Dr. Antje Flemming bei "Gute Leude - Das Hamburg Gespräch"
Shownotes
Dr. Antje Flemming spricht in „Gute Leude – Das Hamburg Gespräch“ über ihre große Liebe zu Büchern, ihre Wahlheimat Hamburg und ihre neue Aufgabe als Geschäftsführerin und Programmleiterin des Literaturhauses Hamburg. Sie erzählt, warum sie trotz Digitalisierung fest davon überzeugt ist, dass Bücher eine Zukunft haben, weshalb das Literaturhaus offener und jünger werden soll und wie sie neue Generationen für Literatur begeistern möchte. Außerdem blickt sie auf ihre Kindheit in der DDR und den Mauerfall zurück, berichtet von ihrer bewussten Entscheidung für Hamburg und erklärt, warum sie der Hansestadt bis heute tief verbunden ist. Sie spricht über ihre Leidenschaft für Kino und Literatur, ihre Promotion über Lars von Trier, ihren Wunsch nach kultureller Offenheit sowie darüber, wie prägend Freiheit, Sicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt für ihren Lebensweg sind.
Nicht zuletzt verrät Antje Flemming, weshalb sie Hamburg für seine Offenheit und kulturelle Vielfalt schätzt und welche Vision sie für die Zukunft des Literaturhauses hat.
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00:00:02: Ich hab auf meinem ersten West-Ausflug, das war dann direkt im November neunundachtzig mir in Westberlin.
00:00:10: Das Buch zu Dirty Dancing gekauft!
00:00:15: Ich lieb Hamburg dafür dass es immer noch stabil ist und sich nicht irgendwie... ...Zuseherrichtung rechts neigt.
00:00:23: Das ist ja gerade in diesen Zeiten und eben wenn man aus dem Osten kommt eine ziemlich katastrophale Verfahrenelage.
00:00:32: Er hat offenbar eine starke Überzeugungskraft und kann dem Senat oder den anderen Senatsmitgliedern klarmachen, wie wichtig das ist hier.
00:00:40: Dass wir die Kultur nicht sterben lassen sondern im Gegenteil fördern weil das worauf wir uns irgendwie berufen können was es ist wenn's diese Häuser nicht mehr gibt.
00:01:19: Heute zu Gast ist die Literaturwissenschaftlerin Dr.
00:01:22: Anke Flemming.
00:01:23: Moin, moin!
00:01:25: Geboren in K-Markstadt, dem heutigen Chemnitz haben sie Germanistik, Amerikanistik und Medienkultur an der Universität Hamburg studiert.
00:01:34: Und später über den Regisseur Lars von Trier promoviert.
00:01:37: Nach vielen Jahren im Literaturhaus Hamburg – und als Referentin für Literatur in der Behörde für Kultur und Medien sind Sie seit Mai am Programmleiterin des Literaturhauses Hamburg.
00:01:49: Sie leben heute in Rotenburgs Ort!
00:01:52: Frau Dr.
00:01:52: Flemming, Sie widmen Ihr Berufsleben den Büchern.
00:01:55: Gleichzeitig verlieren Bücher Jahr für Jahr Leserin und Leser.
00:01:59: Ist das für sie ein Kampf gegen den Zeitgeist?
00:02:02: Oder glauben Sie, dass Bücher am Ende doch immer gewinnen?
00:02:05: Ich bin natürlich berufswegen Optimistin und klar werden die Bücher gewinnen.
00:02:10: Wir können das auch im Literaturhaus nicht bestätigen, wir haben viel Zulauf.
00:02:15: Und wenn man auch in Hamburg guckt was hier literarisch los ist, die großen Festivals, Harborfront
00:02:20: etc.,
00:02:21: da sind viele Veranstaltungen ausverkauft als ich glaube die Tendenz die Autoren und Autorinnen auf der Bühne zu erleben ist ungebrochen.
00:02:29: Natürlich machen die digitalen Medien und die anderen Freizeitversuchungen sozusagen so ein bisschen Konkurrenz.
00:02:35: Aber gerade in der jungen Generation von jungen Frauen wird wahnsinnig viel gelesen und es wird sich spezialisieren.
00:02:42: Es wird vielleicht nicht mehr diese Breite an Buchangeboten geben im deutschsprachigen Raum, aber es wird immer gelesen
00:02:48: werden.".
00:02:49: Es gibt ja eh viel zu viele Bücher.
00:02:51: Also jeder Autor wird sagen nein, aber ich bin sehr häufig in Buchhandlung weil ich einfach gerne Bücher anfasse und kaufe weniger lese ich sie.
00:03:01: Aber ich denke mal wer soll denn das alles lesen?
00:03:04: Ja also vor zehn Jahren haben wir immer noch von neunzigtausend Neuerscheinungen im Jahr gesprochen.
00:03:09: ist muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
00:03:11: jetzt sind es glaube ich ungefähr siebzig tausend.
00:03:13: aber man merkt schon der Markt ist auch immer schneller immer schneller.
00:03:17: früher gab's Programme im Jahr, die von den Verlagen gemacht werden.
00:03:21: Jetzt gibt es immer noch so dazwischen und auch noch Bücher.
00:03:23: dann beobachtet man dass die deutschsprachigen Exemplare früher auf dem Markt kommen als die amerikanischen sozusagen die Originale.
00:03:31: also der Buchmarkt muss sich schon immer was einfallen lassen um sozusagen noch aktuell zu bleiben.
00:03:36: sie
00:03:36: sagen die jungen Frauen die kommen aber wie sieht's denn mit den ganz Jungen?
00:03:40: Also mit den sechzehnjährigen aus?
00:03:42: jetzt stellen Sie sich mal vor Sie müssten einen sechzehnjährigen davon überzeugen, lieber ein Buch statt TikTok zu öffnen.
00:03:48: Was würden sie ihm sagen?
00:03:49: Eine Minute haben sie dafür
00:03:51: Zeit.".
00:03:52: Dafür auch ein bisschen Werbung für mein Haus machen.
00:04:07: Wir haben ja auch ein junges Literaturhaus, wo meine Kolleginnen ganz intensiv also vom Grundschulalter auch über diese Phase sechzehn Jahre Programm und Veranstaltung anbieten um eben sozusagen die Besucherinnen von morgen jetzt schon zu
00:04:25: erreichen.".
00:04:27: Was macht denn eigentlich ein gutes Buch aus?
00:04:30: Beziehungsweise ab wann weiß man dass es gut ist.
00:04:34: Es gibt ja so eine Zehenseitenregel, manchmal stelle ich nach fünfzig Seiten fest, ich hätte gar nicht anfangen sollen.
00:04:42: Also ein gutes Buch erzählt erst mal eine gute Geschichte die vielleicht noch nicht allzu oft erzählt worden ist.
00:04:47: und ein gutes buch hat ne ganz besondere Sprache also hat irgendwas was es abhebt von allen anderen also ist nicht einfach runter erzählt sondern hat einen besonderen Ansatz entweder von den Figuren her oder eben von den sprachlichen Mitteln und das merkt man eigentlich relativ schnell.
00:05:06: Zehn Seiten wären mir jetzt ein bisschen zu wenig, ich bin immer so hoffnungsvoll und denke irgendwas muss doch noch passieren.
00:05:12: aber es stimmt schon nach fünfzig Seiten kann man eigentlich relativ sicher sagen ob's was taugt oder nicht.
00:05:17: Wir kommen von den Büchern zu anderen Lieblingen nämlich ihren Liebling in Hamburg.
00:05:21: Welches ist ihr Lieblingsleseort in Hamburg?
00:05:24: Also ich lese am liebsten tatsächlich zu Hause auf meinem Balkon im Acapulco Chair, wenn es mal nicht regnet.
00:05:31: Welches ist Ihre Lieblingskneipe?
00:05:34: Das Kinoser an der langen Reihe!
00:05:36: Welches is' Ihr Lieblinsfestival?
00:05:38: Dann habe ich zwei das Filmfest und das Comic-Festival.
00:05:43: Die sind auch nahezug
00:05:44: zeitgleich.
00:05:45: Oh okay, d.h.
00:05:46: Sie müssen meine Taschen... Ja, Comic Festivals
00:05:47: aber ganz klein ist nur ein Wochenende, schafft man beides.
00:05:51: Welche ist Ihre lieblingsjahreszeit in Hamburg?
00:05:54: der Anfang des Herbstes.
00:05:56: Welches ist Ihr Lieblingsgebäude
00:05:58: in Hamburg?
00:05:59: Das Literaturhaus selbstverständlich!
00:06:02: Naja, also das ist ja nicht nur normale Arbeitsstätte sondern es ist ja wirklich von außen schön anzusehen...
00:06:08: Von innen
00:06:08: auch?!
00:06:09: Ja,
00:06:09: weil waren Sie
00:06:10: denn zuerst da?
00:06:12: Tatsächlich ist es gar nicht so lange her.
00:06:14: Aber ich will ja sagen, es ist einfach ein bisschen was anderes als wenn man nur in einem normalen Büro-Tour geht Und dann geht man rein und dann guckt man auf die Alster raus.
00:06:24: Also besser geht es ja gar nicht.
00:06:26: Das stimmt!
00:06:26: Kriegst du auch Gehalt oder werden sie mit diesem Anblick und dem schönen Ausblick
00:06:30: bezahlt?
00:06:31: Ich gucke tatsächlich auf die Allster, aber das Wasser sehe ich wirklich nur im Winter wenn die Blätter weg sind von den Bäumen.
00:06:38: Das Haus ist wunderschön.
00:06:39: Ich liebe das ja auch heiß und innig und es ist aber auch ein Haus um dass man sich viel kümmern muss.
00:06:44: Es ist halt ein sehr altes Haus von achtzehnhundertsechzig etwa und ständig war's kaputt.
00:06:50: Meine Kollegen kann davon ein Lied singen, die Türklinken fallen ab und sonst was.
00:06:54: Wir kümmern uns schon auch viel abseits der Literatur um dieses alte Gebäude damit das eben so schön für die Hamburger zugänglich bleibt wie es jetzt ist.
00:07:06: Gehen wir mal zurück in Ihre jüngeren Jahre.
00:07:08: ich hätte fast Jugend gesagt aber mit Mitte zwanzig oder Anfang Zwanzig ist man schon mehr als eine junge Erwachsene.
00:07:16: Sie sind in Chemnitz aufgewachsen Und zum Studium nach Hamburg gekommen.
00:07:20: Wie bewusst war das denn?
00:07:21: Oder war das von der ZVS vorgegeben und sie wären eigentlich lieber nach Bayern gegangen oder
00:07:26: wie auch immer?
00:07:27: Ich habe Wurzeln in Hamburg, meine Mutter ist gebürtige Hamburgerin die es aber... schon als kleines Kind weg aus Hamburg während des Krieges und ist in Chemnitz aufgewachsen.
00:07:37: Aber in meiner Familie war immer eine große Hamburgsehensucht, ich war ja fünfzehn, als die Mauer gefallen ist.
00:07:45: Meine Mutter hat vorher immer zu mir gesagt vielleicht wenn du Rentnerin bist kannst du mal nach Hamburg fahren und deine Cousinen besuchen.
00:07:52: das war aber dann deutlich früher möglich.
00:07:55: Ich habe mich also ganz bewusst für Hamburg entschieden auch für andere Studienplätze.
00:08:01: Ich fahre gerade die Stadt schon kennengelernt.
00:08:03: Also ich habe ja in der Studie im Studium angefangen und war vorher schon ab und zu hier, fand sie halt toll und wollte dann auch nicht wieder
00:08:09: weg.".
00:08:12: Bevor es gleich weitergeht mache ich kurz Werbung für unseren Kooperationspartner Die Zeit.
00:08:17: In meinem Morgen starte ich gern mit der Elbvertiefung, dem kostenlosen Newsletter von Zeit Hamburg.
00:08:23: Der kommt ab jetzt im neuen Look zu euch!
00:08:25: Von Montag bis Freitag morgens um sechs Uhr direkt ins E-Mailpostfach.
00:08:29: Alle Infos findet ihr auf zeit.de.
00:08:32: slash elbvertieffunk Und noch mehr.
00:08:34: Zeit Hamburg bekommt Ihr im Hamburg-Ressort auf zeitpunkt e slash hamburg Rheinschaun lohnt sich.
00:08:41: Das war Werbung Herzlichen Dank.
00:08:46: Wie war das mit fünfzehn als auf einmal die Mauer viel?
00:08:49: Also alle haben ja jahrzehntelang diesen Traum gehabt und eigentlich, wenn ich in meiner Erinnerung kam hätte man ein halbes Jahr vorher nicht daran gedacht dass das passieren kann.
00:09:00: Wie erlebt man das so als fünfzehennjährige wo man vielleicht auch noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt ist?
00:09:05: also Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet.
00:09:07: im Gegenteil ich kann mich noch erinnern dass ich zu meinem Vater gesagt hab Und wann machen sie sich wieder zu?
00:09:13: Die haben die Mauer aufgemacht damals am neunten November.
00:09:17: Und es war sehr chaotisch, die Monate davor hat man natürlich gemerkt dass zum Teil mit Schülerinnen und Schülern nicht wieder zurückgekommen sind aus dem Sommerurlaub weil sie halt über Ungarn dann geflüchtet sind.
00:09:30: oder ich weiß mein Bruder der ist zehn Jahre älter als ich Der hat kein Visum für Ungarn bekommen.
00:09:35: er durfte also nicht fahren.
00:09:37: Also da merkte man schon das ja dass da irgendwas im Schwange ist.
00:09:41: Aber so richtig damit gerechnet habe ich nicht.
00:09:44: Also da war vielleicht auch zu naiv oder zu sehr in diesem ganzen sozialistischen Aufwachsen begriffen, also wir hatten im Sommer davor noch ZV-Zivilverteidigung wo wir mit Uniform und Stiefeln und Gasmasken trainiert haben.
00:10:01: das kommt mir jetzt irgendwie wie aus einer anderen Welt vor aber damals gehört es halt einfach dazu.
00:10:05: und ja also ich bin eigentlich immer froh dass sich dass ich die DDR-Zeit so bewusst erlebt habe dann doch.
00:10:12: und aber alles Gute, was der Westen, alle Freiheit, die der Weste mir bringen konnte auch nutzen konnte.
00:10:18: Ich war halt einfach in einem guten Alter sozusagen.
00:10:20: Es war aber chaotisch.
00:10:21: in der Zeit also kein Markt statt hieß Chemnitz Dann Die Schule hieß anders die Straßen ließen anders es war einfach nur noch durcheinander einige Monate bis zum Abitur.
00:10:31: Hat das Aufwachsen in der damaligen DDR auch irgendwas damit zu tun?
00:10:35: Dass sie heute so im Bücher verliebt sind
00:10:39: Das glaube ich jetzt nicht unbedingt.
00:10:44: Ich habe schon immer viel gelesen, das ist eher ein persönliches Interesse aber was es bewirkt hat ist dass sich so einen Blickup auf Osteuropa.
00:10:55: also wir waren zum Beispiel in Chemnitz sehr nah an der Tschechien Republik und ich war in Polen und so weiter und versuch halt diese Literatur jetzt auch im Literaturaus zu zeigen Also mindestens genauso nahe für wie jetzt irgendwie französische Literatur oder so.
00:11:13: Diverse Bücher gab es aus verschiedenen Gründen ja nicht in der
00:11:17: DDR, was
00:11:18: war denn das erste Buch an das sie sich erinnern kann?
00:11:20: Was Sie gelesen haben und was Sie normalerweise nicht hätten lesen können?
00:11:25: Ja, das ist ein bisschen peinlich!
00:11:29: Ich habe auf meinem ersten Westausflug das Buch zu Dirty Dancing gekauft.
00:11:40: Was aber nicht etwa ein Roman ist, sondern so eine Art ... So einen
00:11:42: Fotobuch.
00:11:43: Genau, also so und Johnny der schöne Mann und Baby irgendwie so.
00:11:49: Das habe ich auch neulich noch mal rausgekramt.
00:11:51: Warum eigentlich?
00:11:51: Achso als ich im Literatur angefangen hab, hatte sich die Geschichte schonmal erzählt und dann kam es dazu dass einer unserer jüngsten Kollegen, die bei uns Social Media macht den Film nicht kannte Und dann waren wir ganz entsetzt und haben da letzten Sommer eine Filmvorführung im leeren Saal von Dirty Dancing mit Melone und allem gemacht damit sie diese kulturelle Lücke schließen kann.
00:12:13: Sie fand ihn auch sehr gut übrigens, das war mein erstes Buch und dann habe ich viel... Ach alles Mögliche!
00:12:18: Ich hab sehr viel Stephen King tatsächlich gelesen so mit fünfzehn, sechzehnt, siebzehn.
00:12:22: Das war was es gar nicht gab in der DDR.
00:12:27: Was haben Sie denn heute für einen durchschnittlichen Buchverbrauch im Monat.
00:12:33: Ich kann das gar nicht sagen, ich lese ja schon alles was im Literaturhaus vorgestellt wird also schon versuche so mehrere Bücher die Woche zu lesen aber der Alltag hält mich auch manchmal davon ab.
00:12:43: Ich lese kaum noch etwas was nicht irgendwie mit Literatur auszutun hat.
00:12:48: entweder man prüft wir prüfen natürlich auf viele Sachen ob die Autorinnen eingeladen werden und so.
00:12:54: Aber kann man sagen, dass Sie aus dem Hobby ein Beruf gemacht haben?
00:12:57: Weil ich meine sie müssen in der Arbeitszeit lesen.
00:13:00: Ja, kann man schon sagen.
00:13:02: Ja ja aber ich lese auch in der Freizeit.
00:13:03: also es ist eher diese Lesegeschichte das wird eigentlich alles in die Freizeiten verlagert.
00:13:07: Also ich sitze jetzt nicht im Büro und lese das ist nicht möglich.
00:13:11: Da
00:13:11: klingelt so auf das Telefon.
00:13:13: Also wenn Sie Nullab fahren nehmen Sie dann andere Literatur mit und mal keinen Hamburger Autor oder
00:13:19: wie auch
00:13:19: immer...
00:13:20: Das schon.
00:13:21: Oder auch mal was Älteres, weil jetzt im Literaturs haben wir tatsächlich nur Neuerscheinung oder fast nur Neuerscheinung außer wie mal thematische Veranstaltung.
00:13:31: Gut dann sind sie nach Hamburg gekommen.
00:13:32: das war ja nicht mehr ganz so eine neue Welt aber trotzdem war es natürlich ne Großstadt also größer als Chemnitz.
00:13:39: Was hat die Anche denn damals über diese Stadt gedacht?
00:13:42: und wir haben sie dir so erlebt?
00:13:44: Also erst mal kann ich mich noch sehr gut erinnern, dass ich bei meiner Tante in der Nähe von Ahrensburg untergebracht war die ersten zwei Wochen während der Orientierungseinheit und das ich mit der Bahn in die Stadt gefahren bin bzw.
00:13:55: zur Hallerstraße und glaube aus der falschen Tür ausgegangen bin also aus dem falschen Ausgang und dann gefragt habe wo es denn hier zur Universität geht?
00:14:04: Und ich war auch relativ geschockt als ich den Filter gesehen hab weil ich nur des Hauptgebäude kannte und dachte so studiert man dieses Hochhaus, das auch in Chemnitz hätte stehen können.
00:14:16: Und dann war ich so ein bisschen enttäuscht, sage ich mal die ersten Wochen.
00:14:20: Dann habe ich sehr schnell gelernt dass man sich nicht die Hand gibt in Hamburg.
00:14:23: Das war damals in den neunzigern Jahren so.
00:14:25: Da hab ich mich komplett...
00:14:26: Also weit vor Corona?
00:14:27: Ja!
00:14:28: Das war irgendwie total uncool und dass man nicht sagen darf wir sind zehn Mann sondern dass auch Frauen da sind.
00:14:36: aber ich habe sehr schnell feministischen Seitenschlag gekriegt von der Kommilitur.
00:14:42: Das waren so die ersten Erlebnisse.
00:14:45: Und ich war schon damals viel im Theater, das war total toll.
00:14:49: In der Mensa gab es immer einen Ticketstand, wo man ganz günstig Karten kaufen konnte und dann habe ich versucht Freunde zu finden am Anfang.
00:14:58: Ich kannte ja praktisch niemanden.
00:15:00: Es gibt
00:15:00: dieses Gerücht, dass es total schwierig ist hier Freunde zu filmen?
00:15:06: Also ich glaube unter Studis ist das relativ einfach.
00:15:11: In der Orientierungseinheit waren alle so lost, haben sich gleich so Gruppen gebildet.
00:15:16: Wie wichtig war das Studium denn?
00:15:19: Haben Sie das so stringent durchgezogen oder haben sie den Verlockungen der Großstadt und der Clubs und so weiter widerstehen
00:15:27: können?
00:15:27: Ich habe sehr ordentlich studiert, würde ich mal sagen auch sehr schnell immer mit der Angst dass ich keinen Job kriegen würde.
00:15:34: also das ist uns damals auch von allen Seiten eingeladen dass wir Praktika machen müssen und dass wir uns gerade als Geisteswissenschaftler abheben müssen von der Masse.
00:15:48: Insofern war ich da sehr bemüht, auch Kontakte zu knüpfen.
00:15:54: Und ja, war aber schon auch unterwegs.
00:15:56: Aber ich war noch sehr klein also... Ich war erst achtzehn.
00:15:59: Also wir waren hier, hatten das Abi mit achtzehend gemacht.
00:16:01: Wir haben wirklich gerade achtzehm geworden als ich hier hergekommen bin und hatte auch so ein bisschen Angst vor der großen Stadt.
00:16:07: Dann musste ich erstmal Leute finden die mich da eingeführt haben.
00:16:10: Das ging dann auch ganz gut!
00:16:12: Wann kam denn der Zeitpunkt dass Sie gesagt haben?
00:16:14: Hier bleibe ich
00:16:17: relativ schnell.
00:16:18: Ich habe ja noch mal ein Jahr in den USA studiert und als ich dann wiederkam, also da hatte sich dann immer mit dem Gedanken gespielt könnte ich da bleiben oder so.
00:16:26: das hat sich aber irgendwie nicht ergeben.
00:16:30: und dann war es Hamburg.
00:16:32: also wobei Ich bin ja dann nochmal zurückgegangen nach dem Studio und habe noch vier Jahre in Chemnitz gearbeitet, aber immer mit einem wahnsinnigen Fernweh.
00:16:41: Also ich wollte immer wieder nach Hamburg.
00:16:42: meine Freunde in Chemnetz haben sich darüber schon sehr lustig gemacht sagen heute noch
00:16:46: Hamburg!
00:16:51: Und da war das dann eigentlich klar.
00:16:53: Also ich war eben dann noch bis zwei tausendzwei wieder in Chemnitz und hab' dann ja im Literaturhaus angefangen, und da war ich auch klar also jetzt will ich hier nicht mehr wegsehen... Und
00:17:01: wie oft zieht es Sie heute nach Chemnits?
00:17:04: Ich war gerade vor einer Woche da.
00:17:06: weil ja das Festivaltheater der Welt in Chemnet stattfindet oder stattgefunden hat ist es grad zu Ende gegangen.
00:17:12: Meine Eltern leben nicht mehr.
00:17:14: Insofern habe ich da nicht mehr so viel Kontakt.
00:17:16: aber ich hab' noch Freunde da, ich würde mal so sagen drei Mal im Jahr bin ich da und freue mich auch immer, aber freue mich nicht mehr mit den Fragen.
00:17:23: Also ich möchte nicht mehr dort
00:17:25: wohnen.".
00:17:25: Jetzt hat ja diese Assimilierung stattgefunden, dass sie mit Hamburg eins wurden... Was ist denn jetzt so typisch Hamburg?
00:17:33: an Ihnen?
00:17:34: An mir!
00:17:36: Das Outfit!
00:17:37: Ein
00:17:39: rotem Fängel-Pullin.
00:17:43: Ich fahre sehr viel mit dem Fahrrad.
00:17:44: Ich bin sehr gerne an der Elbe und am Alster.
00:17:49: Ich nehme eigentlich möglichst viel mit, was hier kulturell geboten wird.
00:17:55: Wobei es natürlich jetzt ein bisschen eingeschränkt ist zeitlich da ich ja sehr sehr viel im Literaturhaus bin.
00:18:01: aber ja ich liebe die Stadt sehr für die Offenheit und das Miteinander was meistens gut funktioniert.
00:18:09: also wir haben ja schon angesprochen ich wohne in Rotenburgs Ort da wohnen alle möglichen Nationalitäten miteinander, also das ist eine sehr bunte Gesellschaft und das finde ich auch sehr gut.
00:18:22: Ich liebe Hamburg dafür dass es immer noch stabil ist und sich nicht irgendwie zu sehr Richtung rechts neigt.
00:18:31: Das ist ja gerade in diesen Zeiten und eben wenn man aus dem Osten kommt irgendwie eine ziemlich katastrophale Verfahrenelage.
00:18:38: Ja, und die Freiheit, die es hier gibt.
00:18:41: Und die vielen, vielen Wahlmöglichkeiten wie man sich definiert oder wie man aufstellen
00:18:45: will.
00:18:46: Jetzt haben Sie für Ihre Promotion einen kurzen Ausflug in den Film gemacht sozusagen über Lars von Trier promoviert.
00:18:55: Was haben Sie denn über den rausgefunden?
00:18:56: was wir jetzt noch nicht wissen?
00:19:00: Das
00:19:01: weiß ich nicht...was sie noch nicht wissen?
00:19:04: Ich hab ne kritische.
00:19:06: Das war eine sehr feministische Arbeit.
00:19:08: Ich bin eher über die Themen zu Lars von Triege gekommen und nicht so sehr über die Filmwissenschaft, was ich auch nicht studiert habe... ...ich hab ihm nachgewiesen dass er ein verdammter Frauenfreiend ist!
00:19:19: Ich weiß jetzt nicht ob ihn das sehr interessiert hat, dass ich ihm das nachgewiesen
00:19:22: habe aber... Aber zumindest habt ihr ihn doch der Titel eingebracht?
00:19:25: Genau!
00:19:27: Und jetzt, ich verfolge Ihnen so ein bisschen.. Ich habe keinen Google Alert.
00:19:30: meine Zeit lang hatte ich einen Google Alert, aber dem armen Lars geht es ja gar nicht gut, der ist mittlerweile wirklich... im Pflegeheim und der ist jetzt siebzig.
00:19:39: Und hat ja sehr schwer Park ins Ohren, also insofern tut er mir eigentlich jetzt leiden.
00:19:43: ich habe mich auch ein bisschen ausgesöhnt mit ihm.
00:19:45: Okay!
00:19:46: Sehr gut aber warum haben Sie nicht über einen Buch oder über den Autoren?
00:19:50: Naja wie gesagt
00:19:51: weil es
00:19:51: um die Themen ging.
00:19:52: ich hab schon immer mich so mit den Themen Wie können Frauen in der Gesellschaft sprechen.
00:19:57: welche Strategien gibt's da beschäftigt?
00:20:02: Ich weiß nicht, Breaking the waves kennen sie vielleicht oder Dance in The Dark.
00:20:05: Es geht ja auch immer darum dass Frauen eigentlich nicht sprechen dürfen und das war so das Zentrale.
00:20:10: Und außerdem hat es auch Spaß gemacht, sich mal mit einem anderen Medium zu beschäftigen.
00:20:13: Bestand
00:20:13: denn die Gefahr, dass sie möglicherweise eher dann Leiterin eines Multiplex-Kinos werden als Hipster Literaturhauses?
00:20:20: Die Gefahr
00:20:21: habe ich nicht so wirklich... Wobei das eigentlich immer so ein Traum war von mir einen Kino zu haben.
00:20:26: und wenn Sie sich noch erinnern in Wilhelmsburg gab's doch mal dieses Kino eine Zeit lang.
00:20:31: Es existiert nicht mehr aber der Besitzer des Hauses hatte da einmal so'n Workshop gemacht.
00:20:36: So was könnten Modelle sein um dieses Haus weiter zu betreiben, dieses kleine Kino.
00:20:41: Und da war ich sehr interessiert damals aber ich hatte kein Geld und kein Nix und das hat sich dann nicht eingelöst.
00:20:49: Aber ja und ich habe natürlich auch... Ich hab schon mit der Filmbranche geliebäugelt und mit der Filmpörderung
00:20:55: usw.,
00:20:56: also jetzt vor vielen Jahren, aber dann ist es doch bei der Literatur geblieben ist auch gut.
00:21:01: Aber zieht es Sie denn immer noch mal ins Arthauskino?
00:21:04: Ja, ich habe eine Cineville-Kart und versuche das ordentlich abzuarbeiten.
00:21:10: Also
00:21:10: ist es eine Flatrate oder Appokate für die Leute, die sie noch nicht haben.
00:21:15: Ist sehr lohnenswert weil man vor allen Dingen Kultur damit unterstützt aber auch selber sehr gut nutzen kann.
00:21:21: Kostet auf den Monat so viel Euro.
00:21:23: Man kann gehen so oft man möchte.
00:21:25: Und was wir gerade jetzt am Wochenende gemacht haben, ich hatte ja schon erzählt.
00:21:29: Nein das hatte ich noch nicht erzählt aber ich war grad in Gent auf dem Jazz Festival.
00:21:32: und in Gent kann man mit der Cinevillekart auch kostenlos ins Kino gehen weil es ist ja ein niederländisch-beigisches Modell ursprünglich also insofern ich gehe sehr gerne und fiel ins kino und das ist toll.
00:21:44: und zum Filmfest in Hamburg sowieso.
00:21:47: Sehr schön.
00:21:49: kommen wir nochmal zu Hamburg.
00:21:51: Wer so viel liest und so viel ins Kino geht, wie erleben Sie Hamburg denn sonst noch?
00:21:57: Also es gibt ja Einkaufsmöglichkeiten mittlerweile im Hafencity ein großes Einkaufscenter.
00:22:02: Es gibt zwei Fußballklubs beispielsweise also es gäbe ja noch andere Möglichkeiten.
00:22:07: Gibt's da noch Zeit und Fluchten für sie?
00:22:13: Also vor allem Natur Dadurch, dass ich ja in Rotenburgs Ort relativ schnell am Eichbaumsee und am See hinter dem Horn bin.
00:22:24: Also Fahrradfahren ... Ich fahre sehr viel mit dem Rad.
00:22:27: Mache ich das relativ oft und versuch mir so ein bisschen auch die Stadt zu erschließen, wobei es immer noch Orte gibt, die ich überhaupt nicht kenne.
00:22:35: Ich bin jetzt eher selten im Shoppingcenter zu finden.
00:22:38: Ich war da erst einmal, wo bei mich der Harry-Boheladen dann doch sehr interessant
00:22:42: ist,
00:22:43: den es da gibt.
00:22:44: Es könnte sein, dass sich da nochmal hinfahrt aber ansonsten Eher nicht, ich bin gerne so im Gängeviertel.
00:22:52: Ich mag das Nash sehr, dieses kleine Mini-Vigane-Restaurant und da sind wir ... Ich hab ja auch mal in der Kulturbehörde gearbeitet, das haben wir jetzt noch nicht besprochen.
00:23:00: Und da sind wie mittags oft hingegangen, das find' ich ganz toll!
00:23:03: Und Schanzenviertlaltoner
00:23:05: etc.,
00:23:07: natürlich auch im Grindel, im Arbatronen und so... Abo in der Elbphilharmonie und im Schauspielhaus.
00:23:14: Ja, das
00:23:15: ist ja
00:23:16: geradezu vorbildlich!
00:23:19: Sprechen wir doch mal über die Arbeit in der Kulturbehörde sind ja da so ein Stich hinunter gewechselt also haben das Literatur Haus kennengelernt sind dann in den Kulturbehöden Ab dem Zeitpunkt, wo sie in der Kulturbehörde waren schon immer mal darauf geschielt.
00:23:34: Oder gab es da schon gewisse Absprachen oder Ideen?
00:23:38: Es gab
00:23:39: überhaupt gar keine Absprache!
00:23:41: Aber wann ist denn die Idee auf Sie zugekommen, dass man gesagt hat Mensch du hast das damals so schön gemacht und du kannst es noch besser als Chef hin?
00:23:50: Also ich habe ja schon erzählt, dass sich dieses kleine Kino machen wollte.
00:23:53: also ich glaube ich hatte schon lange den Wunsch sozusagen eigene kleine Institution leiten zu können.
00:23:59: Das hatte jetzt gar nicht unbedingt das Literaturhaus Hamburg sein müssen, ich hab auch in anderen Städten versucht Fuß zu fassen, Buddenburg Haus in Hübeck
00:24:08: etc... Sie wollten Hamburg und Räuern werden?
00:24:11: Ja also wenn es der gute Job gewesen wäre dann ja irgendwann dann auch nicht mehr.
00:24:18: aber vielleicht war es in mir schon immer dass ich mich fürs Literatur aus gerne Bewerben wollte, aber es gab überhaupt keine Absprache.
00:24:26: Und es gab auch nicht die Sicherheit dass das klappt haben sich ja auch sehr viele Leute dafür beworben für diese stelle.
00:24:32: ich habe dann zwischendurch nochmal überlegt ob ich nicht in der kulturbehörde eigentlich so warm und trocken sitze und Schön jeden monat mein Mein geld bekomme was auch im öffentlichen dienstjahr immer mal steigt ohne dass man etwas tun muss Und hat mich dann aber doch dafür entschieden wieder Ja, in die Freiheit.
00:24:56: Aus dem Goldenen Kästen
00:24:58: von Karlsruhe.
00:24:58: Ja aus dem öffentlichen Dienst rauszugehen eben weil das Literaturhaus auch wirklich ist... liegt mir halt einfach sehr am Herzen.
00:25:05: Ich kenne das Haus sehr gut, wie gesagt hab vierzehn Jahre da gearbeitet und hatte irgendwie auch Lust drauf mehr zu gestalten.
00:25:13: Wobei ich die Jahre in der Behörde nicht müssen möchte.
00:25:15: Wie ist denn so ein Bewerbungsprozess?
00:25:17: Also man gibt seine Mappe dann ab irgendwo in einem anonymen Kasten ... Und wer wählt das
00:25:23: aus?
00:25:23: Erst mal dass Literators ist ja ein gemeinnütziger Verein mit einem Vorstand.
00:25:28: Der Vorstand besteht aus fünf Personen praktisch die Stelle ausgeschrieben, haben die Bewerbungsgespräche geführt.
00:25:38: Also ich glaube es haben sich über vierzig Personen beworben und ja haben halt diese Entscheidung getroffen mit Abwägung aller...
00:25:46: Und da gab es dann so ein Bewerbungsgespräch, man sitzt diesen fünf Leuten gegenüber und
00:25:50: war
00:25:50: vorher noch mal beim Friseur und hat keine Flecken auf der Bluse.
00:25:54: Ich habe
00:25:54: tatsächlich auch ein Konzept gemacht fürs Literatur, das war nicht verlangt.
00:25:58: aber ich dachte naja irgendwas muss mich ja unterscheiden, ich glaube es haben auch andere gemacht, aber ich habe schon mir überlegt wie geht man mit dem Haus in der Zukunft um?
00:26:06: Was kann man machen sowohl programmatisch als auch Sie wissen ja, dass das Literatur auch ein Kaffee und eine Buchhandlung hat usw.
00:26:15: Wie geht man mit Mitgliedschaften um?
00:26:17: Wird es das irgendwie in zehn Jahren noch
00:26:19: geben?".
00:26:20: Und das habe ich alles mal zu Papier gebracht und offenbar hat die Menschen überzeugt
00:26:26: neben
00:26:26: meiner freundlich optimistischen Art
00:26:28: natürlich.".
00:26:29: Wir haben auch zwei Menschen überzeugen können, zwei Fragen an sie zu stellen!
00:26:35: Hallo, hier ist Eno Bunga.
00:26:37: Ich habe eine kurze Frage und zwar ich werde vierzig November und ich fahre am vierten Zwölften meinen vierzigsten Geburtstag im Schauspielhaus mit einem großen Konzert.
00:26:44: Und meine Frage an dich war also ich weiß nicht genau wie alt du bist aber falls du auch schon vierzig bist Wie verbringt man denn?
00:26:52: Also wie kommt man gut in die Midlife Crisis rein?
00:26:55: Hast du da irgendwelche Tipps für mich?
00:26:56: Das würde mich sehr darüber freuen.
00:26:58: Vielen Dank ganz liebe Grüße!
00:26:59: Tschüss
00:27:01: Also ich bin natürlich schon weit über vierzig.
00:27:04: Mir hat vierzig auch gar nichts ausgemacht und ich finde einfach, man muss alles genauso weitermachen wie vorher und neugierig bleiben und Spaß haben und sich mit Leuten treffen und dann gibt es überhaupt keine Midlife Crisis.
00:27:14: Sehr schön!
00:27:15: Ich kenne das gar nicht.
00:27:17: Der nächste bitte...
00:27:19: Liebe Antje hier ist Micha Fritz von Viva Conacpa.
00:27:22: Meine Frage die ich allen Menschen stellt Wie viel kann sie jetzt spenden ohne dass dich dein Leben verändert?
00:27:27: Und zweite Frage damit's nicht nur eine Spendenfrage ist Wie viel Wasser ist in deinem Körper drin?
00:27:32: Genau.
00:27:33: Das interessiert mich brennend!
00:27:35: Ich glaub,
00:27:36: das Wasser ist ab schon neunzig Prozent oder so... Ah ja
00:27:38: okay danke.
00:27:39: Aber wieviel kannst du spenden ohne dass sich dein Leben ändert?
00:27:42: Ich hab irgendwo mal eine... Ach nee wo war denn das jetzt?
00:27:44: Ach das war Alison Bechtel die Comic Zeichnerin.
00:27:47: mit ihrer Frau.
00:27:49: Ende des Jahres spenden die zehn Prozent ihres Einkommens.
00:27:53: Sehr gut
00:27:53: Und es hat denen nicht großartig geschadet.
00:27:56: ich glaube das könnte man machen.
00:27:58: Na dann
00:27:59: Einfach
00:28:00: machen.
00:28:01: Wie war Konarka freut sich?
00:28:03: Also wenn Schamburg würde sie auch freuen, aber
00:28:05: ja... Das Literatur ist übrigens auf!
00:28:07: Oh so, siehst du wohl, siehste wohl Wenn man mit so Dingen zu tun hat, mit denen andere Leute entspannen.
00:28:17: also Bücher lesen ist ja für mich zum Beispiel ist es immer ein fester Inhalt meiner kurzen Urlaube.
00:28:25: wie entspannt man denn dann ohne Bücher?
00:28:29: offensichtlich
00:28:31: Naja, also Literatur ist ja jetzt nicht nur Lesen in dem Sinne.
00:28:36: Sondern es ist vor allem die Menschen erleben, die diese Bücher geschrieben haben und mit denen sprechen und die miteinander ins Gespräch bringen.
00:28:45: Also ich kann nach wie vor noch beim Lesen entspannen.
00:28:48: Ich brauche halt nur ein bisschen Zeit.
00:28:51: Also das ist bei mir das Hauptproblem, die innere Ruhe zu finden um... um mich noch darauf einlassen zu können, auch wenn ich das Boot zugeschlagen habe.
00:29:03: Das ist manchmal so eine gewisse Überreizung.
00:29:06: Zeit ist ein großes Thema bei mir, aber ansonsten stresst mich das jetzt nicht.
00:29:12: Dass ich mit Büchern beruflich zu tun habe.
00:29:14: Ich kenne es nicht anders.
00:29:15: Es ist ja viel bei allen Kulturleuten glaube ich, dass das alles ineinander übergeht.
00:29:19: Ist das jetzt Freizeit?
00:29:20: Ist das privat oder berufliche?
00:29:23: Also wenn ich ins Theater gehe und treffe jemandem und rede und können wir nicht und wollen wir nicht... Aber gibt es trotzdem noch
00:29:31: andere Bereiche?
00:29:32: Keine Ahnung, Yoga oder selber Kochen oder Essen gehen.
00:29:35: Oder in
00:29:36: Tipper-Kagenberg... Ja, Kinofahrrad fahren würde ich.
00:29:39: Kino und Fahrrad fahren, würde ich bei mir sagen ist entspannend und schwimmt!
00:29:42: Auch bei schlechten Wetter.
00:29:43: oder eher so einen schönen Wetterfahrer wie ich?
00:29:45: Nee
00:29:46: immer.
00:29:47: Also außer jetzt im Januar Februar als dieses Eis war.
00:29:49: also stürzen wollte ich nicht unbedingt.
00:29:52: Ist mir trotzdem passiert den Roten Buxort dank der Baustellen aber nee ich fahre eigentlich das ganze Jahr.
00:29:58: So kommen wir mal weg von den Büchern, nämlich tatsächlich zur Organisation einer so wichtigen Institutionen hier in Hamburg.
00:30:05: Was sind denn die drei Kernthesen gewesen, die in diesem Konzept bei der Bewerbung damals die Leute möglicherweise überzeugt haben?
00:30:12: Was muss sich ändern?
00:30:14: Das
00:30:14: Haus muss offener werden das Haus muss jünger werden und das Haus muß interessant bleiben, sag ich jetzt mal ganz schnell und grob!
00:30:21: Ja, dass mit dem Jüngerwärten das wollen ja alle also nicht nur im eigenen Leben sondern oder jung bleiben.
00:30:27: Sondern da gibt es ja vielfache Versuche.
00:30:29: Im Kino gibt's diese Flatrate-Karte und im Clubbereich akzeptiert man, dass die jungen Leute keinen Alkohol mehr trinken wollen wenn sie Konzerte sich angucken und versucht noch andere Zusatzprogramme irgendwie zu entwickeln.
00:30:45: Was ist denn hier der Hebel?
00:30:48: Also der Hebe ist das Programm einfach die Menschen einzuladen, die die jüngeren Menschen sehen wollen.
00:30:56: Ich will auch nicht behaupten, dass das jetzt komplett schon abgeschlossen ist.
00:30:59: Dafür ist ja erst ein Jahr vergangen.
00:31:02: Wir haben das Publikum schon verändert und relativ schnell.
00:31:07: am Anfang haben wir viele junge Autorinnen da gehabt und dann eben entsprechend das Publikum.
00:31:12: aber dann sind die Älteren weggeblieben und das will ich natürlich auch nicht.
00:31:16: Ich will ja das alle kommen.
00:31:17: letztlich also mein Ideal ist ja, dass sich ältere und jüngere gemeinsam Sachen angucken.
00:31:23: Ich bin auch fest überzeugt, dass viele vom jüngeren Programm, dass das auch ältere Zuschauer interessieren würde.
00:31:30: Aber die haben dann erst mal so eine Hemmschwelle also gegenseitig.
00:31:33: Es gibt immer ein paar Veranstaltungen wo sich das sehr schön mischt aber wir müssen noch dran arbeiten.
00:31:39: Aber es geht auf jeden Fall übers Programm weil das Haus am Schwanenweg, das schöne schöne denkmalgeschützte Haus mit dem vielen Stück und den Kronleuchtern erzeugt hat erst mal Schwellenangst.
00:31:54: Das ist schon immer das Problem gewesen, man muss die Leute erstmal reinkriegen und wenn sie dann drin sind, dann ist meine Hoffnung dass sie auch mal wiederkommen.
00:32:02: also wir hatten jetzt beispielsweise Simone Buchholz da mit ihrem neuen Buch und zusammen mit Rocco, ihrem Sohn und Rocco hat natürlich seine ganzen Brüder mitgebracht.
00:32:12: Also das war gerade vor einer Woche und da waren halt dreißig ja siebzehn-achteenjährige wegen Rocco gekommen im September zu Eva Minasse kommen.
00:32:24: Aber sie wissen zumindest, dass es ein Literaturhaus gibt und das die Leute da sehr freundlich zu ihnen waren.
00:32:29: Und vielleicht irgendwann kommen Sie mal wieder oder erzählen anderen davon?
00:32:34: Das ist jetzt eigentlich so die Strategie.
00:32:37: Da muss man auch einen langen Atem haben, weil ich schon merke, dass das Publikum ... Dass ich aus meiner ersten Literaturhausphase kenne, was ja eben Jahr zwei tausendzwei bis zweitausendsechzehn war... Die sind jetzt schon alt und nicht mehr so mobil.
00:32:50: Deswegen ist es auch gut, wir streamen ja auch alle Veranstaltungen die wir machen so dass wir eben noch mehr Leute da auch inkludieren können.
00:32:58: Viele gucken das dann auch im Stream.
00:33:01: und aber wir müssen uns aufstellen für die Zukunft.
00:33:04: Und das haben einige Institution jetzt hier auch teuer vorgemacht in Hamburg also die Staatsoper beispielsweise oder auch Serns-Deutschtheater.
00:33:11: Dieses irgendwie schaffen oder geschafft haben schon die Kurve zu kriegen.
00:33:15: bei uns ist das ein bisschen langsamer aber ich denke mir auch so Ja wir stehen jetzt nicht unter Super Druck.
00:33:21: Wir können uns das auch alles in Ruhe überlegen, zum Beispiel machen wir ein Sommerfest das erste Mal um dieses Haus überhaupt zu zeigen weil wir ja nicht nur ich bin neu sondern unsere Buchhändlerin ist neu Jan-Maja Oklo und wir haben noch einen anderen Veranstalter im Haus das Literaturzentrum.
00:33:38: da hat Annika Dora auch gerade erst vor ein paar Monaten angefangen.
00:33:41: also wir sind jetzt so drei junge Frauen möchte ich es nicht sagen aber drei Frauen auf jeden
00:33:46: Fall.
00:33:46: Wir
00:33:48: gucken schon so ein bisschen anders auf die Dinge und wollen möglichst viel Offenheit erzeugen.
00:33:54: Und für dieses Sommerfest haben sich vierhundert Leute angemeldet, das ist sehr, sehr viel für uns.
00:33:59: Also in unseren Saal passen hundertzwanzig Leute, muss
00:34:01: man sagen.
00:34:01: Jetzt haben wir ja darüber gesprochen wie toll das ist der Ausblick auf die Alster und wie schön dieses Haus ist.
00:34:06: es vielleicht auch n Nachteil um junge Leute da rein zu ziehen?
00:34:10: Standort und dann dieses... Altertümlicher Haus?
00:34:14: Ja, also wie gesagt es gibt Leute die sagen gehör ich denn dahin so bin ich denn da willkommen und da bauen wir.
00:34:22: also versuchen wir von Anfang an eben von kleinen Kindern Spaß mit Büchern machen wir und verschiedene andere Projekte die Leute da rein zu holen.
00:34:32: aber klar das ist jetzt kein Club das Literatur aus.
00:34:36: Und dann kann man sind sich vielleicht nicht so ausleben, wie man das woanders machen würde.
00:34:43: Zumal wir ja mitten in einem Wohngebiet sind und die lieben Nachbarn immer sehr schnell dabei sind, die Polizei zu rufen.
00:34:50: Das hat jetzt neulich Serhija Dahn den ukrainischen Autor der ja mit einer Band da war bzw.
00:34:56: eigentlich nur mit einem Musiker und dann wurde schon beim Soundcheck angerufen.
00:35:01: aber wir haben es trotzdem alles gut hinter uns gebracht.
00:35:06: Jetzt haben Sie auch in den USA studiert, ein Jahr.
00:35:10: Wie sehr geht denn der Blick außerhalb von Hamburg raus auf möglicherweise andere Institutionen oder auch im Ausland?
00:35:17: Also um vielleicht neue Ideen hier einzubringen
00:35:21: Ja ich bin da sehr interessiert an einem Austausch.
00:35:26: was Da eine große Hilfe ist es, unser Netzwerk der Literaturhäuser.
00:35:30: Es gibt ja Literaturhauser im gesamten deutschsprachigen Raum und wir sind jetzt glaube ich zwanzig Häuser.
00:35:35: die zusammenarbeiten dann auch mit, vor allem mit den skandinavischen Häusern.
00:35:41: Da gibt es eben auch dieses Modell-Literaturhaus.
00:35:43: im Austausch.
00:35:44: in den USA oder in Frankreich gibt's halt keine Partnerinstitutionen.
00:35:49: da gibt's auch eine bisschen der andere Lesetradition also wir lassen uns stundenlang aus dem Hof vorlesen gibt's eigentlich nur im deutschsprachigen Raum.
00:35:57: In Frankreich sind das dann eher so Signierstunden und Podiumsgespräche usw.
00:36:02: aber wir sind natürlich im Austauch mit Goethe-Instituten etc...in den USA jetzt derzeit noch nicht so stark, aber wir sind kurz davor eine Praktikantin aus den USA zu bekommen im September.
00:36:14: Wenn sich das jetzt alles gut entwickelt und mit der möchte ich gerne auch über so Geschichten vor allem wie Fundraising sprechen weil da die USA natürlich nochmal eine ganz andere Tradition haben.
00:36:27: Hamburg ist ein ERC-Partner.
00:36:31: Also man spricht ja immer darüber, wir haben so viele Stiftungen und so weiter.
00:36:35: Ich weiß!
00:36:36: Und so viele reiche Menschen... also bei uns sind sie jetzt noch nicht so alle angekommen.
00:36:39: Über tausend Einkommensmillionen, wenn die alle zehn Prozent geben würden?
00:36:42: Das
00:36:42: wäre so schön.
00:36:46: Wir haben sehr viele tolle Förderer, die seit vielen Jahren im Haus verbunden sind.
00:36:52: zu allererst natürlich die Zeitstiftung, denen gehört einfach unser Gebäude Und das Hotel Vidina, wo unsere Autorinnen kostenlos übernachten und viele andere Stiftungen.
00:37:05: Aber es ist trotzdem für uns wichtig immer noch Mittel zu akquirieren, weil ... Das Geld, was wir von der Kulturbehörde bekommen, was erhöht wurde Gott sei Dank reicht aber nicht mal für die Personalkosten.
00:37:18: Wir sind ein kleines Team.
00:37:19: Aber wir wollen ja auch einigermaßen fair bezahlen.
00:37:23: Deswegen müssen wir halt ... fürs Programm immer noch mehr Geld akquirieren, Beistiftung.
00:37:29: oder Kooperation mit den Länderinstituten etc.
00:37:32: Also jeder fünfhundert Euro hilft da eigentlich,
00:37:35: ne?
00:37:35: Ja jetzt haben Sie gerade gesagt dass der Etat ein bisschen erhöht wurde.
00:37:39: Was ist denn das Geheimnis von Dr.
00:37:40: Karsten Broster in diesen Haushaltsverhandlungen, dass er der einzige Senator offensichtlich immer wieder ist, der noch ein bisschen mehr Geld rauskitzelt?
00:37:49: Weil
00:37:50: die Theater haben ja auch nochmal eine Sonderzahlung bekommen neulich.
00:37:54: Das ist schön für die Theater!
00:37:57: Nein... Er hat offenbar eine starke Überzeugungskraft und kann dem Senat oder den anderen Senatsmitgliedern klarmachen, wie wichtig das ist hier.
00:38:07: Dass wir die Kultur nicht sterben lassen sondern im Gegenteil fördern weil das worauf wir uns irgendwie berufen können was es ist wenn's diese Häuser nicht mehr gibt Dann sieht es hier ganz schön trist aus, weil dann können wir ja nur noch ins Westviert-Center fahren.
00:38:25: Nein das wollen wir nicht!
00:38:27: Wir wollen auch gar keine Werbung dafür machen.
00:38:29: Wir kommen jetzt zu einer anderen Sache mit wehen um mich wissenswertes.
00:38:33: und jetzt kommen sie.
00:38:34: ich lese ein paar Fakten über Hamburg vor.
00:38:37: Hamburg zählt mehr als zweihundert Buchhandlungen und gehört damit zu den bedeutendsten Buchstädten Deutschlands.
00:38:42: Nur Berlin verfügt über eine noch größere Buchhandlungslandschaft, von kleinen unabhängigen Buchhandlung bis hin zu traditionsreichen Häusern und großen Filialen ist die Literatur in dazu jedem Stadtteil der Hansestadt präsent.
00:38:55: Was macht für Sie eine wirklich gute Buchhandelung aus?
00:38:59: Die Beratungen, die Veranstaltungen und so was wie Zukunftsfähigkeit also... Website, Social Media, Webshop etc.
00:39:12: Aber in erster Linie hat die Persönlichkeit der Buchhändlerinnen und Buchhändlern die Wissen womit sie in ihren kurzen Urlauben entspannen können.
00:39:22: In Hamburg gibt es mehr als siebenundachtzig öffentliche Spielplätze, verteilt auf alle Bezirke und Stadtteile.
00:39:28: Von der kleinen Kletteranlage im Wohnviertel bis zu großen Abenteuerspielplätzen ist die Hanselstadt damit für viele Kinder ein riesiger Spielplatz unter freiem Himmel.
00:39:37: Wann haben Sie zuletzt auf einer Schaukel gesessen?
00:39:42: Also jetzt nicht länger als ein Jahr her, und zwar in Borg-Felde haben die auf dem Berg da so eine Schaukelanlage gebaut.
00:39:50: Und die musste ich mal ausprobieren.
00:39:52: nachts.
00:39:53: Nachts?
00:39:53: Ja!
00:39:54: Auf
00:39:54: einem Weg von der Freundin.
00:39:56: Im Bier nicht.
00:39:58: Tag für Tag laufen im Hamburger Hafenkontainerschilfer aus aller Welt ein.
00:40:02: In einem einzigen, vierzig Fuß-Container finden rund achttausend Paar Touren Schuhe Platz.
00:40:07: Viele davon haben bis Hamburg fast zwanzig tausend Kilometer über den Seeweg zurückgelegt.
00:40:12: Wie viele Paar Schuher besitzen Sie ungefähr?
00:40:14: Passen
00:40:15: die in einen Container?
00:40:19: Mein Mann ist entsetzt!
00:40:21: Wenn ich wieder neue Schuhe kaufe, ich habe sehr viele Schuhen.
00:40:23: Ich kann es aber nicht sagen für alle andere.
00:40:26: Drei-stellig?
00:40:28: Nein!
00:40:30: Da kenne ich aber andere Leute, nicht nur Frauen.
00:40:36: Sie
00:40:38: haben ja vorhin schon gesagt dass sie mal darüber nachgedacht haben ein kleines Kino irgendwie zu leiten.
00:40:44: wie auch immer hat ihn Ein bisschen auch der Mut gefällt, sich selbstständig zu machen.
00:40:49: Also immer so ein bisschen mit dem doppelten Boden der Kulturbehörde jetzt ja auch wieder sozusagen?
00:40:55: Ja könnte schon sein.
00:40:57: also ich bin jetzt nicht die große...
00:40:59: Experimentierfreutige
00:41:01: Person, die sagt ach scheiß drauf wird schon alles gut gehen.
00:41:04: Ich brauch schon immer so ein bisschen Sicherheit.
00:41:06: Hat vielleicht auch mit der Erfahrung zu tun.
00:41:09: eben wenn einem einmal das System wegbricht und man alles anders ist als was man vorher erfahren hat dann... Also war
00:41:17: da schon prägend?
00:41:18: Ja das war schon prägend!
00:41:20: Deswegen hatte ich für mich selber die Theorie dass ich relativ gut durch Corona gekommen bin weil ich schon mal wusste wie es ist wenn alles anders isst und wenn man sich komplett neu sortieren muss.
00:41:31: Ich hatte einmal, weil ich kurz davor mich selbstständig zu machen ist aber schon lange her und dann hat sich es aber doch zerschlagen, aber ich habe von meinen Eltern schon auch so ein ganz starkes Sicherheitsbedürfnis mitbekommen.
00:41:42: eben das was ich vorhin auch schon erzählt hab.
00:41:43: so man muss Praktika machen um irgendwie Fuß zu fassen und mir hat's ja letztlich nicht geschadet.
00:41:49: also ich habe nach sofort im Kulturbereich gearbeitet und mit einem Germanistikstudium, besser geht es ja eigentlich nicht.
00:42:00: Nichtsdestotrotz als Chefin ist man diejenige die Entscheidung trifft, die hinterher keinen doppelten
00:42:05: Boden
00:42:05: haben sondern die Entscheidung ist dann gefallen und dann kommt die Konsequenz also in meisten Fällen natürlich der gute Ausgang.
00:42:13: Arbeiten Sie da ein bisschen gegen Ihre Persönlichkeit an?
00:42:16: Ja stimmt schon!
00:42:21: Also jetzt Die Kolleginnen mit Literatur, wir sind ja ein sehr kleines Team.
00:42:25: Wir sind auch bis auf unseren Techniker alles Frauen.
00:42:27: Wir kennen uns alle viele Jahre schon und vertrauen uns sehr.
00:42:31: aber ich habe schon damit geknabbert dann jetzt diejenige zu sein, die sagt so ist es oder so ist nicht wobei ich keine Probleme hab Entscheidung zu zu fällen.
00:42:41: Aber Ich möchte eigentlich immer dass es allen gut geht und das geht halt nicht
00:42:45: immer.
00:42:49: fehlt Ihnen denn jetzt so als Chefin?
00:42:51: Also man denkt ja immer okay, wenn man erstmal Chef ist dann hat man alle Möglichkeiten, Freiheiten wie auch immer.
00:42:57: aber trotzdem verändert sich der Joballtag.
00:43:02: Ich hätte nicht gedacht dass ich so wenig Zeit habe, ich dachte ich hab mehr Spielraum sozusagen.
00:43:10: Also im Literaturhaus sind alle sehr gestresst und ich hab von außen immer gedacht, warum sind die eigentlich so gestreszt?
00:43:15: Und jetzt bin ich selber gestresste und weiß trotzdem nicht so ganz genau warum.
00:43:19: Mir fehlt tatsächlich Zeit um mal in Ruhe nachdenken zu können und auch so Visionen zu entwickeln einfach weil wir ... Wir sind halt ständig in so einem Veranstaltungs- Kreislauf und The Show must go on.
00:43:31: Und dann ist immer was, was abends irgendwie nicht klappt.
00:43:33: Da kommt zu viel oder zu wenig Leute oder es ist zu heiß oder zu kalt oder die Heizung ist kaputt oder es gibt keine Buchhandlung.
00:43:41: Natürlich löst man gerne diese kleinen Probleme bevor man sich ans große Ganze macht.
00:43:47: Das ist etwas, was ich vielleicht nicht so erwartet hätte
00:43:50: aber
00:43:50: wo?
00:43:50: ich denke das wird sich auch noch einspielen.
00:43:53: also wie gesagt ich habe am Anfang gedacht ich muss alles sofort jetzt umkrempeln und mittlerweile denke Nein, Hauptsache das Programm läuft gut weiter und es tut's.
00:44:03: Und die Leute kommen ja auch und alles andere muss ich mir halt auch ein bisschen Zeit gönnen.
00:44:08: Was haben Sie denn dazu gewonnen?
00:44:10: Also Zeit ist jetzt weniger aber was ist denn schöner hier?
00:44:13: Freiheit!
00:44:14: Entscheidungen treffen, Leute einladen die ich gut finde.
00:44:17: Ich mache nur Veranstaltungen, denen ich selber gerne gehen würde und bislang funktioniert das ganz gut.
00:44:22: also in der Behörde... ich meine es ist jetzt ein anderes völlig anderes Thema aber da muss man halt schon sehr ist sehr Themen gebunden und muss halt für die Sachen die gerade anstehen arbeiten und kann sich nicht so entscheiden.
00:44:36: also wenn irgendwer einen Preis bekommt selbst wenn ich noch nie von der Person gehört hatte oder sie ihr niemals einen Preis geben würdet, muss ich trotzdem vorbereiten.
00:44:45: Und jetzt kann ich halt sagen der Autor die Autoren kommt und die kommen halt nicht wobei das Nein sagen also die Achtzig Prozent des Neinsagen würde ich
00:44:55: Wie schwer fällt Ihnen das?
00:44:57: Das fällt mir nicht so schwer, wenn ich es begründen kann.
00:45:00: Ich versuche ja schon alles möglich zu machen aber wir merken halt auch – das hatten Sie am Anfang auch angesprochen – dass die Lage ja nicht nur für die Buchhandlung und die Verlage schwieriger wird sondern eben vor allem für die Schreibenden sodass wir jetzt oft diese Situation haben, dass sie sich selber bei mir melden und normalerweise gibt's ja eine Veranstaltungsabteilung in den Verlagen, die das machen Und Kollegen, mit denen ist man seit Jahren vertraut.
00:45:23: Da kann man sagen nie du das ist jetzt nix für uns oder war schon so oft hier und dann verstehen die das.
00:45:29: aber wenn sich jetzt die Autoren selber an mich wenden und sagen ich habe ein neues Buch und ich möchte unbedingt durch Fahrrad auch immer da ja dass es dann schwer nein zu sagen Aber muss man trotzdem machen weil wir können Wir können ja nicht alles abbilden und es gibt ja auch noch viele andere veranstaltende im Literaturbereich in Hamburg.
00:45:46: Wie wichtig ist denn Humor für sie?
00:45:48: Also sowohl beim Lesen Weil man stellt sich ein Literaturbetrieb erst mal eher wie einen Zwiebackfonds, nicht wie ein leckeres Marmeladenlohltchen.
00:45:58: Also das finde ich jetzt nicht!
00:46:00: Aber mir ist Humor wichtig und vor allem selbstironisch sehr sehr sehr wichtig.
00:46:06: also Leute die nicht über sich selbst lachen können denke ich bin immer ein wenig skeptisch.
00:46:11: erstmal gut es kann jetzt nicht jedes buch unbedingt lustig sein dann wird Das macht ja kein Comedyfest.
00:46:19: Nee, genau!
00:46:21: Unser Gastronomilitators würde sich das sehr wünschen wenn wir mehr Comedy machen würden.
00:46:25: Aber das ist nicht unsere Aufgabe.
00:46:28: Es spricht halt dann andere Sinne an.
00:46:30: aber man findet eigentlich immer was Kleiner Humor steckt in vielen Büchern und dann haben wir mit den Persönlichkeiten der Autoren zu tun Und das ist oft auch sehr charming.
00:46:43: Wenn man drei vier fünf Bücher einer Woche liest habe neulich ein Buch gelesen, was mich total beschäftigt hat und ehrlicherweise total runtergezogen hat.
00:46:54: Wie verarbeiten Sie denn die Geschichte?
00:46:56: oder lassen sie schon mal automatisch gar nicht an Sie ran?
00:47:00: Es ist dann glaube ich wirklich so ein professionelles Lesen.
00:47:03: also man kann jetzt nicht... nicht Albträume von allen Geschichten bekommen.
00:47:08: Vor allem,
00:47:09: wenn man mit fünfzehn schon Stephen King gelesen hat!
00:47:13: Man muss halt auch so ein bisschen im Programm gucken dass es nicht zu deprimierend wird sondern das man eben auch so leichter erheitende Momente hat.
00:47:25: also wir wollen ja jetzt nicht nur über weiß ich auch nicht präkariat und suizid oder sowas wobei das natürlich die Erlebnisse oder Sachen sind, wo die interessantes Nomane rauskommen.
00:47:37: Also jetzt gerade gibt es ja sehr viele Bücher über Mütter, über schwierige Beziehungen mit Müttern.
00:47:43: Lukas Berfuß beispielsweise dessen Mutter ihn praktisch mit fünfzehn letztlich auf die Straße gesetzt hat und irgendwie nach Übersee gezogen ist ohne ihren Sohn mitzunehmen.
00:47:53: Und wie der dann zu einem anerkannten Dramatiker und Autor geworden ist das schon sehr spannend.
00:47:59: Das sind natürlich dramatische Texte aber Ja, wir lesen sie ja um das nicht selbst durchleben zu müssen.
00:48:07: Sie haben einen Tag komplett frei!
00:48:10: Also endlich vielleicht auch die Zeit sich Gedanken zu machen.
00:48:13: Und meine Wohnung habe ich schon aufgeräumt?
00:48:14: Die ist schon aufgereimt.
00:48:16: Aber wie würden Sie den Tag am allerliebsten
00:48:19: füllen?
00:48:21: Ein Double Feature im Kino und essen gehen und irgendwie noch raus spazieren gehen.
00:48:28: Aber doch wieder keine Gedanken
00:48:29: machen?!
00:48:30: Ach so, Gedankenmacher?
00:48:31: Ich dachte ich darf mal was für mich machen.
00:48:32: Ja ja,
00:48:32: das ist natürlich
00:48:34: klar.
00:48:34: Ja, Gedanken mache ich mir auch noch.
00:48:36: Ja okay, zwischen beim Kinofaufführung
00:48:39: geht da immer gut beim Laufen.
00:48:41: Sie haben vorhin Dirty Dancing angesprochen, es ist ja durchaus ein Film den viele Leute einfach mehrfach
00:48:47: gesehen
00:48:47: haben.
00:48:48: Neigen sie denn dazu Bücher mehrfach zu... Also ich lese ein Buch und dann ist es für mich auch gut und dann gebe ich's in Bücherschrank oder an Freunde.
00:48:58: Wie ist das bei Ihnen?
00:48:59: Ich lese nicht mehrfach dazu, habe ich zu wenig Zeit.
00:49:03: Gibt es einen Wuch
00:49:04: was Sie mehrfach gelesen haben so aus der Jugend heraus?
00:49:09: Also ich habe jetzt noch mal von Stephen King was nochmal gelesen aber auch nur weil wir hier war ich mit Jan Ehlert in Stephen King Abend letztes Jahr gemacht hab.
00:49:16: da habe ich nochmal etwas wieder gelesen oder jetzt Kinderbücher aus meiner Kindheit weil ich für irgendwas nen Tipp brauchte oder so für einen gewissen Anlass getrieben.
00:49:28: Ich denke jetzt nicht, ich müsste noch mal die Wahlverwandtschaften lesen oder so.
00:49:34: Da gucke ich dann doch lieber!
00:49:36: Jetzt haben wir gerade vorausgesetzt, dass in dem freien Tag die Wohnung schon gemacht ist?
00:49:40: Wie sehr sind Sie denn Hausfrau im Entführungsstrichen?
00:49:47: Was mögen sie gerne?
00:49:48: Also ich finde zum Beispiel Abwaschen ist etwas sehr beruhigendes Wohingegen ich, ich sag mal Fensterputzen schwieriger finde.
00:49:58: Wie ist das bei Ihnen die Auffallung?
00:50:00: Ja, Fenster-Putzen ist anstrengend!
00:50:01: Also ich koche gerne aber jetzt nicht so nach Rezept sondern so große Mengen von Dingen... ...die
00:50:08: im Kühlschrank
00:50:08: sind?
00:50:08: Ja genau damit niemals eine Hungersnot ausbricht brechen kann was ich mag alles schön dekorieren so Bilder und so weiter solche Sachen.
00:50:19: Ich komme ja aus dem Erzgebirge deswegen
00:50:24: Haben Sie auch so kleine Schnitzel rein?
00:50:25: Absolut.
00:50:26: Also das ist immer sehr wichtig zu Weihnachten, mein Mann nennt es ... Weihnachtserziehungslager!
00:50:34: Also jetzt aus Hamburg ne?
00:50:35: Ja... Also sowas mache ich gerne.
00:50:38: und aber jetzt ich gehe nicht auf im Putzen oder so, ne?
00:50:44: Wie sieht denn dieses Weihnachts-Erziehungslager
00:50:46: aus?
00:50:47: Das heißt, es ist ein bisschen wie in diesen amerikanischen Filmen.
00:50:51: Da schmücken die ja die Häuser... bei ihnen ist
00:50:55: das natürlich als echtes ärztgebürgisches Kunstwerk
00:50:58: oder so Räuchermännchen
00:50:59: und so.
00:51:00: Ja ich habe so Pyramide Und ich dachte früher, das habe ich auch ne Neue schon mal erzählt.
00:51:05: Dass alle das kennen und dass alle Weihnachtspyramiden sitzen... Nein!
00:51:09: ...und dann kam ich hierher und die Leute wussten gar nicht wie man das nennt Das mit den Kerzen was sich dreht.
00:51:15: Also eine Pyramide habe ich mehrere und was hab ich noch?
00:51:18: So ein Schmippbogen im Fenster.
00:51:21: Ja
00:51:22: Und lustigerweise mein Nachfolger in der Kulturbehörde, Deck Herdramf kommt ja auch aus Chemnitz.
00:51:27: Der versteht meine Leidenschaft und er sagt so als er nach Hamburg gezogen ist hat die Mutti eben auch im Karton dann diesen Spüppbogen weil man kann nicht zu Weihnachten ohne den Bogen existieren.
00:51:36: Es
00:51:36: gibt doch diese wunderbaren Sternen dann noch?
00:51:38: Ach ja!
00:51:39: Den Herrn oder Sternen.
00:51:39: da haben wir auch einige auf dem Balkon einen roten Sternen.
00:51:42: Das
00:51:43: heißt sie finden nachts locker nach Hause weil die
00:51:46: Wohnung...
00:51:47: Leuchtet wie sonst was.
00:51:48: Es gibt diese Herrn oder Sterne, das ist übrigens ganz nett jetzt mittlerweile auch aus Buchseiten also so kleine, so zehn Zentimeter Sterne gebastelt
00:51:56: und die gibts bei ihnen demnächst im Shop?
00:52:00: Ja, wäre schön.
00:52:02: Gibt es noch andere Rituale, feiern sie ihren Geburtstag gleich immer groß.
00:52:07: oder ist Ihnen das wichtig?
00:52:10: Ach, nicht so sehr.
00:52:12: Mir ist ab und an mal wichtig, meine große Party zu machen.
00:52:14: Mein Mann und ich haben bei unserem neunundneunzigsten Geburtstag zusammen groß gefeiert im Jugendzentrum Rotenburgs Ort.
00:52:21: Das war sehr schön!
00:52:22: Aber das war dann auch eine Riesenpartie, die wir uns jetzt mehrere Jahre davon erholen müssen... Also ich feiere schon gerne, es ist mir schon wichtig, sagen wir mal, es schönzuhaben und gewisse Anlässe zu begehen und nicht einfach so drüber zu wischen.
00:52:37: Ich möchte, dass der Geburtstag irgendwie was Besonderes ist Aber ich muss jetzt nicht immer hunderte Leute um mich haben.
00:52:43: Denken
00:52:43: Sie denn auch an andere Geburtstage?
00:52:45: Sind sie so ein Kartenschreiber oder eine SMS, oder...?
00:52:48: Ja ist eher SMS.
00:52:50: also ich denke schon dran... Also jetzt speziell in meinem Team sozusagen dass ich da nichts vergesse und das sich die Kollegen immer wahrnehme und dass die auch einen Geschenk bekommen weil es ist so ein bisschen untergegangen in letzter Zeit im Literaturs.
00:53:02: Also vor meiner Zeit das ist mir schon wichtig, dass wir da so kleine Rituale machen oder Praktikantinnen begrüßen und verabschieden dass das so gewürdigt wird, also dass man nicht alles fürbare Münzen nimmt.
00:53:15: Sondern dass man sagt ich seh dich und ich danke mich zum Beispiel bei unserer wahnsinnigen Volontärin Hanna Seidel die dieses Sommerfest nahezu alleine organisiert gerade mit einer riesigen Dispule zu sein.
00:53:28: Oh das wird das wird ein großes Ding!
00:53:30: Mit Karaoke!
00:53:31: Okay
00:53:33: spannend
00:53:35: Wie fliegen Sie in Freundschaften?
00:53:36: Auch nur per SMS, oder haben sie so Telefonrituale mit Freunden in Chemnitz.
00:53:42: Also ich versuche meine Chemnitzer zu treffen wenn ich da bin und dazwischen ist oft nichts und trotzdem ist es so dass man einfach wieder anknüpfen kann wo man aufgehört hat.
00:53:54: aber ich habe keine Zeit um jetzt ewig zu telefonieren oder so.
00:53:57: und ich muss auch wirklich sagen Ich rede so viel und hab soviel menschlichen Kontakt die ganze Woche Außerzählt.
00:54:05: Also ich brauche manchmal Ruhe am Wochenende und dann kann ich nicht noch ewige Telefonate führen, das ist eher ein bisschen pragmatisch und man sieht sich dann, finde ich eh besser, sich zu treffen.
00:54:15: so und ich habe einige gute Freundinnen hier in Hamburg und wir versuchen uns ab und zuzusehen.
00:54:21: aber es wird halt immer schwieriger eben weil auch abends ja oft im Literaturhaus bin und wenn die da hinkommen, bin ich trotzdem immer im Dienst.
00:54:29: also man muss schon kleine Rituale treffen oder finden, mit der eigentlich oft mittags essen.
00:54:36: Mit der anderen kocht dann was für mich.
00:54:38: Man merke ich auch etwas zurück.
00:54:39: aber so also wir haben schon ja das ist mir schon sehr wichtig aber es sind halt nicht wahnsinnig viele Leute als.
00:54:47: ich habe halt gute Beziehungen zu vielen Autoren und Autoren natürlich Aber das ist halt immer eine Mischung zwischen Bekanntschaft und beruflich.
00:54:56: Das, was ich vorhin sagte.
00:54:57: Man kann es halt schlecht trennen!
00:54:58: Wir haben auch kleine Rituale in diesem Gespräch.
00:55:01: Es gibt nämlich zwei Fragen die jedem und jeder am Ende stelle.
00:55:05: wir sind mich schon am ende.
00:55:07: Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
00:55:10: Ich sehe mich nach wie vor im Literaturhaus.
00:55:13: Wo sehen sie Hamburg in fünf jahren?
00:55:16: ja ich hoffe hamburg bleibt stabil und macht einfach so weiter.
00:55:20: ich hoffe es bewirbt sich nicht nochmal für die olympischen spiele.
00:55:25: Ich hoffe, dass keiner einzige der kulturellen Einrichtungen bis da entschließen muss.
00:55:31: Das sind frome Wünsche.
00:55:33: ich hoffe auch sehr das genau so passiert, dass alle Clubs und Theater und weiteren Bühnen erhalten bleiben.
00:55:41: uns bleiben sie auch erhalten.
00:55:42: man kann sich jetzt immer und immer wieder hören nicht nur als Radiosendung sondern als Podcast.
00:55:47: ich bedanke mich recht herzlich und sage ahoi!
00:55:51: Ahoi, ich bedank mich für die Einladung.
00:55:55: Das war Gute Leute!
00:55:57: Das Hamburg-Gespräch mit Lars Meier.
00:56:00: Von der gute Leudefabrik, der Szene Hamburg und dem Zeitverlag.
00:56:04: Folgt im Hamburggespräch als
00:56:06: Podcast auf allen bekannten
00:56:08: Streamingplattformen.
00:56:09: Jeden zweiten Montag neu.
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