00:54:14: Und das kann man gut nutzen, ja?
00:54:16: Ich bin auch Skifahrer.
00:54:16: von daher ist natürlich im Januar in den Bergen wunderbar und ich mich halt auch der Schnee dieses Jahr nicht gestört hier in Hamburg im Gegenteil.
00:54:22: Ich finde es einfach toll besser als Schmudelwetter.
00:54:25: aber der Frühling macht was mit den Leuten und das glaube ich immer eine gute Rampe in des Jahr.
00:54:31: Jetzt haben wir sie in diesem Gespräch als wahnsinnig diszipliniert kennengelernt.
00:54:35: Sie machen ihr Bett selber und kriegen auch den Knick und die Bügelkante wieder hin.
00:54:40: Und trotzdem möchte ich gerne von Ihnen erfahren, wo lassen Sie mal fünf gerade sein?
00:54:46: An welcher Stelle haben sie vielleicht einen über den Durst getrunken.
00:54:50: Wo ist eine Schwäche, wo Sie sagen ... Da kann ich einfach nicht anders, außerdem Nutellerbrot.
00:54:57: Gestern Abend, wenn Sie mich gestern amt gesehen hätten, hatte ich die Kappe verkehrt rum auf keine Schmiere in den Haaren und ein Kumpel zu mir gesagt du siehst mega aus ja mein Jeans etwas zu schlapperig die weißen Sneaker abgeratzt weil ich vorher Fußball
00:55:08: gehabt habe.
00:55:08: Das war aber nicht
00:55:09: im Hotel.
00:55:09: So lief' ich auch in meinen Hotel rein und so kenne ich auch die Gäste.
00:55:12: letzten Samstag hab ich auch da keine Socken angehabt und kein blauen Bläser.
00:55:17: Nein, natürlich gibt's mich so.
00:55:18: Und ich gibts auch viel so und das ist ja ... Ich mag beides!
00:55:23: Mir fällt es nicht schwer die Krawatte um zu binden aber ich kann das andere und mag das andere natürlich genauso.
00:55:29: und nein, es gibt den Teesspohnholz der dann ... Stellt sich mal meinen Shop hier vor ohne Schmierer?
00:55:35: Dann wissen sie sich aus wie ein Morschi-Ski.
00:55:37: Ach, das ist für mich fast schon einen Happy End jetzt quasi und wir sind tatsächlich jetzt schon am Ende.
00:55:42: Aber zwei Fragen muss jeder noch einmal beantworten Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
00:55:48: Die haben sie quasi schon eine Stunde lang beantwortet, glaube ich.
00:55:52: Im Prinzip sehe ich mich glücklich und zufrieden hier in Hamburg... ...und mit dem Fontenay einen Schritt weiter!
00:55:58: Wo seien Sie Hamburg in fünf jahren?
00:56:01: Ja, Hamburg in fünftjahren.
00:56:02: Hamburg sollte aufwachen.
00:56:05: Hamburg nimmt für sich in Anspruch das Tor zur Welt zu sein.
00:56:08: Ich glaube dass wir deutlich mehr machen können, dass wird deutlich weltoffener werden müssen und als wir es uns manchmal einreden, dass wir's sind.
00:56:18: Und diese Stadt hat so unglaublich viel zu bieten.
00:56:21: aber die Wahrnehmung in der Welt ist teilweise eine andere und Hamburg ist auch gar nicht so bekannt wie wir mal denken.
00:56:28: das finde ich ein bisschen schade.
00:56:30: Wir verkaufen uns manchmal unter dem Wert und der Hamburger an sich ist ja er liebt diesen diesen inneren Kreis, wie es so schön heißt.
00:56:38: Der mag sich nicht wegbewegen aus seinem gewohnten Umfeld.
00:56:42: der Hamburger wird ja so wahrgenommen als dass er da wo er wohnt den Kindergarten geht zur Schule geht seinen Abschluss macht dann hinterher wahrscheinlich auch lebt wenn er vom Studium zurückkommt der dort Ferien macht wo immerhin geht ohne etwas neues zu erkennen.
00:56:54: natürlich gibt's auch andere in die ganze Welt kennen.
00:56:57: Aber das wünsche ich mir schon von Hamburg, denn wir brauchen das und wir brauchen mehr Internationalität.
00:57:03: Mehr internationale Gäste vor allem aus der Hotel-Sicht gesprochen.
00:57:06: Und es können wir nun machen mit uns deutlich weiter öffnen!
00:57:09: Wir öffnet jetzt auch nämlich dem Ende entgegen.
00:57:11: Sie dürfen jetzt wieder in die Luxushotellerie zurück aus unserer bescheidenen Chance heraus.
00:57:16: Lieber Herr Spannholz, das hat mir wirklich sehr große Freude bereitet, hätte noch stundenlang weiter so gehen können.
00:57:22: Vielleicht führen wir das an anderer Stelle nochmal fort.
00:57:25: Vielen Dank und Ahoi
00:57:27: Ich bedanke mich auch, hat wahnsinnig viel Spaß
00:57:46: gemacht.
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